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Neue Busfahrer auf linker Spur?

Erstellt von IE am Donnerstag 12. September 2013

Mitgliederzuwachs verwundert Linkspartei

Kamen diese auch per Bus ?

Es ist wieder an seinen Ausgangspunkt zurückgekehrt ins Saarland, dass Busfahrersyndrom in der Linken. So sind laut SZ in der heißen Phase des Wahlkampf, nein diesmal keine 220, sondern 60 neue Mitgliederanträge eingegangen. Ist es nur ein Zufall das bei diesen Deal wieder einmal die gleichen Verdächtigen wie im Jahr 2008 ins Gespräch gebracht werden?

Erinnern möchten wir in diesen Zusammenhang auch daran das im Herbst der Landesvorstand neu gewählt wird. Wie uns zugetragen wurde wird Rolf Linsler wohl nicht mehr kandidieren und die weitere Mitarbeit von einigen Mitgliedern im Vorstand ungewiss sein. Eine große Umschichtung wird allgemein erwartet. Auffällig in diesem Zusammenhang, bei den Neuanmeldungen soll es sich überwiegend um Beitragszahler mit 1,50 Euro handeln, den niedrigsten Beitragssatz in der Partei die Linke.

War es doch immer schon auffällig dass bei anstehenden Wahlen, nicht nur im Saarland, ominöse Busladungen, gefüllt mit irgendwelchen Personen ins Gespräch gebracht wurden, welche dann auch später entsprechend bevorzugt bewirtet wurden?  Nach den Wahlen tauchten diese Personen dann überwiegend nicht mehr auf, hatten sich angeblich wieder abgemeldet. Sollte auch dieses mal wieder eine Gruppe daran interessiert sein, die Gunst der Stunde für eigene Interessen zu nutzen?

Auffällig auch das sofort wieder die Schiedskommission ins Spiel gebracht wird, welche laut dem kommissarischen Geschäftsführer Dennis Bard im Zweifelsfall die Anträge überprüfen und notfalls auch über eine Aufnahme entscheiden würde. Das sind alles schon sehr ungewöhnliche Vorgänge innerhalb einer ungewöhnlichen  Partei. Immer wieder auch die vorauseilende Erwähnung der Schiedskommission, der Hammer der Willkür in der Linken?

Mitgliederzuwachs verwundert Linkspartei

60 neue Mitgliedsanträge sind in der heißen Phase des Wahlkampfs bei der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei eingegangen. Dort ist klar, von wem die Anträge kommen: Stadtratsmitglied Winfried Jung. Der dementiert. Er wisse auch nichts von 60 Anträgen. (Veröffentlicht am 12.09.2013)

Winfried Jung, Mitglied der Linke-Stadtratsfraktion, hat nach Angaben von Dennis Bard, kommissarischer Landesgeschäftsführer der Partei, fleißig Mitglieder geworben. 60 Anträge lägen beim Landesvorstand. Er wisse, dass diese von Jung stammen. Martin Sommer, der Geschäftsführer der Stadtratsfraktion, habe die Anträge bei ihm abgegeben, versichert Bard. Sommer bestätigt das.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Patrick Therre

27 Kommentare zu “Neue Busfahrer auf linker Spur?”

  1. Pille Palle sagt:

    Das Theater 2009, kann mich noch erinnern. Rein in die Partei und raus aus der Partei. Oskar war damals stolz, wie Oskar, 200 Mann aufgenommen, supergeil!
    Dann hieß es, sie sind wieder ausgetreten. Flüstertüten innerhalb der Partei schürten die Gerüchteküche mit, was denen versprochen wurde, wurde nicht gehalten ( nur Gerüchte).
    Wa ich nicht raffe, dass die Linken nicht zählen können oder haben sie keine Ordnung in den Akten. Wenn man einen Aufnahmeantrag abgibt, dann wird er als Eingang gestempelt und abgehangen, vielleicht noch eine Kopie oder zwei für Kreis und OV.
    Die Schiedskommission hat wohl auch nicht zu entscheiden über Aufnahmen? Ist es nicht so, wenn ich meinen Antrag auf Aufnahme abgegeben habe, bin ich Mitglied, denn ich zahle dann ja auch schon ab Anmeldedatum meinen Beitrag.

