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Nachlese: Tag der Deutschen Einheit

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 4. Oktober 2016

Nachlese: Tag der Deutschen Einheit
Friedensworte und Schimpftiraden

File:2016-10-03 Stanislaw Tillich, Angela Merkel, Joachim Gauck (Tag der Deutschen Einheit 2016 in Dresden) by Sandro Halank–25.jpg

Chor Knaben mit Mädel nach den Sonntagsreden

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Frauenkirche haben in Dresden die offiziellen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit begonnen. Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck wurden von wütenden Menschen beschimpft, darunter viele „Pegida“-Anhänger.

Mehrere Hundert Menschen haben die geladenen Politiker bei der zentralen Einheitsfeier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden lautstark beschimpft. Die Demonstranten, vor allem Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses, riefen „Volksverräter“, „Haut ab“ und „Merkel muss weg“. Auch Trillerpfeifen ertönten.

Polizei drängt Demonstranten zurück

Unter den Gästen waren Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Augenzeugen sprachen von einem Spießrutenlauf für die Gäste und Politiker, die auf dem Weg zu den Feierlichkeiten waren. Um ihnen Zugang zu verschaffen, mussten zahlreiche Personen „zurückgedrängt werden“, teilte die Dresdner Polizei mit.

Nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Dresdner Moschee und ein Kongresszentrum in der vergangenen Woche wurden die Sicherheitsmaßnahmen in der sächsischen Landeshauptstadt verstärkt. Zum Einheitsfeiertag sind dort etwa 2600 Polizisten im Einsatz.

Festgottesdienst in der Frauenkirche

In der Frauenkirche fand ein ökumenischer Gottesdienst statt. Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing erinnerte in seiner Predigt vor etwa 1200 Menschen daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei und auch im täglichen Leben errungen werden müsse. „Es würde sehr viel Gutes bewirken, wenn wir in den Fragen, die unser Land beunruhigen, nach solchem Frieden strebten“, sagte er.

An der Liturgie beteiligten sich auch der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos von Deutschland und der Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers. Anschließend machten sich die Gäste auf den Weg in die Semperoper, wo der offizielle Festakt zum Tag der Einheit gefeiert wird.

Brücken bauen in den Köpfen

Quelle :Tagesschau >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Tag der Deutschen Einheit Dresden 2016

Attribution: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Author Sandro Halank / own work

9 Kommentare zu “Nachlese: Tag der Deutschen Einheit”

  1. Demokratikus sagt:

    Merkel forderte Respekt…

    Wer Respekt forder bzw. mit Respekt behandelt werden möchte, muss auch was dafür tun. Was tut Merkel? In der Weltgeschichte herum fliegen, um Abzeichnungen abzuholen!

  2. Klaus sagt:

    Die Pöbeleien von Pegida-Demonstranten am Einheitsfeiertag in Dresden sorgen weiter für Gesprächsstoff. Für SPD-Innenexperte Burkhard Lischka ist klar: Hier wurde die Grenze der freien Meinungsäußerung überschritten.

    Wie oft überschreiten SPD-Politiker ihre Grenzen?

    Die Rufe nach „Merkel muss weg“ würde ich als Linker auch ohne WENN und ABER unterstützen.

  3. MeineMeinung sagt:

    Dresden: Claudia Roth entsetzt über „brutalen Hass“ bei Einheitsfeier

    Entsetzt bin ich, dass Cohn-Bendit bei der Einheitsfeier Festredner sein durfte.

  4. Barabas sagt:

    Nein, Frau Merkel, nicht „alle sind Ihr Volk“

    http://opposition24.com/nein-frau-merkel-nicht-alle-sind-das-volk/295140

    Britisches Magazin: Angela Merkel ist die größte Bedrohung für Europa

    http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/business-insider-britisches-magazin-angela-merkel-ist-die-groesste-bedrohung-fuer-europa_id_4577760.html

  5. Zwergenmama sagt:

    „Volksverräter, haut ab!“ – Dies und vieles mehr müssen sich Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck bei ihrem Besuch zur Einheitsfeier in Dresden anhören. Vor der Semperoper und der Frauenkirche stören wütende Demonstranten den feierlichen Festakt. Die Kanzlerin zeigt sich unbeeindruckt.

    http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Politikgegner-poebeln-vor-Dresdner-Frauenkirche-article18775411.html

    Die Kanzlerin zeigt sich auch unbeeindruckt von Kinderarmut, Leiharbeit und Altersarmut …!!!

  6. Opa Fielmann sagt:

    Den Tag der deutschen Einheit wollte hauptsächlich die Prominenz feiern, und diejenigen die Ostdeutschland viel versprochen und nichts gehalten haben.

  7. C. Marino sagt:

    Zitat im Tagesspiele: „So müssen sich Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und etliche andere Gäste schon am frühen Morgen Proteste und Beschimpfungen gefallen lassen.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/tag-der-deutschen-einheit-in-dresden-von-den-mindestanspruechen-der-zivilisation/14636800.html

    Das Volk ist in den Augen der selbsternannten Elite einmal Pack, Mob u.v.a.m. Aber vom Geld des Pack, Mob etc. lässt es sich gut leben.

    Die Medien sollten weitsichtiger berichten und sich nicht nur eine Schiene festlegen.

  8. Regenbogenhexe sagt:

    Kommentar von Aussie42 04.10.2016 | 13:10
    die parlamentarische Institutionalisierung des Ressentiments.

