DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Alles unter einem Linken Dach

Erstellt von Gast-Autor am 13. April 2015

Alles unter einem Linken Dach

Hier findet zusammen was zusammen gehört – Neumanns + Burschenschaft + AFD + DIE LINKE. Witzig ist das beide Neumanns sich hier selbst einen Persilschein ausstellen. Die Machtübernahme der Partei DIE LINKE ist trotz aktiver Mitgliedschaft in einer Burschenschaft mit katholischer Theologie und rechtslastiger Historienverklärung – im Kreis Saarlouis – unter Schumacher kein Problem.

Die allgemeine Frage welche sich mir, einer neutralen Bürgerin, bei einer solchen Zusammensetzung stellt ist folgende: War dieses wirklich eine offizielle Veranstaltung der LINKEN des KV Saarlouis ? Oder distanziert sich jemand von dergleichen Machenschaften da in einer Partei sowieso ein jeder macht was er für richtig hält?

Trotz der vielen Gruppen die man hier bedienen will – es kommen nur 7 Hansel. Kein Wunder wenn man Veganer, Vegetarier, Bulimiekranke zum Steakessen einlädt und sich dann wundert dass keiner kommt und am Ende sogar noch gekotzt wird. Hier der Text aus Neumanns Feder:

Am 9. April 2015 fand im Bahnhof-Hotel Saarlouis die Kooperationsveranstaltung „Wissen wovon man spricht: Korporation – Studentenschaft – Burschenschaft! AfD im Saarland“ des KV DIE LINKE. Saarlouis und dem Rodena THV statt.

Angesetzt war für die beiden Vortragsteile, wovon der beginnende historische Betrachtungsteil durch den Rodena THV umgesetzt wurde, das Zeitfenster von 19:00 – 21:00 Uhr, gegen 22:15 Uhr war sie dann tatsächlich beendet. Ein riesen Dankeschön an alle Teilnehmer, die so interessiert bei der Thematik waren, vor allem auch den Gästen aus Homburg, die ja auch noch eine Rückfahrt mit der Bahn vor sich hatten! Eine weitere Veranstaltung in Saarbrücken/Neunkirchen wird es bald gegeben. Termin folgt.

Den ersten Themenblock bildet der eher ungewohnt-differenzierte Blick in die Studienlandschaft des Saarlandes. Studentenverbindung, Korporation, Studentenschaft, Burschenschaft – Begriffe denen man im universitären Umfeld oder in der Presse begegnet und die häufig synonymhaft Verwendung finden. Deutliche Unterschiede wurden herausgestellt, die Entwicklungsgeschichten und historischen Umfelder näher beleuchtet, dezent auf die Existenz von Damenverbindungen und ausländischen Verbindungen im deutschen Verbändswesen verwiesen uvm. Es war ein geballter Block an Informationen gewesen.

Überrascht zeigte man sich vor allem aber auch über Informationen, dass die Burschenschaften die progressiven Kräfte des 19 Jhd. gewesen sind, was der „Deutsche Gedanke“ eigentlich bedeutet, wieso sich in der Pekesche keine Uniform, sondern vielmehr ein Freiheitsgedanke „versteckt“ uem. Aber auch die Faktenlage, wie sich die überwiegende Zahl der Burschenschaften gegenüber ihren jüdischen Bundesbrüdern in der NAZI-Zeit verhielten und das nicht wenige Burschen einen Konfrontationskurs mit den NAZIs einschlugen, waren so eher ungewohnte Informationen, die aber bei einer kritischen Auseinandersetzung mit der Materie einfach dazugehören. Ebenso wie die Auswirkungen des Reichskonkordats auf den CV. Mit einer Betrachtung der aktuellen Verbindungslandschaft, der Skizzierung der aktuellen Haltung der Linken sowie der ANTIFA endete dieser Teil. Mit auf den Weg gegeben wurde die Frage inwieweit – selbst bei ansonsten sicherlich anzuerkennenden/nachvollziehbaren Punkten – Wandschmierereien und tätliche Angriffe – nur weil jemand eine Mütze mit Farbband anhat – sind…

Den zweiten Themenblock der Veranstaltung bildet eine nähere Betrachtung der AfD. Dabei wurde das auf Bundesebene beschlossene Programm zur Haltung gegenüber der AfD und das entsprechende Schulungsprogramm vorgestellt. Den Abschluss bildete die Frage, ob Burschenschaften per se für die AfD von Interesse sind, wie diese zueinander stehen, wo es erkennbare Kontakte gibt uem. Und welche Ansätze für die Linke im Saarland möglich sind.

Quelle: Rodena

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Februar 2015

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Die griechische Heldenreise steht irgendwo zwischen den Stufen sieben und acht und Merkel holt gleich ihre Brüder

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Wer eine Reise plant, im Verlaufe deren er möglicherweise zu Terrortaten ausgebildet werden könnte, kann nun verhaftet werden.

Und was wird besser in dieser?

Neonazis, die Todesanzeigen gegen kritische Journalisten im Netz veröffentlichen, dürfen weiter frei herumlaufen.

Ai Weiwei dreht einen Film mit Til Schweiger. Der Titel: „Berlin, I love you“. Womit haben wir das verdient?

Nach „Paris, je t’aime“, „New York, I Love You“ und „Rio, Eu Te Amo“ hätte man sich als Titel für das deutsche Follow-up auch etwas regionale Küche vorstellen können. „Berlin – Ick finde dit jetz nich so jut, dass Se uff de Rolltreppe links stehn und den janzn Vakehr uffhaltn“ oder so was ganz Urig-Sympathisches. Doch, nicht dass ich wegen deutschnationaler Denke noch in die SPD zwangsrepatriiert werde! Sie wollten ja eh gerade fragen?

Laut Sigmar Gabriel gibt es ein demokratisches Recht darauf, deutschnational zu sein. Stimmen Sie zu?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Januar 2015

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Bachmanns Hitler-Post, des Vermieters Toiletten-Fantasien und das Aus der Fernsehpreis-Aftershow-Party

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Die SPD findet Pegida doof (Generalsekretärin Fahimi) oder hört mal rein (Vorsitzender Gabriel) oder nachvollzieht deren Themen (Veteran Schily).

