DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Problem sind die, die nicht WM schauen

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Juli 2014

BROT UND SPIELE Sind Fußball-WMs und Olympische Spiele nur eine grandiose Volksverdummung, gekonnt benutzt von den Herrschenden? Manche denken so, tatsächlich ist die These Unfug: Sport ist immer eine fundamental egalitäre Sache – und Sache der gegen Unrecht Kämpfenden

VON BERND PICKERT

Der Vorwurf ist fast 2.000 Jahre alt: Ängstlich und unpolitisch sei das römische Volk geworden, klagte der Dichter Juvenal, nur noch für Brot und Spiele interessiere es sich – die Machthaber hätten leichtes Spiel, wenn sie nur die niederen Instinkte der Massen bedienten. Auch in den klassischen Diktaturvisionen Aldous Huxleys („Schöne Neue Welt“, 1932) und George Orwells („1984“, 1949) bedienen sich die Machthaber nicht zuletzt des Entertainments, um das Volk – bei Orwell die Proles – zahm und ungefährlich zu halten. Fressen, ficken, fernsehen, sagt man heute.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia

This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Brazil license.
Attribution: Érica Ramalho/Governo do Rio de Janeiro

Abgelegt unter Debatte, Feuilleton, International, Kultur, P. DIE LINKE, Positionen, Überregional | Keine Kommentare »

Debatte Deutsche Identität

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Juli 2014

Die Rache der Gedemütigten

SCHLAGLOCH VON GEORG SEESSLEN

Nationalfarbene Rückspiegelpräservative – das wird doch noch erlaubt sein. Es geht um Identität. Aber was ist das eigentlich?

Jetzt regen sich schon wieder irgendwelche intellektuellen und politischen Spielverderber über unseren Spaß an „Schland“ (markenrechtlich geschützt von Raab TV GmbH), Deutschlandfähnchen, nationalfarbene Rückspiegelpräservative und Schwarz-Rot-Gold im Gesicht auf. Das wird doch noch erlaubt sein, das ist Pop, das ist Identität in netter Form.

Offensichtlich braucht und sucht tatsächlich jeder Mensch Identität und findet sie in sehr unterschiedlichen Elementen von Gesellschaft und Kultur, in der Religion, in der Sprache, in der Nation, im Klassenbewusstsein oder im Handwerk. Identität ist nichts anderes als ein Wort für Kontinuität. Für etwas im Leben, zu dem man immer zurückkehren kann und das einem Sicherheit gibt, auf das man sich immer wieder beziehen kann. Man spürt die Identität, wenn sie in Gefahr geraten ist, und weil man sie da so schön spürt, lässt man sie nur zu gern in Gefahr geraten. Es gibt Identitäten, die hauptsächlich aus dem Hass gegen alles besteht, von dem es heißt, es wäre dagegen.

Blöderweise ist aber eben biografische und soziale Kontinuität etwas, das der moderne Kapitalismus mit seiner Flexibilisierung, Dynamisierung, Globalisierung und Privatisierung gar nicht brauchen kann. Zu viel Kontinuität ist Wettbewerbsnachteil und Wachstumsbremse. Die aktuelle Soziologie spricht denn auch gern von einer „situativen Identität“. Es ist eine Identität, die man je nach Bedarf wechselt, die immer temporär angelegt ist und die sich in aller Regel als mehr oder weniger geschickte Anpassung an äußere Verhältnisse realisiert.

„Blitzkrieg! Blitzkrieg!“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Author Elke Wetzig (Elya)

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Abgelegt unter Kommentar, Kultur, Überregional | Keine Kommentare »