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RENTENANGST

Essen ist beschämend

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juli 2014

In Essen, Krawalle gegen Israel

Am Ende kam es dann doch so, wie es an und für sich von Beginn an erwartet worden war. Der große Krawall begann und einige Hundert Israel Gegner versuchten nach der Auflösung der eigenen Demonstration die Israel Verteidiger zu stören. So sehen wir besonders hier im Westen wieder einmal den Versuch, alle Anderen welche nicht bereits sind sich dieser Linken Bande ideologisch unterzuordnen, zu verunglimpfen.

Es wäre aber zu einfach die Schuld nun den Jugendlichen aufzubürden. Wir erleben hier den gleichen Vorgang wie bei den Schotteraktionen der letzten Jahre. Eine Gruppe privilegierter Partei „Politiker“ aus Bundestag oder auch Landtag samt Vorstände unterstützen diese Banden ähnlichen Umtriebe. Die „Großen Anführer“ bezahlen nach einer Verurteilung die Strafen aus ihren Portokassen, während die „Kleinen“ ihre Zeche eventuell absitzen müssen.

Nein, ein parteischädigendes Verhalten wird so etwas nicht genannt. Dieses gilt nur für diejenigen welche ein solches Verhalten an den Pranger stellen und den Weg an die Öffentlichkeit gehen.  So hören wir aus der Parteispitze  zwar Kritik an den Vorgängen, wie es die Presseerklärung vom Bundesgeschäftsführer aussagt, nur die entsprechenden Konsequenzen werden nicht gezogen. Dazu fehlt es an den entsprechenden Durchsetzungswillen welcher nur lauten kann: „Das Pack muss raus“.

Es ist beschämend

Zur Essener Kundgebung: „Stoppt die Bombardierung Gazas ­- Für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten“ erklärt der Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, Matthias Höhn:

Ereignisse auf und im Nachgang der Kundgebung „Stoppt die Bombardierung Gazas ­- Für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten“ heute in Essen machen mich tief betroffen.

Dass im Vorfeld einer Veranstaltung, zu der auch LINKE aufgerufen hatten, der Schutz jüdischer Einrichtungen verstärkt werden musste, dass auf und nach einer solchen Kundgebung antisemitische Parolen skandiert wurden, dass die Essener Synagoge erklärtes Ziel israelfeindlicher Teilnehmer dieser Kundgebung war, dass Flaschen und Steine auf pro-israelische Demonstranten geworfen wurden – das alles beschämt mich zutiefst.

In unserem Programm heißt es: „Deutschland hat wegen der beispiellosen Verbrechen der Deutschen an den Jüdinnen und Juden während des deutschen Faschismus eine besondere Verantwortung und muss jeder Art von Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg entgegentreten. Insbesondere diese Verantwortung verpflichtet auch uns, für das Existenzrecht Israels einzutreten.“

Dabei muss es bleiben, dabei wird es bleiben.

Ich bin überzeugt davon, dass die Mitglieder meiner Partei dies ebenso sehen. Darum sind alle in der Pflicht, legitime Kritik an der Politik der israelischen Regierung in Inhalt und Form so zu artikulieren, dass sie keinerlei Anschlussmöglichkeit für antisemitische Gruppierungen und Aktionen bietet. Ereignisse wie heute in Essen dürfen sich nicht wiederholen.

DIE LINKE steht für eine friedliche Beilegung des Nahostkonfliktes im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung und damit die völkerrechtliche Anerkennung eines eigenständigen und lebensfähigen palästinensischen Staates. Hass, Terrorismus und Gewalt werden die Menschen in der Region diesem Ziel nicht näher bringen – im Gegenteil.

DIE LINKE

Bodo Ramelow der Spitzenkandidat der Linken in Thüringen äußert sich zu den skandalösen Vorgängen wie folgt:

Bodo Ramelow

 vor 15 Stunden

Ich bin erschüttert,dass in Essen Jüdische Mitmenschen als „angebliche“ Opfer verhöhnt werden und in Berlin skandiert wird: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf alleine!“
Wenn Mitglieder der Linken oder der Linksjugend dass schweigend akzeptieren, dann verlieren sie jedes Recht, sich Antifaschisten zu nennen oder gar zu Behaupten gegen Rassismus und Faschismus zu kämpfen. Für solches Ohrenbetäubende Schweigen empfinde ich tiefe Scham!

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Polizei musste pro-israelische Demonstranten schützen

Nach einer abgebrochenen Pro-Palästina-Kundgebung der Linksjugend Solid Ruhr sind mehrere hundert Teilnehmer zu einer Gegendemonstration vor dem Essener Hauptbahnhof gezogen. Die Hundertschaft der Polizei musste verhindern, dass die aufgebrachte Gruppe eine pro-israelische Kundgebung attackiert.

In aufgeheizter Stimmung, aber zunächst friedlich verlief am Freitag ab 17 Uhr eine Pro-Palästina-Demonstration mit gut 1000 Teilnehmern in der Essener Innenstadt. Als die Veranstaltung der Linksjugend Solid Ruhr auf dem Weberplatz jedoch gegen 18 Uhr vorzeitig aufgelöst wurde, zogen mehrere hundert Teilnehmer zum Hauptbahnhof. Dort fand zeitgleich eine pro-israelische Kundgebung mit etwa 100 Teilnehmern statt. Die Polizei musste in aufgeheizter Atmosphäre mit einem Großaufgebot und Polizeihunden verhindern, dass die mehrheitlich arabischstämmigen Demonstranten die Teilnehmer der Kundgebung „Gegen Antizionismus und Terror“ auf dem Willy-Brandt-Platz attackieren.

Quelle: WAZ>>>>> weiterlesen

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Grafikqueller    :   Blick über die Skyline von Essen fotografiert von einer Anhöhe in Mülheim-Winkhausen.

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