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Ungesundes Misstrauen

Erstellt von IE am Mittwoch 21. Dezember 2011

Eine Auseinandersetzung zwischen Lafontaine und  Bartsch?

Frauen und Kinder zuerst..jpg

Über die neue Parteispitze der Partei die LINKE spekuliert die Mitteldeutsche-Zeitung heute. Der Journalist sieht hier die Zuspitzung einer Auseinandersetzung zwischen Oskar Lafontaine und Dietmar Bartsch.

Die ersten Widersprüche wurden direkt nach Ankündigung der Kandidatur von Dietmar Bartsch laut. In einem Schreiben aus der Strömung der Anti-Kapitalisten verteilte Nele Hirsch ihren Einspruch per Mail während Thies Gleis aus der gleichen Strömung über die Website seinen Einspruch verbreitete. Beide ohne politische Substanz und allzu offensichtlich zur Unterstützung ihres Favoriten Oskar gedacht.

Beide Schreiben aber sind von einer, für die Partei die LINKE im Westen typischen Machart. Wie bei Parteiausschlüssen belegt, wird erst gar nicht versucht politische Argumente vorzutragen. Dazu scheint kaum einer in der Lage zu sein, was sich ja auch in der desolaten Rolle als Regierungsopposition widerspiegelt.

So geht der Griff auch gleich tief in die sprichwörtliche Kloschüssel um alles was dort vielleicht irgendwann Spuren hinterlassen hat, in Form von Rufmord, Denunziation, Verleumdung und falschen Mutmaßungen aufzunehmen und durch die Gegend zu werfen. Seltsam auch, das gerade in der LINKEN immer gleich die entsprechenden Bücklinge für solche Schmierereien zur Stelle sind. Aber da hat ein jeder Landesverband wohl seine speziell dafür trainierten Spezialisten.

Als einzige Überraschung wäre hier anzumerken, dass nicht gleich ein Parteiausschlussverfahren gegen Dietmar Bartsch eingeleitet wurde. Dafür ist dieser in der Parteihierarchie dann doch wohl zu hoch angesiedelt und würde selbst Oskar dann die letzten Zähne kosten.

So lesen wir in der MZ und wir zitieren wie folgt:

Überdies misstraut er ihm politisch. Während Lafontaine noch immer und mit Vorliebe SPD und Grüne attackiert, ist Bartsch ein Kumpel des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und duzt sich sogar mit FDP-Leuten. Eine rot-rot-grüne Koalition – das ist es, wovon er träumt. Der Alt-Kommunist Bartsch jedenfalls steht rechts vom Alt-Sozialdemokraten Lafontaine.

So kompliziert ist die Welt bei der Linken. Der persönliche Konflikt wird aufgeladen durch den Streit um den Mitgliederentscheid über den künftigen Parteivorsitz, der vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern beantragt worden ist. Er lässt sich auch beim besten Willen nicht mehr wegmoderieren.

Bartsch will den Mitgliederentscheid. Er weiß: Etwa 46 000 Parteimitglieder leben im Osten der Republik, 24 000 im Westen. Er könnte bei diesem Verfahren auf einen Triumph hoffen. Das gilt umso mehr, als die Beteiligung beim jüngsten Mitgliederentscheid über das Grundsatzprogramm in den neuen Ländern deutlich größer war. Lafontaine fürchtet, dass er die Ost-Genossen an den Wahlurnen nicht aufhalten könnte. Darum erheben seine Anhänger gegen den Mitgliederentscheid formale Einwände. Fruchtet das nicht, so heißt es, könne „Lafo“ noch einmal selbst in die Bütt gehen.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Wahlplakat der Partei „Die Linke“ in Kiel-Wellsee

7 Kommentare zu “Ungesundes Misstrauen”

  1. Mica sagt:

    Jeder westl. Landesverband dessen durchschnittl. Mitgliedsbeitrag unter 10 Euro liegt, sollte den Ball flach halten.
    Im Osten wurde auch nicht mit geschönten Mitgliederzahlen gearbeitet wie im Saarland, RLP und Bayern!!!!
    Im Osten gab es keine Karteileichen-Affären, die Zahlungsmoral ist hoch.
    Daran gemessen sollten die westl. Landesverbände kleine Brötchen backen.

    Die Wahlergebnisse in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz mit der Wahlkampf-Dampfmaschine Lafontaine haben eindeutig bewiesen, dass Lafontaine nichts mehr reißt.

    Ein Mitgliederentscheid ist aus vielerlei Gründen zu befürworten.

  2. Gabriel van Helsing sagt:

    Da werden genauso die Prozente ausfallen,

    wie bei den Wahlen in Rußland,
    Zustimmung oder Ablehnung der F.D.P Basis zum EU-Rettungsschirm,
    oder der Volksentscheid zu Stuttgart 21.

    Was nicht passt, wird passend gemacht!

