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Oskars Abschied ?

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 30. November 2012

Holt Oskar einmal mehr seine Laufschuhe aus den Regal

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/33/KAS-Marx%2C_Karl_Lafontaine%2C_Oskar_Scharping%2C_Rudolf-Bild-13265-1.jpg

Das nach erfolgter Bundestagswahl sich DIE LINKE Fraktion bestenfalls halbiert, wird so langsam auch dem / der Letzten jetzt dort noch sitzenden klar. Das große Stühlerücken hat schon lange begonnen und wird von Tag zu Tag hörbarer. Auch hatten wir vor einigen Wochen bereits darüber berichtet, das im Osten der Republik jetzt ein besonders großer Wert auf die Erreichung von Direktkandidaten gelegt wird.

So sehen wir es immer wieder, geht eine Legislaturperiode ihrem Ende entgegen werden die entsprechenden Fleißkärtchen von den Wählern verteilt. So wird sich die Tatsache bestätigen das es nicht reicht sogenannte Bürgerbüros zu unterhalten, wenn es nicht gelingt eine Partei mit Leben zu erfüllen. Von der Gesellschaft wir sehr genau registriert wer denn nur hohle Sprüche klopft oder auch bereit ist diese durch selbstloses Handeln umzusetzen.

So wird denn für allzu viele Vertreter der Mitnehmer Zunft am Ende nur das ziehen eines langen Gesicht übrigbleiben. Der Rausch des großen Geldes ist vorbei und in vielen Städten werden vor den Bürgerbüros die Bürgersteige wieder hochgeklappt. Gab es doch vier Jahre lang außer einen Hinweis auf die Arbeit in Berlin keine realisierbaren Vorschläge vor Ort zu sehen.

So werden die Ausschlusslisten bald länger als die neuen Landeslisten ausfallen und manch einer von den bislang die 400 Euro Jobs vergebenen wird froh sein, nun so abgespeist zu werden, wie er zuvor verteilte. Aus einem Geber wird wieder der Nehmer, oder Hartz 4 Empfänger. Auch so etwas gibt es in der „einzigen deutschen Gerechtigkeitspartei“.

So wie bereits des öfteren aus dem Osten zu hören war, wird auch mit Lafontaine nicht mehr gerechnet werden. Hat der Saar-Napoleon sein Pulver verschossen, oder zündet er noch irgendwo eine Lunte an? Über den letzten Urknall werden wir noch gesondert berichten. Im Osten des Landes scheint er jedenfalls schon abgeschrieben zu sein.

Mit Oskar wird nicht gerechnet

Jan Korte kann aufatmen. Der Abgeordnete der Linkspartei wurde erst vor wenigen Tagen für die Bundestagswahl nominiert. Er bekam in seiner Wahlheimat Anhalt 49 von 49 Stimmen. Für einen Mann aus Osnabrück ist so ein Erich-Honecker-Ergebnis nicht schlecht. Fraktionschef Gregor Gysi war extra zur Versammlung nach Köthen gereist. Nicht alle haben es so gut.

 Klar ist: In der Linken hat, wie in allen anderen Parteien längst, das Stühlerücken für 2013 begonnen. Klar ist auch: Der Wettbewerb wird härter, weil annähernd die Hälfte der Parlamentarier rausfallen könnte, wenn aus den jetzigen Umfragen Wahlergebnisse werden. Derzeit liegt die Linke bei acht Prozent; bei der Wahl 2009 bekam sie 11,9 Prozent. Damit zögen die Landeslisten kaum mehr wie zuvor. Dies träfe vor allem den Westen, wo es keine Direktmandate gibt.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Hurra! Der Sozialismus lebt: Die Marx Brothers Abbildung: Karikatur von Marx, Lafontaine und Scharping Plakatart: Kandidaten-/Personenplakat mit Porträt Auftraggeber: Junge Union Rheinland-Pfalz, Mainz Objekt-Signatur: 10-028 : 284 Bestand: Plakate von Jugendorganisationen der Parteien ( 10-028) GliederungBestand10-18: Plakate von Jugendorganisationen der Parteien (10-028) » CDU » Personen- und Kandidatenplakate Lizenz: KAS/ACDP 10-028 : 284 CC-BY-SA 3.0 DE

12 Kommentare zu “Oskars Abschied ?”

  1. OpaFielmann sagt:

    … das ist die Ruhe vor dem Sturm (s. Göttinger Parteitag).
    Denn wer den Osten nur als „Geldgeber“ betrachtet, hat wirklich jede Existenzberechtigung verloren.
    Der Osten hat sich viel zu lange von den Westverbänden am Nasenring durch die Manege ziehen lassen.

  2. OpaFielmann sagt:

    Eigentlich wollte ich was anderes zu Oskar schreiben, aber das blaue Pillchen ist heute ohne Wirkung.