Was wird besser in dieser?

Die SPD erklärt sich grundsätzlich solidarisch mit allen, die Schwierigkeiten haben, sich in eine moderne Demokratie zu integrieren (Islamisten, Pegida).

Ganze zwei Tage lang zeigte das britische Boulevardblatt The Sun keine nackte Frau auf Seite 3. Nun sind die Nacktbilder schon wieder zurück. Was soll das?

Früher waren die Bilder PR, heute ihre Abwesenheit.

Pegida-Chef Lutz Bachmann postete ein Foto von sich als Adolf Hitler. Laut eigenen Angaben sollte das witzig gewesen sein. Darf Satire alles?

Sie durfte Walter Moers‘ „Adolf. Äch bin wieder da!“. Und Timur Vermes „Er ist wieder da“. Und David Levys „Mein Führer“, trotz Helge Schneider. „Obersalzberg“ mit Michael Kessler. Wenn es sich zunehmend darauf reduziert, wer den stets gleichen banalisierenden Hitlerwitz macht: Dann soll halt Bachmann auch noch dürfen. Von allen Gründen, Bachmann unter Druck zu setzen, war das der dümmste. Wer auf Andersdenkende, Andersglaubende, schlicht Gott und die Welt einhasst, muss jederzeit mit Sprüchen wie „wir suchen den Dialog mit besorgten Bürgern“ rechnen. Wer einen blöden Witz zum millionsten Mal macht, wird untragbar. Ihn wegen des Hitler-Posts zu dissen sagt zwischen den Zeilen: Sonst haben wir nichts gegen ihn. Was uns bei Bild nun auch wieder nicht so sehr überrascht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fehler der Konservativen

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Januar 2015

Debatte Pegida

von Katja Kipping

KULTURKAMPF Pegida antwortet mit einer Lüge auf Verlogenheit. Denn kein Islamist und kein Flüchtling hat die Sozialsysteme geschrumpft

Die Pegida-Demonstrationen in Dresden sind ein Indiz für die innere Kündigung gegenüber dem politischen System. Und sie sind Ausdruck eines Kulturkampfes von rechts.

Dem Gedanken der Gleichheit aller – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung und Geschlecht – wird durch Pegida, AfD und Co. der Kampf angesagt.

Pegida bemüht den Gestus des Empörten: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“ Als ob Mut dazu gehören würde, rassistische Vorurteile zu bedienen! Als ob die Abschottung Europas nicht längst Politik einer ganz großen Koalition in Europa wäre! Wer sich nun, wie Angela Merkel und Stanislav Tillich, hinstellt und von Weltoffenheit redet, während gleichzeitig eine Mauer um Europa gebaut wird, dem ist Heuchelei vorzuwerfen.

Kein Angriff auf die Mächtigen

Der Hass jedoch, den Pegida verbreitet, trifft nicht die Mächtigen, sondern Flüchtlinge, die sich montags kaum noch auf die Straße getrauen. Und perspektivisch auch alle, die nicht ins nordische Raster passen.

Der Mob fragt nicht nach Kreditkarten, wenn er wüten will. Wer nach unten tritt, wie Pegida, ist nicht mutig, sondern feige. Mutig wäre es, eine Politik anzugreifen, die mit Waffenexporten, Stellvertreterkriegen und der weltweiten Ausbeutung von Menschen und Ressourcen jenes Elend produziert, das die Menschen zu Flüchtlingen macht.

Auf die Verlogenheit der Regierung, Deutschland ginge es gut, ist zu antworten, dass dies eben nicht für alle zutrifft. Den Eindruck zu erwecken, schuld daran seien die Flüchtlinge, ist wiederum eine Lüge.

Mit dem Zulauf zu Pegida hat sich auch das Publikum verändert. Hatte man es zu Beginn überwiegend mit rechtsoffenen Teilen des Dresdner Sportfanmilieus zu tun, erwiesen sich die Berichte über die Grausamkeiten des IS als Volltreffer für die Rekrutierung verunsicherter Menschen ganz verschiedenen Schlages. Und die brachten ihre restlichen – und oftmals völlig berechtigten – Sorgen über den Zustand der Gesellschaft gleich mit. Bachmann & Co. – wer genau das alles wirklich ist, wird wohl die Zukunft noch zeigen – reagierten clever: Sie bauten die gesellschaftskritischen Ansätze flugs in ihr Portfolio ein.

Und so taucht bei den Debatten um Pegida auch die Frage auf: Gibt es nicht berechtigte Sorgen, die die Politik aufgreifen sollte? Nun, es gibt berechtigte Sorgen. Die soziale Spaltung nimmt zu. Immer mehr sind von Altersarmut bedroht. Existenzangst greift um sich. Und wo Existenzangst zunimmt, verschärft sich das gesellschaftliche Klima. Es wird nach unten getreten, nicht nach oben.

Schrumpfung der Renten

 

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Linke: Alles „Kehrt-Marsch“!

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Januar 2015

„Berlin hat Unsummen in den Sand gesetzt“

In den Sand gesetzt sind Gelder dann, wenn versprochene Leistungen nicht geliefert wurden !

Wer hat denn jetzt schon wieder ein Kommando gegeben in der Linken Friedenspartei? So muss es gestern, oder war es vorgestern, oder noch eher– kein Militärisches „Rechts Marsch“ sondern sogar ein ganz energisches „Kehrt Marsch“ gegeben haben. Kleine Wendungen erleichtern vielleicht den Einstieg an die Fraktionsspitze ? Na wie dem auch sei, wir erleben schon seltsame Wendungen innerhalb der Partei und freuen uns auf die Nächsten.

Jetzt will also auch Wagenknecht mit den Pegida – Machern reden und schließt sich weitgehend den zuvor abgegeben Begründungen von DL an? Ja, ja, es braucht eben alles seine Zeit, bei manch Einer/n dauert es auch schon einmal ein wenig länger.

