DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Linsler „spezial“

Erstellt von Familie Becker am Montag 7. Mai 2012

Austritte!? – Nicht nur von Kommunalpolitikern …

Sommerfest der Linken 2.jpg

als „Sonderbeilage“ zu Linke Saar Austritte

Im Saarland sind seit den Kommunalwahlen fast drei Jahre vergangen und die Zahl der in den Kommunalparlamenten vertretenen Linken hat sich beinahe um die Hälfte reduziert. An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass insbesondere im Saarland, eine Person gleichzeitig mehrere Mandate innehat. Sprich: mit nur einem Austritt verliert die Linke zwei bis drei Mandate.

Die Parteispitze – Rolf Linsler – versucht dies damit zu erklären, dass die meisten Kommunalpolitiker durch Überforderung und/oder Unerfahrenheit das Handtuch geworfen haben. Interessante Theorie! Sicherlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass der ein oder andere wie ein Fisch ins kalte Wasser geworfen worden ist. Aber wenn man sich überfordert fühlt oder gar so unerfahren in der parlamentarischen Arbeit ist, stellt sich doch die Frage, wieso die Mandatsträger dann ihre Parteimitgliedschaft beenden und nicht das Mandat abgeben?
Linsler kann man in dem Punkt zustimmen, dass die Linke Saar im Superwahljahr 2009 selbst nicht mit den Prozenten gerechnet hatte und sich mit den Persona auf den jeweiligen Listen nicht großartig auseinandergesetzt hatte.
ABER: Tatsache ist jedoch, dass gerade in dieser Situation Hilfe und Unterstützung von Seiten der Parteispitze den kommunalen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern hätte entgegen gebracht werden müssen. Ist es nicht so, dass mehr als ein Kommunalpolitiker oder Funktionär ein solches Anliegen vorgebracht hat? Rhetorik- und Kommunikationsseminare, Schulungen in Doppik, Kommunalrecht etc. ?!
Auch ist es ironisch, dass gerade Rolf Linsler von Unerfahrenheit und Überforderung spricht. Viele Austritte, Streitereien, nicht vorhandene Parteistrukturen, unzureichende Informations- und Kommunikationswege und die unprofessionelle Arbeitsweise der Landesgeschäftsstelle lassen darauf schließen, dass der Vorsitzende selbst offensichtlich überfordert und unerfahren ist. Was in der Sache nicht weiter schlimm wäre, wenn er zumindest dafür Sorge tragen würde, dass er kompetentes Personal einstellt, welches die administrativen Aufgaben wahrnimmt. Stattdessen werden vermeintliche Mehrheitsbeschaffer, Fraktionskollegen oder Parteifunktionäre (Kreisebene) eingestellt, die für ihren jeweiligen Arbeitgeber die Werbetrommel rühren sollen, aber leider keine personelle und fachkompetente Mitarbeiter darstellen.
Und all das wird natürlich von einem Oskar Lafontaine ferngehalten, schön geredet oder noch besser: Das eigene Versagen wird einfach jemand anderem in die Schuhe geschoben. Und sobald sich jemand erdreistet auch nur im Geringsten auf die Schwachstellen hinzuweisen, wird dieser zum Erzfeind und für vogelfrei erklärt. Da wird ganz schnell ein Schiedsverfahren eingeleitet, Kündigungen ausgesprochen oder so lange gemobbt, bis die Person den „Laden“ von selbst verlässt.
Wenn einem Herrn Linsler an seiner Partei gelegen wäre und vor allem auch daran, dass sie nicht nur zum aktuellen Zeitpunkt seine Rente aufbessert, sondern auch noch nach ihm die inhaltlichen und politischen Ziele in den Parlamenten – sei es auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene – vertritt, dann hätte er bereits im November 2011 seinen Hut an den Nagel gehangen.

Lieber Rolf Linsler, stets sprichst du von Wahlbetrug im Fall Pia Döring (klar, das war nicht die feine englische Art), aber schon mal daran gedacht, wer ihr den Übertritt nicht schwer gemacht hat? Ist es nicht auch Wahlbetrug, wenn jemand Wasser predigt und Wein säuft?

Lieber Rolf Linsler, stets verlangst du von Mitgliedern, die ihre Mitgliedschaft aufkündigen ihre Mandate niederzulegen? Schon mal daran gedacht, wer diese Austritte auch mitverursacht haben könnte?
Du lässt die Genossinnen und Genossen an der Basis am ausgestreckten Arm verhungern, indem du einfach die Augen vor den Problemen schließt und ganz nach dem Motto lebst: Nach mir die Sintflut!