    Bestes Negativbeispiel ist der Neue Programmentwurf der Linken. Hier wird die Rücksendungsquote fürchterlich sein.
    Das Nichteintragen der Mitgliedsnummer auf diesen
    „Wahl-Zettel“ gehört zur Regieanweisung von oben.

    Bei der Berichtigung dazu, würden jeden, der sich mit Datenschutz beschäftigt, nicht nur die Nackenhaare kräuseln.

  3. alfons helmut sagt:

    #1
    Lieber Mica.

    Bitte nicht vergessen das zum Wahlzeitpunkt der Atomsupergau in der Wählermeinung andere Maßstäbe gesetzt hat. Ohne dieses tragische Ereignis hätte es in BDW auch keinen grünen Ministerpräsidenten gegeben.

    Auch, diese Bemerkung sei mir erlaubt, mißt sich ein guter oder starker Landesverband in seiner politischen Arbeit und nicht an der Höhe des durchschnittlichen Beitrages.

    Eher wohl an der Arbeit seiner Mitglieder und Funktionäre!

    Lassen wir doch die Mitglieder entscheiden. Dies haben wir für unser neues Programm doch auch getan.

  4. Freiheitspower sagt:

    nur mal zur Info, über einen Mitgliederentscheid kann ich keinen Vorsitzenden wählen, laut Parteiengesetz muss dies auf einer Mitgliederversammlung geschehen. Unabhängig davon wäre es demokratisch unfair für eventuelle andere Kandidaten, die über einen Mitgliederentscheid gar keine Chance hätten.
    Der Vorsitzende im Sinn des Parteiengesetz muss jedenfalls vom Parteitag gewählt werden (§ 9 Abs. 4 PartG)

    http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__9.html

  5. Thomas A. Bolle sagt:

    Das heist nur das unsere Gesetze endlich mal zur Durchführung von Basisdemokratie geändert werden müssen. Wo steht denn geschrieben dass das in alle Ewigkeit so sein muss.

  6. pontius pilatus sagt:

    Der durchschnittliche Beitragssatz im Saarland würde sprunghaft ansteigen, wenn die Großkopferten gescheit zahlen würden.
    Ob jemand die Transparenz hat, seinen Wählern mal mitzuteilen, was er tatsächlich so abdrückt?

  7. Gilbert Kallenborn sagt:

    Ich befasse mit seit 40 Jahren mit Lafontaine.
    Lafontaine Juso, Lafontaine SPD -Lafontaine Partymaker, Godfather Die Linke.
    Das letzte was Lafontaine, dessen Felle wegschwimmen im Westen, im Osten hat er nur die kommunistische Plattform gehabt, wobei man sich heute die Frage stellen muss:
    Schrieb Lafontaine die Reden von Sarah Wagnknecht oder Sarah Wagenknecht die Reden von Oskar Lafontaine?
    Und wer hat wen hier wie befruchtet? Was lief all die Jahre heimlich hinter den Kulissen?
    Während Lafo in der roten Deckung blieb und den etwas linkeren SPDler gab, checkte Wagenknecht die (vorhandene) rote, insbesonders die Berliner rote Basis. Dann -kurz vor dem Liebespaar-Outing in Saarbrücken am 12.11.2011 beim Wahlfälscher-Landesparteitag Linke Saarbrücken: The Girl is mine! Mine, mine…..
    Michael Jackson (The Girl is mine.-Song) und Oskar Lafontaine haben eins gemeinsam:
    Der eine lässt sich soviel weiss unter die schwarze Haut (die mehrfach gebrochene Nase nicht zu vergessen) operieren, daß er am Ende kein „Black ist Beautiful“ -Boy mehr ,sondern ein Weissling ist der andere gibt sich als die bessere SPD und bastelt heimlich die schlechtere DDR-SED-Kaderpartei
    Aussenhaut Lafontaine, innere Organe Honneker, Kritikerwegbeissen -Dietmar Bartsch zuerst -aber auch die kleinen im Lande, like me, dürfen die Lafo-Demokratur erleben -Diktatur von oben, Basis als Stimmvieh.
    Der Versuch der Verhinderung eines Mitgliederentscheides zur Parteiführung ist entlarvend.
    Lafontaine fürchtet Bartsch. Die Zeiten haben sich geändert.
    Der 2-Meter Riese aus Stralsund überragt den kleinen Mini-Napoleon von der Saar nicht nur an Körpergröße. Oskar Lafontaine wird nie offen gegen Dietmar Bartsch antreten.
    Er hat die Unterstützung von Gregor Gysi dazu verloren.
    Bei einer Kampfkandidatur -ich wollte, es käme soweit, damit endlich mal klar Schiff kommt in dieser Partei! -Lafontaine gegen Bartsch würde Bartsch siegen. Denn der Osten ist rot. Richtig rot, und das nicht von diesen Westdiktatoren und Luxussozialisten.

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