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Links heisst-Ein Jeder für sich

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 4. September 2013

Gysi und Wagenknecht: Getrennter Paarlauf

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder  Gysi-Wagenknecht

Eine recht gute Betrachtung des Tagesspiegel der verschiedenen Interessengruppen in der Linken. Wo bei natürlich gerade jetzt, in Wahlkampfzeiten, die recht unterschiedliche Zielsetzung ins auffällig ist.. Wo die Einen die Beteiligung an eine Regierung unbedingt befürworten, lehnt der andere Teil eine solche Zielsetzung mit gleicher Entschlossenheit ab. In wie weit eine Partei diese Disharmonie in den eigenen Reihen auf Dauer verkraftet, wir die Zukunft zeigen.

Sie sind die Zugpferde der Linken: Gregor Gysi, der Gaukler, und Sahra Wagenknecht, die Ernste. Aber gemeinsame Auftritte gibt es nicht. Schließlich könnten sie sich gegenseitig die Schau stehlen.

Der Leipziger Linken-Vorsitzende tanzte aus der ostdeutschen Reihe. Volker Külow wollte einfach nicht verstehen, dass der bundesweite Wahlkampfauftakt der Linkspartei in seiner Heimatstadt mit Gregor Gysi als Hauptredner, aber ohne Sahra Wagenknecht über die Bühne gehen sollte. Die ist doch, meint er, die eigentliche Heldin der Partei.

Jetzt steht der bärtige Parteifunktionär, gelernter Diplom-Lehrer für Marxismus-Leninismus und seit 2007 Chef des Stadtverbandes, in seinem roten T-Shirt ziemlich vergnügt zwischen den Bürgerhäusern auf dem Markt im Zentrum. Er hat Wagenknecht gefragt, ob sie auch auftreten mag – und sie hat zugesagt.

„Diese kleine Freude gönn’ ich mir“, dachte sich Külow, obwohl er sich mit seiner Aktion, wie er zugibt, parteiintern „nicht nur Freunde gemacht“ habe.

Gysi und Wagenknecht sind die beiden wichtigsten Politiker der Linken. Und zugleich auch Rivalen. Sie, die Lebensgefährtin von Oskar Lafontaine, über dessen Rückzug Gysi nicht ganz unfroh ist. Er, mit dem Anspruch, der einzige echte Generalist zu sein. Gysi sieht die geläuterte Ex-Wortführerin der Kommunistischen Plattform dagegen lediglich in der Fachfrau-Rolle, Finanzmärkte, Euro-Krise. Und die historische Mission beansprucht er sowieso für sich – die Regierungsbeteiligung im Bund. Wenn es so weit kommen sollte, will Gysi zur Stelle sein.

„SPD und Grüne müssen sich gewaltig bewegen“

Im Juni auf dem Bundesparteitag in Dresden rief der Fraktionsvorsitzende in die Kongresshalle am Elbufer: „Bewegen müssen sich SPD und Grüne, und zwar gewaltig, und das muss unsere Offensive ausmachen.“ Gysi wollte der Partei wieder eine Aufgabe geben, eine „Option in die Zukunft“, und seitdem gab es kein Interview von ihm, in dem er nicht an diese Idee erinnert. Erst ein wenig hatte sich die Partei berappelt nach Dauerstreit, nach einer Serie von Wahlniederlagen im Westen. Und es ist nur ein paar Monate her, da fürchteten Funktionäre noch die Fünfprozenthürde – jetzt machen die Demoskopen ihnen Hoffnung, dass die Linke dem 11,9-Prozent-Rekord, der 2009 mit Lafontaine erreicht worden war, recht nahe kommen könnte.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

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Source https://commons.wikimedia.org/wiki/File:13-06-10-dosb-wahlhearing-vorauswahl-03.jpg https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DIE_LINKE_Bundesparteitag_10._Mai_2014-25.jpg
Author Ralf Roletschek & Olaf Kosinsky

19 Kommentare zu “Links heisst-Ein Jeder für sich”

  1. Ojemine sagt:

    Volker Külow wollte einfach nicht verstehen, dass der bundesweite Wahlkampfauftakt der Linkspartei in seiner Heimatstadt mit Gregor Gysi als Hauptredner, aber ohne Sahra Wagenknecht über die Bühne gehen sollte. Die ist doch, meint er, die eigentliche Heldin der Partei.

    Hallo, geht’s noch – Heldin der Partei?

    Was hat der Leipziger Vorsitzende „eingenommen“?

