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Macht Italien Europa Beine?

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 27. Februar 2013

„Es schmerzt, belächelt zu werden“

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Das haben wir immer genauso gesagt: Will man den Korrupten Politikern ernsthaft auf den Pelz rücken, geht dieses am wirkungsvollsten über den Humor und die Satire, denn nirgendwo anders ist mehr Wahres enthalten. Nehmt diese sich selbst wichtig tuenden Nullen auf die leichte Schulter, denn das ist genau der Punkt welcher die meisten Schmerzen bereitet. Das wussten im übrigen schon ein Till Eulenspiegel samt den Hofnarren des Mittelalters.

Genau das hat sich sicher auch der Komiker Beppo Grillo in Italien gedacht als er sich auf den Weg in die Politik machte und der Erfolg gibt im Recht! Seine auf Anhieb erreichten 25,5 % der Stimmen zeigen das eine gute Komik sehr wohl die Wichtigtuer einer schlechten Politik in den Schatten stellen kann.

Darum kommt in die Politik ihr Urban Priol, Dieter Hildebrandt, Dieter Nuhr, Georg Schramm und wie ihr sonst noch heißt. Besser erstklassige Kabarettisten als zweit- oder drittklassige Politiker welche noch nicht einmal den Geist aufbringen über die eigene Unfähigkeit und Dummheit zu lachen. Welche weder Flughäfen, noch Bahnhöfe bauen lassen können und den Manipulationen in der Lebensmittelindustrie freien Lauf lassen.

Wo liegt denn der Unterschied zwischen einem Berlusconi und den Politikern dieses Landes? Ein Berlusconi macht nichts gegen den Willen der Beteiligten! Er hat wohl kein zu verdrängendes Jugendtrauma aus einer Organisation des „Horch und Guck“! Tag und Nacht so in der Gegend herumstehen, beobachtend und lauschend, in halb ab-geduckter Haltung, den Kopf eingezogen. Die Schulter noch vorne gedrückt, da der Strauch des Verdeckens zu niedrig war. Man wollte ja nicht gesehen werden. Aber genau so ein Leben ist prägend und erzeugt nicht reparable Haltungsschäden.

Dabei haben die Wahlen in Italien den Bürgern eines klar gemacht: Die sonderbare Einstellung der Politiker in Europa und Deutschland in ihren Verständnis zur Demokratie. Ein Volk hat entschieden sich nicht der Diktatur von Merkel und den anderen Vertretern des Bankenclan zu unterwerfen.  Gut so! Zum Schaden der Demokratie? Nein, zum Schaden von Merkel und Co. Aber das alles kennen wir ja schon zu genüge, Von Demokratie wird immer dann geredet wenn es der Macht genehm ist.

Wer spinnt denn nun, die Römer oder wir? Monti, ein Handlanger des Übel bekam nur schlappe 10 Prozent der Stimmen! Als Dank des Volkes für seinen Reformkurs! Ein Schock für jemanden der auch noch zuvor lange Wettbewerbskommissar in der EU Kommission war. Selbst nach dieser vernichtenden Niederlage hört man aus dem Hause Barroso nur dummes Zeug. „Wir verfolgen eine Agenda von Wachstum und Jobs.“ Hoffen wir, dass die Wahlen hier im eigen Land zum Spiegelbild Italiens werden. Nur, und da sind wir schlechter dran als die Italiener, wir haben keine Opposition! Hier haben wir nur Verursacher.

Ein sehr gutes Interview lesen wir heute mit Frau Reski in der TAZ:

„Es schmerzt, belächelt zu werden“

Die Italiener haben nicht aus Trotz Beppe Grillo gewählt. Und sie sind auch nicht deutschlandfeindlich, sagt die Autorin und Journalistin Petra Reski

 taz: Frau Reski, welche Rolle hat die deutsche Politik für die Wahlen in Italien gespielt?

Petra Reski: Eine Art Vogelscheuchenfunktion. Die deutsche Politik wurde natürlich benutzt, von Berlusconi bis zur Linken. Alle haben versucht, diese deutsche Gefahr zu beschwören. Wobei hier willentlich übersehen wurde, dass das, was sie den Deutschen anlasten – also Wirtschaftsprobleme und Einsparungen –, nicht Auswirkung der deutschen, sondern natürlich der italienischen Politik der letzten 30 Jahre ist. Die Deutschen haben aber auch alles dafür getan, sich als Vogelscheuche benutzen zu lassen.

Sie spielen auf die Empfehlungen aus Deutschland an.

Ja, da hat sich keiner zurückgehalten – von Westerwelle über Merkel bis zu Martin Schulz. Diese Ratschläge aus Deutschland sind nicht ganz uneigennützig gewesen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Quelle Eigenes Werk
Urheber Elmschrat

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