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RENTENANGST

mal wieder Rente mit 70

Erstellt von UP. am Montag 5. August 2013

Ja – was sind das denn alles für Sadisten???
Was sind denn das für Geier???
SOMMERLOCHSYNDROM oder WAS???

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Wenn ich so etwas lese, gehen bei mir die Lichter an – aber alle – die roten und die blauen!
Man muss sich wirklich an den Kopf fassen, zu welchen abstrusen Gedanken Menschen fähig sind. Und das sagt ausgerechnet ein „Handwerker“. Will der wirklich einen 67-jährigen Heizungsmonteur noch auf den Knieen rumrutschen lassen oder einen Tiefbau (Kanalbauer) – Facharbeiter, der bei Wind und Wetter sein Leben lang schwerste Arbeit verrichtet hat, mit 69 noch in einen 3,5 m tiefen Kanalgraben steigen lassen, um Rohre zu verlegen.

BDH Bundesleitung
V.i.S.d.P.: Ilse Müller
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0 fax 0228-96984-99
mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de

BDH Bundesverband Rehabilitation-Presseinfo:

Ruhestand wird zum Luxus für wenige

BDH: „Rente mit 70 ist gesellschaftspolitische Geisterfahrt“

Bonn, 5. August 2013 – Die Diskussion um die Einführung eines Renteneintrittsalters von 70 Jahren ist nach Ansicht der Vorsitzenden des BDH Bundesverband Rehabilitation Ausdruck des Scheiterns von Wirtschaft und Politik, die sich mit halbherzigen Zuwanderungskonzepten, einer unehrlichen Familienpolitik und schrittweisen Rentenkürzungen der Demografie geschlagen gegeben haben:

„Die Forderung des Handwerkspräsidenten Otto Kenztler nach einer Einführung der Rente mit 70 ist verantwortungslos und kurzsichtig. Arbeiten bis zum Umfallen ist keine Lösung, sondern das Diktat derer, die sich der Nöte der älteren Generation und der Altersarmut nicht bewusst sind. Die Forderung zeigt, dass Teile von Politik und Interessengruppen längst die Fesseln des Realismus zerrissen haben und sich auf gesellschaftspolitischer Geisterfahrt befinden. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt derzeit bei etwa 61 Jahren und ist auch die Folge davon, dass sich Politik und Wirtschaft tapfer gegen einen neuen Kurs in der Gesundheitsprävention zur Wehr setzen. Man darf sich nicht von politischen Hütchenspieler-Tricks in die Irreführen lassen.“ Nach wie vor liege die Arbeitslosenquote der über 55-jährigen bei etwa zehn Prozent und Ältere, die mindestens zwölf Monate lang Arbeitslosengeld II ohne Job-Offerte erhalten haben, verschwänden aus der Statistik. Diese Schönfärberei verdeckte die Realität, das Ältere so oder so kaum Jobchancen besitzen. Ein höheres Renteneintrittsalter sei damit nichts anderes als eine Rentenkürzung, so Müller, die zudem auf die Belastungsgrenze älterer Menschen aufmerksam macht: „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass bei uns Menschen an die Belastungsgrenzen getrieben werden, die bereits seit über 40 Jahren im Erwerbsleben ihre Frau oder ihren Mann standen. Das demografische Problem ist nicht erst seit kurzem bekannt, weshalb es nachgerade unverschämt ist, die demografische Lücke durch Menschen zu schließen, die sich einen ruhigen und stressfreien Lebensabend redlich verdient haben.“

Es sei höchste Zeit, dass sich die Unternehmerschaft um ihre alternden Belegschaften kümmere und diese fit mache für ein Erwerbsleben über 60, bevor Kampfparolen wie die einer Rente mit 70 die Runde machten. „Hier haben viele Unternehmen geschlafen. Jetzt ruft alles nach mehr Zuwanderung, einer höheren Frauen-Erwerbsquote und längerer Lebensarbeitszeit. Wir plädieren dafür, den Kern der Bemühungen auf berufsspezifische Qualifikationsmaßnahmen und Gesundheitsprävention auszurichten. Der Erfolg beruflicher Rehabilitation ist unbestritten und wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Unternehmen aus“, so Müller.

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Grafikquelle     :     Eingang der BDH-Klinik Greifswald mit Logo

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