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Linker Wahlkampf in NRW

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 19. April 2012

Gregor Gysi vermisst die Kultur in seiner Partei

DIE LINKE Bundesparteitag 10-11 Mai 2014 -147.jpg

Über allen Gipfeln

Ist Ruh,

In allen Wipfeln

Spürest du

Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde.

Warte nur, balde

Ruhest du auch.

Laut einer Aussage von Gregor Gysi vermisst er die Kultur in seiner Partei. Dieses Gedicht schrieb Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1780 und man könnte glauben er hätte es speziell für den Landtagswahlkampf der LINKEN in NRW geschrieben. Kaum einen Hauch, schreibt Goethe, aber noch nicht einmal der ist hier spürbar. Auf der eigen Website DIE LINKE NRW aktuell wird versucht einige Highlights vorzustellen, aber da läuft letztendlich auch nicht viel zusammen. Hier einmal zwei der beworbenen Programmpunkte.

Als einen ihrer Wahlkampf Höhepunkte wird für Gütersloh der 10. Mai erwähnt. An diesen Tag soll Klaus Ernst zu Gast in Gütersloh sein, der Bertelsmann Stadt etwas 40 km entfernt von Ahlen. Na, was er da wohl macht? Ja richtig, er packt seine Sammlung Schellack Schallplatten aus und spielt sie einer andächtig lauschenden Hörerschaft vor. Seine Anreise dort wird erfahrungsgemäß mit dem alten Porsche erfolgen und wir hoffen das bedingt durch die unruhige Fahrt mit dem alten Gefährt nicht gar allzu viele Platten auf der Fahrt zerbrechen. Wir von DL fragen uns natürlich ob er denn dort wohl auch auf Prof. Bierbaum trifft ?

Gleich wie bei Opel fordert die LINKE NRW jetzt auch die Verstaatlichung der TSTG Schienen Technik in Duisburg. Ach ja, auf Neudeutsch nennt man das heute „Vergesellschaftung“, schönes Wort. Hallo Liebe Ost-Linke kommt euch das Wort noch bekannt vor? Seit vorsichtig wir kommen, aber vom Westen zum Osten braucht Mensch ein wenig mehr Zeit, wir müssen ja Rückwärts gehen und das geht nicht so schnell. Probiert es einmal aus!

So lesen wir auf NRW aktuell und zitieren:

„Wir nehmen der Besitzerin Voestalpine die Mär von der Perspektivlosigkeit des Standortes nicht ab“, sagte Landtagskandidatin Anna Conrads während einer Podiumsdiskussion in der Marxloher Kreuzeskirche. Allein in Deutschlands letztem Schienenwerk stehen rund 400 Arbeitsplätze auf dem Spiel.“

Welch eine fast schon braune Kacke-phonie des politischen Grauens in NRW.

Ist es noch niemanden aufgefallen: Aus Brandenburg sind der gleichen Forderung von der LINKEN noch nicht zu hören gewesen. Dort entlässt das US Unternehmen First Solar 1200 Arbeiter.

Auch in unseren Heimatkreis Warendorf wurden bislang noch keinerlei äußerliche Anzeichen wahrgenommen das sich dieses Land im Wahlkampf befindet. Nur auf die KV-Website der LINKEN WAF ist ein wenig Bewegung gekommen und die Direktkandidaten stellen sich vor.

Für den Wahlkreis 86 (Warendorf 1)
Karl Stephan Schulte

Für den Wahlkreis 87 (Warendorf 2)
Reiner Jenkel

Auffällig das Schulte nicht eine reale Begründung seiner Befähigung, eventuell für seine Partei im Landtag sitzen zu können, abgegeben hat. Nur Allgemeinplätze. Bis 2004 scheinbar noch in die Windeln gesch…, also Mann ohne Vergangenheit, ohne Bildung oder Ausbildung? Im Kreistag stellte er sich hier als Unternehmensberater vor. Heute gibt er an, sich auch in der Finanzpolitik auszukennen. Beides Berufsbezeichnungen welche man gerade in der Politik beliebig hoch stapeln kann. (Siehe unseren Finanzfachmann rechts)

So erhielt ich zum Jahreswechsel 2010 eine E-Mail von diesem sauberen Politiker in welcher mir mitgeteilt wurde, dass er Anzeige gegen mich gestellt habe, was auch so von ihn innerhalb einer Kreis-Versammlung unter den tosenden Beifall der Anwesenden offiziell verkündet wurde. Auf eine entsprechende Mitteilung der Staatsanwaltschaft warte ich heute noch. Nachzulesen im übrigen unter dem Titel „Karl-Stephan Schulte II“.

