DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

SPD oder DIE LINKE ?

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 20. Mai 2013

Da rief mich ein guter Freund dieser Tage an:

„Du, ich glaube, ich wähle doch die SPD dieses mal.“

„Ich hoffe das dieses keine an mich gestellte Frage ist. Denn ich möchte später nicht für deine erneute Enttäuschung verantwortlich sein.“

“Nein bekam ich als Antwort zurück, aber ich sehe keine andere Möglichkeit, um auch aus den kleinsten Funken noch eine Flamme zum wärmen zu bekommen.“

In dem weiteren Verlauf des Gespräch ergaben sich noch viele weitere Themen welche mehr oder weniger des Erzählens nicht wert sind, da privat, aber politisch war das meiste in dieser kurzen Konversation schon gesagt. Denn allzu viel Gesprächsstoff gibt die reale politische Situation zur Zeit auch nicht her. Große Unterschiede zwischen den Parteien sind weder Fühl- noch Sichtbar, und  der Bürger bekommt so langsam eine Vorstellung wie „Demokratie“ unter einer staatlichen Einheitspartei aussehen könnte.

Werfen wir doch einen Blick auf die Grünen, welche uns über ihre Regierung in Baden-Württemberg wieder einmal vorführen wie groß die Unterschiede zwischen vor und nachher sind. Mit der Versprechung den Filz der CDU vertreiben zu wollen, wurden letztlich nur die CDU Leute vertrieben, um sich selber in den bereits gemachten Betten gemütlich einzurichten. Für diesen Aufbau benötigte die CDU runde 50 Jahre. Den Grünen erreichte dieses Wohlgefühl bereits nach einem Jahr.

Und damit auch die überhebliche Arroganz der Regierenden. Ja einem kleinen Lehrer ist „Mappus“ Macht gegeben und genau davon macht er nun entsprechend Gebrauch! Nicht mehr als kleiner Lehrer, nein jetzt als Lehrmeister. Ein neuer Sonnenkönig wurde geboren denn der Stern blieb dort wo er immer war. Als wahrer Regent! Jeder der auf eine andere Politik gehofft und darum so gewählt hat, fühlt nun, dass es nun nur mehr um den Machterhalt geht. Da bleibt wenig Platz für neue Ideen.

Annähernd die gleiche Situation haben  wir bei fast allen anderen Regierungswechseln in diesem Land gesehenen. Zuvor versprochene Veränderungen? Nur sehr, sehr wenige. Für gewöhnlich wurden nur die Namensschilder an den Türen ausgetauscht. Für den Steuerzahler gewöhnlich mit einen hohen Kostenaufwand verbunden. Wird doch als erstes das gesamte Gefolge der Macht ausgetauscht, denn der Gewählte ist nun in der Pflicht vielerlei Rechnungen zu begleichen, treibt ihn doch fortan nur eine Ziel: Die Erhaltung seiner Macht.

Eine Lösung nicht in Sicht? Nur direkt Kandidaten welche von den Wählern jederzeit ablösbar sind und nicht von den Parteien? Die ganzen Überhangmandate dienen nur den Parteien zur Festigung ihrer Macht und der Finanzierung des jeweiligen Rattenschwanz. Vielleicht?

In dem folgenden Kommentar versucht Stefan Reinecke zu erklären warum wir eine SPD gebrauchen. Das ist genau so widersprüchlich wie die Aussage wir brauchten eine LINKE in diesem Land. Wenn diese so agieren wie zur Zeit haben Beide genau die Richtung eingeschlagen sich überflüssig zu machen. Was wir wirklich brauchen ist eine Politik welchen den Menschen wieder in den Vordergrund stellt. Wer dieses letztendlich macht sollte dabei wirklich egal sein. Es zählt nur das was am Ende unter den Strich steht.

Die Gespenster der Geschichte

Der kluge Liberale Max Weber versuchte 1907 dem Bürgertum die Furcht vor der damals revolutionären Sozialdemokratie zu nehmen. Auf den Parteitagen, so der Soziologe, habe längst „phrasenhaft nörgelndes und klagendes Debattieren“ flammende Aufrufe zum Umsturz abgelöst. Unter den Funktionären entdeckte Weber keine entschlossenen Revolutionäre, vielmehr präge die gemütliche „Physiognomie des Kleinbürgertums“ das Bild. Eine „Erdrosselung des Kapitals oder Brandschatzung des Vermögens der Besitzenden“, so die beruhigende Aussicht, sei von dieser Partei nicht zu befürchten.

Die SPD sah sich damals noch völlig anders. Man strebte doch, auf dem Papier, nach Sozialismus und Menschheitsbefreiung und nicht nach Ministersesseln. Max Webers scharfsinnige Beobachtung nahm vorweg, was bis heute ein Kennzeichen der Sozialdemokratie ist: ihre gespaltene Selbstwahrnehmung. Fern der Macht glaubt die Partei an hochfahrende Ideale, sie schürt die nervöse Erwartung, dass sie an der Macht vieles ändern werde – doch an der Regierung passt sie sich rasch den Verhältnissen an.

 Die SPD hat es schwer, ein realistisches Bild von sich selbst zu entwerfen. Es oszilliert zwischen kühner Vision und grauem Alltagsgeschäft, die meist ziemlich unverbunden nebeneinander existierten. Dieses Gefälle produzierte regelmäßig Enttäuschungen, eine Art strukturelles Unglück. Fast immer blieb die SPD an der Macht hinter den Erwartungen zurück, die sie geweckt hatte. Ausnahmen wie die Zeit 1969 bis 1974, als eine gesellschaftliche Emanzipationswelle die SPD trug, bestätigen diese Regel.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / Allgemeinfrei

Ein Kommentar zu “SPD oder DIE LINKE ?”

  1. A. Schwarzer sagt:

    Die Linke solidarisiert sich mit Wiesehügel
    Die Linke will dem Arbeitsminister in Steinbrücks Schattenkabinett helfen, die Agenda 2010 zu erneuern.

    http://www.berliner-zeitung.de/politik/spd-die-linke-solidarisiert-sich-mit-wiesehuegel,10808018,22812014.html

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