Nur so ist das nun einmal innerhalb der Linken wenn wir denn der „Lügen“ Presse glauben können. Wo die Eine eine Kehrtwendung vollführt verkündet der Andere das genaue Gegenteil. So lesen wir heute Morgen im Spiegel: „Die rassistischen Äußerungen des Pegida-Gründers Bachmann haben gezeigt, wes Geistes Kind die Organisatoren dieser Hass-Bewegung sind“, sagte er dem „Tagesspiegel“. „Wer jetzt noch diesen geistigen Brandstiftern nachläuft, macht sich mit ihnen und ihren Positionen gemein.“ Nicht unerwähnt sollte hier bleiben, dass wieder einmal Alle für Einen in die Haftung genommen werden?

Dieses ist eine Aussage von Dietmar Bartsch welche heute Morgen nicht nur im Spiegel verbreitet wird. Sollten wir hier den Spruch: „Gegensätze ziehen sich an“ erwähnen und freuen uns auf weitere Gegensätzlichkeiten? Wo bei er eben nicht Unrecht hat, der Dietmar. Aber bei aller berechtigten Kritik an diesen Lutz Bachmann, warum wird eigentlich nie erwähnt das die Kriminalitätsrate im Deutschen Bundestag, Prozentual gerechnet wahrscheinlich weit höher liegt als innerhalb der Bevölkerung? Dort finden wir schließlich alles wie Hochstapler, Drogenbesitzer, Panini Bildchen Sammler, und, und, und. Nur die werden nicht bestraft sondern im Gegensatz noch belobigt. Und sei es durch Jobs in internationalen Gremien.

„Berlin hat Unsummen in den Sand gesetzt“

Die Vizechefin der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, spricht sich für einen Machtwechsel in Athen aus, sieht Griechenland aber weiter in der Euro-Zone. Außerdem spricht sie im Interview über ein mögliches Treffen mit Pegida-Organisationen.

Frau Wagenknecht, am kommenden Sonntag wählt Griechenland. Wollen Sie denn wirklich, dass das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras gewinnt?

Natürlich. Griechenland könnte das Signal sein, dass sich Länder nicht länger den unsäglichen Kürzungsdiktaten der Troika unterwerfen, die die Krise nur verschärfen.

Wenn Tsipras gewinnt und seine Pläne wahr macht, könnte Griechenland aus der Eurozone fliegen.

Ich gehe nicht davon aus, dass Griechenland aus der Eurozone fliegt.

Die Bundesregierung stellt sich angeblich schon darauf ein.

Das ist ein durchsichtiger Versuch, sich in den griechischen Wahlkampf einzumischen. Die Bundesregierung will nicht zugeben, dass sie mit ihrer verfehlten Euro-Politik Unsummen in den Sand gesetzt hat. Europas Steuerzahler haben Griechenland inzwischen 240 Milliarden Euro geliehen. Doch dieses Geld ist nicht nach Griechenland geflossen, sondern zu 95 Prozent an den Finanzsektor. So konnten sich Banken und Hedgefonds aus der Verantwortung stehlen. Die Griechen werden es nicht zurückzahlen können. Diese schlimme Wahrheit will Angela Merkel den Wählern nicht sagen.

Griechenland braucht Schuldenschnitt

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Wolkenkratzer

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Pegida reloaded

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Januar 2015

Schlagloch „Abendland“

SCHLAGLOCH VON MATHIAS GREFFRATH

Das Erbe patriotischer Europäer und Parolen aus dem Fundus: ein Neujahrsmärchen über Aufstieg und Fall des Abendlandes.

Am Montagabend nach Silvester bekam ich Besuch von meiner Nichte, sie hatte noch zwei Freunde mitgebracht. Nachdem wir die letzten China-Kracher aktiv entsorgt hatten, sagten die drei, sie hätten ein Anliegen. Die Nichte kam gleich zur Sache: „Es geht uns um den Erhalt und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur, aber leider können wir es nicht mehr Pegida nennen, der Markenname ist ja schon besetzt.“ Freund eins ergänzte: „Von Menschen in Anoraks aus dem Billigkaufhaus, die sich Sorgen machen, weil auf den Sozialämtern Bedienungsanleitungen für den staatlichen Geldautomat in zehn Sprachen angeschlagen werden.“ Ich sah ihn entgeistert an. Er grinste: „Nee nee, das war ein Zitat, von Roland Tichy, dem Chefredakteur der Wirtschaftswoche; uns geht’s eher um die Leute, die sich Sorgen machen wegen der Toten im Mittelmeer, wegen der Gerechtigkeitslücke und der schlechten Schulen und wegen des Klimas.“

„Aber warum Parole Abendland?“, fragte ich. Meine Nichte nickte zur Bücherwand hinüber. „Na, deswegen. Wegen des kulturellen Erbes. Judäo, das ist die Thora, das Gesetzbuch, das die Freiheit und ihre Gleichheit aller zum Ziel hatte. ,Es sollte überhaupt keine Armut unter Euch sein‘, sagte das nicht der Gott Israels zu Moses? Und steht da nicht was von einem generellen Schuldenerlass alle sieben Jahre, damit die Unterschiede nicht zu groß werden? Freund zwei nickte und legte mir ein Papier von Boston Consulting auf den Tisch: „Die sagen auch, nur so sei Europa zu retten. Alles nicht neu.“

Sie sagt nur: Kant

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Wzwz

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Urlaub von Ägypten und Pegida

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Januar 2015

Überfordert von Dummheit und Hass

VON KHALID EL KAOUTIT

Unser Autor hat keine Lust, mit Pegida-Demonstranten zu diskutieren. Wenn er zu Hause in Berlin ist, will er sich lieber von der Diktatur in Ägypten erholen. Und den Schnee genießen

Was hältst du eigentlich von dem ganzen Pegida-Kram?“, fragte mich letztens mein türkischer Hotdog-Verkäufer in Berlin-Mitte. Ich war nach drei Monaten Aufenthalt in Ägypten, wo ich seit mittlerweile einem Jahr lebe und arbeite, wieder in Berlin und die Pegida-Proteste hatte ich nur aus der Ferne verfolgt. Anfangs war ich überrascht und ratlos. Überfordert von der Dummheit und dem Hass.

