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RENTENANGST

Nicht hören und sehen

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 30. März 2010

Zur Sendung von Anne Will.

Photo published for Deutschland stolpert durch die Dauer-Erregung

Da saßen sie dann wieder einmal zusammen, die Sprechblasen Mafia der Nation. Geredet wurde über den Arbeitsmarkt, natürlich von überwiegend Krawatten tragenden Darstellern, welche für ihre Darstellungen von denen bezahlt werden, über die gerade geredet wurde. Ein typisches Arzt – Patienten Gespräch, womit ich auf keinen Fall die Ärzte diskriminieren möchte. IE

Von Natalie Soondrum

Die Runde bei Anne Will am gestrigen Abend war effektvoll zusammengesetzt: Denn wenn es um das Thema befristete Arbeitsverträge und Lohndumping geht, kann man der Putzfrau Susanne Neumann aus Gelsenkirchen nichts vormachen. Sie macht den Job seit fast 30 Jahren und engagiert sich überdies als Betriebsrätin.

Sie prangerte in der Sendung an, dass in der Gebäudereinigung nur noch Sechsmonatsverträge abgeschlossen würden. Das würde die Mitarbeiter klein halten und die Betriebsräte aushebeln. Von wegen Kündigungsschutz.

Das habe auch nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun, bellte sie den FDP-Bundestagsabgeordneten Martin Lindner an – woran Anne Will sichtbar ihre Freude hatte. Denn das Lohn- und Arbeitsplatzdumping spiegele nicht eine schlechte Auftragslage, sondern die Unsitte, an den Arbeitnehmern zu sparen zugunsten des Gewinns der Unternehmer.

Das hörte Lindner naturgemäß überhaupt nicht gerne, denn als Polit-Profi hatte er sich schon sorgfältig zurechtgelegt, wie er den Plan der schwarz-gelben Koalition, befristeten Anstellungsverträgen weiter Vorschub zu leisten, wirksam vorbringen wollte.

Dabei unterstrich er noch mal deutlich, dass es der rot-grünen Koalition zu verdanken sei, dass durch „Instrumente“ wie Zeitverträgen, die Arbeitslosigkeit in Deutschland von fünf auf 3,5 Millionen gesunken sei. Weil 400-Euro-Jobs als volle Arbeitsplätze gezählt würden, moserte Neumann. Uups.

Quelle : FR >>>>> Weiterlesen

Hierzu als Rückblick :  Presse Highlight

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Fotoquelle : Twitter 56 Min.Vor 56 Minuten

Heute Podiumsdiskussion zu Doku-Film moderiert von . Ab 20:45 im -Livestream:

Ein Kommentar zu “Nicht hören und sehen”

  1. Günter Obermeier sagt:

    Wieder einmal hat sich an allen Aussagen das Bewarheitet was die Gewerkschaften befürchtet haben. Man kann es ganz simpel und kurz zusammenfassen. *Die Betriebsrätin hatte RECHT.* Alle ihre Ausführungen und Aussagen kann ich durch gleiche Erfahrungen aus Bekanntenkreis, Freunden oder eigener Familie bestätigen.
    Aber leider scheint es so, das man den Menschen nur lange genug erzählen muss A ist richtig und sie glauben den Schwachsinn auch noch.
    Und das ist die Methode der Regierungen, angefangen von Adenauer über Schmidt, Kohl, Schröder bis Merkel.
    Ein Mensch der keine Sicherheit hat, bietet der Gesellschaft keine Sicherheit. Eine Gesellschaft die keine Sicherheit bietet ist zum Scheitern verurteilt. Dazu braucht man nur einen Blick in die Geschichte werfen. Aber selbst die Gegenwart zeigt die GefährlichKeit diesen Handelns und Denkens.
    Die sogenannte Finanzkrise ist durch das Leben auf Pump, katastrophale Daseinsvorsorge, gedankeloses Konsumverhalten und vorgegaukelte Freiheit mit verursacht worden. Das ganze nennt sich Amerika.
    Das ist es auch, was uns unsere Regierungen als „non plus ultra“ verkaufen wollen.
    Es geht auch noch perfieder. *“Brot und Spiele.“* Lenke sie ab und mach es so teuer wie möglich. Dann kümmert sich niemand mehr um Politik.
    *Wie sagte der König zum Bischof: “ Halte du sie dumm, ich halte sie arm.“
    *Aber wie sagte schon Brecht: „Wer A sagt muss nicht automatisch B sagen wenn er merkt das A falsch ist.

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