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Grafikquelle   :  Sommerfest der Saarlinken am Weiher Saarbrücken

 

32 Kommentare zu “Linsler „spezial“”

  1. ichbins sagt:

    Strike!

  2. pontius pilatus sagt:

    Was müssen bei Linsler und Co die Nerven so blank liegen, dass jetzt nach großem zeitlichen Abstand auf die Ausgetretenen geschimpft wird. Anscheinend sieht man jetzt, wo man steht und – auf die Misere immer wieder täglich angesprochen, schließlich hat es zwischenzeitlich der letzte Außenstehende gemerkt- muss ein Sündenbock her.

  3. David sagt:

    100 % gute Analyse.

  4. Pfiffi sagt:

    Stimme dem Artikel 100 % zu !!!

  5. HaraldNiewtor sagt:

    OLAF lässt alles zu und schaut darüber hinweg.

    Der gute soziale Oskar muss weg !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Waldschrat sagt:

    #2
    auf die Misere weisen die Kritiker schon seit Jahren hin.
    Weil OLAF aber nur Wasserträgerinnen und Wasserträger will, mussten die Kritiker weg.

  7. Dieter sagt:

    @ Harald und Walter

    Ich bin ganz eurer Meinung. Lafontaine ist über alles informiert.

  8. Hansi Bier sagt:

    Ich möchte hier nicht Lafontaine in Schutz nehmen, aber mal ganz ehrlich: der Mann hat sicherlich genug um die Ohren und zahlreiche Termine. Die Informationen, die er bekommt, sind gefilterte Infos von Linsler & Co. Was wirklich abgeht, weiß er nicht. Wobei ich damit nicht sagen will, dass er-wenn er´s wüßte-anders handeln würde…Vielleicht hat er auch die „Nach mir die Sintflut“ Einstellung?! Immerhin hat er ja sein eigentliches Ziel-sich an der SPD zu rächen-erreicht…

  9. pontius pilatus sagt:

    Lafontaine ist informiert? Ja, ist er, aber einseitig.

    Dass Kritiker seit Jahren auf die Misere hinweisen, ist zwar richtig, hilft aber nichts, weil alle nur maulen (öffentlich oder heimlich), aber keiner aufsteht.
    Wo sind die Gegenkandidaten zu Lafo und Linsler? Warum ist insbesondere Letzterer noch im Amt? Gibt es keinen besseren Landesvorsitzenden?

    Die Partei will nur Wasserträger, auch das ist richtig, welche, die schuften und ansonsten den Mund halten.

    Jürgen Trenz hat am Wochenende Reformen gefordert, eher wird der Papst heiraten, als das etwas passiert. Trenz hat ja in seinem Artikel in der Saarbrücker Zeitung richtig erkannt, dass die Mitglieder im Regen stehen gelassen werden.

    Wie es kommen wird? Reformen werden abgelehnt, weiterhin wird es Kritik geben und es wird sich in den nächsten Jahren viel aufstauen. Dann kommt der große Big Bang und es wird gehörig knallen. Das weiß auch Oskar, er will es aber nicht sehen und hören und was kümmert es ihn. Wenn es knallt, schleicht er sich von dannen und geht in Rente.

  10. GillaSchillo sagt:

    Trapp-trapp … es geht abwärts.

  11. Zacharias sagt:

    Der Landesvorsitzende lässt alle Probleme ruhen bis es zu spät ist.

  12. Zacharias sagt:

    Pontius Pilatus
    Wo bist Du aufgestanden und hast öffentlich gemault?

  13. UP. sagt:

    Vielleicht macht es Sinn, dem lieben OLaf einmal eine Auswahl von Links auf DL zu senden. Es müsste natürlich [fast] sicher gestellt sein, dass ihn das auch erreicht. Aber vielleicht liest er längst mit. Das wäre natürlich fatal; denn dann wüsste er wirklich Bé-scheid!!! Und handelt wider besserem Wissen. Leider lässt sich das kaum herausfinden…

  14. Ex-Saarlouiser sagt:

    #8
    Der Mann hat so viel Zeit, dass er eine LaVorstandssitzung besuchen kann um „anzuordnen“, die Kritiker müssen weg.
    Deine Annahme, dass OLAF gefilterte Informationen bekommt, halte ich schlichtweg für falsch. „Napoleon von der Saar“ weiß sehr wohl was wirklich abgeht.

