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RENTENANGST

Sahra und die Finanzhaie

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 8. September 2012

Gestern erhielten wir folgende Presseerklärung über den Presseverteiler der LINKEN von Sahra Wagenknecht:

07.09.2012 – Sahra Wagenknecht

Unbegrenzte Bankenrettung mit Merkels Segen

„Die starken Worte von Super-Mario Draghi sind eine Gratis-Vollkaskoversicherung für den Finanzsektor. Während die Börse jubelt, leidet der überwiegende Teil der Menschen in Europa weiter unter Merkels Sozialkürzungsdiktat. Die Folge ist eine fortgesetzte Rezession und damit eine geringere Fähigkeit der betroffenen Länder, ihre Schulden zu bedienen. Draghi ist nicht der Retter Europas, sondern ein Bodyguard für die Profite der Banken und Hedgefonds“, kommentiert Sahra Wagenknecht die anhaltende Diskussion zur gestrigen EZB-Entscheidung für unbegrenzte Anleihekäufe. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Das Ergebnis der unverantwortlichen Politik von Merkel und Co. sind Arbeitslosigkeit, niedrigere Löhne und Renten sowie ein zerstörter Sozialstaat. Am Ende müssen die Menschen auch noch für die aufgekauften Schrottpapiere in der EZB-Bilanz haften. Das alles läuft überwiegend am Parlament vorbei und gegen den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung. Die Bundeskanzlerin zerstört mit ihrer gnadenlosen Machtpolitik so auch den Glauben an die Demokratie. DIE LINKE fordert einen sofortigen Stopp der Sozialkürzungspolitik. Die Staatsschulden sind durch einen harten Schuldenschnitt und eine europaweite Vermögensabgabe für Millionäre drastisch zu senken. Private Großbanken müssen vergesellschaftet und die gesamte Finanzbranche streng reguliert werden. Deutschland muss zudem geeignete Maßnahmen zur Stärkung der Binnennachfrage ergreifen.“

Wie sagt man: „Heute so und Morgen so“. Wendehälse stecken sich gegenseitig an? Wie immer es auch gesehen wird, es bleibt nicht viel nach Außen hin übrig. Es ist nur der abermalige Nachweis das Frau Wagenknecht trotz oder gerade wegen ihrer geschriebenen Bücher vom Kapitalmarkt nur über ein sehr begrenztes Wissen verfügt, den ansonsten brauchte sie mit ihren Erklärungen nicht laufend die Wendeltreppen rauf und runter zu laufen.

Da bestätigt sich unsere persönliche Einschätzung bis ins Detail: Eine stereotype Wiedergabe von angelesenen Wissen reicht zum Überzeugen einer aufmerksam lauschenden Zuhörerschaft nicht aus. Mit solch emotionslos und kalt vorgetragenen, nicht aus der eigenen Überzeugung vorgebrachten Allgemeinplätzen vermag Rednerin sehr wohl bestellte Claqueure, nicht aber Insider zu überzeugen.

Wo soll die Überzeugung auch herkommen? Galt Wagenknecht nicht noch vor Kurzen als die große Macherin der Kommunistischen Plattform ihrer Partei? Diese plötzliche Wende ist zumindest gleich schwer zu vermitteln als nun die Richtungsänderung in der Finanzpolitik.

So gibt es auch den nächsten Streit in der Linkspartei da endlich jemand den Mut findet gegen solche Täter(Innen) aufzustehen und Tacheles zu reden. So wirft denn Axel Troost der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion Wagenknecht vor, sich mit ihrer Kritik an der EZB zum „Komplizen der Finanzhaie“ zu machen. Troost aus der „Bremer Schule“ um Rudolf Hickel kommend, warnt davor politisch auf einen Eurocrash zu hoffen welcher verheerende Auswirkungen auf Europa haben würde.

Hier der Bericht aus der heutigen Presse:

In der Linkspartei gibt es offenen Streit um die Haltung der Partei zur Eurokrise. Axel Troost, Vizeparteichef und finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, greift in einem Brief an die Fraktion deren Vizechefin Sahra Wagenknecht scharf an. Wagenknecht müsse sich fragen, ob sie sich mit ihrer pauschalen Kritik an den Anleihekäufen durch die Europäische Zentralbank EZB „zum Komplizen der Finanzhaie mache“.

