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LINKER Führungskampf ?

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 8. Januar 2013

Es ist gut das Gregor Gysi schweigt.“

Hier Saarlouis, Saar – demnächst auch in Berlin ?

Es gibt Menschen welche auch durch ihr Schweigen für viel Unruhe in den eigenen Reihen sorgen können. Einer dieser Parteigänger ist mit Sicherheit auch Gregor Gysi, seines Zeichens Fraktionsführer der Fraktion der DIE LINKE im Bundestag. Zwar ist das Thema relativ alt, wird aber auch immer wieder nach oben gespült, da es unter der Oberfläche um den Führungsanspruch in der Partei geht.

Nach außen hin klar festgeschrieben stehen dort zwei Namen mit Kipping und Riexinger, welche als Vorsitzende für alles Verantwortlich zeichnen, da sie es nicht unterlassen konnten sich entsprechend in den Vordergrund zu drängen. Die Richtlinien der Politik jedoch werden, wie es in einer Funktionärspartei üblich ist, von ganz anderen Personen vorgegeben und diese bevorzugen es im Hintergrund zu werkeln.

So kann Bernd Riexinger in den letzten Tagen dementieren so oft er auch gefragt wird, die Entscheidung wer denn diese Partei im Wahlkampf anführen wird, ist mit Sicherheit schon lange geklärt. So sagt denn auch der Bundestagsabgeordnete als ein Vertreter des pragmatischen Flügel Jan Korte, auf Anfragen hin nur: : „Es ist gut das Gregor Gysi schweigt.“

So ist die Doppelspitze Wagenknecht – Gysi, nach dem gescheiterten Versuch von Lafontaine seine Partnerin neben Gysi in die Fraktionsspitze zu lavieren, wohl endgültig vom Tisch. Lafontaine wird hier der unlautere Versuch nachgesagt, das Gleichgewicht zwischen Ost und West zu seinen Gunsten  verschieben zu wollen.

So bleibt denn Lafontaine aus den Spekulationen um die Führungsposition weitgehend außen vor und begnügt sich damit, im Wahlkampf von Niedersachsen eine hilflose Landes-Partei über die fünf Prozent zu helfen, wobei die Prognosen zur Zeit bei drei Prozent hängen. Macht es nicht Nachdenklich: Überall  wo Lafo zu Wahlkämpfen auftrat, sei es in  RLP,  BaWü,  NRW oder auch Schleswig-Holstein haben die Linken den Einzug in den Landtag verpasst !

Vielleicht gerade wegen Lafontaine welcher im Westen der Republik ja immer noch bei vielen Traumtänzern als die Führungspersönlichkeit gilt. Es gilt aber mit Sicherheit in der Öffentlichkeit nicht als gutes Zeichen, wenn auch heute noch alles in der Partei bei den „Alten“ zusammenläuft, was sich dann ja auch in den Wahlergebnissen niederschlägt.

So wird denn auch immer öfter die Rede auf ein sogenanntes Wahlkampf Team ins Gespräch gebracht. Der „Spiegel“ erwähnt hier Namen wie Jan van Aken für den Bereich Abrüstung, Caren Ley für Energie oder auch Klaus Ernst für das Thema Arbeit. Natürlich dürfen hier auch Sahra Wagenknecht mit der Finanzkrise und auch Katja Kipping vor 16 / 00 Uhr nicht vergessen werden.  Hier zögert schon Dietmar Bartsch, welcher für Ostdeutschland verantwortlich werden soll, mit seiner Teilnahmebereitschaft in dem er das Vorhaben als „innerparteiliche Befriedungsmaßnahme“ bezeichnet.

Wir sehen aber wieder einmal dass sorgfältigst darauf geachtet werden muss, ja keine Verdienste  in Vergessenheit geraten zu lassen. Für jeden wird versucht ein entsprechendes Stullenpaket  mit dem richtigen Aufschnitt zu packen. Die Spitze frisst sich voll und die Basis schweigt in demütiger Haltung, selbst ein Rülpsen ist bislang nicht zu vernehmen.

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Fotoquelle: Saarland privat / Fotomontage: DL/UP

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10 Kommentare zu “LINKER Führungskampf ?”

  1. AntiSpeichellecker sagt:

    Aus dem Rachefeldzug gegen die SPD wird nun scheinbar von Lafontaine und seinen Anbetern offensichtlich ein Rachefeldzug gegen Gysi, der in ihren Augen nicht „loyal“ genug ist.
    Erfreulich ist, dass die Linke nicht mit politischen Inhalten vernommen wird, sondern wie gehabt mit Personalstreitigkeiten.
    Ein fröhliches Selbstzerfleischen.

  2. Linksdrachenmaus sagt:

    Gott sei Dank sind nicht alle Mitglieder verblödet und ahnen sehr wohl, was der Strippenzieher wieder austüffelt.
    Auf jeden Fall muss Oskars Lebensgefährtin als Spitzenkandidatin verhindert werden; da beißt die Maus keinen Faden ab.

  3. Elli Grimmelwiedisch sagt:

    Was der große „Verehrer“ von Lafontaine, Riexinger, kann, sehen wir am 20.1.2013 nach 18.00 Uhr in den Medien.
    Ein Bundesvorsitzender, der öffentlich zu einem Satzungsbruch aufruft, um einem Gewerkschafts-„Kollegen“ im Bundestagswahlkampf den Weg zu ebnen, ist unglaubwürdig. Darüber hinaus zu dumm, um den Mund zu halten bzgl. der neuesten Entwicklungen über Gregor Gysi. Anstatt zu schweigen, heizt er das Thema noch zusätzlich an. Dass so kurz vor den Wahlen in Niedersachen zu tun, ist absolute Inkompetenz.

  4. pontius pilatus sagt:

    Wenn Wagenknecht trotz oder wegen Lafo nichts wird, wird diese Verbindung enden wie bei den Wulffs

  5. Penelope sagt:

    Wie so oft in der Promi- u. Politiker-Welt:
    Erst wird er als Leiter benutzt und wenn sie oben ist, kippt sie die Leiter um.

  6. Charlotte sagt:

    Frauen hängen sich gern an Mächtige (Macht macht sexy…)

  7. OpaFielmann sagt:

    # 5
    Und wenn sie nicht nach oben kommen, suchen sie sich eine andere Leiter…
    Bei uns Kindern hieß das Spiel früher „Bäumchen, Bäumchen wechsel dich…“

  8. Lillybeth sagt:

    Der EX-Bundespräsident hat für Bettina seine Ehefrau sitzen lassen, Veronica Ferres hat Martin Krug gegen Maschi eingetauscht, Sahra W. ersetzte Ralph-Thomas durch Oskar L. etc. etc. etc.
    Wenn man in der Liga „spielt“, sind Menschen allem Anschein nach nur „Verbrauchsmaterial“.

  9. Ritchie sagt:

    Gysi als Spitzenkandidat sagt mir mehr zu als Sahra W. Das sage ich als Mann – ich bin absolut hetero.

  10. Frühspätaufsteher sagt:

    S. Wagenknecht gilt als Verfechterin eines strikten Oppositionskurses – ganz im Sinne ihres Lebensgefährten (außer im Saarland, wo sich Lafo der SPD mehrfach angebiedert hat…)
    Die SPD auf Bundesebene hat mit Sicherheit noch nicht vergessen, was Lafo in der SPD sich geleistet hat.
    Weitere Egomanen kann die SPD nicht gebrauchen. Ein Steinbrück zu verkraften, ist schon eine Höchstleistung und ein würdiger Nachfolger für einen Egomanen wie Lafo.

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