  3. Gilbert Kallenborn sagt:

    Es wird nie einen echten Oskar-Abschied geben. Wie eine geschlagene Armee, die beim Rückzug alle Häuser vermint, um noch im Untergang den größtmöglichen Schaden anzurichten anstelle sauber aufzugeben, so hat auch Oskar seine Marionetten und -innen plaziert.
    Er hat nie einen männlichen Erben gewollt, das demonstrierte er plakativ an der Saar durch die „Auslese“ des Abnicker Rolf Linsler, der noch eher in die Politopa- Rente gehen wird, denn Oskar.
    Oskars Abschied wird, wie immer bei diesem Taktiker, in Salmischeibchen erfolgen.
    „Ich ziehe mich total zurück “ das hatten wir schonmal.
    Das lag am Krebs, aber den hatte er besiegt ?-und kam wieder.
    Was gibts nun zu besiegen?
    Gysi hat er nicht gepackt.
    Bartsch nur zeitweise um Jahre blockiert.
    Also muss er sich nun selber besiegen. Das kriegt er auch noch hin.
    SEIN Abschied ist nicht so tragisch. Tragisch ist,er zerstörte diese gesamte Partei.
    Hier gelang ihm, was ihm in der SPD versagt blieb. Übung macht den Meister.

  4. Schichtwechsler sagt:

    Olaf klebt am Machtsessel.
    Im Übrigen sollten wir den Maulkorbbefürchter in diesem Blog links liegen lassen.

  5. Kontrabeurteiler sagt:

    In Talkshows schlau reden und richtig gute Arbeit leisten, sind zwei paar Schuhe.
    Lafontaine interessiert sich nur für sich selbst. Heute wie damals (SPD) geht es L. darum, innerparteil. Gegner zu diskreditieren (D. Bartsch) und „seine Lieblinge“ in entsprechende Ämter zu pushen.
    Lafontaine ist der Totengräber der Partei Die Linke.

  6. RosaLux sagt:

    Oskar Lafontaines Abtreten von der politischen Bühne ist – eigentlich – überfällg. Es geht nicht darum, dass er altersbedingt nicht mehr „kann“, sondern darum, dass seine Intrigen und Machtspiele sowie seine Personalpolitik endlich aufhören. Er hat diese Spiele so betrieben, als täte er es aus schierer Lust am Spiel, als sei die Meisterschaft im „Politiksport“ so etwas wie die Meisterschaft in einem politischen Schachspiel, als bereits ihm das Abservieren anderer von ihm nicht erwünschter Personen die größte – heimliche – Freude. Beispiel: Dietmar Bartsch. Nach OLafs Abtreten besteht die Chance eines Neubeginns, besteht auch die Chance, bei der kommenden Wahl etwas besser abzuschneiden, als es die Umfragen derzeit verkünden. Voraussetzung ist dafür aber eine weitere Personalrevision, nämlich der Machtverzicht seiner Anhänger, angefangen bei Bernd Riexinger.

  7. La Fontaine sagt:

    Was macht ein Kind, wenn es etwas nicht bekommt? Es zieht sich in seine Schmollecke zurück.
    Bei Oskar ist das nicht anders = jahrzehntelange Praxis.

  8. Bremer sagt:

    „Cambia il maestro di cappela, ma la musica e sempre quelle“
    (~ Der Wechsel des Kapellmeisters ändert nichts an der Musik).

    Robert Michels (1912) über die SPD.

  9. Gilbert Kallenborn sagt:

    Der Wechsel des Maulkorbmeisters Lafontaine, des Konkurreten-Killers ohne Gnade -dachten wir nicht alle, anno 2009, Bartsch müsse weg, damit Oskar in Berlin festhaken kann?
    Irrtum. Der Lafontaine-Angriff war für seine Geliebte Wagenknecht angedacht, Langzeitprojekt -wird nie stattfinden.
    In der gesamten-Saar Abnickerriege der dank Lafontaine gut bezahlten MdL, gibt es keinen einzigen Lafontainekritiker. Und wenn,dann besteht Kritik in Abhauen zum anderen Futtertrog, wie bei Pia Döring. Aber kein einziger echter Angriff gegen seine Gutsherrn-Methoden, die des Millionärs von Silwingen. Er hat sie alle fett, satt und stumm gemacht. Mit einer Partei als Gelddruckmaschine, wenn pleite -Linsler Kredit, 3 % , 150.000 Euro.
    Und weiter zieht die offensichtlich korrupte Karawane.

  10. RosaLux sagt:

    #8 Bremer
    Glückwunsch zu deinen historischen Kenntnissen – nicht nur hier.

  11. alter ego sagt:

    zu 7
    Ein Kind zieht sich in die Schmollecke zurück, richtig. Aber selbst das trotzigste Kind nimmt irgendwann wieder Vernunft an. Bei Oskar sehe ich hingegen schwarz.

  12. Hannah 60 sagt:

    und ich sehe rabenschwarz für die Linke 2013. Ihr einstiger „Star“ hat enorm an Glanz und Glaubwürdigkeit verloren.
    Die damalige Erkrankung (2009)war vorgeschoben. Der Grund dürfte doch eher seine „enge Freundschaft“ zu S.W. gewesen sein und der Unmut von Christa M.

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