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So sehen Saar-„Loser“ aus

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 27. März 2017

Der Traum von Rot-Rot ist geplatzt
und es hat Peng gemacht

 Von  Nora Ernst, 

Auf der Wahlparty der Linken folgt auf die erste Hochrechnung die Ernüchterung.

Kurz vor Schließung der Wahllokale knistert bei der Wahlparty der Linken in der Saarbrücker Kneipe „Jules Verne“ vor Aufregung die Luft – besteht doch die realistische Chance auf Rot-Rot. Doch die erste Hochrechnung bringt die Ernüchterung. Als klar wird, dass die CDU überraschend stark abschneidet, entfährt einigen Linken-Mitgliedern ein entsetztes „Nein!“. Das Ergebnis für die Linke selbst – 12,9 Prozent – wird mit verhaltenem Jubel quittiert. Die Hoffnung auf Rot-Rot war groß. Das Saarland wäre das erste westdeutsche Bundesland mit einer rot-roten Regierung gewesen und hätte damit auch ein klares Signal für die Bundestagswahl ausgesendet.

Als SPD-Landeschef Heiko Maas auf der Leinwand auftaucht und erklärt, dass es wohl auf eine große Koalition hinauslaufen werde, werden erboste Buh-Rufe laut. Bei seiner Analyse, dass es vielleicht an „der Person Lafontaine“ gelegen haben könnte, dass es für Rot-Rot nicht gereicht hat, schlägt der Ärger in Wut um. „Ohne ihn wärst du gar nix!“, schreit ein Mann dem Bildschirm entgegen. Auch die bisherige Landtagsabgeordnete Birgit Huonker hält von solchen Schuldzuweisungen wenig: „Das mit Oskar Lafontaine ist Kappes.“ Der Linken-Fraktionschef habe einen tollen Wahlkampf gemacht und dazu beigetragen, die AfD „klein zu halten“.

Quelle : Saarbrücker – Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Red. DL/Saar – privat  /Aufnahme vom Fernseher – licensed under  C C Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License.

46 Kommentare zu “So sehen Saar-„Loser“ aus”

  1. Freischwimmer sagt:

    4 Prozent hat die Linke im Wahlkreis St. Wendel-Neunkirchen-Saarpfalz-Kreis verloren.

    Die Wählerinnen und Wähler haben offensichtlich von der „Cliquenwirtschaft“ Spaniol-Pollak die Nase gestrichen voll.

  2. Demokratikus sagt:

    #1
    In Homburg ein Minus von 3,1 Prozent (Spitzenkandidatin Spaniol)

    Saarlouis: 3,2 Prozent Minus
    Merzig: 2,2 Prozent Minus
    Saarbrücken: 1,4 Prozent Minus
    Beckingen: 4,7 Prozent Minus

  3. Alternativer Linker sagt:

    Ulrich übernimmt Verantwortung. Chapeau!!!

  4. Saarlouiser sagt:

    Hubert Ulrich: Der Dinosaurier der Grünen geht nach der Wahlschlappe

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/politik/themen/Dinosaurier-Wahlniederlagen;art2825,6412622

  5. Luschdisch sagt:

    Die Arroganz der linken Polit-Prominenz nach dem Stimmenverlust ist unbegreiflich.

    „Wagenknecht: SPD muss Lehren ziehen“

    Lehren ziehen muss die Linke liebe Frau Wagenknecht-Lafontaine!!

    Lafontaine: „Ein beachtliches Ergebnis“.

    Selten so gelacht….

  6. [bremer] sagt:

    Wenn man sich einmal die Zahlen anschaut, erkennt man auch, das die SPD ca. 10.000 Stimmen gewonnen & Die Linke ca. 7.000 Stimmen verloren hat. (-> höhere Wahlbeteiligung)

    M. E. zieht das „Wahlkampfmantra der Linken“ von „Politikwechsel“, „Gerechtigkeitswende“ u.ä. immer weniger.

    Das Problen ist Die Linke!

  7. Joseph sagt:

    Wenn Menschen nach einer Niederlage verwirrt sind, bleibt es nicht aus, dass eine Niederlage als „Erfolg“ verkauft wird.

