DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Öffentliche Erklärung

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 20. November 2011

Betreiberin der Hartz4-Plattform in Wiesbaden

Datei:Wiesbaden Kurpark.jpg

von Brigitte Vallenthin

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

ein trauriger Anlass – dass ich öffentlich im Internet nicht nur des Betruges, sondern auch der Veruntreuung von Spendengeldern bezichtigt werde – zwingt mich, dazu kurz Stellung zu nehmen. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, stehe ich gerne jedem, jederzeit Rede und Antwort.

Ich habe lange den wiederholten Unterstellungen angeblich kriminellen Verhaltens in Internet-Kommentaren zu unseren Klage-Veröffentlichungen zugesehen, weil ich hoffte, sie würden von alleine ein Ende finden. Leider wurde ich eines anderen belehrt und sah mich schließlich am 18. November zusätzlich noch mit dem öffentlichen Vorwurf der Untreue konfrontiert. Diesen Angriff aus den „eigenen“ (?) Reihen kann ich nun nicht mehr so im Raume stehen lassen.

Deshalb füge ich diesem Schreiben die – inzwischen im Sozialticker gelöschten – ungeheuerlichen Vorwürfe in einem Kommentar von Thomas Kallay bei und überlasse Euch und Ihnen, sich ein Bild zu machen.

Wer die Arbeit der Hartz4-Plattform und mich persönlich kennt, wird wohl kaum Zweifel an meiner Arbeit haben. Was mich aber zutiefst bewegt ist, dass solches Zwietracht-Säen unserer ganzen Bewegung im Sinne des Kampfes für menschwürdigere Zustände in diesem Lande großen Schaden zufügt.

Leider ist der Sozialticker meiner Bitte nicht gefolgt, die unglaublichen Anschuldigen und meine Reaktion für jeden nachvollziehbar im Netz stehen zu lassen.

Tief traurig bin ich auch darüber, dass der Kommentator – den ich ja bekanntlich vor der Verhandlung und bis zum Urteil in Karlsruhe erfolgreich mit Pressearbeit unterstützt habe – mich wiederholt persönlich angreift. Mein persönliches Problem wäre jedoch nicht erwähnenswert, wenn nicht solches Verhalten Wasser auf die Mühlen all derer wäre, die Hartz IV verantworten, befürworten, sowie uns schikanieren, diskriminieren und uns unserer Menschenwürde berauben – von Berlin bis Nürnberg und an jedem anderen Ort des Landes.

Sicher gibt es unterschiedliche Wege zum Ende des Hartz4-Systems und bis dahin der Linderung der allergrößten Qualen. Wer wollte sagen, er würde den einzig richtigen Weg kennen? Wichtig ist doch nur, dass wir dem gemeinsamen Ziel in solidarischer Verbundenheit dienen.

Ich danke Euch und Ihnen für bisherige Solidarität,
wünsche uns allen weiterhin viel Kraft, Glück und Erfolg
und sende herzliche Grüße aus Wiesbaden

Brigitte Vallenthin

Wiesbaden, 20. November 2011

Anlagen (klicken):

Datensicherung Kommentar, Thomas Kallay, Sozialticker vom 18.11.2011 (pdf)

Datensicherung der Kommentaränderungen, Sozialticker vom 20.11.2011 (pdf)

Brigitte Vallenthin
Presse
Hartz4-Plattform
keine Armut! – kein Hunger! – kein Verlust von Menschenwürde!
Bürgerinitiative für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens sowie die Information und Unterstützung von Hartz IV-Betroffenen.

Bitte unterstützen Sie auch die Durchführung unserer Musterklagen zur Vorlage beim Bundesverassungsgericht gegen Sanktionen, Regelsatz und Bildungspaket.
Spendenkonto:
Kto-Nr: 6040683600, BLZ 500 909 00, PSD Bank Hessen-Thüringen,
Verwendungszweck: H4P-Spende/BVerfG, Empfänger: Brigitte Vallenthin

Tel. 0611-172 12 21 – Mobil: 01525-3520721
MAILTO: info@hartz4-plattform.de
http://www.hartz4-plattform.de
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2 Kommentare zu “Öffentliche Erklärung”

  1. Thomas Kallay sagt:

    Guten Tag,

    mein Name ist Thomas Kallay, ich bin langjähriger Sozialaktivist, Mitglied in DIE LINKE und lebe in Eschwege / Nordhessen, und bin derjenige, von dem die oben genannte Frau Vallenthin so einiges behauptet.

    Tatsache ist, daß Frau Vallenthin mich während meines Klageverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht wegen der Hartz-IV-Regelsätze keineswegs etwa „erfolgreich mit Pressearbeit unterstützt“ hatte, sondern sich in der Gestalt einer Trittbrettfahrerin an die Sache dranhängte.

    Zugegebenermaßen habe ich, der ich mit dem ganzen Hype während dieser Zeit völlig überfordert war, erst sehr spät erkannt, welch Geistes Kind Frau Vallenthin tatsächlich ist, und daß es ihr nie um „Pressearbeit“ für mich ging, sondern nur darum, sich selbst ins Rampenlicht rücken zu können – was sie ja seither auch fleissig tut.

    Ich persönlich habe gute Gründe, Frau Vallenthin abzulehnen und ihr zu mißtrauen.

    Eschwege, den 26. November 2011

    Thomas Kallay

  2. UP. sagt:

    Die alte Regel: „Rede und Gegenrede“

    – auf der einen Seite die ‚Öffentliche Erklärung‘ – auf der anderen Seite die Erklärung von Thomas Kallay.

    Dabei wollen wir es belassen; denn wir werden DL nicht zum Podium etwaiger weiterer Auseinandersetzung dieser Thematik machen!

    Red.DL/UP.

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