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Meldung des OV-St. Ingbert

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 6. November 2011

Der Ortsverbandsvorstand bittet dringend um Veröffentlichung nachstehend wichtiger Meldung für ALG2-Empfänger

Gesetzlicher Pfändungsschutz von Sozialleistungen fällt zum 01.01.2012 weg

Der bisherige 14-tägige gesetzliche Pfändungsschutz von Sozialleistungen fällt zum 01.01.2012 weg. Hartz IV-Empfänger, denen die Pfändung droht, sollten ihr Konto daher in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln, rät die Bundesagentur für Arbeit in einer Mitteilung vom 04.11.2011. Durch eine Umwandlung werde automatisch ein Grundfreibetrag in Höhe von 1.028,89 Euro geschützt. Der persönliche Freibetrag könne unter Umständen aber auch höher ausfallen.

Antrag bei kontoführender Bank erforderlich

Dies sei zum Beispiel dann der Fall, wenn auf ein Konto für mehrere Personen Leistungen aus der Grundsicherung überwiesen werden oder wenn auf dem Konto andere Transferleistungen (beispielsweise Kindergeld oder Kinderzuschlag) eingehen, so die Arbeitsagentur. Die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto erfolge auf Antrag durch die kontoführende Bank. Werde das Konto nicht rechtzeitig in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt, bestehe für Leistungsbezieher die Gefahr, dass zum Jahresanfang 2012 nicht über eingegangene Geldleistungen, wie zum Beispiel das Arbeitslosengeld II, verfügt werden kann, warnt die Bundesagentur für Arbeit.

Quelle: beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 4. November 2011.

IE

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Grafikquelle   :   Inge Hannemann

6 Kommentare zu “Meldung des OV-St. Ingbert”

  1. ichbins sagt:

    Ein P-Konto ist aber auch nicht ganz „ohne“ und nicht wirklich das Gelbe vom Ei ;-( Jede Person muss ein eigenes haben, Gemeinschaftskonten gibts da nicht, schwierig wenn mehrere Personen vom Amt was bekommen, da die Argen bestimmt die Regelsätze nicht teilen werden. Wirklich durchdacht ist es nicht, kostenfrei schon gar nicht und es gibt ein paar Widrigkeiten.
    http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=1710119

  2. GillaSchillo sagt:

    Das Gelbe vom Ei ist ein P-Konto nicht.
    Nicht umsonst habe ich in der SZ kürzlich gefordert: Ein Girokonto für alle.
    Was ist denn heute noch kostenfrei?

  3. ichbins sagt:

    Gerade die Banken mit ihrer “ Abzocke “ sind doch oft das Problem. Und wenn man ein gebührenfreies Konto hatte und es nun aus Angst es könnte ne Pfändung kommen umwandelt, hat man ein Problem. Denn es werden auch Leute umwandeln, die es eigentlich nicht brauchten… Dieses P-Konto ist eine Verschlechterung, da wurde wieder etwas „gebastelt“ was im Grunde eigentlich gut wäre, aber wie so Vieles, wie H4 echt total bescheuert umgesetzt wird. Und auch verschlimmbessert werden wird mit der Zeit. Wenn bemerkt wird, dass es in der Praxis schief gehen wird. Papier ist geduldig, da hört sich alles irgendwie gut an, auch das SGB 2 und Fördern und Fordern… Aber die Praxis beweist, dass es leider nicht eitel Sonnenschein ist. DAs was als Heil verkauft wird zum Fluch wird.

    Deine Forderung unterstütze ich und auch darüber hinaus. Damit hast Du mehr als Recht! Man zahlt sich an Gebühren Noch und Nöcher eh schon um die Existenz, alles wird erhöht und teurer, aber nicht ausgeglichen, nicht für den kleinen Mann und Frau. Ein moderateres Konzept müsste her, hättest Du eine Idee, denn gute hast Du ja wirklich.

    In die Schuldenfalle gerät man heute schnell, sogar ohne dass man sein Geld verjubelt hat und mit H4 ist es schon schwerer geworden wieder Fuß zu fassen. Mit einem P-Konto was helfen sollte kanns ganz schnell noch schlimmer werden mit dem Abgehängt werden. Freibeträge und was zu schützen ist, ist sehr wichtig für Menschen die eh schon nicht mehr viel haben. Da besteht Handlungsbedarf. Aber ich befürchte, dass diese Kontoart einmal mehr die Tür zum Stigma öffnet ;-((( Unsre Regierung beweist seit Jahren wozu sie fähig ist und wie sie mit den Menschen umgeht, wo sie stramm Gelder einspart und wo sie es verschwendet…

    Und wer den Dispo ausgereizt hat, bekommt auch nicht so ohne Weiteres sein Konto umgewandelt. Es wird sofort fällig und schon hat man auf einen Schlag die Schulden bei der Bank zurückzuzahlen oder die pfänden selber. So wie es bislang war, die Freibeträge, Möglichkeit der Insolvenz, Schuldenberatung, Pfändungsschutz auf normalen Konten ect wars doch gut. Und ein P-Konto schützt nicht ganz zu 100%. Das böse Erwachen wird kommen, wie das Amen in der Kirche…

    Im ersten Moment klingt es wie das Ei des Kolumbus, eierlegende Wollmilchsau für Schuldner die vollstreckt werden, aber…. es hat nen Haken, einen riesen Haken…

  4. ichbins sagt:

    Kostenfrei sollte Respekt und Wertschätzung der Menschen sein, aber ich fürche auch hier hat es seinen Preis 🙁 da manche Menschen „gleicher“ sind.

    _____________________________
    Anmerk.
    ;-( ein „zwinkerndes“ Auge ist eigentlich unangebracht; und das nimmt er auch nicht!!!
    🙁 >>> : – (

    ich hab’s schon einmal geschrieben!!!
    http://www.demokratisch-links.de/gefuhlter-mindestlohn#comment-6830

  5. ichbins sagt:

    http://p-konto-blog.de/2010/07/zuruck-in-die-steinzeit/

  6. Thomas A. Bolle sagt:

    Stimmt es das „P-Konten“ nur personenbezogen geführt werden? Das würde bei einer Bedarfsgemeinschaft ja heissen, dass jeder ein eigenes Konto eröffnen muss. Wie soll denn die ARGE oder Jobcenter dann die Gelder überweisen?
    Wenn jemand Schulden mit in die Ehe gebracht hat, haftet ja nicht der neue Partner.

    ____________________________
    Anmerkung:
    Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unser Posting: „P“ – Konto – Blog

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