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LINKE Widersprüche

Erstellt von IE am Montag 12. Dezember 2011

Oder, wie wichtig ist ein Parteiprogramm für die Führungsebenen der Partei?

Datei:20110604Rathaus Saarbruecken7.jpg

Sie haben so etwas besonderes etwas spezielles, die kleinen Notizen am Rande des Alltags. Gelesen und vor allen Dinge wirklich wahr nimmt sie kaum Einer. Das ist ja auch der Sinn solch kleiner Notizen. Aber es wurde schließlich gesagt und gedruckt. Chronistenpflicht der Presse.

Dabei steckt gerade in solchen Randbemerkungen soviel an Wahrheit. Geschrieben wurde also in der Saarbrücker-Zeitung vor einigen Tagen folgendes:

Die Linke im Saarbrücker Stadtrat lehnt Volksentscheide auf Landesebene über Projekte ab. Die Stadtoberhäupter von St. Wendel und Neunkirchen, Klaus Bouillon (CDU) und Jürgen Fried (SPD), hatten diese für Projekte wie Stadtmitte am Fluss oder den Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions gefordert……..

Im Programm der Partei welches vor einigen Wochen in Erfurt verabschiedet wurde wird ausdrücklich eine größere Mitbestimmung an den politischen Entscheidungen durch die  Bevölkerung eingefordert. Im Programmbeschluss wird nicht auf Einzelheiten eingegangen. Sehr gut ist jedermann/frau die Abstimmung über den Bau des Stuttgarter Bahnhof in Erinnerung! Selbstverständlich wurde in ganz Baden Württemberg  über den Stuttgarter Bahnhof abgestimmt da dieses Bauprojekt auch von der Gemeinschaft der Steuerzahler bezahlt werden muss. In BW plädierte die CDU/FDP natürlich im Voraus gegen eine Volksabstimmung.

Das in der LINKEN Politik mit der Zunge oder einen großen Mund und nicht mit dem Kopf gemacht wird beweist dieses Saarbrücker Beispiel. Die Forderung auf einen Volksentscheid ging dieses mal ja auch von der CDU/SPD aus. Wäre dieses nicht ein wunderbarer Anlass für die LINKE des Saarland gewesen auch einmal außerhalb ihres Ländchens bundesweit auf sich aufmerksam zu machen. Einmal rein politisch, ohne Skandale und leeres Gedröhne? Ein Volksentscheid gefordert von CDU/SPD, das wäre doch was. Aber wie schon gesagt dazu braucht es einen Kopf und keiner hohlen Trommel.

War der Widerspruch ja auch nicht nur aus dem Stadtrat von Saarbrücken erfolgt. Nein auch ein  gewisser Untertan des Saarherrscher ein, der genaue Name ist ein wenig in Vergessenheit geraten, ein Herr Windel, ob voll oder leer? Oder Herr Schwindel legte gleich auftragsgemäß Widerspruch ein. Vom Rande der Peripherie.

Wo hätte das Problem gelegen die CDU/SPD einmal richtig laufen zu lassen, einfach schweigend abzuwarten was diese denn aus so einen Versprechen machen? Was wäre bei einer solchen Einstellung zu verlieren gewesen? Wurde aus Stuttgart nichts gelernt oder hat man den Entscheid gar nicht wahrgenommen?

So wurde dem Bürger wieder einmal vor Augen geführt wozu die LINKE fähig oder nicht fähig ist. Die Basis interessiert nicht, ja deren Meinung ist sogar unerwünscht. Der oben erwähnte Zeitungsartikel endete übrigens wie Folgt:

……Eine Abstimmung über solche Projekte sollte nur denjenigen möglich sein, die direkt davon betroffen sind, in dem Fall die Saarbrücker, argumentierte Linken-Chef Rolf Linsler.
Beitrag vom: 08.12.2011, 00:14

Dieses ist ein wunderbares Beispiel für politisches Nichtdenken der LINKEN im Westen der Republik.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung

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Grafikquelle    :    Rathaus Saarbrücken

Diese Datei wird unter der Creative-Commons-Lizenz „CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright“ zur Verfügung gestellt.

Quelle Eigenes Werk
Urheber AnRo0002

18 Kommentare zu “LINKE Widersprüche”

  1. Tante Emma sagt:

    http://www.magazin-forum.de/linke-volksbefragung-nur-fur-betroffene/

    Timbuktu…????

