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RENTENANGST

So spricht die AKL

Erstellt von Gast-Autor am Mittwoch 17. Oktober 2012

Kapitalismus bedeutet Armut, Umweltzerstörung und Krieg

File:Sahra Wagenknecht Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 03.jpg

Unsere Alternative heißt Sozialismus

Die Partei DIE LINKE und die Antikapitalistische Linke (AKL)

Seit 2007 gibt es DIE LINKE als neue politische Partei in Deutschland. Sie setzt als einzige Partei die grundsätzliche Kritik am kapitalistischen Staats- und ….. […]

Dennoch ist DIE LINKE eine Partei des Widerspruchs:

Einerseits wird sie in allen politischen Tagesfragen als Alternative erlebt und in vielen Fragen hat sie die gesellschaftlichen Debatten geprägt. Sie ist die einzige parlamentarisch verankerte Partei mit einem antikapitalistischen Programm. Sie ist die einzige konsequente Friedens- und antimilitaristische Partei. Sie ist die einzige Partei, die eine radikale Kritik am ökologischen Katastrophenkurs der herrschenden Wirtschaftsordnung mit einem radikalen Programm der sozialen Gerechtigkeit verknüpft. Sie ist die demokratische Erneuerungsbewegung, die die Verteidigung der Bürger- und individuellen Freiheitsrechte und ihres Ausbaus mit neuen Informationstechnologien mit einem Kampf gegen die herrschenden Eigentums- und Machtstrukturen verbindet.[1]

Andererseits werden in ihren Debatten, im Auftreten einzelner Mitglieder in der Öffentlichkeit und durch die Praxis ihrer Vertretungen in Regierungen und kommunalen Verantwortlichkeiten gerade diese Erkennungsmerkmale immer wieder leichtfertig in Frage gestellt und gefährdet. [2]

Und hier mittendrin steht der gesamte geistige Erguss der AKL. Ganz bestimmt haben sich nicht dumme Geister mit diesen Inhalten beschäftigt.

[…]
Das ist alles andere als eine Schande oder ein Manko, da nur DIE LINKE konsequent die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung vertritt. [3] Die AKL setzt sich dafür ein, dass DIE LINKE diese Rolle künftig noch hartnäckiger und phantasievoller ausfüllt. [4]

Wir möchten an dieser Stelle nicht eine komplette Analyse dieses „Aufrufes 2013“ ausführen. Uns reicht es, nachfolgend die gekennzeichneten Passagen kurz zu kommentieren. Denn allein das reicht, dieses theoretische Programm ad absurdum zu führen.

[1]
Dieses „Einerseits“ beschreibt wirklich das, was die Menschen bewegte, sich dieser Partei anzuschliessen. Es ist die programmatische Auflistung, die eine grosse Strömung innerhalb dieser Partei, die bald keine mehr ist, als konzentrierten Inhalt hinsichtlich der Gründung und Exitenzberechtigung der Partei DIE LINKE von sich gibt.
Dabei erhebt sich bereits die Frage, was dabei für die andere (oft spinnefeindliche) Strömung „Sozialistische Linke“ (SL) übrigbleibt. Eigentlich nichts; denn mehr oder weniger kann man eigenltich nicht mehr sagen. Ergo könnte sich die SL doch der AKL anschliessen. Aber mitnichten: Die kochen ihr eigenes Süppchen. Und das bereits ist und war der Anfang vom Ende. Nur gemeinsam hätte man stark sein können.

[2]
Deswegen ist dem „Andererseits“ eine viel massgeblichere Bedeutung beizumessen, als es zunächst den Anschein hat.
Wobei die AKL erheblich weniger Anteil an diesem „Andererseits“ besitzt als alle ‚Anderen‘. Schliesslich ist die Wurzel allen Übels die sogenannte „Sozialistische Linke“, der Ernst und Maurer angehören. Man erinnere sich, was bspw. Ernst als Durchgangs-Marionette des Oskars an Strippen gezogen hat, um Bartsch zu verhindern.

