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Oskars letzter Rücktritt ?

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 23. April 2013

Oskar Lafontaine verzichtet auf ein Comeback in der Bundespolitik

Jetzt ist also das eingetreten was aus den innersten Kreis schon seit  einiger Zeit verbreitet wurde, Oskar zieht sich aus der Bundespolitik zurück, er kandidiert nicht mehr für den Bundestag. Dabei scheint die Überraschung mit welcher die allgemeine Presse auf diese Nachricht reagiert ein wenig gekünstelt zu sein. Das Gerücht auf diesen gestern bekannt gegebenen Rückzug hält sich im Saarland schon ein wenig länger.

Der Entscheidungsgrund dagegen ist neu und sollte an und für sich ein Schlag in das Gesicht einer sich bekennenden Arbeiterpartei sein. „Weil er sein Konzept zur Euro-Rettung nicht durchsetzen kann, verspürt er keine Motivation mehr, das ganz große Rad zu drehen.“ Könnte solch ein Satz für die Hoffnungslosigkeit der Linken Bewegung stehen, auf die Begebenheiten der großen Politik keinen Einfluss mehr nehmen zu können? Ist dieses schon die Kapitulation vor dem Kapital?

Eine Einsicht, den „Einfachen Bürger“ vor der zerstörerischen Kraft des Marktes nicht mehr schützen zu können, mit der LINKEN Partei, ist es allemal. Ist doch seine Aufgabe auch eine Offenbarung seiner Gesinnung. Es ging ihm also nicht in erster Linie um die Bedürfnisse der einfachen Bürger. Vordergründig war es immer sein Ziel an den großen Rädern der Welt-Politik drehen zu können. Also auch hier reiner Selbstzweck.

Die Gründung der neuen Partei, die Linke, geschah aber in erster Stelle nicht um an große Räder drehen zu können, sondern aus einer Protestbewegung gegen die Machenschaften eines Gerhard Schröder heraus. Die Beseitigung von Hartz 4, der Rente mit 67 und die Rückführung in alte soziale Absicherungen, die gesellschaftliche Gerechtigkeit waren die  ersten und obersten Ziele dieser Neugründung und animierten viel, oder sogar die meisten Mitglieder dazu, in dieser Bewegung mitzumachen.

Mit seiner gestern gemachten Aussage macht Lafontaine deutlich, die Partei die Linke für diese Gesellschaft für überflüssig zu halten. Zeigt er doch auf was alle hier immer wieder behaupten: Die Partei dient nur dem Selbstzweck einiger Großkopferter welche sich auf Kosten der Mitglieder das Leben vergolden möchten. Geld und immer wieder Geld in die eigenen Taschen ist die Motivation sich eine Partei gefügig zu machen, ja an die Spitze zu stehen. Am besten: Geboren in die Partei, erzogen von der Partei denn der Job ist der eines Politikers. Was anderes im Leben kennt er nicht und genau so sieht seine verrichtete Arbeit dann für die Gesellschaft auch aus.

Mit anderen Worten: Wenn die Möglichkeiten zur persönlichen Gestaltung nicht mehr gegeben sind, trete ich den Rückzug an!  Hatten wir das alles nicht schon einmal?  Nur dieses mal ohne eine Kind auf der Schulter?

Oskar Lafontaine verzichtet auf ein Comeback in der Bundespolitik

Selbst in der Stunde seines Abschieds aus der großen Politik redet Oskar Lafontaine am liebsten über die Finanzmärkte. Minutenlang doziert er vor Journalisten wie in einem Volkswirtschafts-Seminar über ein neues System fester Wechselkurse, ohne das es keine Lösung der Euro-Krise gebe. Der 69-Jährige spricht von kontrollierter Abwertung, der Wiedereinführung von Kapitalverkehrskontrollen und Schuldenschnitten. Dann sagt er, warum er im September nicht mehr für den Bundestag kandidieren will: „Ich sehe zurzeit keine Realisierungschance bei den Kräfteverhältnissen auf Bundesebene.“ Im Bundestag gebe es „einen festgefügten neoliberalen Block“, der bislang keine Bereitschaft erkennen lasse, „dass er irgendwie die Diskussion öffnet für eine solche Vorstellung“. Lafontaine will damit sagen: Weil er sein Konzept zur Euro-Rettung nicht durchsetzen kann, verspürt er keine Motivation mehr, das ganz große Rad zu drehen. „Wenn man sich noch einmal eine längere Zeit aufbürdet, muss man ein Ziel haben“, sagt er, „ein inhaltliches Ziel“.

Weil er dieses Ziel für unerreichbar hält, lässt er es lieber ganz sein. Obwohl ihn die Basis der Saar-Linken zuletzt regelrecht angefleht hatte, wieder in den Wahlkampf zu ziehen. „Oskar Lafontaine ist und bleibt unser großes Zugpferd – nicht nur im Westen Deutschlands“, erklärte gestern Linken-Landeschef Rolf Linsler mit großem Bedauern.

