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S21 – Der Neubeginn

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 4. Dezember 2010

Nun liegen die Fakten auf den Tisch um Stuttgart 21

File:Abbruch Südflügel Stuttgart 21 2012-03-15 (5).jpg

Ich sehe in diesen Schiedspruch keine Niederlage für die Gegner des Stuttgarter Bahnhof. Im Gegenteil, jetzt erst liegen die Fakten auf den Tisch. Jetzt erst haben die Gegner Argumente bekommen mit denen es möglich sein wird der Bevölkerung nachzuweisen wie sehr die Bürger zuvor über den Tisch gezogen werden sollten. Auch lassen sich mit diesem Wissen die Menschen nun leichter für ihr „Dagegen“ überzeugen. Da sich Politik für gewöhlich als sehr unkreativ und starr erweist, müssen jetzt die Gegenargumente sehr Ideenreich vorgebracht werden. Auch wird bedingt durch die im Frühjahr in Baden Württemberg anstehenden Wahlen das Thema nicht verdrängt werden können und die „Grünen“ werden so zeigen müssen wie ehrlich ihre Politik letztendlich ist. Hier ein Kommentar von Christian Semler. IE

Geißlers Schiedsspruch ist bitter. Doch paart sich Zorn mit Gegenwissen, blamieren sich gemeinhin die Interessen der Mächtigen

Die Niederlage, die die Protestbewegung gegen Stuttgart 21 durch den Schiedsspruch Heiner Geißlers erlitten hat, ist bitter. Sie kann aber nicht vergessen machen, welchen Einschnitt im politischen Leben der Bundesrepublik der Kampf für die Erhaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofs bedeutet. Erst recht kann sie nicht die demokratische Perspektive verdunkeln, die sich mit diesem Kampf eröffnet.

Wie die Atomkritiker damals

Was am Stuttgarter Bürgerprotest hervorsticht, ist seine geradezu penetrante Vernünftigkeit. Vernünftig und von den Abrissexperten nicht zu widerlegen waren die technischen, ökologischen und ästhetischen Argumente zugunsten des bestehenden Bahnhofs. Vernünftig aber war vor allem die Verve und Genauigkeit, mittels derer die Kritiker des Neubaus die von den Befürwortern vorgelegten Schätzungen der Kosten auseinandernahmen. Sie mit Gegenrechnungen konfrontierten, die das Zahlenwerk der Bahn dem schlimmsten Vorwurf preisgaben, den man in Stuttgart und Umgebung erheben kann: mangelnde finanzielle Seriosität.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Source Own work
Author Harke

Ein Kommentar zu “S21 – Der Neubeginn”

  1. UP. sagt:

    Was mich eigentlich an der ganzen Sache als Kenner der Materie und der Örtlichkeiten – ich habe 40 Jahre dort gelebt – ausserordentlich wundert, dass keiner die Kombination von bestehendem Kopfbahnhof und der Tieferlegung eines Fernverkehr-Gleis-Segmentes, welches sicher mit maximal 4 Gleisen auskäme, bisher favorisiert hat.
    Das an sich ist ein Beleg dafür, dass die Bahn von Beginn an mit der Fläche für den „neuen“ Stadtteil gepokert und gezockt hat. Und wenn man dazu noch die seit Jahren aufgelassene Fläche des alten Güterbahnhofes genüsslich betrachtet, erlangt man die Gewissheit, dass die Bahn seit Jahrzehnten dieses Immobilien-Millionen-Geschäft vorbereitet hat. Sogar Mehdorn hatte seinerzeit längst dieses Planungserbe übernommen; denn das Hirngespinnst des Durchgangsbahnhofs ist bereits verdammt alt.

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