Wenn ich die Pegida-Demonstranten reden hörte, bekam ich eine Gänsehaut, denn ich erkannte sofort einige Parallelen zu dem, was in Ägypten immer wieder gesagt wird. Dort entsteht gerade eine Diktatur, die mit allen Mitteln die Macht an sich reißen und jeden Traum von Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung, sozialer Gerechtigkeit, Trennung von Staat und Religion töten will. All diese Träume, die mit den Umbrüchen von 2011 – dem arabischen Frühling – in greifbarer Nähe zu sein schienen.

Pegida-Sound

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Sprechblasen brabbelnde Merkel

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Januar 2015

Sprechblasen brabbelnde Merkel

So sahen sie dann wohl viele Millionen BürgerInnen dort sitzen, an einem schlichten Tisch und amüsierten sich über den Solo Auftritt der Landpomeranze. Vor allem aber lauschten sie, auf das platzen von Muttis Sprechblasen von denen aber außer dem üblichen blah, blah,  nicht viel übrig blieb, – noch nicht einmal ein lang anhaltendes Bläääähh.

Natürlich, viele konnten auf die Anhörung verzichten, können diese doch das Gebrabbel im vollen Umfang in so ziemlich jeder Zeitung im Netz nachlesen. Da dieses belanglose Geschwätz  an den Realitäten des täglichen Leben vollkommen vorbei geht, verzichten wir hier auch auf ein sonst übliches Video.

Recht hat Sie aber darin, dass das Neue Jahr ein besonders schweres Jahr wird, besonders für Sie. Findet doch in diesem Jahr keine Fußball WM der Männer statt und der Glanz des Sieges kann nicht auf Ihr Haupt  umgeleitet werden. Ein Besuch in der Kabine um dort auf einen nackten Mats Hummels zu treffen, erübrigt sich so mit. Sie wird sich also selber bewegen müssen, um im Sportlichen zu bleiben.

Sehr groß scheint die Angst vor dieser neuen Bewegung welche sich selber Pegida nennt zu sein. Erhält Merkel doch jetzt Rückendeckung von allen Parteien welche sich im Bundestag zu gemütlichen und regelmäßigen Kungelrunden treffen. Auch die Religionsgemeinschaften reihen sich hinter Ihr ein. Einige vielleicht mit einem Kind an der Hand, womit dann so ziemlich alle wieder vereint marschieren welche in diesem Land Anteil an der Macht haben und glauben, die Gerechtigkeit für sich gepachtet zu haben.

Denn das genau ist der Fall, fühlt sich Macht von irgendeiner Seite bedroht, bauen die Volksschmarotzer ihre Wagenburgen auf. Gilt es doch an erster Stelle ihre ganz persönlichen Privilegien zu verteidigen. Sie passen sich in Ihrem Verhalten den Russen Verstehern an, welche  in den rund 10 %  Rechtsorientierten der Ukraine eine aufziehende Gefahr für das Riesenreich sahen.

Merkel sollte sich einmal des Abends an die Stammtische begeben, oder den Versammlungen und Feiern der Schützenvereine zuhören. An den Karnevalstagen treffen Millionen von Menschen voll maskiert auf den Straßen zu großen Umzügen zusammen. Wie viel anders gesinnte Menschen mögen sich wohl dort einreihen und gröhlen im Suff alle gleich. Eine größere Anzahl als bei Pegida? Ausländerfeinde, Rechtsradikale, Islamgegner oder auch CDU und CSU Gegner? Diese Volkstümlichen „Missstände“ wurden von Merkel aber nicht angesprochen. Davor wurde nicht gewarnt.  Diese Masse könnte wohl ihre Wiederwahl gefährden?

Nein, ich persönlich würde mich an einen Pegida Aufmarsch nicht beteiligen, da verschiedene Themen viel zu Ober flächig beurteilt werden. Auch bin ich kein Patriot. Aber, – noch leben wir in einer Demokratie in der ein Jeder das Recht hat für seine Rechte einzugestehen. Auch wenn sie politischen Hetzern nicht genehm sind. Denn das genau macht Merkel. Sie versucht wieder einmal verschiedene Gruppierungen gegeneinander aufzubringen. Dass dieses von den Oppositionsparteien nicht gesehen wird, macht den schlechten Zustand in diesem Lande erst richtig deutlich. Sie laufen auch nur dem Geld hinterher, was ihre Wahl in Zukunft völlig überflüssig macht.

Das schöne ist, sie merkeln es nicht einmal wenn sie als Spielball der Regierung benutzt werden. Gerade die Linke müsste doch der Worte ihrer Rosa Luxemburg gedenken? Rund 10 Millionen Menschen leiden mittlerweile an den unsäglich, sozialen Missständen und jetzt wird die Regierung in weiteren Stigmatisierungen unterstützt. Ja, in der Pegida laufen „Rechte“ mit. Die eventuell mitlaufenden sozial benachteiligten, welche vielleicht weit in der Mehrheit sind und so ihren Frust loswerden wollen, um auch einmal irgendwo Gehör zu finden, interessieren niemanden. Wer läuft denn sonst mit denen?

Die Opposition organisiert keine Demonstrationen. Im Gegenteil haben doch die vereinigten Politiker ihren Anteil daran dass heute nur noch Splittergruppen existieren, so klein, dass sie schon gar nicht mehr ernst genommen werden. Das Sitzen am Tisch der Großen ist dem Einzelnen viel wichtiger.

Europa hat sich entschlossen die eigenen Werte im Mittelmeer absaufen zu lassen um sich als Einheit zu präsentieren. Auch wird mit TTIP eine neue Dachkonstruktion gebaut um die Wirtschaft weiter aufzublasen. Um die Fundamente, die Bevölkerung, welche dieses Dach tragen müssen, kümmert sich niemand, wie auch in der EU zuvor nicht. Der Misserfolg ist also auch hier schon vorprogrammiert. Ich brauche eine solches Europa nicht.

