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Völkermord mit Ankündigung

Erstellt von DL-Redaktion am 8. März 2014

Zentralafrikanische Republik

Autor: Marc Engelhardt

Die Berichte, die in diesen Tagen aus der Zentralafrikanischen Republik nach außen dringen, sind voll des Grauens. Zusammen zeichnen sie das Bild eines Landes, das außer Kontrolle geraten ist. Die Lage erinnere ihn an Ruanda oder Bosnien, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, John Ging. Auf dem Land hat er Bewohner eines Dorfes getroffen, die sich seit Wochen im unwegsamen Busch versteckt halten. Entweder sie bleiben dort und sterben, weil sie weder Nahrung noch Medikamente haben, sagt einer von ihnen. Oder aber sie kämen zurück ins Dorf und würden dort ermordet. Tod durch Hunger oder durch Gewalt – das ist eine der letzten Entscheidungen, die die terrorisierten Bewohner eines der ärmsten Staaten Afrikas noch treffen können.

Der Völkermord, vor dem Ging Mitte Januar nach seiner Rückkehr aus der Zentralafrikanischen Republik warnte, wird immer wahrscheinlicher. Manche sagen, er habe längst begonnen. In dem Konflikt kämpfen Muslime gegen Christen. Der Hass zwischen ihnen scheint derart gewachsen, dass selbst Pfarrer und Imame ihn nicht mehr eindämmen können. Kein Wunder: Die Religion ist nur ein Instrument in einem Kampf, bei dem es tatsächlich um Macht und Ressourcen geht. Geschürt wird der Hass von Mitgliedern der wenige hundert Zentralafrikaner umfassenden Elite, die den Reichtum des Landes seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 unter sich aufteilen.

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Fotoquelle: Wikipedia- Urheber

  • hdptcar from Bangui, Central African Republic

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