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RENTENANGST

Lötzsch auf Tauchstation

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 22. Januar 2011

Da war sie mal eben weg

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6a/Gesine_L%C3%B6tzsch_5Mai2011_a.jpg/558px-Gesine_L%C3%B6tzsch_5Mai2011_a.jpg

Wo war Lötzsch, wird sich so manch einer am Freitagnachmittag in der aktuellen Stunde des Bundestages gefragt haben. Dabei war es ihre Stunde, eine Zeit nur für sie. Welcher Bürger sonst bekommt denn schon eine Aktuelle Stunde im Bundestag für sich anberaumt?

Die Brandstifterin hatte also ihr Nichterscheinen vorgezogen, was ja an und für sich normal ist, da für Löscharbeiten gewöhnlich die Feuerwehr zuständig ist. Auch fühlen sich Brandstifter meist sehr unter Zeitdruck gesetzt, sind sie doch rastlos unterwegs, um andernorts erneut zu zündeln.

So auch Frau Lötzsch, welche es vorgezogen hatte, einen Neujahrsempfang in Wiesbaden bei der hessischen Linken zu beehren. Na ja, bei einem solchen Anlass wird für gewöhnlich auch Sekt serviert, während der Bundestag sich mehr an alkoholfreie Getränke  hält. Sekt passt auch besser zu Porsche. Als Kommunistin gönnt man sich ja ausser einem fetten Gehalt und die Pension auf Kosten der Steuerzahler weiter nichts. Die Rente zahlt ihr übrigens der demokratische Staat.

So musste denn stattdessen Ulrich Maurer die  heißen  Worthülsen seiner Chefin entschärfen. Da nicht nur Mitglied des Parteivorstand, sondern auch – aus Sicht der Partei – als katholischer Schwabe und ehemaliger Vorsitzender der baden – württembergischen SPD –  Landtagsfraktion, über allen Kommunismus Verdacht erhaben, blieb er der einzige Redner seiner Partei. So versuchte er eine Verbindung zwischen der Bibel und dem Kommunismus aufzuzeigen. Des weiteren  betonte auch er, wie viele andere vor ihm das seine Partei mit dem K – Wort nichts mehr am Hut habe. Es wird zwar viel geredet, aber anstonsten kümmert uns das nicht. Genauso wie in anderen Dingen auch?

Dass denn solch dumme Äußerungen aus dem Mund einer Parteivorsitzenden  von den  anderen Parteien aufgenommen und entsprechend  ausgeschlachtet werden, ist in der Politik etwas vollkommen normales. Das erleben wir in anderer Richtung auch tagtäglich. Dass aber die in der Partei immer wieder auffälligen Vorkommnisse in Richtung Stalinismus und Kommunismus laufen zeigt, warum sich der größte Teil unserer Gesellschaft die Partei lieber auf Distanz hält.

Auch wird der in dieser Gesellschaft sich benachteiligt Fühlende, für welchen sich die Partei stark machen möchte, sehr schnell bemerken, dass besonders er bei der Suche nach den verschlungenen Pfaden verloren gehen wird. Denn wenn diesen Menschen erst geholfen wird, nachdem der Kommunismus eingeführt wurde, bleibt es jedem Wähler überlassen, über  den Zeitpunkt dieses Wandels nachzudenken.

Dem einfachen Mitglied der Partei wird bei im Vergleich meist harmlosen Vorkommnissen gleich mit Parteiausschluss aus Gründen eines parteischädigendes Verhalten gedroht. Haben diese absolut politischen Nieten, welche nur für ihr eigenes Ego arbeiten, einen Dummschwätzer-Ausweis oder reicht der Titel Dr. oder Professor dazu aus?

Es wird auf jeden Fall interessant sein zu beobachten, wie lange die vielen ehrlich Bemühten dieses Verhalten noch  tolerieren werden.  Wie haben wir neulich noch geschrieben: Zum Aufbau braucht es viele fleißige Hände, derweil nur eine Abrissbirne ausreicht, dieses alles wieder zu zerstören. Und von diesen Birnen gibt es in der Partei viel zu viele.

IE

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Ein Kommentar zu “Lötzsch auf Tauchstation”

  1. Bundesdemokrat sagt:

    Auch die so wortgewandte Talkshow-Setterin Wagenknecht war nicht anwesend. Was den Zusammenhang zu Kirche betrifft: Die katholische Kirche hat bewiesener Maßen Nazi-Größen geholfen. Sie hat sich für ihr Handeln und Wegschauen ebensowenig entschuldigt oder Wiedergutmachung angeboten. Und auch die CDU hat unter Adenauer das Konkordatsgesetz aus der NS-Zeit verlängert. Die CDU hat ihre eigenen Leichen im Keller. Kirche, speziell die katholische steht dem Grundgesetz mit dem Gleichheitsgebot entgegen. Das muss, wie das Zöllibat abgeschafft werden.
    Aber zurück zum Kommunismus. Das der nicht funktioniert liegt auch in der Natur von uns Menschen. Unser streben nach mehr ist einerseits Antrieb für Vorschritt und Wachstum, andererseits aber die Vorstufe zur Gier.
    Es stimmt das ein Umdenken in unserem Handeln und Tun notwendig ist. Eine Demokratie ist eben manchmal langsam. Aber angeordnetes Umdenken von Oben ist nicht die Lösung. Denn das bedeutet auch nur eine „Elite“ die es angeblich besser kann. Das bedeutet wiederum Klassen. Die Auswüchse in unserer Demokratie lassen nicht zwangsläufig deren Abschaffung als oberstes Ziel zu. Wir müssen zurück zu einer Demokratie die das Soziale vorn an stellt. Die alle Entscheidungen zuerst am Gemeinwohl und ihren Bürgern ausrichtet. Das bedeutet nicht Gleichmacherei. Es wird immer Menschen geben die besser Begabt, besser und schneller das eine oder andere können. Und es gibt auch die weniger oder garnicht Begabten. Kurzum ALLE Menschen. Und wenn deren Arbeit für Gemeinschaft zum Vorteil und Wohl der Gemeinschaft wird sollen sie auch entsprechende Entlohnung bekommen. Einschließlich der Neubewertung von Arbeit.
    Diese, meine Vorstellungen lassen sich hier nicht komplett darstellen.
    Nur eins will ich damit ausdrücken. Das hat mit Kommunismus, antikapitalistische oder sozialistische Linke nicht das geringste zu tun. Das ist sozilale Demokratrie in der jeder seinen Platz hat.
    Aber ich kann mich mit der Forderung nach bedingungslosem Grundeinkommen auch nicht anfreunden.
    Mit der Sicherstellung der Teilnahme am Leben bei entsprechenden Voraussetzungen schon.

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