Vielmehr gibt es über eine Partei welche darum kämpft hier in NRW die 5 % Hürde zu überschreiten nicht zu berichten. Also warten wir es ab, wir bleiben auf unseren Beobachtsposten.

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Grafikquellen   :

Oben   —   Achtung: Dieses Bild ist nicht gemeinfrei. Es ist zwar frei benutzbar aber gesetzlich geschützt. Note: this image is not in the Public Domain. It is free to use but protected by law. Bitte benutzen sie nach Möglichkeit als Bildbeschreibung: Blömke/Kosinsky/Tschöpe in unmittelbarer Nähe beim Bild oder an einer Stelle in ihrer Publikation, wo dies üblich ist. Dabei muß der Zusammenhang zwischen Bild und Urhebernennung gewahrt bleiben.

Unten  — Animation Wikipedia3-ball_cascade_movie.gif‎/

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7 Kommentare zu “Linker Wahlkampf in NRW”

  1. überregionaler STASI-Beauftragter sagt:

    Gab es da mal nicht eine Ingrid Remmers? Die „Sonderbeauftragte“ des Landesverbandes NRW, sozusagen die „Kommissarin“ für die WAF-Leute? Sozusagen die Dienstaufsicht und Lenkerin in die richtigen Bahnen!?

    Ich bin neulich durch das Münsterland gefahren und auch durch Ahlen und Beckum. Da klebt noch nix. Recklinghausen voll mit Plakaten dieser dunkelrosa Partei.

    Soll sie doch mal die ‚Sau raus lassen‘ bei „ihren“ Schäfchen, die Remmers, dass die mal das Kleben anfangen!!! Bei meinem Bericht werde ich diese Schlamperei in Ost-Berlin berichten…

  2. Morana sagt:

    ein offenes Ohr dafür könnten die Ost-Berliner haben, aber nicht die Elite im Politbüro.

  3. Dr. Leermann sagt:

    …weil sie die Partei ist,… – die Dingens, die Linke

    sagen beide cand. – deswegen wollen sie kandidieren. Jo – dann haben beide keine Ahnung – aber volle Kanne.
    Ist an ihnen vorbeigegangen, dass die PIRATEN sie längst überholt haben?

    Es ist immer wieder lustig zu hören, wie die Linke allein durch ihre blosse Existenz Politik gemacht hat. Gross muss das Knie-Schlottern bei den anderen Parteien in Landtag gewesen sein, wenn sich bspw. ein Redner den prüfenden Blicken von Beuermann, der „Lehrerin“ (wie sie sich selber gern nennt), oder dieser „in toto“-Frau aussetzen musste. Oder dem scharfen Blick von Doktorin Butter-dingens. Zimmermähn brachte es auf einen Nenner, was deren Nur-Anwesenheits-Para-Psycho-Blick an Erfolgen produzierte. Das ist einfach toll.
    Und das wird sich nun noch kolossal verschärfen, wenn „Käthe“ das Szepter führt.