  15. Diogenes sagt:

    zu #8 – Hansi Bier
    „Ich möchte hier nicht Lafontaine in Schutz nehmen, aber mal ganz ehrlich: der Mann hat sicherlich genug um die Ohren und zahlreiche Termine. Die Informationen, die er bekommt, sind gefilterte Infos von Linsler & Co. Was wirklich abgeht, weiß er nicht. Wobei ich damit nicht sagen will, dass er – wenn er´s wüßte – anders handeln würde. Vielleicht hat er auch die “Nach mir die Sintflut” Einstellung?! Immerhin hat er ja sein eigentliches Ziel – sich an der SPD zu rächen – erreicht..“

    Welch ein Gesülze, werter Hansi! Was willst Du uns eigentlich sagen? Daß wir den „armen“ Oskar auch verstehen sollten?

    Oskar weiß recht genau, „was wirklich abgeht“. Zu seiner Verhaltensweise gehört: Verärgerung nie zeigen, die Verursacher nie offen attackieren, sondern nur heimlich von hinten herum durch heimliche Helfer (z.B.: Ausschlüsse G.Schillo und G.Kallenborn; Kaltstellungen V.Schneider, HK.Hill, T.Lutze, B.Huonker, M.Martin u.a.). Parteitagsreden werden zur massenwirksamen Diffamierung genutzt (G.Kallenborn). Ansonsten überlegen staatsmännisches Auftreten vor der Kamera. Der Rest geschieht in geheimen Zirkeln im Kreis seiner – nicht jedem Parteimitglied bekannten – Vertrauten. Ganz so, wie sich eine Art saarländischer „Mafia“ auch verhalten würde.

    Oskars politische Laufbahn neigt sich dem Ende zu. Einerseits hat er der SPD „gezeigt“, daß man ihn nicht ungestraft „ärgert“, aber um welchen Preis, andererseits ist er mit der Gründung der gesamtdeutschen LINKE strategisch gescheitert, weil die West-Linke abgeschlagen bei 3% Wählerzustimmung liegt -trotz Saar-Bonus von 16,1%. Derzeit wartet Oskar noch die Wahlergebnisse in SH (2,2%) und NR (3-4%?) ab. Geht NRW ebenfalls verloren, müßte Oskar – eigentlich – sein politisches Scheitern eingestehen und abtreten. Für den Ruhestand ist er zwar ausreichend versorgt, doch dürfte ihn der Verzicht auf politische Bedeutung hart ankommen.

    Was mich insgesamt stört, ist die offenbar fehlende Einsicht in die tragisch komische Situation, daß Oskar sich falscher Freunde (WASG, SPD, Gewerkschaft) bedient hat, mit denen in einer neuen Partei „kein Staat“ zu machen ist. Welche Rolle haben die Vertreter der genannten Gruppen denn vorher gespielt?

    Oskar ist daher – bei aller Schläue – entscheidend mit seiner Personalpolitik gescheitert, was sich nachhaltig auf die politische Außenwirkung – inzwische bei NULL angekommen – ausgewirkt hat. Damit ist auch die politisch „linke“ Idee für die kommenden Jahre gscheitert, wie ich an anderer Stelle bereits ausgeführt habe.

    Es gibt noch weitere Gründe wie Versorgungsmentalität, Günstlingswirtschaft, Mißachtung der Parteibasis, Gutsherrenntalität der Obertanen, intern totalitärer Herrschafts- und Kontrollanspruch, generelle Mißachtung von Recht und Gesetz und eigener Satzung, Unterdrückung Andersdenkender, etc. et., was den ganzen internen Unfrieden gestiftet hat. Wenn K.Erns sagt: „wir haben uns zu viel mit uns selbst beschäftigt“, so ist das gelogen geschönt, weil diese Selbstbeschäftigung aus Sicht der sich unterdrückt Fühlenden ein Akt der Notwehr war, aus errschaftssicht ein Akt der Herrschaftsausübung.

    Dennoch: bei aller Tragik hat Oskar kein Mitleid verdient. Er erntet nur, was er gesät hat. Und es wäre nur konsequent und sehr heilsam, träte er jetzt endlich ab.

