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Neue Linke Wahlstrategie

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 31. August 2012

Das wilde Flügelschlagen in der Linken um Sitze im BT

File:Katja Kipping Sahra Wagenknecht Dietmar Bartsch Klaus Ernst Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 01.jpg

Jetzt werden sie wieder wie wild mit den Flügeln schlagen, da die politischen Hohlpfosten nun um ihren Platz auf dem Trittbrett der Partei fürchten müssen. Die Linke dient sich, wie in der Sueddeutschen berichtet zukünftig als Regierungspartei im Bund an.

Wir gegen alle Anderen, so hat sich die Linke in der Vergangenheit gerne isoliert und damit den Anspruch „eine andere Gesellschaft zu wollen“ der Lächerlichkeit preisgegeben. Sie wussten entgegen der gemachten Aussagen, dass aus einer Minderheitenposition keines der den Wählern gerne offerierten Ziele einlösbar war. Das was die Sektierer in dieser Partei nie verstanden haben, begriffen die Wähler schneller und entzogen der Partei ihre Stimme.

Nach den Willen der Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger soll damit jetzt endgültig Schluss sein und so soll sich die Linke im Bundestagswahlkampf 2013 als mögliche Regierungspartei anbieten. Die Partei solle „selbstbewusst und offensiv“ auf die Frage nach einer Koalition mit SPD und Grünen antworten, fordern die beiden Co-Vorsitzenden in einem Diskussionspapier, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Das aber wird für die Partei ein langer und harter Weg werden, der mit ziemlicher Sicherheit erst in ferner Zukunft Erfolge bringen könnte. Zuviel des guten Porzellan ist in den letzten Jahren unnütz zerdeppert worden und es wird unmöglich sein das zuerst noch vorhandene Vertrauen in diese Partei bei dem Wähler bis zu den anstehenden Bundestagswahlen neu aufzubauen. Was in fünf Jahren zerschlagen wurde, wird zehn Jahre für einen Neuaufbau benötigen. Werden doch die hirnlosen Baumfäller, oder viele andere Typen  in der Demokratie schwerlich einzugliedern sein, da ihre Vorstellungen zu absurd daherkommen. Politiker welche nur auf ihr eigenes Wohl und ihre persönlichen Vorteile aus sind werden weiterhin jede sich bietende Gelegenheit suchen um einmal, wenn auch nur wie eine Sternschnuppe im Rampenlicht zu aufzuglühen.

Eine neue Strategie würde auch die Isolierung des Oskar Lafontaine mit seinen ihn untergebenen Rabauken bedeuten was heißt, dass viele in der Partei plötzlich ganz viel Kreide fressen müssten um sich entsprechend anzupassen. Das dieser Wille aber jemals reifen wird ist stark zu bezweifeln, würden doch alle bislang auf Lug und Betrug aufgebauten Luftschlösser in sich zusammenfallen und die Drahtzieher so ihrer üblen Taten überführt.

Viel realistischer und wahrscheinlicher sind die offengelegten Pläne als einen ersten Anstoß zur Spaltung der Partei zu deuten. Allzu groß sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppierungen. Sollte eine LINKE in diesem Lande noch eine Zukunft sehen, wird sie nicht darum herumkommen. Diesen Häutungsprozess haben andere, auch große Parteien lange hinter sich und sind gestärkt daraus hervorgegangen.

So lesen wir in der Sueddeutschen wie folgt:

Strategie vor Bundestagswahl
Linke dient sich als Regierungspartei im Bund an

Für innerparteiliche Kontroversen dürfte die Forderung der beiden Vorsitzenden sorgen, sich „selbstbewusst und offensiv“ für eine Regierungsbeteiligung anzubieten. „Ein Regierungswechsel kann vielleicht ohne uns möglich sein, einen Politikwechsel gibt es aber nur mit uns“, heißt es in dem Papier. Die Partei sei zur Bildung einer Linksregierung mit SPD und Grünen bereit, sofern diese „Reichtum couragiert besteuert“, sicherstelle, dass „kein Mensch unter 1000 Euro im Monat fällt“, und eine „friedliche Außenpolitik“ betreibe, wozu ein sofortiger Stopp von Rüstungsexporten und die „Ablehnung von Militäreinsätzen im Ausland“ gehörten.

In bisherigen Wahlkämpfen hatte die Linke eine Regierungsbeteiligung zwar nicht explizit ausgeschlossen, aber – wie in der Wahlstrategie für 2009 – betont, „die Frage nach ihrer möglichen Rolle als Scharnier- und Funktionspartei auf Bundesebene“ stelle sich nicht. So richteten sich Angriffe der Linken primär gegen die SPD. Im Umgang mit ihr empfehlen Kipping und Riexinger nun eine Doppelstrategie. Einerseits solle klare Kritik geübt werden an sozialdemokratischen Positionen in der Euro-Krise oder zu Militäreinsätzen. Anderseits sollten Vorschläge, „die in die richtige Richtung gehen, positiv aufgegriffen und gleichzeitig mit dem konkreten parlamentarischen Verhalten abgeglichen werden“.

