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Oskars last Battle

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 22. März 2012

Die Linke im Existenzkampf

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/33/KAS-Marx%2C_Karl_Lafontaine%2C_Oskar_Scharping%2C_Rudolf-Bild-13265-1.jpg

Unter dem Titel „Die Linke im Existenzkampf?“ brachte Bayern 2  gestern ein sehr aufschlussreiches Dossier über die Partei die LINKE. Natürlich sind die Themenschwerpunkte aus dieser Sendung seit langen sattsam bekannt und wurden hier auf DL vielfach ausführlich diskutiert. Trotzdem machte die Sendung in ihrer Komplexität nachdenklich, klafft doch zwischen dem Schein und dem Sein eine riesengroße Lücke welche auch von einigen naiven Gesundbetern nicht zu gekleistert werden können.

Natürlich zeigen die zur Zeit laufenden Wahlkämpfe auf eine „one man show“ hin und niemanden scheint dieses zu stören. Nackte Zahlen sind hier unumstößlich: Für Schleswig-Holstein und NRW weisen die Prognosen auf Zahlen zwischen 3 und 4 % hin, während für das Saarland zwischen 13 und 17 % erwartet werden. Als „Old man`s last Battle“, oder „Last standing“ versuchen hier verschiedene Ideologisierte ihre Partei als Zukunft zu verkaufen.

Nachfolger auch im Saarland gibt es nicht. Ein Linsler hat schon die Gewerkschaften an der Saar versemmelt und auch Bundesweit wird sich eine jede Führung zwischen den Zersplitterungen der Partei zerreiben. Wie merkte Oskar in einen heutigen TAZ Artikel richtig an: „Eigentlich brauchten wir eine Mehrheit“.

Dieser eine Satz macht aber gleichzeitig seine komplette Wahlkampfstrategie mit allen seinen dort gestellten Forderungen zur Makulatur. Gesteht er doch hier ein das er ohne Mehrheiten nichts, aber auch gar nichts erreichen kann. Seiner eigenen Strategie folgend wäre eine jede Stimme für die Partei eine verschenkte Stimme, zeigt sich doch gerade Oskar in seiner Kommunikationsfreudigkeit gegenüber den politischen Mitbewerbern als höchst Starrköpfig und Eigenwillig.

So hören wir aus dem Osten den Warnruf vor dem „Wilden Westen“,  und sicherlich steckt hinter dem Personalstreit eine sehr tiefgehende Problematik. Die Linke hat nie zum einer inneren Einheit gefunden. Nach wie vor „ticken“ Ost- und Westverbände unterschiedlich. Während die Linke im Osten noch immer das Image der „Kümmerer-Partei“ für die kleinen Leute hat und einen pragmatischen, kompromissbereiten Politikansatz verfolgt, verlieren sich die Westverbände in ideologischen Träumereien und bekämpfen sich auf übelste Art und Weise gegenseitig. Wie des öfteren bereits beschrieben.  Diese Auseinandersetzungen kommen aus dem Inneren der Partei und werden natürlich von Außenstehenden  gerne aufgenommen.

Aus einer abstrusen Themenlage zwischen Kuba, Nordkorea oder der Auflösung der Nato ist die Partei auf der verzweifelten Suche nach einer klaren Linie, welche es ihr ermöglichen würde, hier im Lande die Bevölkerung hinter sich zu bringen. Das Gegenteil aber wurde bislang erreicht, die Partei isoliert sich immer weiter in die Randgruppen dieser Gesellschaft. Außenseiter machen diese Partei zu Außenseitern, was sich dann in den Wahlergebnissen niederschlägt.

