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Lothar Bisky, ein Nachruf

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 14. August 2013

Zum Tod von Lothar Bisky:
Abschied von einem Nachdenklichen

Es gebe sicher viel zu schreiben über Lothar Bisky, wie immer wenn ein Mensch diese Erde verlässt, denn immer ist es einer von uns, gleichgültig welch einem Lager er zugeordnet wurde. Persönlich glaube ich, dass er jeden welcher das Glück hatte ihn einmal kennenzulernen, in guter Erinnerung bleiben  wird.  Auf Wiedersehen, Lothar.

Als jungen Mann zog es Lothar Bisky von Schleswig-Holstein in die DDR – aus Überzeugung. Erst mit der Wende 1989 ging er in die Politik. Er war ein schlechter Redner, ein guter Zuhörer und ein überzeugter Parlamentarier. Jetzt ist er im Alter von 71 Jahren gestorben.

Lothar Bisky war ein Anti-Politiker. Er war ein äußerst schlechter Redner. Er holperte und polterte durch die Redemanuskripte, wie ein Traktor über die Krume. Er war auch kein Machtmensch. Er hasste die Intrigen in seiner Partei und anderswo. Er war nicht fähig, Leute wegzudrängen. Einer wie Bisky hätte heute keine Chance zum politischen Aufstieg, in keiner Partei.

Lothar Bisky, geboren 1941, hatte auch sicher nie vorgehabt, Politiker zu werden. Er war Sozialist, wollte die DDR, war 1959 freiwillig in dieses Land gekommen. Er machte Karriere im Arbeiter- und Bauernstaat. Am Ende war er Chef der staatlichen Filmhochschule, natürlich SED-Mitglied. Aber nie hat einer seiner ehemaligen Studenten geklagt, der Bisky habe Leute schikaniert. Im Gegenteil: Er hat sich schützend vor kritische Studenten gestellt. Das brachte ihm Ärger ein. Dennoch hat er später viel mehr über seine Anpassung gesprochen. Beides unterschied ihn von vielen SED-Mitgliedern.

Quelle: Spiegel online >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia

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Ein Kommentar zu “Lothar Bisky, ein Nachruf”

  1. UP. sagt:

    Das ist wohl wahr: Er hatte nicht die „Gabe“, geschliffen und und mit verdeckter Polemik in sauberer Rhetorik Lügen zu verpacken.

    Völlig unbekannt bei den Karrieristen: Bisky „lebte vor“! Das ist bei Politikern normalerweise nicht normal. Denn die Regel ist: Wein saufen [und Schnaps dazu – bis der Arzt kommt] und Wasser predigen und ran die Tröge! Masslosigkeit bis zum Kontrollverlust. Das ist Sucht. Machtsucht. Eine nicht stoffliche Sucht. Wie die Spielsucht. Noch Fragen zu unseren sauberen Politikern der CDUCSUGRÜNESPDF.D.P u. auch zahllose LINKE ? – leider!

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