Quelle: Sueddeutsche >>>>> weiterlesen

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16 Kommentare zu “Neue Linke Wahlstrategie”

  1. WilmaFeuerstein sagt:

    Abwarten und Tee trinken… ob nicht die „Napoleon“-Clique auf die Barrikaden geht!

  2. AntiSpeichellecker sagt:

    In einem Interview (heute)-Deutschlandradio- frisst Klein-Napoleon schon Kreide, und zwar reichlich.

  3. pontius pilatus sagt:

    Wo Oskar tobt, da hinterlässt er tiefe Gräben auf Jahre hinweg.
    Seine Hoffnung, dass eine Annäherung an die SPD möglich wird, wenn die dortige alte Generation in den Ruhestand geht, kann er vergessen. Auch die 2. und 3. SPD-Generation kennt ihn und seine Art und wird sich auch mittel- wenn nicht gar langfristig gegen ihn sperren.

  4. Thomas A. Bolle sagt:

    „Politik sei kein Kindergarten“ und „man müsse seine Befindlichkeiten“ zurückstellen.
    Welch Hohn aus diesem Munde.

  5. Advocatus Diaboli sagt:

    Ein „Provinzkasper“ drängt sich wieder nach vorne.

    Grundsätzlich sei er zu einer Zusammenarbeit mit der SPD für einen Politikwechsel bereit.
    „Befindlichkeiten“ zwischen ihm und führenden Sozialdemokraten dürften einer Kooperation nicht im Weg stehen.
    Er würde solche „kindischen Befindlichkeiten“ jederzeit zurückstellen.

    Quelle: http://www.sr-online.de/nachrichten/30/

  6. Advocatus Diaboli sagt:

    Interview mit Lafontaine v. 31.08.2012

    Oskar Lafontaine im Gespräch mit Christoph Heinemann

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1854065/

  7. Advocatus Diaboli sagt:

    Lafontaine will Zusammenarbeit – SPD winkt dankend ab

    http://www.welt.de/aktuell/article108907134/Lafontaine-will-Zusammenarbeit-SPD-winkt-dankend-ab.html

  8. Dr. Schiwago sagt:

    Zu Gespräch Heinemann – Oskar

    Wenn man das Ganze so liest, müsste man eigentlich denken, Olaf hat Kreide gefressen. Da er in seinem Leben nie etwas gemacht hat, ohne seinen eigenen Vorteil zu sehen, kann man hier auch nach diesem Gespräch ihm weder glauben noch Hoffnung schenken.
    SPD und Grüne haben ihm bereits die Quittung gegeben. Wenn der Bürger ihm dies noch abkauft, was er jetzt von sich gibt, so ist der Bürger seinem Unglück selbst schuld.
    In all den Jahren, wo Oskar Politik machte, habe ich nicht ein einziges Mal erlebt, dass er den Bürgerwillen durchgesetzt hat.
    Jetzt nach diesen Gesprächen sieht er selbst ein, dass er mit seiner linken Politik vollkommen gescheitert und am Ende ist.
    Alle Unkenrufe von ihm, die er jetzt noch tätigt, sind reine Verzweiflungsakte, um im Gespräch zu bleiben.
    Er selbst sieht sein politisches Ende nahe. Er wird es aber nie zugeben.

  9. ichgreifmirandenkopf sagt:

    Erst linksextrem, dann Schmusekurs, oh Herr Lafontaine?
    Die Masche „Bäumchen wechsel Dich“, ist schon ein Mysterium.
    Wenn ich mit dem einen Salat nicht kauen kann, kaue ich auf einem anderen herum.
    Erst plärrt man, nieeeee mit den anderen Parteien, autonom, eigenständig trallala. Dies ging wohl nicht auf, ha, warum wohl?
    Dann knutscht man die anderen Parteien, ABER will bestimmen, wo es lang zu gehen hat.
    UNGLAUBWÜRDIG! Einfach nur unglaubwürdig.

  10. asterix sagt:

    Klar winkt die SPD ab.
    Sie regiert lieber als kleiner Partner- mit der CDU.
    Es gibt sowieso keine Unterschiede mehr zwischen CDU und SPD.
    Kanzlerkandidat: Steinmeier oder Steinbrück?lachhaft beide ohne Chance gegen Mutti.

  11. dirtyeve sagt:

    Lafontaine hat der SPD dermaßen vor den Karren gesch…

    daß diese das in 100 Jahren nicht vergisst.Er wollte die

    SPD spalten,er hat,besonders im Saarland,der SPD an die

    10-15 % Stimmen weggezogen,die an „uns Oskar“glaubten.

    Nur der Betrug ist vorbei,deswegen biedert sich jetzt

    der Untergehende einem Rettungsdboot an-doch die wollen

    nicht.Zu Recht.Lafontaine ist ein Diktator,lässt Wahl-

    fälschungen zu,für die sich jede andere Partei schämen

    würde,hat Halb-Kriminelle in der Mannschaft oder derer

    Voll-Kriminelle Ehemänner,sein gesamtes Imperium -Saar-

    beruht darauf.Mitglieder erhalten keine Einsicht in die

    Verwendung der eigenen Beiträge,Kassen sind 5 Jahre lang

    nicht entlastet,das stinkt doch alles zum Himmel.