  2. Roland B sagt:

    Noch besser zum Thema Wahlkampfmanipulation:

    http://www.potemkin-zeitschrift.de/2013/09/11/stimmen-fuer-neskovic-und-fuer-die-tonne/

    Danach verliert lt. Wahlgesetz im Falle der Wahl von Neskovic – für den ja Wagenknecht und Ernst Werbung machen – SÄMTLICHE (!!!) Zweitstimmen im Wahlkreis: Das sind 10% der Linkenstimmen in Brandenburg!!! Hat die Partei sie noch alle???

  3. Kaa sagt:

    Zur Auffrischung:

    Revolte gegen Linke-Chef

    Jung: Linsler ist für sein Amt nicht geeignet

    http://www.sol.de/titelseite/topnews/Rolf-Lins-Revolte-Linke-Stadtverordnete-Linke-Stadtratsfraktion-Claudia-Stader-Jessica-Zeyer-Eric-Barth-Michael-Bleines-Winfried-Jung-Jung-Linsler-ist-fuer-sein-Amt-nicht-geeignet;art26205,3202915

  4. Roter Jaeger sagt:

    Ein Gewerkschafter macht sich auf den Weg zu neuen Pfründen?

  5. Alexander sagt:

    Ein paar Jährchen zurück…
    Anlass waren angeblich „erhebliche Unregelmäßigkeiten, die auf Urkundenfälschung schließen lassen“, auf Beitrittserklärungen von Neumitgliedern. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden die Unterschriften entweder eigenhändig von den Mitgliedern „oder durch andere Personen mit einer entsprechenden Ermächtigung“ geleistet.

    Böse Zungen behaupten, dass Jung das Ruder im Stadtrat gerne übernommen hätte; Linslers Rückkehr steht derweil in den Sternen. Die Gunst der Stunde? Man(n) weiß.

  6. frans wagenseil sagt:

    @1

    Man ist nicht Mitglied, wenn man den >Mitgliedsantrag< abgegeben hat.
    Die Partei muss zuerst den Antrag annehmen.

    Wie das bei der Linken gemacht wird, hat sich mir bisher noch nicht so ganz erschlossen, ist immer etwas dubios, es hieß eigentlich immer, die Kreisvorstände wären zuständig, jetzt scheint es wieder anders zu sein.
    Oder hat der Sommer die Anträge nur in den Falschen Kasten gelegt, und so nur aus Versehen in den Landesvorstand mitgenommen. Und wenn man sich dort mit der Sache befasst, würde das wieder einmal die Inkompetenz dieser Leute beschreiben.

    Bei der SPD z.B. entscheidet der Ortsvereinsvorstand darüber, ob ein Antragsteller Mitglied werden kann, oder nicht. Da wird dann in die Runde gefragt: wer ist das, gibt es da Negatives, gibt es Einwände. Dann wird ein Beschluss gefasst, ob der Kandidat Mitglied wird oder nicht.
    Mit diesem Procedere will man sich unliebsame Mitglieder vom Hals halten und im Ortsverein kennt man seine Pappenheimer.

    Eine Zuständigkeit der Schiedskommision besteht nur bei Angelegenheiten, die Mitglieder betreffen.
    Inwiefern die über Mitgliedsanträge entscheiden sollen oder können, erschließt sich mir nicht.

  7. Pittendörfer sagt:

    Die „Graue Eminenz“ war so tüchtig und hat Eintrittserklärungen fast zwei Wochen lang „spazieren gefahren“, um einen kritischen Kreisvorstand landesweit in Misskredit bringen zu können.

    Die Schiedskommission unter Federführung der Angestellten der Linksfraktion (ehemalige „Eisprinzessin“) hat sich sogar erdreistet, festzustellen, welchem Ortsverband Mitglied „zugehörig“ ist; die neue Regelung in der BS noch nicht „up to date“.

    Die „Befehlsempfänger“ im Saarland halten sich dann die Statuten der Partei, wenn es die Parteiobrigkeit wünscht.

  8. astor03 sagt:

    das Prozedere was frans wagenseil hier beschreibt, stimmt nur bedingt. Zunächst gibt das Neumitglied eine Willenserklärung zur Mitgliedschaft, durch Abgabe der Aufnahmeerklärung ab. Damit ist die Person zunächst Mitglied und kann im Streitfall den Rechtsweg bestreiten.