Quelle: Saarbrücker – Zeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :  DL – Foto  –  privat

16 Kommentare zu “Oskars letzter Rücktritt ?”

  1. ex Linker sagt:

    wieso letzter Rücktritt
    1. ist er nicht mehr angetreten – also kein Rücktritt
    2. er kann ja im Landtag hinwerfen
    oder er rafft sich auf und geht nach Brüssel und Strasbourg
    wo er sich hingezogen fühlt.
    die selbsternannten Erben müssen jetzt aber erst mal sehen wie sie
    an die kohle kommen
    viel spaß dann noch beim Freibier lol

  2. Opa Fielmann sagt:

    Sein Verzicht ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass sich die LINKE irgendwann neu (er)finden kann. Dass mehrere (sicher nicht alle) Westverbände ihn „gedrängt“ haben, zeigt nur deren fehlendes Selbstbewußtsein („Stolz“) und politisches Vermögen, aber auch das totale Nichtbegreifen, dass maßgeblich dieser Mann die Partei „beherrscht“ hat.
    Gut ist, dass er den Verzicht jetzt erklärt, offenbar auch ohne Wenn und Aber. Merkwürdig ist zugleich, dass Sahra Wagenknecht mit keinem Wort erwähnt wird. …

  3. tuttilinki sagt:

    Bevor Napoleon von der Saar in Form von CKK am 5.5. sein Waterloo erlebt, hat er rechtzeitig seinen Rückzug angetreten. Aber er hatte eh nie die Absicht nach Berlin zu gehen.
    In einem früheren Kommentar hatte ich das von Anfang an geschrieben. Oskar ist ein Provinzonkel.
    Jetzt coacht er noch CKK bis zum 5.5. und anschließend Sarah W. bis zum 22.9.

  4. Peter Pinkelpott sagt:

    „Diktatorische Machenschaften“ sowie das Machtgehabe des Klein-Napoleon werden weitergehen. Also wundern wir uns nicht, wenn noch das ein oder EI ins Nest gelegt wird ( Bierbaums Augäpfelchen vielleicht ) Coaching bei CKK ist vergebliche Müh‘ 😉

  5. Ichbins sagt:

    Und CKK soll es statt seiner richten? Diese Schuhe sind eindeutig zu groß, warum tut sie sich in ihrer Unschuld das alles an? Was glaubt sie, bewegen zu können??? Warum wundert sie sich darüber wie wenig begeistert man darüber ist und verwechselt berechtigte Kritik, die nicht bösartig ist, mit Neid und Missgunst, wie will sie es denn dann in der Politik unbeschadet schaffen? Das Tennis – war das nicht schon ein solches Becken voller Untiefen? Aktuell im neuen Stern in der Kolummne „was macht eigentlich“ ein Interview im selben Tenor wie bei B… und Co. Und eine These wie man nach kürzester Zeit Insolvenzverfahren praktisch und quasi schuldenfrei ist, dies Privileg haben nicht viele, welchen Preis zahlt sie dafür, dies Rezept würde andre Insolventen bestimmt auch interessieren? Wie kann sowas so schnell gehen, ohne…. Die Kolumne ist noch nicht online beim Stern, dafür dieses http://www.stern.de/politik/deutschland/lafontaine-beendet-bundespolitische-karriere-2000747.html – In der Kolummne ist ein Foto von ihr auf gepackten Koffern. Ein Symbol dafür wohin ihre Reise geht? Ein Umzug steht bevor… Bon Voyage, junge Frau, geben sie auf sich acht, damit sie nicht irgendwann von der bitteren Erkenntnis überfallen werden, dass die Kritiker nicht die sind die gegen sie arbeiten, sondern eventuell ganz andre. Ich wünsche Ihnen ein Netz, wo sie nicht ganz so heftig aufprallen.

  6. pontius pilatus sagt:

    Er will nicht in den Bundestag, weil er dort aufgrund der Machtverhältnisse und politischen Ideen der Anderen nichts umsetzen kann, so in Kurzform seine Begründung.
    Im Landtag kann er auch nichts erreichen, niemand will mit ihm koalieren. Also mit der Begründung nichts erreichen zu können dürfte er so gesehen auch nicht im Landtag sitzen.
    Der ist nicht für Berlin angetreten, weil niemand seine Scheinkandidatur ernst nahm (Troj. Pferd für CKK) und auch, weil CKK selbst niemand will. Jetzt ist er mal wieder ein beleidigtes trotziges Kind. Ploetz und Lutze will er nicht unterstützen und nicht deren Zugpferd spielen.

  7. Golgatha sagt:

    Mit ehrlichem und tiefem Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, dass O.L. nicht mehr will. Viele werden das als schmerzlich empfinden.

    Die entscheidene Frage ist, was passierte hinter den Kulissen wirklich.

    Für uns alle gilt, selbständiges und kritisches Denken und Hinterfragen ist unumgänglich.

