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Linke machen Lanz Joblos?

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Januar 2014

 Wurde das System „Medien“ immer noch nicht verstanden?

File:Sahra Wagenknecht Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 02.jpg

Wer so naiv ist zu glauben sich durch solcher Art von Sendungen Profilieren zu müssen, sollte an und für sich zu Hause bleiben. Was für ein Aufstand um eine dumme Unterhaltungssendung im ZDF zu nachtschlafender Zeit wenn sowie so nur noch wenige Zuschauer bereit sind sich solch einen Blödsinn anzusehen. Denn wenn für Gäste als auch den Moderator keine andere Sendezeit übrigbleibt  spricht diese Tatsache eigentlich schon gegen alle die dort Anwesenden.

Rund 90.000 Unterschriften für eine Petition um einen Moderator Joblos zu machen? Hatten wir das nicht schon einmal in früheren Jahren als den Kommunisten oder Andersdenkenden ein Platz im öffentlichen Dienst abgesprochen wurde und sie noch nicht einmal als Briefträger oder Schornsteinfeger geeignet schienen. Und wie lautstark haben die LINKEN damals gegen das „Berufsverbot“, so nannte man es, protestiert! Ja damals wurde noch die Äußerung der freien Meinung verteidigt. Heute gehen die Linken auf die Straße und fordern ein „Berufsverbot“ für Lanz! Alles schon vergessen und nichts dazugelernt? Der Fanatismus treibt manchmal seltsame Blüten.

Ist das denn so schwer. Warum steht eine Person, welche sich zu Unrecht angegriffen fühlt nicht einfach auf, dreht sich um und verlässt das Studio? Liegt dieses nicht daran dass solch eine Person fürchtet fortan nicht mehr eingeladen zu werden und zeigt es uns nicht, dass das gesehen werden wollen, die Geilheit auf publicity,  der einzige Grund ist eine solche Sendung zu besuchen. Die Menschen müssen in aller Munde bleiben um ihre Angebote verkaufen zu können.

Die erfolgreichste Sendung im Fernsehen, der absolute Quotenhit zur Zeit ist das Dschungelcamp bei RTL, wobei die Tweets auf Twitter um das achtfache im, Vergleich zum Vorjahr gesteigert wurden. Wer also wirklich glaubt etwas verkaufen zu wollen, auch Meinungen, sollte dorthin gehen und sich nicht mit Lanz herumärgern. Aber dort käme wohl ein Fältchen ins Blüschen oder Röckchen. Zumindest aber würde es dem Zuschauer einmal einen Blick hinter die Fassaden gestatten, jenseits von  Plaste und Schminke.

Zurück zu den Unterschriften für diese Petition. Wird diese Endzahl schon ein Zeichen für den nächsten Ausgang der Wahlen sein?  X Prozent von ca. 60 Millionen Wahlberechtigten für die Linke? Ein Prozent von 60 Millionen ergibt 600.000 Wähler! Es gibt wahrlich bessere Möglichkeiten auf eine Partei aufmerksam zu machen.

Diese Fresse muss weg

Es hätte ein so schöner Skandal werden können: Die Linkspartei-Politikerin Sahra Wagenknecht gab am 16. Januar, zu Gast in der Talkshow „Markus Lanz“, kein „klares Bekenntnis zu Europa“ ab. Und das, obwohl er sie doch mehrmals dazu aufgefordert hatte.

Nun lief die Sache allerdings dergestalt aus dem Ruder, dass anschließend nicht Wagenknechts fehlendes „Bekenntnis“, sondern Lanz‘ Kindergartendiskussionsstil zur Nachricht wurde. Im Duktus des schonungslosen Aufklärers hatte er ihr lächerliche Multiple-Choice-Fragen gestellt („Euro, rein oder raus?“) und ihr vorgeworfen, sich als Linken-Abgeordnete in enorme kapitalistische Widersprüche zu verstricken („Wie viel? Wie viel verdient man da?“). Es war wirklich selten blöd.

Nach der Sendung setzte, wie gestern berichtet, eine engagierte Zuschauerin eine Onlinepetition mit dem Titel „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“ auf und forderte darin das ZDF auf, sich von ihm „zu trennen“. Dem „politischen Spektrum links der Mitte“ begegne er unhöflich, außerdem habe es „unzählige empörte Tweets“ gegeben. Die Petition hat, Stand 23. Januar, 11.30 Uhr, mehr als 85.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.

Quelle: TAZ >>>>>  weiterlesen

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