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The Black Baron II

Erstellt von Gast-Autor am Mittwoch 23. Februar 2011

Man sollte die Fähigkeit der Guttenbergs

File:Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg in Afghanistan.jpg

und ihrer Hintermänner zum strategischen Denken und zur Mobilisierung von Manipulationspotenzial nicht unterschätzen

Verantwortlich: Albrecht Müller

Als Ende letzter Woche Umfragen bekannt wurden, wonach 74% (ARD/Infratest dimap) bzw. 68% (RTL/Forsa) der Befragten für den Verbleib Guttenbergs im Amt votiert hätten, erhielten wir einige Mails von NachDenkSeiten-Nutzern, die die Korrektheit dieser Befragungen in Zweifel ziehen. Es ist zwar sehr wahrscheinlich, dass die Formulierung der Fragen und auch die Erhebung selbst im Sinne eines guten Ergebnisses für Guttenberg angelegt wurden. Aber die erstaunlichen Ergebnisse können dennoch tendenziell der Realität entsprechen. Guttenberg und seine Leute haben ihre Strategie zur Verteidigung clever angelegt und sie verfügen über ein großes publizistisches und finanzielles Potenzial, allem voran über die Bild-Zeitung.

weiterlesen >>> NACHDENKSEITEN

Amerkung
[Zitat aus unserem Artikel vom 18.02.2011]
[…] Einer Internet-Umfrage des WDR2 vom heutigen Abend zufolge wollen ihn nahezu 65 % !!! nicht mehr. — Persönlich gehört vom Verfasser.
Das legt nach wie vor die Vermutung nahe, dass PR-mässig im Hintergrund umgetrieben wird auf „Teufel komm‘ raus“. Die Umfrage-Zahlen sind mutmasslich geschönt, und zwar um mehr als 50 %, bzw. es wurde PLUS und MINUS schlicht verwechselt. Kann ja mal passieren – Fehler macht jeder. Und die nicht vorsätzlich. Aber was mögen das auch für Menschen sein, die den Baron so lieb haben? Man wird es kaum ergründen können.
Die Zeitung mit den grossen Lettern startete heute eine Telefonumfrage auf der Titelseite. Sie wird die Zahlen von Infratest und Forsa bestätigen, wobei anzunehmen ist, dass die Zahlen für das Verbleiben im Amt die Schallgrenze von 80 % übersteigen werden. Schau’mer mal.

Während der aktuellen Stunde heute im Bundestag ging dann schon die Post ab. Der Interessierte wird es verfolgt haben, deswegen gehen wir an dieser Stelle nicht noch einmal darauf ein.
„Beeindruckend“ war die kurze Rede von Trittin mit der Grussadresse an den Hosenanzug und der unverblümten Forderung des Rücktritts des Kriegsministers.
Es gibt doch noch lichte Momente in dieser Partei, die einmal die GRÜNEN waren. – UP.

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5 Kommentare zu “The Black Baron II”

  1. Bundesdemokrat sagt:

    Gestern Abend konnte ich einen Teil von „Hart aber fair“ verfolgen. Für mich gab es dabei eine Sache die immer wiederholt aber deswegen nicht richtiger wird. Es war der xte Versuch des CSU-Vertreters diese Sauerei runterzuspielen. KTzG hat sich entschuldigt, KTzG hat zugeben einen Fehler gemacht zu haben, bla, bla, bla. Und deswegen sei jetzt alles in Ordnung. Und immer wieder darauf abzielend, das jeder Mensch fehlbar ist. Doch so einfach ist es eben nicht. In Deutschland gehört nach unserem gültigen Namensrecht der legal erworbene oder verliehene Titel zum Namen dazu. Das heist im Umkehrschluss, führe ich zu unrecht einen Titel und unterschreibe damit ist das Urkundenfälschung und somit ein Straftatbestand. Eine andere Sache wurde ebenfalls noch vorgebracht. In der Dissertation sollen Stilbrüche zu finden sein, die es eigentlich ünmöglich machen das KTzG diese Arbeit selbst geschrieben hat. Jeder Mensch hat in seinem Leben seine eigene Ausdrucksweise in Schrift und Wort angenommen. Daran können Fachleute erkennen ob ein Text oder Buch von ein und der selben Person niedergeschrieben wurde. Wenn diese Merkmal ebenfalls in der Arbeit fehlt dann hat zG nicht versehendlich sondern wissentlich und mit Absicht betrogen. Und mit den Worten vom ehem. Richter und SPD-Abgeordneten Oppermann aus der gestrigen Sendung:“Zitat“ – „Wenn das nicht Konsequenzen hat brauche wir auch keine Betrüger mehr verfolgen.“

  2. UP. sagt:

    #1 – So sehen wir das auch mit dem Namen. Die Uni Bayreuth hat ihm gestern den Titel aberkannt – wobei der Tenor auf „aberkannt“ gesetzt ist; d.h. im Klartext: Ein Titel wird aberkannt, wenn er unrechtmässig erworben wurde. Damit ist der Tatbestand des Betruge erfüllt!
    Und wenn der Baron die Massstäbe bei sich ansetzt, die er bei anderen praktiziert, hat er das Mass an der Messlatte bei Weitem überschritten.

    BILD hat unsere Schätzung lässig übertroffen: 87 % – eine Farce!

  3. Ingo Engbert sagt:

    Wir haben es nicht nur mit einen Betrug von Guttenberg zu tun !
    Auch Merkel betrügt das Volk (Der Hehler und der Stehler) in dem sie einen Betrüger ihre Unterstützung gibt.
    87 % gibt es auch nur in Bild. Die meisten großen Zeitungen haben Umfragen gestartet. Dort sehen die Zahlen ganz anders aus.

  4. Snoopy against Black Baron sagt:

    Die 65 % vom 18.2. im WDR habe ich auch gehört. Dass BILD natürlich diese hohe Prozentzahl rausspuckt war vorherzusehen.Diese Prozentzahlen sind immer mirt Vorsicht zu geniessen, wobei ich den BILD-Käufern ganz arrogant die Kompetenz abspreche, die Sachlage zu begreifen, weil die meisten so agumentieren, ob es in Deutschland nichts Wichtigeres gäbe und dass der private Doktorgrad nichts mit dem Ministeramt zu tun hat. NEIN, liebe BILD -Leser: Das sind nicht Äpfel und Birnen die vermischt werden; denn bei einer solchen Person darf man das nicht trennen und Betrug bleibt Betrug.
    Wenn dieser Typ nicht dauernd von seinen Massstäben gesprochen hätte – die er nun bei sich anzusetzen nicht bereit ist- könnte man seine Überheblichkeit jetzt nicht gegen ihn als Argument bringen. Der nimmt das Maul sehr voll. Deswegen muss er jetzt drau fallen. Auf’s Maul.

  5. Snoopy against Black Baron sagt:

    …der absolute Knaller war die heutige Äusserung Gutenbergs im Bundestag, dass andere aus seinen Fehlern lernen könnten.

    Ja – Was denn? Wie man „besser“ lügt und betrügt?

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