Troost und Wagenknecht hatten bereits bei der Klausur der Fraktion in dieser Woche hart über den richtigen Kurs in der Eurofrage gestritten. Den Brief schrieb Troost nun als Reaktion auf eine über die Fraktion verbreitete Presseerklärung von Wagenknecht zu den jüngsten Beschlüssen der EZB. Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstag beschlossen, unbegrenzt Staatsanleihen von Spanien und Italien aufzukaufen, um so die extrem hohen Zinsen dort zu senken. Wagenknecht hatte dazu erklärt, dass „mit frischem Zentralbankgeld so nur Anreize zum Zocken erhöht werden und die EZB zur Giftmüllhalde für toxische Wertpapiere mutiert“.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Urheber Pterantula (Terry Goss) at en.wikipedia CC Linzenz

4 Kommentare zu “Sahra und die Finanzhaie”

  1. RLPler sagt:

    Für den Besuch von Sahra hat sich die Linke RLP bis auf die Knochen blamiert.

    -Anmietung eines viel zu kleinen Raumes
    -für Auswärtige kein Ausschilderung

    Wie soll unter diesen Voraussetzungen die Position der Linken der Bevölkerung nahe gebracht werden?

    Oder war die Veranstaltung ohnehin nur für eine kleine überzeugte und handverlesene Clique aus dem Landesvorstand gedacht?

    Sahra Wagenknecht in Koblenz
    5. September 2012
    Beginn: 19:00
    Ende: 22:00
    Veranstalter: DIE LINKE RLP
    Ort: Haus der Kulturen, Mayener Str. 6, Koblenz

  2. Gilbert Kallenborn sagt:

    Als neue Villenbewohnerinn in Merzig-Silwingen kennt sich die Wagenknecht bestens mit Finanzhaien aus. Dieses ständige Kapitalismus-Geschwätz Lafontaine/Wagenknecht, die selber Wein saufen, Wasser predigen, sie mit ihren 13.500 Euro MdB-Kohle pro Monat (ohne Bücher)und Oskar als Fraktionsboss Landtag Saar MdL = na; langen 15.000 ??? und seinem Millionenvermögen in Immobilien, macht einen krank, diese Blender über Finanz-Haie schwätzen zu hören. Sie schwimmen doch getarnt mit denen im Rudel !
    Jeder Fließbandarbeiter der bei FORD im 3-Schichtenbetrieb, sich z.B: in der IG Metall gegen Leihrbeiterausbeutung, Leiharbeit ausspricht,weil er diese Ausgebeuteten vor und neben sich hat, mit ihnen schwitzt und arbeitet, ist für mich glaubhafter als das Duo Lafontaine/Wagenknecht, die nie Schwielen an den Händen bekamen, höchstens welche an der Zunge, dem Laberorgan.
    Und noch dazu Kreide fressen. Der „Fremdarbeiter stehlen unsere Arbeitsplätze“ Spruch des Demagogen Lafontaine ist nicht vergessen.
    Er hat ihn gezielt im Osten angewendet, wo diese armen Schweine von DDR-importierten Vietnamesen am Ende um ihr Leben fürchten mussten und Wohnsiedlungen abgefackelt wurden.
    Besser konnte die Oskargeliebte nicht beschrieben werden: Stereotypes Wiedergeben von angelesenem Wissen…Wissen???
    Sozialismus muss vorgelebt, nicht vorgebraddelt werden, aus der Villa oder den Eigentumswohnungen. Plurale Tantum.

  3. Zeitzeuge sagt:

    „Riverboot“, die Wiederholung, Sahra Wagenknecht macht ihren Doktor an der TU Chemnitz im Oktober.
    Die Moderatoren fragten sie nach ihrer Iranischen Staatsbürgerschaft. Sie verneinte das. (Vater scheint Iraner gewesen zu sein).

  4. Theresa sagt:

    Einen jüdischen iranischen Vater zu haben, muss nicht zur Folge haben, dass man die iranische Staatsbürgerschaft hat…

    Die Tochter eines iranischen Juden Sarah Wagenknecht wuchs vaterlos in Thüringen

    http://alexanderplatz1berlin.wordpress.com/2011/11/13/sahra-42-und-oskar-68-in-love-linksbundnis-der-besonderen-art/

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