  8. Exespenhainer sagt:

    Ob „Relevanz“ oder nicht, Rot-Rot im Saarland hätte einen gewissen Charme gehabt, schade.

  9. Piccolino sagt:

    Der 73-Jährige wird sich erneut zum Fraktionschef wählen lassen. «Ich weiß nicht, wie fit ich in drei oder vier Jahren bin», sagte Lafontaine auf die Frage, ob er die volle Wahlperiode absolvieren werde. Vielen der anwesenden Journalisten würde er auf dem Fahrrad aber noch davonfahren, sagte er. Ein höheres Amt strebe er nicht mehr an.

    Schon vergessen, dass Ploetz für Lafo nachgerückt ist? Spätestens in zwei Jahren nimmt Lafo seinen Hut.

  10. Waldschrat sagt:

    Beachtlich ist in der Tat der Stimmenverlust der Linken und dass die cleveren Wählerinnen und Wähler mit dem Liebäugeln von R-R nichts am Hut hatten.

  11. Regenbogenhexe sagt:

    In den Landtag gewählt wurden:

    Dagmar Ensch-Engel, Ernst Flackus, Ralf Georgi, Oskar Lafontaine, Dennis Lander, Astrid Schramm, Barbara Spaniol

    Ist das Ziel von Schramm – ohne Huonker – jetzt noch erreichbar?

  12. Daarler Bub sagt:

    Wie wahr wie wahr…

    Status des Sonnenkönigs
    Es liegt zu einem Gutteil an der Ikone Lafontaine selbst, dass die Saar-Linke ein Zukunftsproblem hat. Er hat über Jahre den Status des Sonnenkönigs genossen. Wer sich mit ihm anlegte, hatte nichts zu lachen, wer ihn herausforderte, setzte seine politische Zukunft aufs Spiel.
    Und Partei und Fraktion spielten mit – weil sie am Tropf der zweistelligen Wahlergebnisse hängen. Es ist bezeichnend, dass sie zum Parlamentarischen Geschäftsführer, dem mächtigsten Posten nach dem Fraktionsvorsitzenden, erneut einen Lafontaine-Vertrauten kürten, den 62-jährigen Jochen Flackus. Das ist eine Nachwuchspolitik wie im Inselstaat Kuba.
    Wenn die Linke im Saarland auf Dauer eine Chance haben will, muss sie sich von Lafontaine lösen – auch wenn das ziemlich sicher einstellige Wahlergebnisse bedeutet. Aber wer hat je behauptet, dass ein Entzug angenehm ist.
    http://www.taz.de/Kommentar-Linkspartei-im-Saarland/!5395514/

  13. Der Storch sagt:

    #8 „..einen gewissen Charme…“ Nichtauskenner oder Nichtinsider können das gar nicht beurteilen.

  14. AG Basisdemokratie sagt:

    #12
    Es liegt nicht nur an der Ikone! Einige Damen aus dem Landesvorstand haben zum Zwecke des Machterhalts und Festigung ihrer Spitzenplätze Spielchen auf dem Rücken aufrechter Linken ausgetragen. Jobs sollen versprochen worden sein …

  15. Albert S. sagt:

    9.000 Wählerstimmen verloren und 2 Mandate weg. Das ist in der Tat sehr beachtlich!

  16. Hilde M sagt:

    Die Frau H. ist aus dem Landtag raus. Verlust? Nein.
    Dann wollte ich fragen, welchen Friseur eine Frau K. besucht?
    Eine Frau E. war anscheinend, laut Foto, ebenfalls zur Verjüngungskur? Interessant. 😁

  17. Opa Fielmann sagt:

    Barbara Spaniol hat DIE LINKE. im Saarlands Foto geteilt.

    Ein richtig gutes Ergebnis für die Saar-LINKE … Oskar hat es allen nochmal gezeigt: deutlich über dem Bundestrend, viermal stärker als in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz… Tausend Dank an alle, die mit gekämpft haben!

    Ja, Oskar hat es mal wieder allen gezeigt, wie man sich überflüssig macht.

