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Stopp für gierige Manager

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 4. März 2013

Schweizer stoppen gierige Manager

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Da braucht es einer Volksabstimmung in der Schweiz um unsere politischen Macher wieder einmal aus ihren Tiefschlaf aufzuwecken. So richtig erschrocken haben sie sich, so lesen wir aus den Reaktionen in der Presse. Lassen wir uns überraschen ob denn dieses Erschrecken bis nach den Wahlen vorhält.

Jetzt wird natürlich so ein Gesetz auch hier in unserem Land gebraucht und die Reaktionen zeigen das hier die Parteien wiedereinmal auf Stimmenfang in der ach so leichtgläubigen Bevölkerung unterwegs sind? Ob SPD oder Grüne, die Linke sowie so, alle fordern nun unisono eine gleichlautende Gesetzgebung. Natürlich wird bei Stellung dieser Forderungen auch darauf hingewiesen das die Regierung diese Signale ernstzunehmen hat.

Die Probleme sind natürlich erst seit gestern oder vorgestern aktuell und wurden, da sind wir ganz sicher auch vor den letzten Wahlen, oder denen davor, ach was, sie wurden noch nie gehört. Auch die Forderungen welche die Schweizer Bürger nun erstritten haben, sie wurden noch nie gestellt? Alles ist so neu, das sogar ansonsten die nach der freien Marktwirtschaft stinkenden Füchse durch Reaktionen  aufhorchen lassen.

Vergessen wird bei alledem aber auch, hier die gierige Politik mit in die Gesetzgebung einzubeziehen. Denn wenn Aktionäre über die Gehälter und Boni entscheiden wäre es doch nicht mehr als rechtens wenn Bürger über den Verbleib ihrer Gelder in Beziehung auf die Bezahlung der Politiker entscheidend gefragt würden. Es ist ebenfalls ein Skandal das diese über ihre Bezüge selber entscheiden.

Dann käme die Frage auf, was ein Politiker wert ist, wenn die sozialen Gesetzgebungen wie Renten beschnitten werden, sich gleichzeitig die Beschneider maßlos die Taschen füllen. Wie kann der  Politiker über Abzocker reden wenn er selber mit schlechten Beispiel voran marschiert und das ohne jegliches Risiko. Erst verschwenden sie die Gelder und wenn diese nicht mehr vorhanden sind, kürzen sie Renten und Sozialleistungen.

In der Schweiz war das Maß voll nachdem der Chemiekonzern Novartis ihren Verwaltungsratsvorsitzenden Daniel Vasella 60 Millionen Euro zustand wenn dieser garantierte, bis Ende 2018 nicht für die Konkurrenz tätig zu werden.Die beiden Schweizer Parteien, die Sozialdemokraten und die Grünen wollen jetzt weitere Initiativen vor das Volk bringen. Sie fordern einmal den landesweiten Mindestlohn, die Einführung der Erbschaftssteuer und die Begrenzung der obersten Einkommen in sämtlichen Unternehmen auf das maximal Zwölffache des niedrigsten Lohnes. Niemand soll in einem Jahr weniger verdienen als der Top-Manager im gleichen Unternehmen in einem Monat.

Schweizer stoppen gierige Manager

Ein Gesetz gegen die Gier: Überzogene Millionenvergütungen für Spitzenmanager sollen in der Schweiz bald der Vergangenheit angehören. Dafür müssen Regierung und Parlament nach dem Willen des Volkes nun eine gesetzliche Grundlage schaffen. Für die entsprechende Volksinitiative „gegen Abzockerei“ stimmten am Sonntag bei einem Referendum 67,9 Prozent der Teilnehmer.

 Die von dem mittelständischen Unternehmer und parteilosen Abgeordneten Thomas Minder eingebrachte Initiative „gegen die Abzockerei“ zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden. Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre künftig jährlich entscheiden. Sondervergütungen wie Abgangsabfindungen oder Begrüßungsgelder in Millionenhöhe sollen gänzlich verboten werden. Verstöße gegen die Regelungen sollen auch mit bis zu drei Jahren Gefängnis und hohen Geldbußen bestraft werden

Quelle: WAZ >>>>> weiterlesen

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