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Märchenstunde mit Onkel Gregor

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 24. August 2013

Da ist er wieder der Gregor Gysi.

File:2013-09-12 Gregor Gysi 257.JPG

Neulich noch laut „Playboy“ der männliche Spitzenpolitiker, dem die meisten Deutschen ihr Leben anvertrauen würden und heute mit seiner politischen Aussage in einen Interview der Freien Presse. Ein Tausendsassa welcher trotz allen Hindernissen immer eine gewisse Ironie an den Tag legt. Auch im Kontrast zu einer uneitlen Merkel welche im Playboy keine Erwähnung fand. Auch nicht als Covergirl.

Die kommenden Wahlen möchte er natürlich gewinnen, gerade so wie es sich für einen Parteibesitzer gehört. Aber, wem will er die von ihm vermisste Leidenschaft einhauchen? Hier im Linken West Lager, den Totengräbern der Partei etwa? In Bayern, Saarland oder auch anderen Ländern für welche schon das erreichen der 3 % Marke als Utopie gilt? Woher nehmen, wenn nicht stehlen, heißt hier die Maxime. Ist es doch meist nur noch ein versprengtes Häuflein welches bereit ist Wahlkampf zu machen.

Und noch etwas. Um sich selber als „Demokratischen Gewinn“ zu sehen muss die Partei erst einmal die entsprechenden Grundzüge erlernen. Zumindest im Westen wo viele bereits mit erreichen der Tischkante ihre Weitsicht überschritten haben. Die Brandrede auf den letzten Parteitag war gut, kam aber um viele Jahre zu spät und aus Eigenscham hat bislang noch niemand die Partei verlassen. Viele schauen zwar täglich mehrere male in den Spiegel, realisieren aber nicht sich selber zu sehen.

Überhaupt, reicht dazu das eigene Vorstellungsvermögen aus? Mit welchen Personen denn? Etwa Leiharbeitern? Ein Reisender für Niebel lässt sich vielleicht noch finden, aber sonst?  Viele bunte Luftballons. Wenn dich die Lüge und Unzuverlässigkeit am meisten aufregen hättest du wirklich Gepäckträger werden sollen und wärst besser keines von dem geworden was du heute bist.

Gregor Gysi
Wir sind ein demokratischer Gewinn

Gregor Gysi (Die Linke) spricht über die Notwendigkeit des Widerspruchs, eine uneitle Kanzlerin und Erklärungen zu den Ost-Renten, die er für schwachsinnig hält.

Die Linke hat ein achtköpfiges Spitzenteam aufgestellt. Frontmann auch dieser Teams ist und bleibt Gregor Gysi, der Fraktionschef im Bundestag. Mit ihm sprachen in einem gemeinsamen Interview für die „Freie Presse“ und die in Ludwigshafen erscheinende „Rheinpfalz“, Torsten Kleditzsch und Michael Garthe.

Freie Presse: Herr Gysi, vor vier Jahren hatten Sie zehn Prozent plus x als Ziel ausgegeben und mit 11,9 Prozent auch erreicht. Derzeit liegen Sie in Umfragen weit darunter. Heißt das Ziel 2013 fünf Prozent plus x?

Gysi: Nein, wir wollen ein zweistelliges Ergebnis. Ich lasse nur das „x“ weg.

Dann müssen Sie aber noch deutlich zulegen.

Na klar, ich geh` doch nicht in den Wahlkampf, damit alles so bleibt. Dann kann ich auch zu Hause bleiben. Jetzt müssen wir kämpfen, jetzt muss Leidenschaft entstehen.

Davon ist aber noch wenig zu spüren.

Ja, am Anfang war der Wahlkampf so lala. Das liegt daran, dass alle glauben, die Merkel bleibt sowieso Kanzlerin, der Steinbrück hat keine Chance. Aber so langsam tut sich was. Es kommen mehr Leute. Und den sage ich dann immer, warum es wichtig ist, die Linke zu wählen.

Und warum?

Wir sind ein unglaublicher demokratischer Gewinn, weil wir in zahlreichen Themen vom Afghanistankrieg über Rentenkürzung bis zu Hartz IV die einzigen im Bundestag sind, die mit der Mehrheit der Bevölkerung dagegen sind. Selbst wenn ein Wähler in einzelnen Punkten nicht unserer Meinung ist, bleibt es auch für ihn wichtig, dass es überhaupt jemanden gibt, der in der Debatte dagegen argumentiert. Und dann kommt noch ein zweiter Punkt hinzu: Die anderen tun ja nicht nur so, als ob sie uns nicht ausstehen könnten. Sie können uns ja tatsächlich nicht leiden. Deshalb richten sie ihr politisches Handeln auch nach unseren Ergebnissen aus. Sind wir stark, werden auch die anderen stärker auf soziale Belange achten, damit wir an Zuspruch wieder verlieren.

Quelle: Freie Presse >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle     :     Gregor Gysi, Rechtsanwalt und Politiker (DIE LINKE). Wahlkampfveranstaltung der Partei DIE LINKE auf dem Marienplatz in München am 12.09.2013.

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Attribution: Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

4 Kommentare zu “Märchenstunde mit Onkel Gregor”

  1. Linksdrachenmaus sagt:

    Mein Lieblingspolitiker ist Gysi, der redet Klartext, was in der Sozialpolitik alles schief läuft.
    Leider hat er sich viele Jahre von Lafontaine die Butter vom Brot nehmen lassen 😉

  2. Blechtrommel sagt:

    Es ist richtig, die Linke ist ein demokratischer Gewinn. Innerparteilich leider nur auf dem Papier.

  3. Alfred sagt:

    Gregor Gysi platzt der Kragen

    http://www.youtube.com/watch?v=eva74TchdxE

  4. Celine sagt:

    Meine Güte der Populismus ist nicht zu toppen.
    Links blinken und rechts Abbiegen gilt wohl jetzt auch fuer sogenaannte „Realpolitiker“ der Linke.

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