  18. Reiner sagt:

    „Kaiser Napoleon von der Saar“ hat sein Ziel erreicht: Das Einkommen seiner treuen Schäfchen ist für die nächsten fünf Jahre gesichert.

  19. Fritz Weber sagt:

    Das Ergebnis ist für Die Linke eher unteroptimal. Auf jeden Fall zeigt es überdeutlich welch langfristigen Einfluss antisozialistische und antikomm. Ideologien in den alten Bundesländern haben. Das Gerechtigkeitsproblem wird durch die bürgerliche Presse, entweder verniedlicht, die linken Kräfte können es nicht darstellen oder es gibt im Saarland tatsächlich keins. Sehr traurig für die hart Arbeitenden und Unterprivilegierten. Ich bin übrigens nicht betroffen, da ich nach Klassifikation zur „erfolgreichen“ Mittelschicht gehöre.

  20. Engelstrompete sagt:

    Das Problem der Saarlinken ist Oskar Lafontaine und Schramm.

  21. Theo Finkler sagt:

    CKK
    Glückwunsch, Dagmar! Siehste, am Ende wurde für dich doch noch alles gut, alle Aufregung vorbei…Ich wünsche Dir/Euch weitere gute fünf Jahre mit guter und engagierter inhaltlicher Arbeit für die Menschen. Danke für die gute Zusammenarbeit in den letzten fünf Jahren, du warst mir eine der liebsten in all der Zeit. 😊Ich bin dann mal weg, auf zu neuen Ufern, bis bald mal wieder, und immer Kopf hoch…(ist auch meine Devise)…

  22. Felix Wasserstrahl sagt:

    Kohde-Kilsch wird nicht mehr als Mitarbeiterin der Linksfraktion geführt.

    http://www.linksfraktion-saarland.de/fraktion/die_mitarbeiter_innen/

  23. O. Liebknecht sagt:

    #22: klar doch! Wie hatte sie sich nach der Listenaufstellung in SB geäußert? Da war doch irgendwie was von „fallen gelassen werden“ die Rede… Die Arbeitsverträge bei Fraktionen sind halt immer mit Verfallsdatum versehen – und eine Anschlußgarantie gibt es nicht.

  24. Engelstrompete sagt:

    Es fehlen auch zwei Juristen.

  25. Schichtwechsler sagt:

    Viele, viele Stimmen an die AFD verloren. Macht nichts, Hauptsache die Fleischtöpfe bleibt den Pseudo-Linken erhalten.

  26. Ein wahrer Linker sagt:

    #22

    Macht nichts, man hat ja jetzt einen „WIssenschaftlichen Hilfsmitarbeiter“ in der Fraktion.
    Früher nannte man solche Leute Hilfsarbeiter, wie sich die Zeiten ändern.

  27. Demokratikus sagt:

    Wie schon so oft beschrieben in der Saarlinken zählt „Geschmeidigkeit“.

  28. Sandmännchen sagt:

    40 Prozent der verlorenen Stimmen gingen an die AfD. Was sagt die „Super-Landesvorsitzende“ dazu?

  29. Saarbrigger sagt:

    Die sucht vermutlich mit ihren Anhängern eine/n Schuldige.

  30. Ex-Mitglied sagt:

    #28
    Für das Wahldesaster ist in erster Linie der Pate aus Silwingen und sein Hofstaat aus dem Köllertal verantwortlich.

  31. O. Liebknecht sagt:

    #30: und was ist mit der Mahalla aus dem Saarpfalz-Kreis-Vorstand??? Wenn man sich betrachtet wie die Landkreise NK und WND sich bei der Listenaufstellung abschmettern/vorführen ließen…
    Zur Erinnerung: die 3 Landkreise, die den Wahlkreis 299 bilden, haben zusammen fast 750 Mitglieder. Bei der Listenaufstellung in Bexbach waren mal grad 230 anwesend. Das sind von 3 Kreisen weniger Mitglieder als der OV Homburg alleine hat. Wer bei einer solch wichtigen Veranstaltung so wenige Mitglieder aktivieren kann, braucht sich über Wahlergebnisse nicht zu wundern. Wer da nicht hinkommt, macht auch keinen Wahlkampf. Kucken wir mal wer bei der BT-Wahl-Kandidaten-Kür noch kommt…. Und vor allem mit welch rhetorischem Ambrosia das dann hinterher schön geschwurbelt wird.

