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Provokationen durch Kunst

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 2. Oktober 2011

Provokationen durch Kunst

Foto:Wikipedia/von L.-R.  Eichel, Schröder, Merkel, Stoiber, Westerwelle.

Peter Lenk ein Künstler aus Baden-Württemberg hat schon des öfteren durch seine Aufsehen erregenden Skulpturen für große Unruhe unter den Promis gesorgt. So im besonderen auch im September 2008 als obige Plastik mit dem Namen „Gruppensexrelief“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Obwohl sich Kritiker über die „Porno Kunst“ empören, besuchen täglich viele Neugierige das Städtchen Bodman-Ludwigshafen am Bodensee nur um diese Attraktion zu besuchen.

Der Künster wurde am 6.Juni 1947 in Nürnberg geboren. Nach seinem Studium zog es ihn in die  Kleinstadt Bodman-Ludwigafen am Bodensee und er etablierte sich zu einem der begehrtesten Bildhauer der zeitgenössischen Kunst,  gleichzeitig aber war er ein gefundenes Fressen für manche Kunstkritiker.

In einem ausführlichen Interview am Wochenende kündigt er weitere Werke an und wir zitieren:

„Die Anregungen kommen also aus allem, was Ihren Widerspruch oder Ihre Spottlust reizt?

Ja, ich betrachte mich als Chronist meiner Zeit.

Als Lust-Chronist?

Ich vermittle allenfalls Lust-Graus. Das kann schon entstehen, wenn das Verhalten meiner Modelle dazu Anlass gibt. Ich arbeite jetzt im Moment an Baron von und zu Guttenberg. Und dass der ehemalige Verteidigungsminister beschissen und betrogen hat, ist nicht der Anlass für meine Satire. Sondern das Pathos, mit dem er diese Lügen und diesen Schwindel jetzt verklärt und verkitscht. Dieses Pathos interessiert mich, deswegen wird er in meinem neuen Kunstwerk auch entsprechend pathetisch dargestellt von mir. Mein Entwurf überzeugt jeden Zoologen.

Warum wehren Sie sich so, ein Provokateur zu sein?

Die Leute finden Künstler schick, wenn sie Tabus brechen. Dabei wollen sie nur die Provokation und nicht die Botschaft sehen. Natürlich werden Tabus gebrochen, aber nicht von mir. Wenn Sie die „Global Players“ in Ludwigshafen anschauen …

… das Triptychon hinterm Rathaus, wo Angela Merkel, Edmund Stoiber, Guido Westerwelle und Gerhard Schröder nackt und vergnügt tanzen …

… da ging die Post ab, weil die sich da metaphorisch die Stange halten. Die „Global Players“ wurden kurz vor der Finanzkrise enthüllt. Roosevelt sagte einmal, eine Regierung des organisierten Kapitals ist genauso gefährlich wie eine Regierung des organisierten Verbrechens.

Sie wollen also die nackten Tatsachen darstellen?

Sehen Sie, mich hat ein Landwirt gefragt: Wie bitte soll ich das meinem achtjährigen Enkel erklären? Da sagte ich: Das ist ganz einfach. Politiker sind wie Zirkuselefanten. Die halten sich am Schwanz fest und laufen im Kreis herum. Das hat das Kind verstanden. Immer wenn es jetzt in den Zirkus geht, denkt es an unsere Politiker.“

Quelle: KONTEXT >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :  Auf dem Teilrelief „Global Players“ erkennt man (von links) Hans Eichel,[2] Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle.[3]

Ein Kommentar zu “Provokationen durch Kunst”

  1. Pimpf sagt:

    Hervorragend!!!!!!!!!!!!!!!

    Das regt meine Phantasie unheimlich an. Manchmal braucht man nur Denkanstöße.
    DANKE DL!

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