    Dennoch danke für Deinen Beitrag, Hansi, weil er zum Nachdenken angeregt hat.

  16. Bednarek sagt:

    Gemeinsamkeit von Linsler und Kjell Stensson?
    Beide wissen zu scherzen!!!

  17. Der Thomas sagt:

    Geschrieben steht: „die Zahl der in den Kommunalparlamenten vertretenen Linken hat sich beinahe um die Hälfte reduziert“.

    Ok, das wären bei rund 240 Mandaten, die im Juni 2009 gewonnen wurden, rund 120 Mandate. Real sind exakt 32 Mandate verloren gegangen, fünf weitere Mandatsträger haben ihre jeweilige Linksfraktion verlassen, sind aber bewusst Parteimitglied geblieben. Und nicht alle Verflossene sind linke Widerstandskämpfer. Beispiele? Ein Fraktionvorsitzender einer Kreistagsfraktion bewarb sich 2009 engagiert, aber erfolglos für den Landtag. Er unterlag parteiintern, verließ die Partei und nahm seine beiden Mandate, das seiner Frau und das eines engen Freundes mit. Und eine Saarbrücker Stadträtin war die Linke vielleicht nicht Links genug und musste direkt zur FDP wechseln. Mindestens ein Übertritt zur CDU ist auch belegbar, sicher sehr links. Aber klar, es gibt auch andere Beispiele, wie kürzlich in Homburg. Dort gingen drei engagierte Kommunalpolitiker, die für die Linke ein herber Verlust darstellen.

  18. Hansi Bier sagt:

    @Diogenes: Ich denke, dass du mich mißverstanden hast. Ich möchte Lafontaine weder verteidigen noch bemitleide ich ihn. Warum auch? Ihm geht´s doch gut…
    Ich wollte lediglich sagen, dass ich für MICH die Theorie habe, dass er Die Linke nur „gegründet“ hat, um sich an der SPD zu rächen und in 2009 einen seiner Erzfeinde PM zu ärgern. Aber wie gesagt: das ist nur meine eigene Theorie…
    In allen anderen Punkten stimme ich dir vollkommen zu! Seh ich genauso!

  19. Hansi Bier sagt:

    @Bednarek: Der ist gut!

    Die Linke Fraktion im Landtag=Ein Käfig voller Narren 😉

  20. David sagt:

    # 17 Thomas:
    klar, das ist so richtig was du schreibst. Und jetzt? Was belegt das?

  21. Helga Mester sagt:

    # Der Thomas

    Die genaue Zahl ist doch vollkommen uninteressant. Deine Argumentation ist doch Kinderkacke. Geht es in euren verquartzten Birnen nicht herein das ein jeder Austritt einer zuviel ist? So wollt ihr die Welt retten? Ihr macht euch mit eurer Ansicht lächerlich und merkt es nicht einmal. Genau, es sind Widerstandskämpfer da sie Obrigkeiten nicht akzeptieren. Merkt ihr denn überhaupt nicht das ihr soooo nicht bei den Menschen ankommt?

  22. Der Thomas sagt:

    # David.

    Ich will nur erreichen, dass Kritik auch ernst genommen werden kann. Es ist nun mal nicht jeder zweiter Abgeordnete ausgetreten, und zahlreiche ausgetretene Abgeordnete sind jetzt bei der SPD -sehr revolutionär. Dies als Protest oder Kritik zu werten ist schlichtweg falsch.
    Belegen tut dies erst mal gar nichts. Ich hab nur was dagegen, dass Leute zu Widerstandskämpfern stilisiert werden – die wie zum Beispiel ein Mandatsträger in Friedrichsthal – nicht ein einziges Mal im Stadtrat anwesend war (seit 2009).

    # Helga Mester

    JA, jeder Austritt ist einer zu viel. Auch wenn 120 nicht gleich 32 sind. Und NEIN, Argumente als „Kinderkacke“ zu bezeichnen ist niveaulos und Wasser auf die Mühlen deren, die du kritisierst.

  23. David sagt:

    # Der Thomas:

    Dass die Medien Bullshit schreiben und Teil -wenn auch eher in geringerem Maß- des schlechten Ergebnis sind stimmt. Zahlen sind Zahlen und die zu verändern geht eigentlich gar nicht. Aber das ist nix Neues und ändern können wir das nur bedingt und je nach Laune der Medien und deren Redakteure geht das besser oder schlechter.