    #1
    Den beiden Kandidaten von WAF ist möglicherweise die Spucke weggeblieben – deswegen können sie nicht kleben. Aber die haben ja eigentlich auch ihre Leute dafür. Die machen sich nicht selber die Finger schmutzig – leim-mässig.
    Oder vielleicht doch keinen rechten Rückhalt im Kreisverband? Na – sie sind ja auch nicht unbedingt das Gegenteil von farblos! Der campingliebende Volksschullehrer und der TOP-Unternehmensberater aus der Pfalz, der niemals beim heiteren Beruferaten mitmachen kann. Eher Durchschnitt sind sie. Kleider machen nicht unbedingt Leute bei der vordergründig dargestellten Schlips&Kragen-Seriösität und die Freizeitkleidung reflektiert nur äusserlich das Lockere und Tolerante, welches der Betrachter vermutet.
    In ‚Finanzen‘ kennt er sich aus, der Top-Mann? War er doch einmal Finanzmeister der Partei in Rheinland-Pfalz, wobei da doch mal was war mit Zuwendungen aus dem Osten!

    Ach ja; empfehlenswert wäre auch mal ein VHS-Kursus in Syntax und Grammatik. Den könnte Jenkel auch in Privatstunden geben. Soll der doch wenigstens mal für den Anfang den „Harry machen“ – also den Lektor. Versteh‘ ich nicht, dass Schulte-Artikel oder seine Selbstdarstellung nicht gelektort werden. Könnte ich verstehen, wenn Schulte seine direkte Konkurrenz wäre und der damit schlechtere Karten hätte. Was allerdings keiner ausser mir bemerken würde – die Fehler in Syntax und Grammatik.

    Doch ich will hier nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Sollen sie ihre zweite Chance haben, die allerdings nur auf dem Papier steht… – und da bleibt sie auch. Denn: Was soll der Scheiss: „Landtagskandidatur“. Und wenn, hätte ich mir den langjährigen Gewerkschafter Hans-Jürgen Lenzer als Kandidat gewünscht. Oder will der 2013 gleich in den Bundestag?

  4. Ines Münstermann sagt:

    # 1

    Deine Beobachtungen hab ich mit Interesse gelesen und ich kann auch die Aussage über die „Sonderbeauftragte“ bestätigen. Sie ist seinerzeit aus Herne über Gelsenkirchen nach Warendorf gewandert. Habe sie neulich einmal hier in Herne gesehen. Ihr scheint das Leben in Berlin gut zu bekommen, da sie mächtig zugelegt hat. Es ist schon eine recht voluminöse Erscheinung geworden und sie wird hier in Insiderkreisen dementsprechend als „Rote Tonne“ bezeichnet.
    Auch über das Drama in Münster haben wir unter uns Frauen schrecklich gelacht. Die sich am BH aufhängen. Der Expander ist ein Sportgerät und für Frieden hat die noch nie gesorgt. Darum zieht sie ja auch von Kreis zu Kreis.
    Zum Schluss noch ein anderes Thema. Lest mal das Buch „Die Wanderhure“ unter dem Pseudonym von Iny Lorentz geschrieben. Das passt.

  5. Kallek sagt:

    Schön zu sehen, wie man hier auf dieser Seite auf einmal wieder in panischen Aktivismus verfällt – pünktlich zur Wahl…

  6. Billek sagt:

    na, da schauen wir mal, wer hier in Panik verfällt, du bist neu hier, denke ich! Wer hat dich denn geschickt? Und wenn du was tun willst, verfalle endlich mal in panische Hektik und klebe Plakate, wenn noch keine hängen.

  7. Gabriel van Helsing sagt:

    Am Muttertag ist in NRW Wahltag.

    Nur, wo bleiben die Plakate der Linken?

    Wird wohl wieder so sein, dass eine Subsub-Truppe, wie bei der letzten Landtagswahl, kurz vor dem Termin ein paar Plakate aufhängt. ( Bei der letzen NRW-Wahl, wurden noch am Samstag vor dem Wahlsonntag, leere, von anderen Parteien vergessene Laternenmasten mit Plakate bestückt.)
    Die müssen sich aber beeilen, denn die anderen
    16 zur Wahl zugelassenen Parteien, haben ihre Claims schon längst abgesteckt.

    Irgendwie passt der Spruch von Gorbi:

    „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

    Die Linken bekommen lt. Meinungsforschungsinstitute
    schon 3 Prozent Wählerstimmen bei dieser Wahl.

    Ich glaube, die wollen noch weniger haben?

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