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Grafikquelle: Verlinkung mit Twitter

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Friedenslogik statt Kriegsrhetorik

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Dezember 2014

Frieden auf Erden – Friedenslogik statt Kriegsrhetorik –
und keine Verleumdung von Kriegsgegner*innen

File:Neuenrade Küntrop - Küntroper Straße - Sankt Georg 03 ies.jpg

Erklärung des AKL-Bundessprecher*innen-Rates zum Friedenswinter

Quelle: AKL

Weihnachten steht vor der Tür und die Weihnachtsbotschaft beginnt mit den Worten: “Friede auf Erden”, aber in deutschen Leitmedien tobt eine Auseinandersetzung gegen die Friedensbewegung und insbesondere gegen Antimilitarist*innen in der Partei DIE LINKE. Die Friedensbewegung hat es gewagt, mit einem Aufruf tiefer Besorgnis über die sich weltweit ausbreitenden Kriege zu Demonstrationen und Kundgebungen in Berlin und anderswo insbesondere auch gegen den Kriegshetzer Gauck aufzurufen. Weitere Aktionen im Friedenswinter 2014/2015 sollen folgen. Dieser Aufruf wendet sich an ein breites Spektrum von Unterstützer*innen auch aus dem Spektrum der Montagsmahnwachen, wenn sie sich eindeutig antifaschistisch positionieren und gegen rechte Tendenzen abgrenzen.

Die Aktionen werden von zahlreichen Einzelpersonen und Gruppen unterstützt – unter der Voraussetzung, dass sie die im entsprechenden Aufruf festgeschriebenen Inhalte mittragen können:

Dieser Aufruf bildet die politische Grundlage der Kampagne Friedenswinter. In ihr ist nichts enthalten, was redlicher Weise politisch rechts auslegbar wäre. Zudem gibt es lokale Bündnisse, deren Aufrufe einen ähnlichen Charakter haben. Auch die AKL unterstützt die darin enthaltenen Forderungen, wenngleich wir hinzufügen würden, dass der Kapitalismus zu Kriegen führt und eine friedliche Welt im Rahmen dieses auf Profitmaximierung ausgerichteten Systems nicht möglich ist.

Die AKL hat sich immer gegen die Militarisierung der Außenpolitik, gegen Krieg als Mittel der Politik ausgesprochen.

Den Kritiker*innen des Friedenswinters geht es aus Sicht der AKL vor allem darum, die Friedenspositionen der Partei DIE LINKE in Frage zu stellen, um möglichst schnell auch im Bund regierungsfähig zu sein. Es versteht sich von selbst, dass die AKL dieses Ansinnen ablehnt. Mit uns gibt es keine rot-rot-grüne Regierung, die sich an Einsätzen der Bundeswehr beteiligt!

Die Vertreter*innen des sogenannten Reformerlagers verfolgen mit ihrer fadenscheinigen Kritik am Friedenswinter dieselbe Strategie wie bei ihrer Initiative „Ihr sprecht nicht für uns“: Die Schwächung und Diskreditierung der Teile der Partei, die sich für eine konsequente antimilitaristische Haltung einsetzen. Eine gemeinsame Haltung verschiedener linker Parteiströmungen kann dazu beitragen, diesen Versuch zu vereiteln.

Die NATO, die USA und auch Deutschland und die EU führen weltweit völkerrechtswidrige Kriege und geben immer mehr Geld für Rüstung und Militär aus. Wir erleben einen neuen kalten Krieg und die Menschen sollen wohl auf Kriege und nicht auf Frieden eingestimmt werden. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der drohenden Konfrontation zwischen NATO und Russland bedarf es mehr denn je einer starken Friedensstimme. Auch die Situation im Nordirak und in Syrien ist dramatisch und gefährlich. Da ist es nicht akzeptabel, dass die Bundesregierung einen Einsatz der Bundeswehr im Irak beschlossen hat. Wir finden auch den Vorschlag von Gregor Gysi falsch, kurdische Kämpfer*innen durch die Bundeswehr in Deutschland ausbilden zu lassen. Auch wenn er vorschlägt, „Frauen und Männer aus allen Truppen auszubilden, die in dem gesamten kurdischen Gebiet gegen den Islamischen Staat kämpfen.“ Wie bereits im Vorfeld der deutschen Waffenlieferungen in den Nordirak prescht der Fraktionsvorsitzende vor und positioniert sich jenseits des Parteiprogramms.

Eine Verbrüderung von Gegner*innen der IS-Miliz mit den NATO-Armeen wird den IS mittelfristig stärken und den Frieden in weite Ferne rücken. Wir fordern Gregor Gysi auf, seine Position zu korrigieren. Bundeswehr ist keine Lösung, sondern Teil des Problems!

Im Hinblick auf diese bedrückenden Entwicklungen ist eine starke Friedensbewegung dringend notwendig. Der Friedenswinter kann vielleicht zum nötigen Aufbruch beitragen. Wünschenswert wäre es.

Die AKL wünscht allen ein friedliches Weihnachtsfest!

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Grafikqielle    :     Sankt Georg, Küntroper Straße in Neuenrade-Küntrop

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ource Own work
Author Frank Vincentz

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Paranoia und Sanktionen

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Dezember 2014

Der Westen behandelt seine Werte wie Dreck
Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

File:Stamp Germany 1999 MiNr2050 Grundgesetz.jpg

Von Bettina Röhl

Bis zu 17.500 Bürger in Dresden und andern Ortes demonstrieren seit 10 Wochen jeden Montag gegen “Islamismus” und gegen einen wachsenden Flüchtlingsstrom nach Deutschland. Eigentlich sind es nicht so viele; während der Nachrüstungsdebatte belagerten bis zu 400.000 Menschen Bonn. Trotzdem – eine gewaltige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa schlägt zurück.

Die Pegida- Bewegung sei antiislamisch, fremdenfeindlich, rassistisch, rechtsradikal, gefährlich, rattenfängerisch und eine “Schande für Deutschland”. Von den TV-Sendern bis hinunter zu Ankündigungen in der Dresdner Straßenbahn werden Bundesbürger dazu aufgerufen, gegen die Demonstranten aufzumarschieren und Flagge zu zeigen. Dabei zeigt sich: Nicht die paar Demonstranten sind so furchtbar gefährlich – sondern der Umgang mit ihnen, und die dahinter steckende Triebkraft. De facto hat ein linker Mainstream das Grundgesetz ausgehebelt und streckenweise ins Gegenteil verkehrt.

