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Niedersachsens Spaltpilze

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 12. Februar 2013

Ausschenken will jeder gerne,
es werden noch Mitarbeitende zum auslöffeln gesucht

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Es gibt auch noch LINKE Politik in diesen Land ohne Gregor Gysi. Auf dem Landesparteitag von Niedersachsen in Hameln am letzten Wochenende, sogar ohne die Anwesenheit von Berliner Spitzen welche zwar geladen, aber nicht erschienen waren, da sie anderen Aufgaben nachzugehen hatten. Mag es wohl daran gelegen haben das man sich nicht gerne mit Verlieren ablichten lassen wollte, oder fürchtete man sich gar vor den Rattenfänger von Hameln? Selbst die bei Erfolg ins Gerede gebrachte Finanzministerin zeigte den Kampfgenossen nun die kalte Schulter.

So begab man sich allein in trauter Runde auf die Suche nach Spaltpilze. Was ja auch nicht allzu schwierig war da bestimmt vor den Beginn der Versammlung das Dossier aus Bayern verteilt wurde. Auch mag man in der Partei des Westens wohl im allgemeinen Schwierigkeit bei der Suche haben, gefunden werden sie aber allemal. Es werden einfach welche als solche Denunziert. Das schafft man schon.

So wurde auf die Suche nach der Niederlage auch sehr schnell die Schuldigen von den Landesvorsitzenden Manfred Sohn in den anderen Parteien gefunden. „Die Parteien haben gewonnen welche nach links blinken um nach den Wahlen rechts ab zu biegen“. Man wolle jetzt eine eigenständige Größe werden und sich eigene Wähler erarbeiten! Hier sei dann die Frage gestattet was sie denn zuvor gemacht haben?

Wurde nicht extra eine eigenständige Größe heran gekarrt welche die letzten Zentimeter zum Erfolg noch anheben sollte? Aber nur Gala und Blöd-Zeitung auf der rechten Spur reicht wohl zur Wählerüberzeugung nicht aus, ein politisches Fundament sollte schon vorhanden sein.

So geht es denn ohne eine öffentliche Aufarbeitung der Niederlage unverdrossen weiter. Getreu dem Motto: Die letzten drei Prozent werden wir auch noch vergeigen. Wir schaffen das schon.

Spaltpilz macht sauer
LINKE in Niedersachsen: Appell zu Einigkeit und anderer Parteikultur

Die Wunden der Niederlage, die Niedersachsens LINKE bei der Landtagswahl erlitt, machen sensibel. Vielleicht lässt sich so erklären, dass viele Teilnehmer des Landesparteitags am Wochenende in Hameln stets arg empfindlich reagierten, sobald jemand die Einigkeit der Genossen in Frage stellte. Unruhig wurde es und Buhrufe ertönten, wenn etwa Redner appellierten, man möge »alle, die destruktiv wirken, stehen lassen« und »dem Spaltpilz entgegentreten«. Dieses bittere Gewächs machte auch den bisherigen Sozialexperten im Landtag, Patrick Humke, richtig sauer: Das Auseinanderdividieren innerhalb der Partei »kotzt mich an«, schimpfte er. Ein anderer Delegierter riet: In der Frage, ob der Wahlkampf gut gewesen war, sollten sich doch »Gruppen nicht gegenseitig etwas vorwerfen«, schließlich hätten alle die »Schmach« des Misserfolgs zu tragen.

Quelle: ND >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :  Domates çorbası (tomato soup or cream) in Turkey.

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