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Privates wird politisch

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 8. März 2011

Das Private bleibt politisch

File:Seehofer Merkel Westerwelle.jpg

Mit Beginn der Regierung Merkel / Westerwelle wurde von einer Gruppe PolitikerInnen aus der Koalition immer mehr das Privatleben einzelner in Ihr politisches Handeln eingebracht. Man möchte auch sagen bewusst, der politischen Arbeit vorangestellt. Interessant da das Privatleben der Deutschen Politiker von der Presse bis dato durchaus bewusst außen vorgelassen wurde. Anders als in vielen anderen Ländern der Welt in der sich die Politiker durchaus mit ihrem Privatleben auch in der Öffentlichkeit rechtfertigen müssen.

Anzumerken ist hier dass die Verbindung von Privat und Politik eindeutig von den Politikern so initiiert wurde. Jetzt nach einiger Zeit kann ruhig konstatiert werden dass die privaten Belange vorgeschoben wurden um so politische Defizite zu vertuschen. Ganz deutlich sichtbar bei Guttenberg welcher sich zu einer einzigen Mogelpackung entwickelte. Ursula von der Leyen steht ihrem männlichen Raubritter in nichts nach. Ebenfalls das neue Gesellschaftsküken Schröder welche die Geburt ihres ersten Kindes demnächst vielleicht als direkt Übertragung aus dem Plenarsaal live bei Phönix übertragen lassen wird. Bild sprach zuerst mit dem Baby.

Was außer ihr Privatleben haben die hier als Beispiel genannten Personen bislang in der politischen Arbeit vorzuweisen? Nichts. Erstaunlich scheint es auch warum diese Personen bislang keine Debatte über Moral und Familienwerte auslösten, da uns genau diese Personen eine Scheinwelt vorgaukeln welche einen normalen Bürger nie geboten werden.

Aus dem Schatten dieser genannten Personen hat sich langsam ein Buch in die Aufmerksamkeit der Betrachtung geschoben. Das Buch hat Sarrazin von Bestseller Platz verdrängt und beschreibt ebenfalls das Leben eines Politikers. Es lässt uns die Wirklichkeit welche sich hinter diesem vorgespielten Glamour verbirgt erahnen. Es geht um das Leben des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl, geschrieben von seinem Sohn Walter Kohl.

Der angeführte Kommentar ist keine Vorstellung des Buches macht aber neugierig auf dasselbe, da sich der Schreiber Klaus Walter sehr intensiv mit besagter Familie befasste. Ich zitiere hier einen
Ausschnitt:

„Man könnte mal wieder die Ärzte spielen. Die Berliner Band hatte mal einen Hit, der auf dem Index landete, weil er gegen den Kodex verstieß. Und weil er ein Körnchen Wahrheit enthielt ? Der Refrain lautete: >Hannelore ist allein, sie wollte doch nur glücklich sein, Hannelores Tag ist grau, denn Helmut Kohl schlägt seine Frau. Er ist ein Mann wie ich und du, und Helmut Kohl schlägt wieder zu.>“

Hier das Video der Ärzte:

[youtube ld2iQjvIznc]

Verglichen mit Bunga-Bunga und Copy & Paste sind Helmut Kohls kleine Sünden nicht mal Kavaliersdelikte.

Das Private bleibt politisch.

Als die Grünen 1983 in den Bundestag einzogen, war die Aufregung groß über Blumentöpfe, Rauschebärte, Strickzeug, Hippiegewänder. Und als die Abgeordnete Waltraud Schoppe im Plenum von Orgasmusschwierigkeiten sprach, reagierten Altpartei-Herren mit verklemmter Häme. Doch bald gewöhnten sich die Grünen an die Kleiderordnung, Debatten über Lebensstil und sexual politics dagegen wurden in außerparlamentarische Subkulturen ausgelagert. Mit ihrer stillschweigenden Akzeptanz der Etikette wurden die Grünen regierungsfähig.

Das Private ist politisch: Diese 68er-Parole verlor an Glamour, nachdem Helmut Kohl 1982 Kanzler wurde und seinem Land eine geistig-moralische Erneuerung verordnete. Sexuelle Befreiung, antiautoritäre Erziehung, Wohngemeinschaften, die großen Themen der Frauenbewegung – all das schimmert seither nicht mehr im Glanz einer revolutionären Utopie.
Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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