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Schmutzige Bankenspiele

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 12. August 2012

Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland.

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Jetzt kommt es wieder in Gerede: Das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland. Dieses Abkommen, es könnte auch eine „Anleitung zur Steuerhinterzieh- ung“ für Reiche genannt werden, sollte nach den neuesten CD Aufkäufen durch die Steuerfahnder von NRW politisch schon so gut wie tot sein. Wurden doch auf der CD neben den Daten von Steuerkriminellen auch Hinweise gefunden wie aus Deutschland stammende Gelder nach Singapur transferiert werden sollen, natürlich mit Unterstützung von Schweizer Banken.

Es war das Ziel dieses Abkommen zwischen den beiden Ländern zu umgehen, damit bei erreichen des Geldes eines Drittstaat es keinen Zugriff mehr für Deutschland geben würde. So sprach der Finanzminister von NRW im ZDF von Hinweisen, dass Banken Produkte entwickeln, damit Bürger der BRD sich der Steuerpflicht entziehen könnten. So wollen die von SPD und Grünen regierten Bundesländer dieses Gesetz im Bundesrat zu Fall bringen.

Eine Studie zur weltweiten Steuergerechtigkeit zeigt dass in den Steueroasen der Welt zwischen 21 und 32 Billionen US-Dollar auf Schwarzkonten lagern. Dieses belegt der ehemalige Chefvolkswirt von McKinsey, James Henry als Ergebnis seiner Studie. Dabei wird den Reichen der Welt von den Banken kräftig unter die Arme gegriffen.

Zur Relativierung der Vorstellungen sei gesagt dass das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2011 rund 3.2 Billionen Dollar, das der gesamten EU 15,5 Billionen Dollar betrug.

Die Studie bezieht sich auf ausschließlich liquide Mittel. Das Vermögen von Immobilien, Yachten, Schmuck oder auch Goldanlagen ist nicht in der Rechnung enthalten. Herr über diesen Reichtum  sind weltweit weniger als 10 Millionen Menschen, also weniger als 0,1 % der Weltbevölkerung.

Durch nicht bezahlte Steuern auf diese Vermögen entstehen Verluste in Höhe von 189 Milliarden Dollar pro Jahr. Bei einer Verschuldung der 139 Staaten mit geringen oder mittleren Einkommen in Höhe von durchschnittlich 4 Billionen Dollar kämen diese auf einen Haushaltsüberschuss von 10-13 Billionen Dollar, wenn die Vermögen der reichsten Bürger dieser Länder entsprechend versteuert würden.

Die meisten dieser Steueroasen würden mit Nationen wie die Schweiz, Liechtenstein, Singapur oder auch die Bahamas in Verbindung gebracht. Tatsächlich wäre festzuhalten das sich die meisten dieser Steueroasen als virtuelles Netz aus juristischen und quasi juristischen Einrichtungen um die ganze Erde bewege. Fonds, Konten, Scheinfirmen oder Investmentgesellschaften schieben die Gelder unter Mithilfe von Privatbanken hin und her.

Genannt werden hier von ca. 50 Banken 10 Großbanken welche in den Geschäften mit Steuerschiebereien Marktführer sind. An der sechsten Stelle wird dort die Deutsche Bank namentlich genannt. Die Studie kommt so zu den Schluss das diese größten Banken mit Hilfe gewöhnlicher Steuerzahler  subventioniert wurden, um den Reichen dabei zu helfen weiterhin Steuern zu hinterziehen.

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Grafikquelle   :   Schweizerische Nationalbank, Bürkliplatz in Zürich (Switzerland)

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