Quelle: Tichys Einblick  >>>>> weiterlesen

Paranoia und Sanktionen:
Wie der Mainstream mit Abweichlern umgeht
Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

Teil 2

Von Bettina Röhl

Die deutsche Regierung Merkel/Gabriel, und ganz ähnlich sieht es bei den Regierungen der meisten anderen europäischen Länder aus, interessiert sich für das Geschehen im Nahen und Mittleren Osten nicht – wo Akte des Völkermords, Massenmord und Versklavung auf der Tagesordnung stehen. Diese Verbrechen werden in den westlichen Medien auf eine nur gespenstisch zu nennende Art und Weise ausgeblendet. Stattdessen – ein bisschen Empörung über Putin. Aber der “Rassismus” der Deutschen (der Franzosen, der Holländer, Schweden, Norweger, der Engländer, der Italiener oder der Schweizer) gegen Flüchtlinge und Migranten und Muslime in Europa wird von der Nomenklatura behandelt, als wäre dieser zentral für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation.

Ausgeblendet wird, dass die Mehrheit der Deutschen längst eine Willkommenskultur lebt, die allerdings in vorwurfsvollem Ton ständig neu eingefordert wird – während sich Muslime ihrerseits ausgrenzen. Es bleibt dem greisen Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt vorbehalten, dies zu benennen. Doch dieses Thema ist tabuisiert. Es zu benennen, gilt als “rechts”. Es zu verschweigen, erfordert der linke Mainstream. Es ist nicht das einzige Thema, das so in böse und gut etikettiert wird – und die der Debatte entzogen werden.

Quelle: Tichys Einblick >>>>> weiterlesen

Wer bestimmt was Rassismus ist?
Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

Teil 3

von Bettina Röhl

Aber was ist Rechtsradikalismus? Was ist Fremdenfeindlichkeit und was ist Islamophobie? Bleibt die spannende Frage: wer definiert oder besser bestimmt mit Allgemeingültigkeit, was Rassismus ist?

In der Verfassung finden sich die Wörter Rassismus, Homophobie, Islamophobie, Fremdenfeindlichkeit nicht. Die sogenannte Rassismusforschung, die vom Steuerzahler (ohne, dass diesem alle Hintergründe bekannt sind) ausufernd finanziert wird und deren Vertreter sich dank der üppigen Pfründe inflationsartig vermehren, sind zu einem gefährlichen Apparat im Staate geworden, zu einer Art Privat-Stasi-Behörde: Sie beraten die Regierungen, die Justiz und Verwaltungen und beeinflussen mit ihren Studien und Forschungsergebnissen die Gesellschaft und die Medien. Sie entscheiden darüber, wo die Grenzziehung zwischen erlaubt und nicht-erlaubt verläuft. Und es liegt in der Natur dieser Art von Forschungsförderung, dass nur der belohnt wird, der möglichst viele Rechtsradikale findet und damit auch schon praktischerweise seine nächste Studie rechtfertigt, um der selbsterfundenen, anschwellenden Gefahr wirksam entgegenzutreten.

Quelle:  Tichys Einblick <<<<< weiterlesen

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Wer sorgt für Hass und Angst

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Dezember 2014

Wer marschiert dort auf den Straßen ?

Die Aufmärsche treiben den Politikern den Angstschweiß auf die Stirn. Könnten doch aus den bislang 10.000 bis 15.000 schnell 100.000 oder gar eine Millionen und mehr werden welche ihr Recht auf friedliche Demonstrationen auf die Straßen tragen?

Als „Hetzer“ werden diese Menschen von einer Merkel beschimpft, welche sich leider nicht an den Aufmärschen Ihrer ehemaligen Mitbürger erinnern möchte, da sie zu den Zeitpunkten immer zufällig in der Sauna saß. Ja das Vergessen! Immer die bequemste Art und Weise unangenehme Erinnerungen auf die Seite zu schieben.

So wie zum Beispiel ihre berühmt gewordene „Sauerlandrede“, oder den Spruch ihres „Vorkauda“ welcher sich darüber freute dass in Europa endlich wieder Deutsch gesprochen wird. Natürlich darf die geistige Leuchte des Volkes so etwas, dass ist dann auch keine Hetze mehr sondern hört sich an wie Schalmeienklänge. Es ist wichtig wer was sagt und nicht was sie sagt.  Das Fass ihrer politischen Freunde aus der CSU wollen wir besser erst gar nicht öffnen, um das Land nicht unter Seifenblasen zu ersticken.

30 Jahre und mehr wurden die Belange der Bevölkerung schlichtweg ignoriert. Denken wir nur an den Euro, Stuttgart 21, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Hartz 4 usw., usw., um hier nur einige wenige Beispiele aufzuführen. In den meisten dieser Fälle standen und stehen auch heute noch weit mehr als 70 % der Bevölkerung den Politikern und Ihren Lobbyisten entgegen. Und es hat nicht gekracht. Welch eine eiserne Selbstbeherrschung des Volkes und das trotz einer betrügerischen Riesterrente.

Jetzt also wollen sie Reden die Vertreter der politischen Kaste. Schluss mit Basta? Aber wer will das denn eigentlich, – mit diesen Leuten noch? Und warum? Fragen wir doch erst einmal an wie ein eventuelles Angebot denn Aussehen wird, um auf Augenhöhe mit ehrlichen Bürgern ins Gespräch zu kommen! Wieder neue Versprechen auf die Zukunft, wie vor allen Wahlen zuvor auch?

Wo heute schon Rentner für Ihre Lebensleistung mit unter 750 Euro abgespeist werden, Kranke, Behinderte und andere Randgruppen der Gesellschaft durch den Staat entsozialisiert werden und auf der Gegenseite eine Monatsdiätenerhöhung von um die 500 Euro in kürzester Zeit Parlamentarisch durchgewunken wird. Milliarden für Banken und Wirtschaft verpulvert werden – sollen die Massen schweigen? Welch eine Naivität von selbstverliebten Machtvertretern welche sich schon lange nicht mehr als Volksvertreter bezeichnen sollten.