    Da die Partei bisher jedoch erfolgreich verhindert hat, dass die Ortsverbände bei der Aufnahme ein Mitspracherecht erhalten, wird diese Entscheidung mehr schlecht als recht von den KVs übernommen. Die KVs entscheiden in sehr unterschiedlicher Weise. Da gibt es in der Praxis KV-Vorsitzende die alleine oder mit anderen Vorstandsmitgliedern über die Aufnahme entscheiden. Richtig wäre, dass der gesamte Vorstand über die Aufnahme entscheidet. Sofern ein Mitglied nicht aufgenommen wird, erhält es eine schriftliche Mitteilung. Dagegen kann es bei der Landesschiedkommission den Rechtsweg bestreiten. Oder das Mitglied wendet sich zunächst nach Berlin und lässt die Entscheidung überprüfen. Egal wie es ausgeht, der Aufnahmevorgang sollte lt. Satzung in 4 Wochen abgeschlossen sein.

  9. Pälzer sagt:

    Alle Rechte den Kreisvorständen, die OV’s sind nur für die Drecksarbeit da. So ist und so wird es auch bleiben.

  10. AntiSpeichellecker sagt:

    § 2 Erwerb der Mitgliedschaft

    (1) Mitglied der Partei kann sein, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat, sich zu den programmatischen Grundsätzen bekennt, die Bundessatzung anerkennt und keiner anderen Partei im Sinne des Parteiengesetzes angehört.

    (2) Die Mitgliedschaft in der Partei wird durch Eintritt erworben. Der Eintritt erfolgt durch schriftliche Eintrittserklärung gegenüber dem zuständigen Kreisvorstand oder dem Parteivorstand. Der Kreisvorstand macht den Eintritt mit Zustimmung des Mitgliedes unverzüglich in geeigneter Weise im Kreisverband parteiöffentlich bekannt und informiert das neue Mitglied über seine Mitwirkungsmöglichkeiten.

    (3) Die Mitgliedschaft wird sechs Wochen nach dem Eingang der Eintrittserklärung beim Kreisvorstand wirksam, sofern die satzungsgemäße Pflicht zur Beitragszahlung erfüllt ist und kein Einspruch gegen die Mitgliedschaft durch den Kreisvorstand oder einen übergeordneten Vorstand vorliegt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die/der Eintrittswillige die Rechte eines Gastmitgliedes. Hat das Mitglied keine Zustimmung zur parteiöffentlichen Bekanntmachung des Eintritts gegeben, bedarf es eines Aufnahmebeschlusses des Kreisvorstandes.

    (4) Gegen den Einspruch des Kreisvorstandes oder des übergeordneten Vorstandes kann die/der Eintrittswillige Widerspruch bei der zuständigen Schiedskommission eingelegen.

    (5) Kommt eine Mitgliedschaft durch den Einspruch nicht zustande, so kann die/der davon Betroffene frühestens nach Ablauf eines Jahres erneut eine Eintrittserklärung abgeben.

    (6) Jedes Mitglied der Partei gehört zu einem Kreisverband, in der Regel zu dem seines Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts.

    (7) Die Bundespartei führt eine zentrale Mitgliederdatei. Die organisatorische Absicherung erfolgt über die Bundesgeschäftsstelle.

    Bundessatzung der Partei DIE LINKE
    Beschluss der Parteitage der WASG und der Linkspartei.PDS am 24. und 25. März 2007 in Dortmund, bestätigt durch Urabstimmungen der WASG und Linkspartei.PDS vom 30. März bis 18. Mai 2007 und durch den Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE am 16. Juni 2007 in Berlin, geändert durch Beschlüsse der Parteitage der Partei DIE LINKE am 28. Februar 2009 in Essen, am 21. bis 23. Oktober 2011 in Erfurt, am 2. und 3. Juni 2012 in Göttingen und am 16. Juni 2013 in Dresden.
    http://www.die-linke.de/partei/dokumente/bundessatzungderparteidielinke/2diebasisderpartei/2erwerbdermitgliedschaft/

  11. Saarlouiser sagt:

    # 7 – Eindruck von Mauscheleien besteht seit 2007 !!!

  12. Giftzwerg sagt:

    Zufall oder unverschämte Mauschelei?
    Es wundert, dass zu diesem „heißen Thema“ Gilbert schweigt 😉

  13. Ichbins sagt:

    Gilbert kann hier nicht mehr schreiben

  14. Peter Anderson sagt:

    @ 13 – gut so!

  15. Opa Fielmann sagt:

    Ein paar Jährchen zurück…
    Anlass waren angeblich „erhebliche Unregelmäßigkeiten, die auf Urkundenfälschung schließen lassen“, auf Beitrittserklärungen von Neumitgliedern. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden die Unterschriften entweder eigenhändig von den Mitgliedern „oder durch andere Personen mit einer entsprechenden Ermächtigung“ geleistet.

