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Riexingers Wahlkampftour

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 10. Juli 2013

Linken-Chef Bernd Riexinger in Hessen
„Ist das Bsirske?“

Datei:Bernd Riexinger Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 03.jpg

Da macht sich ein Parteichef in dieser Woche auf, deutsche Lande zu erobern. Geht es doch darum Parteiwerbung zu betreiben, schließlich finden im September Bundestagswahlen statt. Das der Popularität seiner Partei aber Grenzen gesetzt sind musste dabei auch Riexinger erfahren. Sage ich doch immer, Vorsicht Eigenkreation: „Die Sünden der Vergangenheit, die rächen sich, zur rechten Zeit.“

Ist es nicht peinlich für Riexinger, stolzer Boss einer sich in Auflösung befindenden Partei, mit seinen Gewerkschaftskollegen Bsirske verwechselt zu werden ? Stellen wir uns folgendes doch einmal bildlich vor: Jetzt bitte die Augen schließen, Merkel redet und jemand fragt in die Runde: „Ist das der Gabriel von der SPD“ ? Aber so ist das: „Nichts ist unmöglich, die Linke“.

Daran, das nur sechs, sieben Leute erschienen, sehr wahrscheinlich die eherne Reserve einer jeden Partei, war natürlich die schwüle des Tages schuld. Merke: In der Linken ist ja immer irgend jemand schuld, und natürlich immer die Anderen. Übrigens auch im Saarland wo zur Zeit neue Querulanten gesucht werden. Wobei, es sind doch noch die Alten da, zwar nicht mehr in der Partei, aber schuldig sind sie natürlich auch heute noch, auch für alles was in hundert Jahren passiert. In Frankfurt kamen also nur die Eisernen, welche auch erschienen wenn dort ein rotes Fahrrad abgestellt würde. Die hörten das Fahrrad dann auch reden und setzen das Video auf Youtube. Ähnlich wie in Saarlouis.

Am Tag zuvor, in Kassel erschien tatsächlich ein einzelner Gast zu einem angekündigten Gespräch mit Migranten. Aber die Partei, welche immer recht hat findet auch hier die Schuldigen für das Desinteresse bei den BürgerInnen. In Kassel wird auf den ländlichen Bereich hingewiesen und auf den Lagerwahlkampf zwischen Schwarz- Gelb und Rot – Grün welche die Linke zwischen sich zerreiben. Dabei, ich dachte immer die Linke bezeichnet sich als Rot!

Sofort nach dem Wahlkampf will Riexinger also den Parteiaufbau forcieren, was wir an und für sich auch für gut erachten, denn dann sind die Stimmen ja vergeben. Für vier Jahre! Auch im Saarland wo der Termin mit den neuen Chef beim alten Chef gerade abgesagt wurde. Früher bezeichnete man solch einen Vorfall als Generationenproblem? Spekulieren ist ein schönes Hobby! In Kassel eine Person, in Frankfurt derer Sieben! Rechnen wir für das Saarland den goldenen Schnitt als noch Interessierte. Also deren vier!

Wer könnte wohl zu diesen Personen gezählt werden? Die alten Lafontaine Anhänger? Ist nicht jeder dieser AnhängerInnen irgend jemand welcher zu einer selbständigen politischen Arbeit nicht fähig ist und sich darum ein Idol zum anhängen sucht? Vergleichbar den Groupies in der Musikszene, wo die Mädchen mit hochgehobenen Plakaten ihre Bereitschaft zur Empfängnis mit ihren Idol bekunden! Mag Karl Nepp eine Frau sein und sich mit der Chinesenfickerin und der Schwarzen Mamba in eine Reihe stellen?

Das ist auch etwas was ich nie lernen werde. Parteihörigkeit und Abhängigkeit sind wichtige Aushängeschilder einer Linken Partei. Da geh ich doch auf meine alten Tage besser das Popkonzert einer gleich alten Diva besuchen besuchen und halte ein Schildchen, wenn auch nur Kleines hoch.

Linken-Chef Bernd Riexinger in Hessen
„Ist das Bsirske?“

Die Linke im Westen erreicht nicht die Massen – wie der Parteivorsitzende Bernd Riexinger auf seiner Sommertour in Hessen erfährt.