Das sind Parteivertreter welchen der Kragen näher als das Hemd sitzt. Denen das Wohlergehen ihrer Wähler vollkommen gleichgültig ist da sie genau so alles verwirtschaften wie sie es machen. Staatsräson könnte auch mit Machterhalt um jeden Preis übersetzt werden. Wobei der Zusammenhalt unter den Parteien welche im Bundestag sitzen, wunderbar zum Ausdruck gebracht wird. Ganz egal ob Rechts, Links oder die Mitte, in der Verurteilung der Massenmärsche und zur Anstiftung weiterer Volksverketzerungen sind sich alle wiedereinmal sofort einig. Wie gesagt, bedrohen doch diese angeblichen Nazi und Faschisten -„Spaziergänger“  ihre ganz privaten Pfründe.

Vielleicht haben diese Protestierenden endlich bemerkt dass Ihnen in ihren Belangen weder Parteien, Gewerkschaften, Polizei noch andere Institutionen des Moloch Staat helfend unter die Arme greifen werden. Sie können sich nur selber helfen. Das war noch nie anders. Egal ob unter Diktatoren oder in Demokratien, das Geld wird immer von den gleichen Menschen erarbeitet und wandert immer in die gleichen, anderen Taschen.

Der größte Witz ist jetzt der moralische Finger welcher auf eine neue angebliche Ausländerfeindlichkeit zeigen soll. Die Gemüter der Menschen haben sich nicht stark verändert in diesem Land, in den letzten 70 bis 90 Jahren. Aber eine Regierung welche einen Zaun zwischen Ost und West entfernt um diesen in Nordafrika wieder aufzubauen, wagt es Ausländerfeindlichkeit in diesem Land zu kritisieren? Merkel ist die mit Abstand beliebteste Politikerin in diesem Land. Ohne Mauer, aber trotz Zaun und auch mit mehr als 3000 Ertrunkenen im letzten Jahr. Das also reicht als Voraussetzung aus, eine beliebte Person in diesem Land zu werden.

Glauben kann denn den Erzählungen welche die politische Mafia in den letzten Jahren verbreitet so oder so niemand mehr. Haben doch die kriminellen Hochstapler der letzten Jahre schon alleine sehr viel Kredit verspielt. Bei den gleichen Vergehen unter zivil Personen säßen sie als Heiratsschwindler z.B. lange auf Nummer sicher, diese falschen Doktoren. In der Politik dagegen warten sie auf eine Wiedergeburt, vielleicht gesteuert über Lammert und dann aus dem Vatikan heraus. Weiter könnte hier von einer Unzahl an Skandalen wie NSU oder sogar aus den letzten Tagen berichtet werden, da hätten die Politiker noch viel Arbeit vor sich um das alles zu erklären, wofür es gar keine Erklärungen gibt. Es sein denn wir reden nun über den Charakter der Vertreter dieser Branche. Die Art ihrer Politik eben, welche nur noch zum Kotzen anregt.

Märsche der Anti-Islamisten: Null Toleranz für Pegida

Ausländerfeinde und Anti-Islamisten wagen sich aus der Deckung. Das ist ein Zeichen der deutschen Krise. Es geht gar nicht um Zuwanderung – sondern um Angst und Armut in einem kälter werdenden Land.

In Dresden waren es nun schon 15.000! Sie folgten am vergangenen Montag einem Aufruf der sogenannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Als Pegida drücken sie diesem Winter des deutschen Missvergnügens ihren Stempel auf.

In ganz Deutschland wächst der Protest. Medien und Politik reagieren: Sie wollen „verstehen“ und „erklären“. Das ist ein Fehler. Erstens ist Rassismus kein Problem der Erkenntnis, sondern eines der Moral. Und zweitens geht es weder um die Zuwanderer noch um den Islam. Es geht um den schwindenden Konsens und die zunehmende soziale Kälte in einem ungerechten Land.

Der frühere Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Wolfgang Thierse, hat gesagt, die Politik müsse besser erklären, „warum wir Einwanderung brauchen“. Sigmar Gabriel, Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, sagt, die Politik müsse zugehen auf all jene, „die verunsichert sind und mitlaufen“. Thierse und Gabriel sind aufrechte Demokraten. Aber sie irren. Die Politik sollte den Teufel tun und die Debatte mit Idioten und Rassisten suchen. Denn ein Idiot oder ein Rassist ist jeder, der an einer Demonstration gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ teilnimmt.

Quelle: Der Spiegel >>>>> weiterlesen

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Neutralisieren, ausschalten, eliminieren

Erstellt von Gast-Autor am 18. Dezember 2014

Die Zukunft des Islam im PEGIDA-Zuschnitt

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7d/Temple_Mount.JPG

Autor: U. Gellermann

Ratianalgalerie

Datum: 18. Dezember 2014

„200 Dschihadisten neutralisiert“, erzählt der französische Verteidigungsminister Jean-Ives Le Drian jüngst einer Öffentlichkeit, die schon weiß, dass Dschihadisten Terroristen sind und dass die wiederum Islamisten sind und wo der Islamist ist, da kann der Islam, denkt sich der gewöhnliche Bundesbürger, nicht weit sein. Das schöne Wort „neutralisieren“, gern mit ausschalten oder eliminieren übersetzt, kommt aus dem James-Bond-Wörterbuch: Es klingt nach Mann gegen Mann, nach Abenteuer und trockenen Martinis. Dass es sich um heraushängende Gedärme handelt, um spritzende Gehirnmasse und abgerissene Gliedmassen, wenn „neutralisiert“ wird, wer mag das schon wissen in einer Welt der Gewissheiten von Gut und Böse.

„In Deutschland sympathisiert fast jeder zweite Bundesbürger mit Demonstranten, die gegen die Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ und die ‚Islamisierung des Abendlandes‘ auf die Straße gehen“, weiß die angeblich intellektuelle ZEIT zu berichten und tischt dem erschrockenen Leser eine selbst hergestellte Neuigkeit auf: Jetzt geht es auf den Dresdener Straßen, behauptet die ZEIT in ihrer Umfrage, also auch um den Kampf gegen den IS. Auch wenn die PEGADISTEN sich bisher eigentlich auf das Abendland beschränkten, da die ZEIT die beiden Kämpfe in ihrer Umfrage miteinander verklammert, liegt sie voll im Trend. Der Islam, na schön, der radikale Islam, muss bekämpft werden wo er auftritt. Abendland, Morgenland, es geht, wie immer, um Menschenrechte.