    „Entsprechende Ermächtigungen“ zurückzudatieren, ist doch ein Leichtes…

  16. Zeitzeuge sagt:

    Es waren oftmals Eintrittserklärungen verschwunden, unauffindbar. Auf Nachfragen bei den Antragsstellern wurde uns der Abgabeort- KV mit Namen des Empfängers mitgeteilt. Auf Nachfragen beim Empfänger, wo denn nun der Antrag des Bürgers sei, Antwort: „Bei mir nicht…“
    Ein kluges Köpfchen gab folgenden Tip: laßt die Aufnahmeanträge doch im SB- Büro abstempeln, dann habt ihr es Schwarz auf Weiß.
    Auch geschehen, anno 2009 im Jahre des Herrn. Diese antragstellenden Bürger sollten Einladungen zur Wahl bekommen, damit sie wissen, wie toll es in der Partei funktioniert. Mitwählen konnten sie nicht, aber der KMV beschloss dann einstimmig, sie mitwählen zu lassen.

  17. Constantin sagt:

    @ 2 Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber

  18. frans wagenseil sagt:

    @13

    … wie so darf der Berti hier nicht mehr schreiben?
    Schreibt der etwa in einem anderen Forum und ist dort ein Wettbewerbsverbot eingegangen?

  19. Celine sagt:

    @3 Es geht ja nicht ums koennen , man muss es nur in seinen lebenslauf schreiben koennen und damit seine angebliche Kompetenz dokumentieren Hat schon jemand den Lebeslauf von Astrid Schramm gelesen wer zwischen den Zeilen lesen kann ist klar im Vorteil.
    :-)

  20. frans wagenseil sagt:

    @19

    … würde ich gerne lesen, habe ich aber nicht gefunde.
    Stell mal einen Link ein.

    Aber auch ohne lesen kann man sich ein bild machen.
    Wenn man das offizelle Foto mit der Realität vergleicht, weiß jederman wen er vor sich hat.
    Ich möchte das jetzt nicht vertiefen.

  21. emschergenosse sagt:

    #18
    Frag ihn doch selber!

  22. Amadeus sagt:

    #21

    Wenn ich mich nicht verguckt habe, ging es hier um eine Blondine namens Schramm Astrid.

  23. Desiree sagt:

    60 neue Mitglieder, weil sich Oskar vom Acker gemacht hat und den saarländischen Wahlkampf boykottiert?????????

  24. friitzje sagt:

    Es gab mal einen Kreisvorsitzenden in Neunkirchen (WASG Nordsaar, später LINKE), der hat 20 „Motorradfahrer“ aus dem „Ostertal“ als Mitglieder aufgenommen.
    Diesen spendierte er dann auch noch einen eigenen Ortsverband namens „OV Ostertal“
    Der OV Ostertal bestand aus den Orten Münchwies (NK), Lautenbach (OTW), Fürth (OTW), Dörrenbach (WND) und Werschweiler (WND).
    Wer sich so was ausdenkt (den Ortsverband Ostertal), ist doch krank im Hirn.
    Übrigens, dieser ehemalige Kreisvorsitzende redete schon 2006, als noch niemand an Oscar dachte, von den 200 Busfahrern aus Saarbrücken, so alt ist die Geschichte.

  25. friitzje sagt:

    Nr. 24 –> Nachtrag:
    Das mit 2006 ist natürlich ein Tippfehler und muss 2005 heißen.

  26. Regenbogenhexe sagt:

    Neuigkeiten!

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarbruecken/Saarbruecken-Linke-Winfried-Jung-Saarbahn-GmbH-Mitgliederwerbung;art2806,4966235

  27. Opa Fielmann sagt:

    Was läuft denn hier ab?
    Dass Jung tatsächlich während seiner Dienstzeit und/oder an seinem Arbeitsplatz Firmenangehörige nicht nur geworben, sondern sogar unter Druckausübung geworben haben könnte, halte ich für kompletten Unsinn, für eine Rufmordkampagne. Es sieht für mich ganz nach einem Racheakt aus der „Napoleon-Ecke“ aus, weil Jung am Infostand von Thomas Lutze mit geschafft hat. Die Sache kann dennoch gefährlich für Jung werden, weil es nicht auf – heute gar nicht mehr feststellbare – Tatsachen ankommt, sondern auf Zeugen.
    Dass „linke Zeugen gekauft werden“, gehört für mich zum Normalhandwerkszeug der saarländischen „Polit-Mafia“ um bekannte Personen.

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