    Ressentiment? Geht es nicht vielmehr um Wut, Enttaeuschung, Betrogensein?

    Gruende dafuer gibt es genug. Die Globalisierung mit ihren Versprechungen, die nicht eingeloest wurden.
    In Ostdeutschland zudem die „Vereinigungsversprechen“, die die Mehrheit der ostdeutschen Bevoelkerung enttaeuscht haben.

    Die Ursachen des „Ressentiments“, der Wut, sind also keineswegs irrational, emotional, sondern haben offensichtliche, konkrete politisch-oekonomische Ursachen.

    Die weitverbreitete Enttaeuschung ist den etablierten Parteien unangenehm, evtl. peinlich. Bisher richtete sich die „Wut“ nur ausser-parlamentarisch gegen das „Establishment“. Inzwischen hat sich die „Wut“ (noch etwas ungelenk) parlamentarisch etabliert und wird als rechtsradikal gelabelt.

    Jetzt wird es kritisch fuer die „staatstragenden Parteien“. Statt die eigene Verantwortung zu thematisieren, wird versucht den „Schulterschluss der Demokraten“ zur Abwehr der „rechtsradikalen Gefahr“ zu mobilisieren.

  9. Silvia sagt:

    PEGIDA hat viel mehr Menschen hinter sich, als Linke glauben. Für linke Nichtversteher noch einmal ganz einfach zusammengefasst die Punkt, um die es den meisten Menschen – gelegentliche Trittbrettfahrer ausgenommen – geht:

    • Die Deutschen (ja, es gibt sie noch!) möchten das Erstarken einer fremden Kultur, die die Lebensart des Westens, das Christentum und die Ungläubigen ablehnt und bekämpft, die Frauen diskriminiert und die Demokratie ablehnt, im eigenen Land verhindern. Ist das nicht nachvollziehbar?

    • Die Deutschen möchten weiterhin Deutsche bleiben dürfen, ohne dass ihnen dieses nationale Selbstverständnis als Schande nachgetragen wird („völkisch“, „muffig“, „intolerant“, „rassistisch“). Gerade diese Schlagworte der antinationalen Hetzer sind diskriminierend und rassistisch, da sie beinhalten, dass dem Deutschen nicht genauso seine Nationalität zugestanden wird wie anderen Menschen anderer Nationen. Durch die doppelte Staatsangehörigkeit wurde der gebürtige Deutsche bereits in eine nicht mehr ebenbürtige, sondern schlechtere Position gestellt als z. B. ein Türke mit zwei Staatsangehörigkeiten.

    • Längerfristige Sozialleistungen an einen riesigen Migrantenstrom stellen eine soziale Ungerechtigkeit dar und tragen nicht zum sozialen Frieden bei. Die finanziellen Mittel, die in Deutschland für Sozialleistungen zur Verfügung stehen, werden von Steuergeldern rekrutiert. Diese wiederum werden den Arbeitnehmern vom Lohn abgezogen, auf sämtliche Einnahmen und Konsumgüter erhoben. Diese Steuern müssen steigen, wenn immer höhere Summen für Sozialleistungen benötigt werden. Sämtliche Einwanderer, die als Flüchtlinge behandelt werden, erhalten aus diesem Topf Leistungen, und zwar nicht nur vorübergehend und zeitlich begrenzt, sondern auf unbefristete Zeit, ohne jemals in diese Kassen einbezahlt zu haben – das trifft auch auf die Krankenversicherungen zu. Es wird nicht differenziert zwischen wirklichen Flüchtlingen aus Kriegsgebieten und Einwanderern in die Sozialsysteme.

    • Um den riesigen Flüchtlingsstrom nach Deutschland zu erleichtern, wurden von der Regierung (A. Merkel) Gesetze übertreten. Damit wurde das Wahlrecht der deutschen Bürger und die Demokratie missachtet. Der Bürger hat die Regierung unter der Voraussetzung der Einhaltung dieser Gesetze gewählt. Die Regierung ist nicht legitimiert, den bestehenden, verbindlichen Gesetzen und Abkommen zuwider zu handeln.

    • Waffenlieferungen und Kriegshandlungen von Deutschland in die arabischen Krisengebiete werden von den Deutschen abgelehnt. Amerikanische Interessen ändern daran nichts. Die Vormachtstellung der ehemaligen Siegermächte muss ein Ende haben.

    • Der Destabilisierung Deutschlands (und Europas) als Ziel von USA-Eliten muss entgegen gewirkt werden. Die provozierte Flüchtlingskrise ist u.a. ein Mittel zu dieser Destabilisierung.
    (Das Wort „flüchten“ sollte man dabei hinterfragen, denn dieses Wort suggeriert einen Notzustand, der in vielen Fällen nicht zutrifft. Wenn Menschen mit Geld, das ihnen im eigenen Land nicht in dieser Menge geboten werden kann, weil es dort ein ganz anderes Verhältnis zwischen Arbeit, Lohn, Vorsorge und Vermögen gibt, in andere Länder gelockt werden, handelt es sich nicht um Flucht, sondern um Auswanderung. Die gab es in ähnlicher Weise z. B. nach Amerika Ende des letzten Jahrhunderts, allerdings mit dem Unterschied, dass den Menschen dort kein Geld ohne geleistete Arbeit gezahlt wurde.)

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