Leute wie der Außenminister Frank-Walter Steinmeier sind es, die solche Trends herstellen. Sollen doch bald Bundeswehrsoldaten in den Irak und weil sich Steinmeier nicht ganz sicher ist, ob denn auch wirklich alle SPD-Bundestagsabgeordnete diesem Einsatz (auch Operation genannt, Mission oder Mandat, aber keinesfalls „Krieg“) zustimmen werden, schreibt er denen einen Brief, in dem er eine „Bitte der irakischen Regierung nach Unterstützung“ erwähnt, der man sich nicht „verschließen“ könne. Der Befreiung der Sprache vom Sinn geht immer und gern die Entleerung des Gehirns voraus: Wer ist die „irakische“ Regierung? Sie wurde unter Kriegsrecht gewählt und ist letztlich das Produkt eines Krieges, den die USA gegen den Irak geführt haben, und der ein zerstörtes, zerrüttetes, zermürbtes Land hinterlassen hat. Saddam wurde „neutralisiert“, Mission Accomplished, es ist vollbracht, Land kaputt, Auftrag erledigt.

Nun sollen auch die Deutschen – so will es eine Regierung, die ob der Pegadisten Sorge heuchelt – in den Irak und heizt so die allgemeine Islamophobie mit einem „Einsatz“ an. Seit mehr als zehn Jahren ziehen deutsche Soldaten in den von den USA ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“. Und zumeist wird den Gegnern in diesem Krieg das Etikett des Islam angeklebt. Doch der Westen, in dessen Zwangsjacke deutsche Regierungen gern und begeistert stecken, macht mehr als ankleben. Er produziert geradezu islamistische Terroristen: Von den afghanischen Taliban, die dem Westen ein guter Partner im Kampf gegen die Sowjetunion waren, über die Zerstörung Libyens, die Terror-Banden aller Art hervorbrachte, die mit dem Islam wedeln um ihren Raubzügen eine religiöse Maske aufzusetzen, bis hin zum Versuch eines Regime-Changes in Syrien, der dem „Islamischen Staat“ fast so viel Geld, Waffen und Personal zuführte wie der Irak-Krieg.

Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan, sie wollte mal Bundspräsidentin werden, sagte vor ein paar Tagen bei Günther Jauch: „Was früher das Judentum war, ist heute der Islam.“ Sofort meldet sich in der WELT der Pawlowsche Terrier Henryk M. Broder und beißt wild um sich: „Gibt es irgendwo einen jüdischen Staat, in dem Dieben die Hände abgehackt, Ehebrecherinnen gesteinigt und Homosexuelle aufgehängt werden?“ Das ist der eklige Schaum vor dem Mund, der sich in Deutschland Staatsraison nennen darf und dem keiner die Frage entgegenhält ob es irgendwo einen arabischen Staat gibt der in wenigen Tagen 500 Kinder umgebracht hat, wie das die israelische Armee in Gaza so tapfer leistete.

„Die Angst vor radikalen Islamisten treibt laut der Umfrage eine Vielzahl der Menschen in Deutschland um. 73 Prozent der Bundesbürger gaben an, Sorge zu haben, dass der radikale Islam an Bedeutung gewinnt“, schreibt die ZEIT und schämt sich nicht. Denn die ZEIT, eines der vielen deutschen Pro-Irak-Krieg-Medien, ist an der Herstellung radikaler Islamisten führend beteiligt. Wie die vielen anderen Zeitungen und Sender, die sich bis heute nicht bei ihren Konsumenten für ihre Zustimmung zum Afghanistan-, Libyen- und Syrienkrieg entschuldigt haben. Sie alle sind PEGIDA.


Grafikquelle :

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English: The Dome of The Rock Mosque, in the temple mount.
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Author David Baum

Taken under a low January morning sun. 31.777611, 35.2355

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„Ich geh ooch ma zum Döner“

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Dezember 2014

„Ich geh ooch ma zum Döner“

Die Praktische für den „Schnaps to go“

Ein Bericht von direkt „vor Ort“, aus Dresden. PEGIDA ein Ereignis welches nicht allzu oft in diesem Land durchgezogen wird und wie fast immer kommt ein solcher Aufruhr aus der Mitte der Gesellschaft. Ähnlich wie bei Stuttgart 21 auch. So werden dort auch wohl die praktischen Tragetaschen der LINKEN wie abgebildet benutzt. Normal kennen  wir diese eher von den Wahlveranstaltungen der Partei und sie werden dort benötigt auch noch ein wenig, von der dort angebotenen alkoholischen Wegzehrung mit nach Hause zu nehmen. Den unter LINKEN bekannten  „Schnaps to go“ ?

Hier gebe es Professoren, Polizisten, Hausfrauen – alles, sagt eine Teilnehmerin. „Alles“ gibt es bei Pegida – nur keine Nazis. Jedenfalls niemanden, der sie sehen will. Unser Reporter hat sich unter die Menge gemischt

AUS DRESDEN DENIZ YÜCEL

Dresden am Montagabend. An die 15.000 Menschen haben sich zum Schweigemarsch der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) versammelt. Deutschlandfahnen wehen im milden Abendwind, dazu ein paar Sachsenfahnen, einige tragen Transparente wie „Keine Scharia in Europa“. Die Menge skandiert „Wir sind das Volk“ und „Lügenpresse, Lügenpresse“ – ein Wort, das man von rechtsextremen Aufmärschen kennt, wo es sich auf „auf die Fresse“ reimt. Bei Pegida geht es gemäßigter zu, „Lügenpresse“ wird nur wiederholt – es klingt auch so hasserfüllt.

Wer als Journalist über Pegida berichten will, hat es nicht leicht. Kaum einer der Demonstranten will reden, ich sehe Kollegen, die fast verzweifelt versuchen, Gesprächspartner zu finden. Ich gehöre heute nicht zu ihnen. Ich werde die Demo mitlaufen. Ich werde den Rednern applaudieren und einige Male sogar in den „Wir sind das Volk“-Chor einstimmen. In meiner Jacke klemmt eine kleine Deutschland-Fahne, in der Tasche habe ich eine Legende: Ich komme aus Berlin und bin hier, weil ich mir selber ein Bild machen wollte. Weil man den Medien ja nicht glauben kann.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Twitter

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