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RENTENANGST

Sahras großer Bogen

Erstellt von IE am Montag 14. Januar 2013

Stalinismusopfer: Wagenknecht bleibt sich treu

Bildergebnis für stalin Opfer Gedenken in  Berlin Friedrichshain

Das ist die Sicht der Linken Gerechtigkeit.  Verstand trifft aus Verweigerung

Heute einmal zwei Artikel aus verschiedenen Zeitungen wobei wir sehr gut beobachten können, wer denn worauf sein Hauptaugenmerk in der Berichterstattung legt. Dabei bringen beide Zeitungen Nachrichten herüber, welche gerade von den Anhängern der LINKEN  die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollten. Eine Politik ohne entsprechende Kritik ist nichts, vor allen Dingen auf gar keinen Fall Links, sondern die Aufgabe des eigenen Verstandes.

Auf die schon im voraus geführte Auseinandersetzung zwischen den verschiedensten Gruppierungen der Jugend hatten wir bereits ausführlich hingewiesen. Darauf ging im besonderen der Artikel im Neuen-Deutschland ein, wo wir unter anderen folgendes lesen:

Die Szenerie wird eine andere, als der Demonstrationszug des Jugendbündnisses »Rosa und Karl« die Corneliusbrücke über den Landwehrkanal erreicht. Von den knapp 800 Teilnehmern der alternativen »LL-Demo« tragen viele rote Fahnen, einige sind mit den verschiedenen Organisations- und Parteilogos bedruckt. Von der Linksjugend »Solid« über die sozialistische Jugend »Die Falken« bis hin zu den Jusos ist alles vertreten.

Organisiert haben die Jugendverbände das alternative Gedenken dieses Jahr, weil ihrer Meinung nach die traditionelle Demo zur Glorifizierung von Josef Stalin und anderer Diktatoren missbraucht wird. Auf der anderen Seite war von »Spaltung« die Rede. »Wir wollen auch keine Stalin-Bilder auf der LL-Demo«, entgegnete Ellen Brombacher, die die Kommunistische Plattform der Linkspartei im Luxemburg-Liebknecht-Bündnis vertritt, im Interview mit dem »nd«. Man könne bei einer Demonstration von bis zu 10 000 Teilnehmern nicht verhindern, dass ein paar Leute ein Stalinbild tragen.

»Mit unserer Demonstration wollen wir etwas völlig anderes organisieren. Statt bloßer Apologetik geht es uns um die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Ideen und Werten Luxemburgs und Liebknechts«, erklärt Kevin Kühnert, Landesvorsitzender der Berliner Jusos, mit Verweis auf die im Vorfeld stattgefundene Diskussionsreihe. Dass gerade seine Organisation zum Gedenken an Karl und Rosa aufrief, wurde etwa aus dem traditionell autonomen Lager als Hohn aufgefasst.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

Die Welt dagegen beschäftigt sich überwiegend mit den offiziellen Teilnehmern der Parteien. Das ist normal da diese Personen überwiegend von einer breiten Öffentlichkeit beobachtet werden. Mit dem  Normalbürger lassen sich keine Schlagzeilen machen. So wird denn auch der Parteispitze und das Verhalten von Gysi und Co., die besondere Aufmerksamkeit zuteil. Das ist den entsprechenden Spitzenpolitiker auch so bewusst und dementsprechend verhalten sie sich dann auch, für gewöhnlich.

Interessant hier im besonderen das Verhalten der Sahra Wagenknecht. Eine Person welche seit geraumer Zeit versucht sich mit allen Mitteln und Tricks politisch in den Vordergrund zu schieben provozierte auch gestern. Diese Sucht nach Publizität kennen wir an und für sich nur aus der glamourösen Welt der sogenannten Stars und Sternchen in der man bereit ist für Geld und Erfolg selbst das privateste Intim leben gewinnbringend einzusetzen. Dort wird zuerst ein Millionär geheiratet um sich anschließend weiter hoch zu schlafen. Der Zweck heiligt eben alle Mittel.

So lesen wir denn dort auch folgendes:

Wagenknecht macht Bogen um Stalinismusopfer

Würde Sahra Wagenknecht, Vizefraktionschefin der Linken mit höheren Ambitionen und Ex-Frontfrau der Kommunistischen Plattform, auch am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus haltmachen?

 Um ihn wird in der Linken bis heute gestritten. Als er 2006 aufgestellt wurde, hatte Wagenknecht ihn als „Provokation für viele Sozialisten und Kommunisten“ bezeichnet.