    Wahlvolk unter Drogen
    http://www.youtube.com/watch?v=gz2Gu8W8wEM#t=39

  2. Andrea S. sagt:

    „Die Heldin der Partei“- Lehrer für Marxismus- Leninismus, klar doch, sie halten zusammen.
    Wie immer, ohne Personenkult geht es in dieser Linken nicht.
    Dies ist eine Klatsche gegen die einfachen Mitglieder, die nun wohl die Plakate auf- und abhängen.
    Sahra die Absolute die Reine und Feine, Schöne und Gute, ich kann es nicht mehr hören, lesen, sehen oder nachvollziehen. Die Partei ist massiv abgestürzt und man hoffiert immer wieder die, welche dafür verantwortlich sind. Es ist schon immer so: „Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus.“

  3. Ichbins sagt:

    oder Opium fürs Volk. Lafontaine live http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/lafontaine-in-wuppertal-er-kam-sah-und-teilte-aus-1.1416002

  4. elze knörz sagt:

    die Piraten legen noch ne Schippe voll drauf:

    http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/darf-sich-die-vorsitzende-der-piraten-partei-so-zeigen-32242590.bild.html

  5. Zuckerschnecke sagt:

    # 3
    Wuppertal hat 347.000 Einwohner 🙂

  6. Advocatus Diaboli sagt:

    Die Piratin sollte zu den Saarlinken wechseln 😀 😀 😀

  7. RedAdair sagt:

    @6: Passt optisch wie intellektuell. Zudem scheint sie ja auch masochistisch veranlagt zu sein! Und links muss man ja ohnehin nicht sein, um bei den Linken in vorderster Reihe abzuhängen. Eine wirklich fesselnde Vorstellung.

  8. Holla die Waldfeh sagt:

    Mal ehrlich, mir ist die hübsche Piratin lieber als so mancher Möchtegernschönling in der Linken, der tut wie ein Saubermann und in Wirklichkeit die Messer spitzt.

  9. AntiSpeichellecker sagt:

    Was soll die ganze Aufregung?
    Was hier quasi „öffentlich“ zu bestaunen ist (war), haben andere wie ******* in großem Stil live „privat“ betrieben

  10. Blähboy sagt:

    „Chinesentante“ in der „Hängebondage“ – eine fesselnde Vorstellung.

    #Holla Die Waldfeh
    Möchtegernschönling in der Linken Saar?

  11. Hans von Wurst sagt:

    # 7 Die Piratin ist nicht blond!

  12. Hans von Wurst sagt:

    # 1 Frau Wagenknecht hat neuerdings soooooo eine gesunde Bräune

  13. MeineMeinung sagt:

    Die lautstarken Rufe nach Sahra Wagenknecht zeigen, dass Befürworter kommunistischer und „freiheitsfeindlicher Gedanken“ bei den Linken im Aufwind sind.

  14. pontius pilatus sagt:

    Der saarländische Landtag macht im Moment überhaupt Schlagzeilen zum Schmunzeln. Nachdem am Wochenende im Saarland eine Nacktwanderung (Kein Tippfehler! Nacktwanderung, nicht Nachtwanderung!!!) auf abgelegenen Wegen verboten wurde (Die Allgemeinheit und ihr sittliches Empfinden sah man in Gefahr), musste sich gestern damit auch noch der Landtag beschäftigen. Bierbaum erklärte, er könne sich nicht vorstellen, dass dadurch der Tourismus einen Aufschwung erlebt.
    Vielmehr würde die Allgemeinheit sicherlich die Meinung von SEXGURU Rolf interessieren – ich erinnere mich gerne zurück an den Artikel hier auf DL „Der Rolf und der Sex“. Damals, als Linsler Gratis-Pariser forderte.

  15. Pille Palle sagt:

    Da waren es wohl auch die Saarländer, die die FKK- Strände abgeschafft haben. 🙂 prüde Gesellschaft aber nur so tun und ab in den Puff. Wieviel Bordelle gibt es im Saarland, 270 ?

  16. bertablocker sagt:

    #14
    jaja – so ist das bei den Katholen – vordergründig immer fromm!

    Bordelle? Wieviel? genau 273! Hat mir mein Typ erzählt; wenn wir meistens nicht wollen, brauchen die Männer doch eine Entlastung. Ist doch einfach öde, wenn er brüllt, und ich wache davon auf.

  17. Knubbespaller sagt:

    @ 14 Wo steckt eigentlich der „unwiderstehliche“ Schlawiener?

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarbruecken/Die-Linke-und-der-Sex;art2806,3887825#.Tk4FVV24T3U

  18. Bäbbsche sagt:

    Pappschilder aufgestellt mit dem Gesicht des saarländischen Nussknackers-wer interessiert sich da noch für die Nacktwanderer!

  19. amore mio sagt:

    zu 17
    Der Rolf, des Englischen nicht mächtig, hat in der Vergangenheit was missverstanden. Als Lafo sagte: Du bist unser Playboy (Spieljunge), hat Linsler gedacht, er solle die Damen bezirzen, und nicht verstanden, dass er lediglich Oskars Spielball sein wird.

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