    Aber das ist wie im Fußball: Stellt sich die Mannschaft bei Heimspielen doof dran, stimmt das Gefüge nicht, der Traimer erreicht die Spieler nicht oder will/kann sie nicht erreichen und das Präsidium kümmert sich lieber um alles andere nur nicht um die Mannschaft und auch nicht um die Fans, dann bekommt die Mannschaft plötzlich eher zu unrecht auch mal ne Rote Karte oder nen Elfer. Wär ja nicht schlimm, wenn die Fans dann plötzlich anfangen die eigene Mannschaft auszupfeiffen, die tlw nix dafür kann -aber nur tlw- und dann der Abstieg kommt und die Fans lieber zuhause bleiben oder „normale“ Zuschauer sich ein anderes Spiel anschauen gehn.
    Die Medien werden dies und das schreiben und manchmal übers Ziel schießen… Aber Schuld sind dann doch nicht die Medien oder die Fans. Die habens vielleicht erkannt und merken dass sich da was ändern muss, das ein neuer Trainer her muss und es den berühmten Ruck in der MANNSCHAFT geben muss. Wenn aber zuviele eingekaufte Einzelspieler rumturnen, denen ihr Gehalt oder ihre Frisur wichtiger sind, dann müssen die auch ausgetauscht werden, zumindest muss offen darüber gesprochen werden, die Analyse muss folgen, sonst steigen die ab!

    Wollen wir das? Hier gibt es viel die sagen ja, das wollen wir, den FC Linke braucht kein Mensch, aber nen neuen Verein aufbauen is viiiieeel schwerer als einen bestehenden zu sanieren. Ich bin fürs sanieren. Und ohne Training geht nix, aber darum muss sich der Trainer kümmern und das Präsidium muss die Mittel stellen.

  24. Rubbeldikatz1909 sagt:

    Es ist schön, dass es diese Seite gibt.

    Das Projekt Linke aus PDS und WASG ist für mich gescheitert.
    Und eins ist für mich klar. Das Vakuum bzw. der Bedarf an echter linker Politik ist riesengroß.
    Ob sich aus den nicht Teilnehmern der Fusion WASG; SAG bzw.
    SG eine deutschlandweite echte linke Partei entwickelt, mal
    sehen.
    Fakt ist mich stört die Ausschließeritis. Das es nicht
    mit Kommunisten etc. geht hat die PDL bewiesen.
    Ansonsten gehört meiner Ansicht nach der einfache
    Bürger in eine echte linke Partei.

    SPD und Grüne brauchen Druck von links. Eine Partei
    allein schafft keinen Politikwechsel.
    Was ist für mich echte linke Politik? Nun einerseits
    die Kunst Kompromisse auf hohem Niveau zu schaffen,
    Andererseits ROT Grün Beine zu machen.
    Meiner Ansicht nach kann es nur eine Mischung sein.

  25. David sagt:

    # 24

    Eine Linke die als Ziel hat SPD/Grüne Druck zu machen ist etwas wenig…. Und du schließt doch Kommunisten von vorneherien aus(wie viele gibt es denn überhaupt, dass die als große Gefahr angeshen werden)

  26. Oliver Kleis sagt:

    Fakt ist: Der Landesvorstand hat im Frühjahr 2009 beschlossen 450 000 Euro in den Land- und Bundestagswahlkampf zu stecken. Also – der Agentur des Charlie Lenhardt(lehnhard?? – keine Ahnung wie der sich schreibt) zu überweisen. Der Kommunalwahl hat man von vorneherein wenig Erfolg für die Partei zugetraut – klar, außer dem Fraktionsvorsitzenden im SB-Stadtrat gibts in den Kommunalparlamenten ja finanziell nix zu holen.
    Dann hatten wir einen größeren Erfolg als gedacht. Die Peter-Imandt-Gesellschaft hat dann schnell für die neugewählten Mandatsträger samstags Grundlagenseminare mit dem Genossen Cornelius (20 Jahre Bürgermeister von Friedrichstal) abgehalten. Das war die einzige Unterstützung die aus Saarbrücken kam. Dafür wurde von der Dudweilerstraße aus in den Fraktionen vor Ort bestimmt wer Vorsitzender werden darf und wer auf keinen Fall (siehe IGB, Bexbach…) Dann kam letztes Frühjahr ein Wisch von Th. L. Auf den wurde ja schon eingangen. Ich bleibe dabei: der einzige kommunale Mandatsträger der Partei der komplett überfordert ist und besser nie gewählt worden wäre, sitzt im Saarbrücker Stadtrat als FV… Und das ganze Gespräch: „wenn das der Oskar wüßte…“ erinnert an die Geschichten die Opa immer vom Krieg erzählt hat. Nur hieß der Oskar der damals angeblich irgendwas hätte wissen sollen, halt anders…

