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RLP Basis ohne Meinung?

Erstellt von Diogenes am Dienstag 27. November 2012

Ich möchte nicht die Frage der Trennung
von Amt und Mandat behandeln.

Fraktion DIE LINKE zeigt Sparpaket die Rote Karte.jpg

Die Wahl dieses Sprecherrates kann eine Chance sein, wenn

a) echte Kooperation erfolgt

b) gegenseitig akzeptiert wird, dass mit der jeweils vertretenen Klientel unterschiedliche Politiken gemacht werden und die politischen Ergebnisse dem Wettbewerbsvergleich unterliegen.

Freilich haben Ulrich und Werner in den letzten Jahren nicht zeigen können, dass sie eine Partei demokratisch und kooperativ führen können.

Es liegt der Eindruck nahe, dass ein Patt in den Kräfteverhältnissen zu dieser Entscheidung geführt hat und nicht die Einsicht die Einheit der Partei in der Vielfalt zu gestalten. Hier müsste die Mitgliedschaft konkrete Forderungen an den Sprecherrat stellen. Man darf auf die neue Geschäftsordnung gespannt sein.

Es liegt der Eindruck nahe, dass die Sprecher Werner und Ulrich allein deshalb in diese Funktion gegangen sind, um ihre Chancen auf eine erneute Wahlperiode im Bundestag abzusichern.

Es ist zu befürchten, dass es eine strukturelles Ungleichgewicht zwischen Werner/Ulrich und Erikson/Ferner gibt. Selbst wenn diese vier Akteure kooperieren wollen, besteht die reale Gefahr, dass Werner/Ulrich Kooperation mit dem Ziel der Verdrängung der „Konkurrenten“ betreiben. Erikson und Ferner wären noch zusätzlich geschwächt, wenn deren Klientel den Bundestagswahlkampf für Ulrich und Werner boykottiert.

„Aus der Ferne“ gesprochen, der Landesparteitag war fähig eine Kompromissentscheidung zu fällen. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht mit erneuten Austritten quittiert wird. Ob die Landespartei auch fähig ist, ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten, Politikstile und Milieus politisch zu aktivieren und zusammenzuhalten, ist offen. Eine kleine Chance wäre diese Entscheidung, wenn alle erkennen würden, dass entweder kooperiert wird, oder es gemeinsam in den Untergang geht.

Bernd Wittich

Helene von Kolontay schreibt zum Parteitag:

Wer glaubte, schlimmer geht es nimmer, der wurde an diesem Wochenende auf dem Landesparteitag der LINKEN in RLP bitter enttäuscht. Ein erst vor einem Jahr erfolgter Mitgliederentscheid auf Trennung von Amt und Mandat wurde einfach ausgehebelt indem man statt eines Vorstandes einen 4köpfigen, gleichberechtigten Sprecherrat gewählt hat, dem nun auch 2 Bundestagsabgeordnete angehören. Proteste von Delegierten wurden einfach ignoriert.

Am Sonntag kam es sogar zu Handgreiflichkeiten!

Mir stellt sich hierauf die Frage, ob eine aktive Mitarbeit für und in der Partei DIE LINKE RLP noch sinnvoll erscheint, wenn so mit Mehrheitsbeschlüssen umgegangen wird.

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Grafikquelle   :

Quelle Flickr: Fraktion DIE LINKE zeigt Sparpaket die Rote Karte
Urheber Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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13 Kommentare zu “RLP Basis ohne Meinung?”

  1. RLPler sagt:

    Es gibt doch immer wieder Menschen, die absolut unfähig sind, aus den Ereignissen der Vergangenheit die Schlußfolgerung zu ziehen, dass völlig Skruppellose nicht den geringsten Grund haben, ihr Verhalten zu ändern, denn es ist ja in ihrem Sinne „erfolgreich“

    Diese Menschen mögen weiter in ihrer Traumwelt leben …

  2. OpaFielmann sagt:

    Schlimmer geht’s immer.

  3. Martin Paul sagt:

    Erschuettert aus der Ferne zu lesen was in der Heimat passiert. Nicht nur die unsoziale Politik und die dauerenden Luegen der Regierung erschrecken mich, auch die vorgehensweise in der Partei Die Linke. Die Linke wird unglaubwuerdig fuer die Waehler wenn sie selbst ihre eigene Satzung nicht befolgt und den Waehler vorgaukelt ehrlich zu sein und mit dem Finger auf CDU, FDP und SPD zeigt und deren Unglaubwuerdigkeit anprangert. Die Linke bewegt sich mit ihrer innerparteilichen Vorgehensweise seit Jahren im Fahrwasser der regierenden Parteien.

  4. ichgreifmirandenkopf sagt:

    Irgendwann stehen die Typen gaaaaanz alleine da. Da können sie sich selbst „besteigen“. Es gibt noch drastischere Sprüche für dieses Procedere in RLP- DIE LINKE.
    Irgendwie wirrus – dillirus!