 In diesem Punkt blieb sich die 43-Jährige denn auch treu. Nachdem sie an der Gedenkstätte der Sozialisten gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Oskar Lafontaine einen Kranz niedergelegt hatte, machte sie um den Gedenkstein für die Stalinismusopfer einen großen Bogen – im Gegensatz zu den beiden Linke-Chefs Bernd Riexinger und Katja Kipping sowie Fraktionschef Gregor Gysi.

Quelle: DIE Welt >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :     Marx, Engels, Lenin, Stalin, Mao auf einem Plakat von Demonstrationsteilnehmern. Berlin, 13. Januar 2008.

6 Kommentare zu “Sahras großer Bogen”

  1. RosaLux sagt:

    Ich hab keine Probleme damit, dass sich Sahra Wagenknecht „mit allen Mitteln und Tricks min den Vordergrund“ schiebt. Was sollte sie denn anderes tun, wenn sie in die obere Etage der Partei strebt? Sie tut das auch geschickter und würdevoller als die meisten anderen Linken.

    Die mit O.Lafontaine gemeinsame Kranzniederlegung halte ich für ein angemessenrs und politisch notwendiges Zeichen.

    Falsch jedoch ist das Auslassen des Denk- und Mahnmals für die Opfer des Stalinismus. Allen Demokraten sollte das Gedenken sowohl an Linke Opfer wie an die Opfer scheinlinker Gewaltherrschaft gemeinsame Pflicht sein. Und eine S.Wagenknecht hatte seit 2006 Zeit genug, nach ihrer – unterstellt voreiligen – Ablehnung des Denk- und Mahnmals ihre Meinung zu ändern.

    Die LINKE wäre gut beraten, sich von allen K-Gruppen und K-Strömungen klar zu distanzieren. Weniger aus Berührungsangst, mehr der klaren Linie halber – und um das eigene Image nicht zu beschädigen. Dazu gehört intern auch – bei aller Meinungsvielfalt – ein entsprechender Unvereinbarkeitsbeschluß gegenüber links außen.

  2. OpaFielmann sagt:

    Pure Heuchelei der stellv. Parteivorsitzenden.
    Linksjugend »Solid« hat Recht, nicht mehr unter den Fahnen der DKP und unter den Bildern von Mao und Stalin instrumentalisiert zu werden.

  3. RosaLux sagt:

    Mal nachdenken: wenn irgendjemand überhaupt noch LINKE Punkte holen kann, ist es m.E. Sahra Wagenknecht. Was einem O.Lafontaine nicht mehr gelingt. Ich denke, das sollte anerkannt werden auch dann, wenn man der LINKEn wegen ihrer inneren – bis heute nicht gelösten – Querelen nur Schlechtes wünscht. Ob SWs Auftreten dabei „Pure Heuchelei“ ist, glaub ich nicht, wäre für die politische Wirkung auch nicht interessant.

  4. Speckmobbes sagt:

    # 3
    Blanke Heuchelei, und zwar auf allen Ebenen.
    Egal wer es ist, jeder interessiert sich nicht mehr für die Sache, sondern nur noch für die eigene Karriere und Fleischtrog.

    Wagenknecht geht z.B. mit einem Vorschlag hausieren, der ihr 2003/2004 nahe gebracht wurde, dass durch ein Bundesgesetz alle Banken verpflichtet werden, die Auslandstransfers ihrer Kunden dem Finanzamt mitzuteilen, damit „Kunden“ gegenüber dem Finanzamt nicht vergessen, dass sie aus diesen Auslandsanlagen Einkünfte erzielen, die zu versteuern sind. Bis zu diesem Jahr hüllte sich Sahra W. in Schweigen.
    Der Vorschlag kam von dem ehem. Landesvorsitzenden der PDS aus Rheinland-Pfalz.

  5. AntiSpeichellecker sagt:

    Nachzudenken… über die vielen Auftritte von Sahra W. in Talk-Shows, wo sie punktet? Ob das aber bei den Wählerinnen und Wählern in Niedersachsen sein wird, ist fraglich.
    Warten wir den Sonntag ab.

  6. Hustinettenbärchen sagt:

    Wer früher die Kommunisten hasste, wird sie jetzt nicht plötzlich lieben.
    Und ganz so blöd wie die Linke die Wähler haben möchte, sind sie nun doch nicht.

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