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So ist die Linke – Heute RLP

Erstellt von Bernd Wittich am Samstag 19. April 2014

Tacheles

„Genosse Günther Kopp und DIE LINKE Ludwigshafen“

Eine Empfehlung an die Partei

Die Rheinpfalz berichtete am 16. April „Ein Podium, acht Kandidaten“. Da war es wieder zu vernehmen, das Mantra von der fehlenden Demokratie, denn, so Kreisvorsitzender Kopp, die Aufstellung der Liste für die Kommunalwahlen in Ludwigshafen durch DIE LINKE war „zutiefst undemokratisch“.

Nun scheint es aber so zu sein, das der Kreiswahlleiter eben diese Liste anerkannte. Was Genosse Kopp als undemokratisch empfindet lässt sich auf den Satz bringen: Der Club des Restes des alten Klüngel war nicht mehr unter sich, denn es erschienen die einst geschmähten und verhöhnten italienischen Parteimitglieder (1) zu Hauf und aus war es mit der eigenen Selbstherrlichkeit.

Bleibt noch zu Genossen Kopp anzumerken: Er zeigte seit seiner ersten Wahl in den Kreisvorstand keine Neigung für die innerparteiliche Demokratie kämpferisch Stellung zu beziehen. Auch in einigen Jahren eigener Amtszeit war und ist nicht zu bemerken, dass der Genosse je ein aktives Interesse an der Rückkehr einst engagierter –aber eben dem Klüngel abgeneigter Mitglieder – gezeigt hätte. Von Mut zum Wagnis Demokratie und eigenem Gespür für die Defizite und Chancen in der LINKEN ist leider auch beim Kreisvorsitzenden Kopp immer noch nichts zu hören und zu sehen.  Im Gegenteil: Die Diffamierung der GenossInnen aus der italienischen Community Ludwigshafens geht weiter!

Bewi Schifferstadt, 17.4. 2014

(1) Ciccarello war in der vergangenen Kommunalwahl nicht der Wunschkandidat des  damaligen Kreisvorsitzenden Otto Schäfer. Er und sein Anhang schreckten nicht vor Diffamierung der italienischen Community und ihrer Wahlentscheidung zurück. Daran beteiligte sich nachdrücklich auch MdB Senger-Schäfer, insbesondere dann, als sie erkennen musste, dass bei Ciccarello ihre Methoden auf dem Weg in die Bundestagswahlkandidatur nicht auf beifällige Zustimmung stießen. Was dann folgte war eine Kampagne gegen den Italiener und seine politischen Freunde, statt sich mit den Verhältnissen zu arrangieren und die Macht zwischen den sozial-autoritären und emanzipatorischen Linken zu teilen wurde auf einen innerparteilichen Machtkampf „alles oder nichts“ gesetzt. Erst diese Entwicklung führte zu massiven solidarischen Parteieintritten der Italiener. Schäfer hatte völlig unterschätzt, dass die Community so eindeutige Position beziehen würde. Für eine linke Partei war ein solcher Umgang mit einer demokratischen Wahlentscheidung ein verheerendes und dauerhaft nachwirkendes Desaster. Die Unfähigkeit zur Solidarität, zur Kommunikation, zur demokratischen Kooperation innerhalb der Partei blieb das Markenzeichen in der LINKEN Ludwigshafen und im Landesverband. Der Kreisverband (und Teile des Landesverbandes) verkamen zu einer politischen Gliederung zur Sicherung von Pfründen um Frau Senger-Schäfer. Nicht nur die LINKE Ludwigshafen bezahlte diese Politik mit ihrer Entpolitisierung, mit Mitgliederaustritten oder dem Verschwinden von frustrierten Mitgliedern in der Privatheit.

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Cherubino

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3 Kommentare zu “So ist die Linke – Heute RLP”

  1. Jeremy Kraus sagt:

    Zur Sicherung ihrer Pfründen haben A.U. und K.W. auch ihr „Bestes“ gegeben.

  2. Anna Rita sagt:

    Die Linke ist ein Chaotenladen.

  3. Thomas Weigle sagt:

    „autoritär“ und „emanzipatorisch“ verhalten sich nun mal zueinander wie BVB und S04 oder SGE und OFC. So wenig es eine Leiter gibt mit der man den Mond erreichen kann, so wenig ist eine Brücke denkbar, die diese Abgründe überbrücken kann.

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