Die Sendung als Podcast  >> Hier >>

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Grafikquelle    :    Hurra! Der Sozialismus lebt: Die Marx Brothers Abbildung: Karikatur von Marx, Lafontaine und Scharping Plakatart: Kandidaten-/Personenplakat mit Porträt Auftraggeber: Junge Union Rheinland-Pfalz, Mainz Objekt-Signatur: 10-028 : 284 Bestand: Plakate von Jugendorganisationen der Parteien ( 10-028) GliederungBestand10-18: Plakate von Jugendorganisationen der Parteien (10-028) » CDU » Personen- und Kandidatenplakate Lizenz: KAS/ACDP 10-028 : 284 CC-BY-SA 3.0 DE

6 Kommentare zu “Oskars last Battle”

  1. Thomas A. Bolle sagt:

    Und noch einmal zur Wiederholung:
    http://nachrichten.t-online.de/lafontaine-millionaerssteuer-kann-saarlands-schulden-abbauen/id_55042574/index

  2. ulrich meyer sagt:

    # 1 Bolle

    Trotz Wiederholung gilt für mich:

    Ich möchte von OLaf nichts mehr hören, ganz gleich, ob seine Polit-Statements zutreffen – oder Murks sind oder nur Worthülsen zum Wahltag. Dieser Mann zeichnet m.E. voll verantwortlich für den Niedergang der LINKE seit 2009. Er hat – nicht nur im Saarland – einer Vielzahl unfähiger Personen zu Amt und Mandat verholfen, im Glauben (wie der Pate einer Mafia), daß, wer die Schlüsselpositionen beherrscht und über eine „Prätorianergarde“ (hier: LSK und Hausjuristen) verfügt, dem sei die Herrschaft auch ganz ohne Basis sicher. Was als MP und in der SPD noch denkbar war, läuft bei der LINKE nicht.

    Heute steht die Partei im Saarland vor einem Scherbenhaufen, weil es auch in einer Ein-Mann-Partei eben nicht ausreicht, daß der Oberguru – auch nur zur Wahlzeit – mmer neue Politsprüche abläßt, weil die Partei nicht einmal über eine zweite Garnitur verfügt (Bierbaum? Linsler? Spaniol? Schramm? DEE? Das „Stachelchen“? Die „Maus“? Huonker?), weil die Parteibasis am Boden zerstört ist und nicht einmal Plakate kleben will, weil die Kreisverbände – ohnehin zu unpolitischen Verwaltungsbüros gestutzt – nicht funktionieren, weil die Obertanen sich über Recht und Rechenschaft erheben, weil in dieser Partei so gut wie nichts „richtig klappt“.

    Verschone mich deshalb mit Hinweisen auf angeblich richtige Worte des großen Vorsitzenden Mao oder OLaf, dessen Politkarriere gerade zuende geht.

  3. Thomas A. Bolle sagt:

    @2 Erstens heiße ich Thomas A. Bolle.
    Zweites haben Sie nicht im geringsten verstanden. Es geht darum klar zu machen das Oskar zum x-tausendsten Mal einer seiner Aussagen wiederholt. Das ist hier bereits öfters angemerkt und kritisiert worden. Und genau dafür war das ein Beispiel.
    Meine Meinung und Ansichten zur Linken sind den Betreibern von DL hinlänglich bekannt.

  4. Waldschrat sagt:

    Der Alte Mann wiederholt sich. Das ist soooooooooooooo ätzend.

  5. Waldschrat sagt:

    Um Verwechselungen zu vermeiden. Der Alte Mann ist OLAF.

  6. Politicus sagt:

    Klar geht seine Karriere langsam dem Ende zu. Das muss aber nicht heißen, dass er der Partei nicht mehr noch zur Verfügung steht als Redner oder Ähnliches. Es ist auch richtig das leider noch kein richtiger Erbe gefunden wurde, oder man die Suche eben noch verschlafen hat. Ich sehe weder im Landesvorstand noch in der angehenden Landtagsfraktion jemanden der OLaf ersetzen könnte. Linsler ist rhetorisch zu schwach und Bierbaum erstens kein Saarländer und zweitens denke ich kann er eben nicht mit Menschen umgehen oder eben auf Menschen zu gehen. Die anderen aufgeführten denke ich sind als „Leitbilder“ ebenfalls nicht zu gebrauchen, auch wenn ich die Personen als Abgeordnete nicht schlecht machen will, sondern einfach nur der Meinung bin das diese eben nicht in Oskars schuhe passen. Also, was wird aus dieser Partei, die ja in meinen Augen das beste Programm bietet? Ich denke das wird neben der Alltagspolitik des Landtages die Frage sein, mit dem sich der Landesverband beschäftigen muss.

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