  27. pontius pilatus sagt:

    Linsler hat gestern auch wieder in Sachen Pia Döring nachgelegt. Die Linke will Döring vor dem Amtsgericht wegen Wahlbetrug gerichtlich belangen, zudem die Landeswahlleiterin vor dem Verwaltungsgericht, weil sie Dörings Wechsel für zulässig hält.
    Auch wenn bei diesen Gerichtsverfahren nichts herauskommt, Hauptsache, die Linke kann beleidigt nachtreten und Aufmerksamkeit erhaschen. Aber Linsler und Lafo dürfte es noch um was anderes gehen: Abschreckung! Nicht, dass noch andere Landtagsabgeordnete auf die Idee kommen, den Flattermann bzw. die Flatterfrau zu machen und die Linke verlassen.

  28. ichgreifmirandenkopf sagt:

    @ 22 Der Thomas

    „… Kritik auch ernst genommen werden kann…“ (Zitat). Ja „Kinderkacke“, genau. Die Helga Meister hat Recht! Wer nahm Kritiken in der Vergangenheit ernst? Du – Ihr? Niemals! Dann wäre manches nicht passiert, was passiert ist. Hättet ihr mal auf so manchen gehört, dann und selber nicht so viel verzapft, dann würde einiges anders aussehen. Alles, was jetzt von Euch hier getippt wird ist Rechtfertigung für ein Tun, dessen Auswirkung keiner von Euch sehen und hören wollte. Also bitte, haltet niemals die Menschen für blöde. Das geht in die Bux aber sehr dünn. Wie heißt es: Ursache – Wirkung und Schuld haben immer die Anderen!, gelle?

  29. Kiriakoula sagt:

    Das Desaster hat einen Namen: R.L.

    # 27
    Ich glaube mich erinnern zu können in einem Schiedsspruch gelesen zu haben, dass es schäbig ist Strafanzeigen zu erstatten.

  30. Rubbeldikatz1909 sagt:

    # 25

    Du hast meine 2 Punkte linker Politik scheinbar nicht
    verstanden. Die PDL hat es in Ihrer Regierungszeit
    unter Rot- Rot in Berlin geschafft, neoliberal zu handeln,
    sich überflüssig zu machen.

    Ich sage mit keiner Silbe, dass ich Kommunisten von vornherein
    aus schließe. Nein, ich habe da auch jahrelange Erfahrungen.
    Da gibt es gute und schlechte Erfahrungen mit Kommunisten.

    Der Begriff der Auschließerritis bezieht sich auf
    SPD, Grüne und Gewerkschafter. Die PDL wird eben (leider)
    nicht bis geringfügig als Partner auf Augenhöhe angesehen.
    Ich bleibe dabei, es braucht eine deutschlandweit
    akzeptierte linke Partei.

  31. Schichtwechsler sagt:

    Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…

    # 30
    — die Linke nicht bis geringfügig als Partner auf Augenhöhe angesehen wird —
    Das hat die Linke sich selbst zuzuschreiben.

  32. Hansi Bier sagt:

    #27:
    Die machen sich doch lächerlich! Das Innenministerium wird diese Angelegenheit sicherlich juristisch geprüft haben, bevor man die Wahl als gültig erklärt. Anstatt in den Spiegel zu schauen und sich selbst mal kritisch zu betrachten läuft man wieder zum Gericht.
    Interessante Theorie: „Aber Linsler und Lafo dürfte es noch um was anderes gehen: Abschreckung! Nicht, dass noch andere Landtagsabgeordnete auf die Idee kommen, den Flattermann bzw. die Flatterfrau zu machen und die Linke verlassen.“ Könnte durchaus was Wahres dran sein….
    Naja, in 5 Jahren müssen sie sich keine Gedanken mehr darüber machen. Wenn sich bis dahin Die Linke Saar nicht komplett zerfleischt hat wird man sich drüber freuen, wenn sie die 0% Hürde knacken.

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