[3]
Das ist die Frage aller Fragen: Ob DIE LINKE konsequent die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung wirklich vertritt. Ebenso konsequent muss man daher fragen, warum die Linke dann nicht längst Mitglied einer Regierungskoalition ist.
Die AKL weiss Bescheid, aber noch so viel geistige Theorie wird die SL-Oskar-Partei nicht retten können. Die AKL weiss Bescheid, dass die Linke beim Parteitag der WASG in Ludwigshafen durch das Triumvirat Oskar, Ernst & Maurer als Rachefeldzugspartei Oskars auf der Taufe gehoben wurde. Und das konnte nicht gutgehen – vielfach hier auf DL dokumentiert in den einschlägigen Saar-Berichten.

[4]
Wenn die AKL sich dafür einsetzt, dass DIE LINKE diese Rolle künftig noch hartnäckiger und phantasievoller ausfüllt, sollte die AKL dringend daran arbeiten, Oskar Lafontaine und seine Saarland-Truppe mit den Ablegern in Rheinland-Pfalz schleunigst aus der Partei zu entfernen. Nur so hätte diese Partei noch eine Chance unter altem Namen politisch noch eine kleine Grösse zu werden.

Das Dossier der AKL kann hier komplett gelesen werden.

Fazit
Ein ad absurdum deswegen, weil sich AKL und SL nicht zusammenraufen können und werden. Und das, was die SL als Totengräber der Partei schafft, ausgehend vom Saarland aus, kann die AKL nicht eliminieren.
Deswegen ist der Aufruf rein theoretischer Art und überflüssig wie ein Kropf!

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3 Kommentare zu “So spricht die AKL”

  1. ichgreifmirandenkopf sagt:

    AKL, SL, alles ein Topf, wenn auch zwei Organisationen.

    „Ad absurdum“ richtig. Die Theorie im Sinne des Sozialismus. Eine Farce? Ein schöner Traum? Theorie und Praxis nie vereinbar.
    Eines ist Fakt, mit denen möchte ich keinen Sozialismus erleben, denn dieser Sozialismus basiert auf Menschenschinderei. Punkt uns aus!

  2. RosaLux sagt:

    Allein der Name „AKL“ ist Steinzeit pur!
    – „Anti“ kennzeichnet stets die Position eines Verlierers, dessen Strategie maßgeblich vom Gegner (hier: Kapitalismus) bestimmt wird, bevor sich die „Anti“-Gruppe dagegen wenden kann. Wer nämlich die Macht besitzt, braucht kein „Anti“, sondern bestimmt die Regeln der Politik und handelt.
    – „Anti“ hat – grundsätzlich jedenfalls – keine positiven Ziele anstelle denen des zu bekämpfenden Gegners, sondern will nur den Gegner (hier: Kapitalismus) verhindern. Das aber reicht nicht aus, denn damit läßt sich keine Politik machen.
    – Der Name/Begriff „Anti-Kapitalismus“ orientiert sich am politischen Gegner, steht deshalb für garnichts. Man nehme einmal den Begriff „Anti-CDU-Partei“ – machte das Sinn?
    – Der Name „AKL“ ist u.a. politisch verbraucht – gilt nicht notwendig für die Ziele der AKL. Beim Bundesbürger weckt er Assoziationen an „Kommunismus“, „DDR“ unbd Sowjetunion“, kurz, weckt einzig tief sitzende Ängste und verschreckt auch die kritischen Wahlbürger, die ja eigentlich überzeugt werden sollen.
    – So, nun habe ich über mögliche Inhalte noch nichts gesagt, halte diese angesichts des politischen Imageschadens schon nicht mehr wichtig sind. Begreifen das die – m.E. erheblich verblendeten – AKL-Anhänger? DIE LINKE sollte sich besser ganz rasch von der AKL trennen per Unvereinbarkeitsbeschluss.

  3. emschergenosse sagt:

    DIE LINKE sollte sich besser ganz rasch von der AKL trennen per Unvereinbarkeitsbeschluss.

    Aber welche „LINKE“ sollte das tun??? Die besteht doch nur aus diesen zwei Clubs und der ehrlichen Basis, die sich bundesweit aber kaum zusammenfinden wird und kann – das ist das Dilemma.

    Und wer wirft dann aber den Blechtrommler raus???

    Inhaltlich vom Grundsatz her gebe ich dir Recht, Rosa!

    Die Knaller haben alles versiebt, aber auch ALLES!

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