  5. Kassandra sagt:

    In B. Wittichs Philosophie finden die Opfer von niederträchtigen und bösartigen Machenschaften nicht den geringsten Widerhall.
    Eine Rehabilitation dieser Opfer und all diejenigen, die es noch werden, sind ihm nicht eine einzige Silbe wert. Das erschüttert. Dass ein Mann, der selbst Opfer gewesen ist, die Opfer völlig ignoriert.

  6. RosaLux sagt:

    #5 Kassandra
    Opfer spielen in der Politik keine Rolle. Wie denn auch. Politik kann und darf nicht Vergangenheit bewältigen, sondern muß Zukunft gestalten. So habe ich Bernd Wittichs Aussagen verstanden. – Und wie sollte man „Opfer“ bedenken? Ausgeschlossene könnte man – mit Entschuldigung um Wiederbeitritt ggf. um Fortsetzung der Mitgliedschaft bitten, sofern diese das überhaupt noch wollen. Aber was sollte sonst geschehen? Nachträglich in Vorstände wählen, würde u.a. einen Opferbonus voraussetzen. Geht das denn? – Deshalb sollte man B.Wittichs Beitrag als wohldurchdachte Stellungnahme zum LPT-Ergebnis bewerten.

  7. Alter Sachse sagt:

    Was führt ihr denn für eine skurile Debatte.

    Würde ich ausgeschlossen oder die Partei verlassen, wählte ich die FDP und würde dort eintreten, bevor mich ein Weg zurückführt. Mit Stolz und erhobenem Haupt. Man sollte Fehler im Leben nicht wiederholen.

  8. GillaSchillo sagt:

    … ich finde es toll, dass es so viele unterschiedliche Menschen und ihre Meinungen gibt, anders wäre es traurig!

  9. Gilbert Kallenborn sagt:

    Aber die unterschiedlichen Meinungen, ein Grundrecht per se. werden in allen anderen Parteien ermöglicht, nur bei der Linkspartei nicht. Abweichung von der Despoten Vorgabe=Parteiausschluss. Mobbing, Verrückterklärung.
    PLP hat jetzt eine 4 er Bande anstelle eines regulären Landesvorstandes und mitsamt MdB =
    Ä M T E R H Ä U F U N G !!!!

    Bei den Grünen nicht mal in den 8o ern denkbar, tuns die Nichtlinken hier anno 2012. Als sei das Rad der Geschichte stehengeblieben. So findet Demokratie nicht statt, nur Postenschacher, Postengeilheilt.
    Im Lande …wieviel warens noch. Die Zahl ist so klein, die verschwindet in der Bodenritze…2,8 % ???

  10. Martin Paul sagt:

    Es wird noch spannender in RLP…Kandidaten fuer die Bundestagswahl stehen schon in den Startloechern. Wer wird die Nummer 1 im Lande und die schoenste an der Seite? Wird sich Alexander Ulrich an die Spitze setzen oder Wolfgang Ferner? Kann Katrin Werner Platz 2 erreichen oder erhaelt sie den Dolchstoss von Alexandra Erikson? Alles Spekulation, aber das Ergebnis duerfte Mager ausfallen. Vielleicht wird niemand mehr in den Bundestag einziehen und dann hat sich DIE LINKE. RLP selbst erlegt.

    Bei der naechsten Wahl zum Landesvorstand wuerde ich dann auf ein 6er Gespann setzen, mehr Power und die naechste Gruppe bekommt dann auch noch einen Platz. Wieviele Grueppchen gibt es denn in RLP? Wahrscheinlich bald mehr als Mitglieder…..

  11. bertablocker sagt:

    Opfer spielen in der Politik keine Rolle …

    ABER HALLO!!!

    Das Heer der HARTZ IV – Empfänger, die jugendlichen Arbeitslosen, die älteren Arbeitslosen, die um die Rente beschi… Mütter, die Kinder erzogen haben… – die spielen vielleicht für die Politiker keine Rolle, weil die über Leichen gehen – schwebend über dem Boden sich bewegen.

    Aber dass sie in der Politik keine Rolle spielen, kann so nicht stehengelassen werden.
    Diese Menschen können nicht einfach „unterschlagen“ werden wie die richtigen monatlichen Zahlen der sogenannten ANSTALT in Nürnberg.

  12. festus sagt:

    Oh, man Bernd!! Träum weiter.

  13. RosaLux sagt:

    #11 Bertablocker
    Schade, Kommentar nicht verstanden. Es ging – Bernd Wittich und mir – um die partei-internen Opfer, also um die gescheiterten und/oder „ausgetreten wordenen“ Mitglieder, nicht um die sozialen Opfer einer konservativ-neoliberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik. – Mußte das noch gesagt werden?

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