  8. Gilbert Kallenborn sagt:

    Lafontaine hat den Konflikt mit Gysi und den Ost-Linken gescheut und alles andere ist Nebelkerze. Der Euro, der Euro, der ist genausowenig Motiv jetzt einzupacken, wie damals die Pappschachteln es waren mehrere, hört. hört!
    Der „Ruf nach Lafontaine“ kam meist aus seiner Gewerkschafts Blase im Westen, den verdi-men mit IG Metall-Zugabe. Lafontaine wollte sich am Ende seines Bundespolitlebens die ultimative Schmach ersparen, die Vorspeise dazu bekam er beim BPT in Göttingen, dem offenen Riss Ost-West und nur Blinde, Taube plus ein paar einäugige Journalisten meinen, dieser Riss sei Kippingekittet.

  9. tuttilinki sagt:

    „Wenn man sich noch einmal eine längere Zeit aufbürdet,

    muss man ein Ziel haben“ sagt Oskar, „ein inhaltliches Ziel“.

    Nun hat sich Oskar von den fiskalpolitischen Zielen abgewandt und

    wechselt nun in die lafontainsche Familienpolitik.

    04. Febr. 2013 Scheidung von Christa Müller (56)nach 20 Jahren Ehe,
    der Mutter seines Sohnes C.M.

    09. März „Oskar ist die große Liebe meines Lebens“ offenbart Sarah Wagenknecht,
    künftige 4. Ehefrau von Oskar

    16. Sept. 2013 Oskar feiert seinen 70. Geburtstag

    22. Sept. Bundestagswahl

    Oskar hat alle seine Frauen geheiratet und versorgt!

    FRAGE: Heiratet OLAF vor seinem 70. Geburtstag oder erst nach der
    verlorenen Bundestagswahl.

    an Nixversteher:

    siehe: http://www.potemkin-zeitschrift.de
    „Das System Lafontaine zwischen armer Partei und reicher Fraktion“ v. 4.11.2012

    Metakon – 1. Geschäftsführer: Doris Ziemer, 2. Geschäftsführer: Frederic Lafontaine (1. Sohn von OLAF) – Beteiligung: D. Ziemer/O. Lafontaine Verwaltungs GdbR. 50 %.
    Margrets(lafontaine) + Doris (Ziemer) Kultscheune -Lahaut.de-

  10. Opa Fielmann sagt:

    Christa Müller arbeitet mit Frederic zusammen; gerade lassen sie gemeinsam ein Gebäude renovieren!

  11. Gilbert Kallenborn sagt:

    So isses.

    Die Lafontaine-Scheidung steht heute groß in den Medien.

    BILD war dabei.

    Nach 3 Scheidungen vermute ich nun die gezielte Hochzeit Sarah/Oskar genau zu einem

    parteipolitisch relevanten Zeitpunkt,kurz vor Wahlen

    damit das betrogene Wahlvolk was zu feiern hat

    Das Niveau geht runter bis BUNTE …was macht das Fürstenpaar…an der Saar…

  12. DingDong sagt:

    Fast alle Politiker lieben große Auftritte.

    Warum nicht den 70. Geburtstag mit einer Traumhochzeit verschönern?

    Tja, bis zum 70. läuft noch viel Wasser die Saar hinunter (wer wird geheiratet und versorgt?)

  13. Babalu sagt:

    Zwischen den Zeilen lese ich heraus: O.L. hat resigniert. Warum aber äußert er sich so negativ? Schadet er damit nicht letztlich den Linken?

  14. tuttilinki sagt:

    Heute in der SZ:
    Interview mit OLAF. „Die Bundesregierung betreibt Lügenpropaganda“ 1/2 Seite
    http://www.saarbrücker-zeitung.de

    Auszug aus dem Interwiev:

    Man merkt Ihnen Ihre ungebrochene Lust an der großen Politik an. Warum wollen Sie trotzdem nicht wieder für den Bundestag kandidieren?

    Oskar Lafontaine: Als Politiker sollte man versuchen, den Zeitpunkt seines Ausscheidens so zu bestimmen, dass „“ein paar Leute das noch bedauern““. Ich habe über 40 Jahre lang wichtige politische Positionen übernommen. Da schien es mir nun an der Zeit. Aber ich werde wie bisher die Linke im Bundestagswahlkampf unterstützen. Nach allen Umfragen wird meine Partei wieder in den Bundestag einzuziehen. Das ist mir das Wichtigste.

    Oskar spielt lieber die graue Eminenz im Hintergrund, der die Fäden über Sarah Wagenknecht in die Fraktion spinnt. Im Fraktionsvorstand hätte er keine Chance gehabt, neben Gysi, als Zweiergespann.Da hätten die Frauen nicht mitgespielt. Keine Chance, das weiß er.

  15. tuttilinki sagt:

    sorry

    http://www.saarbruecker-zeitung.de

  16. Schichtwechsler sagt:

    O.L. ist eben nicht überall willkommen.

    http://www.youtube.com/watch?v=FariNHkfr0k

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