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RENTENANGST

„Die Leute wollen, dass wir regieren“

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Januar 2015

„Die Leute wollen, dass wir regieren“

Herr, – schmeiß Hirn auf Dehm, Wagenknecht und die anderen SED Anbeter

Interview Gregor Gysi sieht die Linkspartei in der ersten Liga angekommen. Doch unter der Oberfläche muss sie weiter Widersprüche aushalten

Der Freitag: Herr Gysi, wann haben Sie das letzte Mal politischen Mut bewiesen?

Gregor Gysi: Das ist schwer einzuschätzen, weil die Maßstäbe so unterschiedlich sind. Ich habe vor kurzem die Grenze zwischen Irak und Syrien überquert, was ja auch ein bisschen illegal war. Die Kämpfer des Islamischen Staats waren so etwa neun bis zehn Kilometer weit weg – aber ich fand’s nicht so besonders mutig. Eigentlich ist Mut etwas anderes, nämlich sich bewusst gegen einen Mainstream zu stellen, wenn man von Leuten umgeben ist, die lautstark nichts anderes als den Mainstream fordern. Dann ist man sehr einsam. Das finde ich viel schwieriger als meinen Grenzübertritt.

Haben Sie den Eindruck, sich noch häufig gegen den Mainstream zu stellen?

Ich vertrete zwar häufig Standpunkte, die nicht dem Mainstream entsprechen, aber ich mache es auf eine Art und Weise, die die Akzeptanz für mich erhöht hat. Dadurch ist es nicht mehr so mutig wie vielleicht 1990 oder 1991. Das ist nicht mehr vergleichbar. Damals sind mir im Wesentlichen nur zwei Gefühle begegnet: Hass oder tiefe Zuneigung – fast nichts dazwischen. Das war eine viel schwierigere Situation als die gegenwärtige.

Hätten Sie auch mit dieser Akzeptanz im Rücken den Mumm gehabt, bei einer Stimme Mehrheit in einer unerprobten Konstellation in eine geheime Wahl zu gehen, so wie Bodo Ramelow?

Unter den Bedingungen von Thüringen wahrscheinlich. Ich müsste natürlich das Gefühl haben, dass auch die Abgeordneten von SPD und Grünen mir vertrauen. Dann würde ich das schon machen. Eine knappe Mehrheit führt auch zu einer höheren Disziplin. Eine große Mehrheit führt eher zu Disziplinlosigkeit. Trotzdem hatte ich vor dem ersten Wahlgang ein Kribbeln im Bauch, wie das letzte Mal als Kind zu Weihnachten direkt vor der Bescherung, als ich es nervlich auch kaum noch aushielt.

Quelle: Der Freitag >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Blömke/Kosinsky/Tschöpe

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Linke Programmvielfalte

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2013

Gregor Gysi:
„Sigmar Gabriel kennt meine Telefonnummer“

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Gregor Gysi

Jetzt laufen sie wieder, einige Führungs-Mitglieder der Partei die Linke und ziehen ihre persönlichen Programmpunkte aus ihren Bauchläden. Da verkündete gestern der Vorsitzende Riexinger, auch eine rot-grüne Minderheitenregierung tolerieren zu können, um heute wie es in der allgemeinen Presse mit Hinweis auf ein Interview mit der Saarbrücker – Zeitung zu lesen ist,  von seinen Chef Gregor Gysi zurück gepfiffen zu werden.  Das komplette Interview ist im Anschluss verlinkt.

So auch die ehemaligen Eigentümer der Saar-Linken, Oskar und sein Mündel. Sie touren seit einigen Wochen durch dem Saarland entlegene Gebiete um ihre persönlichen Programmvorstellungen unter das Volk zu bringen. Hierbei geht es dann um einen Austritt aus den Euro. Auch heute wieder, in diesen Interview lehnt Gregor Gysi entschieden ein ausscheren aus dem Euro als unverantwortlichen Akt ab.

Dem Wähler wird also wieder einmal eine Partei vorgestellt in welcher ein jeder macht was ihm gerade in den Kopf steigt. Einigkeit sieht anders aus. Aber so ist das wenn Kinder Indianer spielen und jeder der Häuptling sein möchte. Ebenfalls unverständlich das Wagenknecht im Saarland plakatiert wird wenn sie im Wahlkampf einen großen Bogen um ihren Wohnort macht? Wäre es nicht sinnvoller seine Kräfte dort einzusetzen wo Früchte geerntet werden können?.

Gregor Gysi:
„Sigmar Gabriel kennt meine Telefonnummer“

Stolze 13 Kilo hat Gregor Gysi im letzten dreiviertel Jahr abgenommen, um sich für den Wahlkampf fit zu machen. Im Gespräch mit unseren Berliner Korrespondenten Stefan Vetter und Werner Kolhoff erläuterte der Fraktionschef der Linken, wie es zu einer rot-rot-grünen Bundesregierung kommen könnte. (Veröffentlichtam 29.08.2013)

Herr Gysi, keine Partei will mit der Linken koalieren. Frustriert Sie das?

Ehrlich gesagt, daran habe ich mich gewöhnt. Ansonsten müsste ich permanent  frustriert durchs Leben laufen. Und das können Sie ja wohl nicht ernsthaft behaupten.

Wie erklären Sie sich diese Aversion?

Die Union grenzt uns im Bundestag doch nur aus, um die SPD zu disziplinieren. Und die SPD fällt drauf rein. Sie kann sich nicht entscheiden, in welche Richtung sie gehen will. Die Linke unterscheidet sich in sechs  Punkten von allen anderen Parteien: Wir wollen keine Kriegseinsätze der Bundeswehr, keine Waffenexporte, wir sind gegen diese Euro-Rettungsschirme, gegen prekäre Jobs und für die Rückkehr zum alten Rentenniveau. Und wir wollen eine sanktionsfreie Mindestsicherung statt Hartz IV.

Das sind die linken Maximalforderungen.

Zumindest Forderungen, und die SPD muss entscheiden, ob sie weiter den Weg der Rentenkürzung oder der Kriegseinsätze geht, oder ob sie ihre Politik grundlegend überdenkt.

Werden Sie der SPD ein Angebot machen, wenn es rechnerisch für ein rot-rot-grünes Bündnis reicht?

Wenn schon, dann soll Sigmar Gabriel zum Telefon greifen. Er kennt meine Nummer. Ich bin der Ältere (lacht).

Es gibt das Szenario, dass es im Falle einer großen Koalition zur Mitte der Wahlperiode einen Wechsel zu Rot-Rot-Grün geben könnte. Ist das realistisch?

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wahlplakat

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