    Niemand,nichteinmal die Piraten,werden mit dieser

    DDR-Nachfolgetruppe als Koalition zusammenarbeiten.

  12. RosaLux sagt:

    Oskars Angebot ist einfach erbärmlich. Er hat kein Mandat mehr der LINKE, spricht nur für sich selbst, als Schrumpf-Napoleon. Und eine zur Bonsai-Partei geschrumpfte LINKE ist politisch bedeutungslos geworden, jedenfalls unbrauchbar für jede denkbare Mehrheitsbildung. – Oskar soll schweigen – und endlich abtreten.

  13. Ichbins sagt:

    „ich bin so satt, ich mag kein Blatt, mäh – mäh… wovon sollt ch satt sein? Ich fand kein einz´ges Blättlein… määhhh määähhhh“
    passt!

  14. pontius pilatus sagt:

    Viele im Landesvorstand Saar und in der Landtagsfraktion wussten, was falsch lief, haben aber der eigenen Karriere wegen geschwiegen und dem Diktator das Feld überlassen.
    In der Partei machten viele seit Jahren die Faust in der Tasche.
    Diejenigen, die Probleme ansprachen, wurden nicht ansatzweise gehört. Jetzt, wo der Karren komplett an die Wand gefahren wurde, geht intern der große Katzenjammer los.
    Oskar weiß spätestens jetzt genau, wo der Schuh drückt, will es aber nicht hören. Ihm ist bewusst, dass vieles falsch gelaufen ist – er ändert es aber nach wie vor nicht, denn das wäre ein Schuldeingeständnis. Stattdessen ein weiter wie bisher, teilweise werden sogar die gleichen Fehler wiederholt.
    Nun glaubt er durch eine ehemalige Tennisspielerin, eine Bootsfahrt und nicht mehr zählbare Bierfeste das Ruder herumreißen zu können. Das überzeugt weder Mitglieder noch bringt es neue Interessenten.
    Mein Gott, wie erbärmlich.

  15. dirtyeve sagt:

    Absolute Zustimmung zu Pontius Pilatus.

    mit einer Ausnahme: nicht nur „einige“,sondern ALLE Landtags-

    abgeordnete der Linken Saar wussten von Anfang an,daß dieser

    Lafontaine keine demokratische neue Partei anführt,sondern

    einen 1-Mann-Privatbesitz.Und verkauften ihre Seelen.

    Geld ist ein Faktor,Geld floss und fließt immer noch,an die

    Ja-Sager,Geld verschwand auch-so die Schatzmeister gleich mit

    Einer schiebt die-ungeprüfte,unvollständige-Akte zum Nächsten

    und jeder sagt dann….ich wusste nichts,sah nichts,hörte

    nichts.Ein System mit Zerfallsdatum,ein System im Grunde für

    Blöde.Es wird alles rauskommen,mit oder ohne Oskar-Deckung.

  16. Pimpf sagt:

    Ein Problem ist die gesamte Personalpolitik in der Linken Saar.
    Da es „demokratisch“ 🙂 sein sollte, wurden die alle gewählt, die einfach am lautesten schrien, kungelten, und die meisten Anhänger hinter sich hatten. Was dabei heraus gekommen ist, sieht man heute. Ein Fakt war auch, dass viele sich nicht kannten.
    Dann wurden Leute eingestellt in den Büros, die irgendwo her auftauchten, die auch wieder keiner kannte. Bewerbungen von Mitgliedern wurden abgeschmettert (Bekannt von einigen Zeitzeugen). Viele Mitglieder wurden somit verärgert und traten massiv aus. Diese eingestellten Neumitglieder gingen mit Arroganz und Überheblichkeit gegenüber den in den OV `s aktiven Mitglieder zu Werke. Die LSK ist das beste Beispiel.
    Diese Arroganz einiger Möchtegernmächtigen ging massiv zu weit, denn Oskar wurde von ihnen oftmals falsch informiert und sie überschritten ihre Kopetenz.
    Dieser Fakt wird zu wenig beachtet und er hatte eine große Wirkung, nämlich, wenn man immer dumm und falsch über Menschen labert, dann glauben es die Anderen.
    Somit konnten Kritiken nie gehört werden, weil es den Hinternhineinschlüpfern an gesamten parteipolitschem Wissen fehlt und sie im Umgang mit Menschen einfach unfähig sind. Kritiken wurden verdreht in dem Sinne, dass man dann mit dem Blödwort „Querulanten“ agierte, ohne zu hinterfragen, was denn richtig sei.
    Oskar hat alles geschehen lassen. Darum ist er heute dort, wo er ist. Kein Erbarmen und keine Interesse für die Linke. Man hat alles verspielt.

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