  32. Alternativer Linker sagt:

    #29 – wer zuhause keinen Spiegel hat, muss sich auf die Suche begeben 😉

    #30 – Der Pate ist ein Populist und die engsten treuen Anhänger Blender.

  33. Alternativer Linker sagt:

    #31
    Hänsel und Gretel wissen halt wie man Mitglieder aktiviert. Vermutlich praktiziert man nach wie vor die erfolgreiche Masche von 2009.

  34. FrechwieOscar sagt:

    #31
    Wer auf dem Geldhaufen sitzt, hat was zu sagen!!! Oder wie sonst sind die „Erpressungsversuche“ des saarländischen Heilbringers zu erklären?

  35. Pällzer sagt:

    Die SPK-Trulla muss weg!

  36. Freischwimmer sagt:

    #35
    Und was ist mit der langweiligen Schnecke aus dem OV Püttlingen?

  37. MeineMeinung sagt:

    Niemand wird in den Saarlinken mehr gehasst als derjenige der die Wahrheit ausspricht und laut kundtut, dass Lafontaine in der Bevölkerung keine allzu große Anerkennung mehr wiederfährt.
    Ich kann dieses Politikergesülze des Herrn Lafontaine einfach nicht mehr hören.

  38. Piratenköpfchen sagt:

    #24 – Beide sicherlich nicht auf den Mund gefallen… Besondere „Leistungen“ werden manchmal mit einem Job (z.B. Ministerium) belohnt – siehe ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Landesschiedskommission K.C.

  39. Albert S. sagt:

    Was Oskar Lafontaine der SPD rät (hahaha)

    O.L. hat immer noch nicht begriffen, dass er als „abgehalfterter Landespolitiker“ bei Koalitionsverhandlungen nichts zu sagen hat.
    Die Warnung Schröder vor dem Ehepaar Lafontaine-Wagenknecht ist ein Wink an Schulz, die Agenda-Reform nicht zu weit voranzutreiben.

  40. Max Sommer sagt:

    Fabio De Masi

    Oskar Lafontaine antwortet in Welt am Sonntag auf Gerhard Schröder
    Während Schröder nur dicke Sprüche klopft („Familie Lafontaine“) und die FDP umwirbt, fordert Oskar Lafontaine die SPD heraus und rät Ihr zur Erneuerung, will sie wieder Wahlen gewinnen.

    Der große Zampano aus Silwingen verliert stetig Wählerstimmen und gibt seiner alten Partei Ratschläge! :-)

  41. Regenbogenhexe sagt:

    Oskar Lafontaine ist als Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Saarländischen Landtag bestätigt worden.
    Die neue Fraktion wählte ihn am Vormittag einstimmig.

    Zu seinen Stellvertreterinnen wurden die Landesvorsitzende der Saar-Linken Astrid Schramm und die Beckinger Abgeordnete Dagmar Ensch-Engel gewählt.

    Parlamentarischer Geschäftsführer ist nun der bisherige Geschäftsführer des Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik (Zema) Jochen Flackus. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Heinz Bierbaum an, der dieses Amt acht Jahre lang ausgeübt hatte, im März aber nicht mehr für den Landtag kandidiert hatte.

  42. Engelstrompete sagt:

    Schramm ist Lafontaines Stellvertreterin. Ich lach‘ mich schlapp.

  43. Saarbrigger sagt:

    #42
    Oh mein Gott!
    Ihre Rede auf dem letzten Landesparteitag war eine Zumutung für das Gehör.

  44. Ein wahrer Linker sagt:

    #42
    De Auswahl ist nicht mehr groß.
    Eine Alternative wäre der wissenschaftl. Hilfsarbeiter gewesen.

  45. Dengmerter sagt:

    Lafontaine allein für den Stimmenverlust verantwortlich zu machen, halte ich für unfair. Der Abwärtstrend der Linken hat m.E. vielmehr mit der Landesvorsitzenden zu tun.

  46. Greta sagt:

    O.L. muss weg.

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