Der Bundesvorsitzende der Linken ist gekommen, aber das scheint fast egal zu sein. Willi van Ooyen ist klar, dass die Aktion mit Bernd Riexinger an diesem schwülen Tag an der Hauptwache in Frankfurt nicht viel bringen wird. Um „gute Arbeit und Würde im Handel“ soll es gehen. Aber hier werde halt „sehr schnell durchgegangen“, sagt Ooyen, Fraktionschef im Wiesbadener Landtag, entschuldigend zur Begrüßung des Parteichefs, der in Hessen seine Sommertour beginnt.

Wenn die Resonanz auf die Wahlkampfhilfe aus Berlin am Beginn von Deutschlands umsatzstärkster Einkaufsstraße Zeil als Gradmesser gelten kann, wird es am 22. September sehr eng für die Linke in Hessen.

Sie war 2008 erstmals ins Landesparlament eingezogen, konnte ihre Präsenz 2009 nach Andrea Ypsilantis gescheiterten Linksbündnis-Plänen ein Mal verteidigen. Jetzt, elf Wochen vor der Wahl, sind zur Enthüllung eines Großtransparents mit Riexinger gerade mal sechs, sieben Leute da. Schon früher die Lautsprecher aufgedreht hat nebenan eine dubiose Splitterpartei, die sich Italiens Antipolitiker Beppe Grillo zum Vorbild genommen hat. Und tausendmal wichtiger als Wahlkampf ist auf dem Platz das Mega-Event Ironman, auf das sich die Stadt mit einem Verkaufsstand für Laufschuhe, Bier- und Pizzabuden und Kinderkarussell rüstet. Ein Genosse in kurzen Hosen und mit zu kleinem roten Käppi verteilt Flugblätter. Franziska von der Linksjugend, Haare blau und violett gefärbt und mit großen Tattoos an den Oberarmen, reicht dem Bundesvorsitzenden das Mikrofon. Der spricht nur kurz, über Verkäuferinnen, die mit 1300 Euro nicht vernünftig leben können, und gegen „Befristerei und ständige Unsicherheit“ in der Branche. Die Genossen applaudieren artig. Eine Passantin ist schließlich doch stehen geblieben. „Ist das Bsirske?“

Quelle: Tagesspiegel: >>>>> weiterlesen

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4 Kommentare zu “Riexingers Wahlkampftour”

  1. Jeminee sagt:

    Wie peinlich ist das denn!!!!

    Es rächt sich alles. Wenn man nur Parolen in die Welt schleudert, die im Moment nichts bringen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn keiner mehr etwas von der Linken wissen will. Am Volke vorbei, nun haben sie den Schaden und den Spott noch dazu.

  2. alter ego sagt:

    1300 Euro für eine Verkäuferin? Welche Edelboutique ist das denn? Solche Löhne werden und wurden flächendeckend noch nie gezahlt und sozialversicherungspflichtige Jobs in dieser Branche schon lange überwiegend durch 400-Euro-Jobs ersetzt (in der Realität sind es dann durch unbezahlte Überstunden versteckte Halbtagsjobs). Davon kann erst recht niemand leben, von der Altersarmut ganz zu schweigen.

  3. Ichbins sagt:

    und Gregor ist das alles zu lahm, Kunststück
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/2202639/

  4. ichgreifmirandenkopf sagt:

    „Gysi vermißt die Leidenschaft im Wahlkampf“. Tja, wo nicht is, da is nix, da war mal was….zu Beginn.
    Ganz einfach, wenn ich ständig von Mitgenossen, die meinen, aber nur meinen der KasusKnaxus zu sein, einen auf die Mütze bekomme, dass ich nicht zu viel reden darf, dass ich zu viel auf die Bürger zu gehe, dass ich falsch argumentiere oder nicht blond bin, zu dick, zu dünn, zu schlecht angezogen, falsch laufe oder huste…, dann habe ich keinen Bock auf einen Hurraawahlkampf.
    Das Erniedrigen einiger Funktionäre oder A…kriecher von anderen linken Mitgliedern ist absolut kontraproduktiv.

    summasummarum.. oder so, die nicht können, sollten endlich die Klappe halten und die machen lassen, die etwas können.

    Des Volkes Worte…

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