  2. Isolde Karren sagt:

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Rolf Linsler und Harald Schindel haben sich keineswegs gegen Volksbefragungen ausgesprochen, sondern klar dafür. Allerdings – und das ist ja nun wirklich selbstverständlich – haben sie klar gemacht, dass die befragt werden sollen, die betroffen sind. Und es sind nun mal die SaarbrückerInnen, die von Baustellen betroffen wären oder die jetzt schon betroffen sind, wenn ihre Stadt wieder mal verstopft ist, weil die Stadtautobahn wieder mal überschwemmt ist. Und das Beispiel „Stuttgart 21“ zeigt ja genau das. Schließlich haben SaarländerInnen oder BerlinerInnen nicht mit abgestimmt, obwohl dabei ein großer Teil der Kosten vom Bund – also von allen Steuerzahlern in Deutschland – getragen wird. Und nur mal so zum Nachdenken: Stimmen die Menschen in Saarbrücken eigentlich darüber ab, ob das Land Projekte in Neunkirchen, St. Wendel oder Nonnweiler bezuschussen soll? Gibt es landesweite Volksbefragungen zum Ferienpark Nonnweiler oder Baumaßnahmen in Gresaubach? Nein! Zu Recht nicht!

  3. Thomas A. Bolle sagt:

    Die haben doch angesichts der Niederlage der Grünen über S 21 kalte Füße bekommen. Die Klappe aufreißen wenn es populistisch und möglichst zu gewinnen ist. Aber wehe die Bürger könnten anders entscheiden, wo kämen wir denn da hin. Das geht doch nicht weil die Linke doch recht hat. 99% ist ja schließlich die Mehrheit. Und das in unserer vernetzten, verzahnten Welt alles mit allem zu tun hat ist dort auch noch nicht angekommen. Global denken, lokal handeln kann oder will offensichtlich keiner.

  4. ichbins sagt:

    wie bleed kamma eigentlich sinn?

  5. Ingo Engbert sagt:

    Isolde Karren, Nick Meyer oder Theo Schmitt, warum anonym wenn man glaubt im Recht zu sein?
    Aus Scham vor den eigenen Mitstreitern über solch einen geschriebenen Unsinn? Normal werden hier solch schreibende anonyme Zwitter gar nicht erst zugelassen. Ich habe den Artikel selber geschrieben und so mit keine Probleme mich zu Rechtfertigen.
    Die Forderung zur Volksbefragung ging von der CDU aus, einer Partei welche solcherart Befragungen ablehnt. Politische Mitbewerber braucht man nicht auf gemachte Fehler aufmerksam machen, darauf werden die schon von ihren eigenen Leuten hingewiesen. Es geht hier um die Grundsätzlichkeit einer Volksbefragung und um nichts mehr.
    In Stuttgart ist die Befragung gescheitert und das gleiche wäre im Saarland auch zu erwarten gewesen, da außerhalb von Saarbrücken kaum jemand an Baumassnahmen in Saarbrücken interessiert ist. Die CDU ler haben in Stuttgart anschließend Sekt getrunken. An der Saar bleibt der Sekt jetzt im Kühlschrank stehen, da ihr eine Niederlage der CDU nicht zugelassen habt.
    Soviel zum Politikverständnis, man sollte geschriebes auch verstehen können.
    Die Forderung der CDU wurde abgelehnt da sie von einer anderen Partei ausging. Aber so ist das im Leben und vor allen in der LINKEN: The blind following the blind!

  6. HaraldNiewtor sagt:

    typisch Rolfi

  7. Luschdisch sagt:

    Vielleicht liegt seitens Linsler nur eine Verwechselung vor.
    Bürgerentscheid, Mitgliederentscheid bei den LINKEN.
    Es soll ja auch ältere Herren geben welche einem Hut hinterher rennen weil sie Hut mit junger Frau verwechselten.

  8. Tante Emma sagt:

    http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,660870,00.html

  9. ichbins sagt:

    Saarbrücken – Landeshauptstadt alles Saarländer, da sollen dann auch alle Saarländer (und auch Auswärtige) zwecks touristischer Attraktivität ( die es aber auch anderswo im SL gibt) angelockt werden um da zu flanieren, kaufen, sich verlustieren kulturell und gastronomisch ect.. man soll sein Geld in der Landeshauptstadt aller Saarländer lassen und damit ist SB nicht eine der vielen ( schönen ) Städte und Orte im SL, sondern auch die hervorgehobene und somit gehts im Grunde alle Saarländer an, nicht nur die Saarbrücker, da es große ( Prestige) Objekte sind um die Leute anzulocken nicht nur regional auf den Verband SB bezogen… So ähnlich wie Gondwana in NK, das geht alle Saarländer an, da es mit Steuergeldern nicht nur aus dem jeweiligen Kreis gezahlt wird. Also insofern ist ein landesweiter Volksentscheid schon Sache aller Saarländer…

  10. Waldschrat sagt:

    Was Politiker für dummes Zeug von sich geben, geht alle Saarländer an.
    Gäben Politiker nach Leistung und korrektem Benehmen im Landtag bezahlt, blieben für den Landesvorsitzenden „Rolfi“ nur Brosamen übrig.

  11. Gilbert Kallenborn sagt:

    Der mehr als enge Horizont des bald 70- jährigen Rolf Linsler konnte sich nicht besser offenbaren –
    da werden, auf Kosten ALLER Saarländer (es gibt zudem Projekte, da fließen EU-Gelder, also aller EU-Mitglieder!) Millionen von Euro veranschlagt, um den häßlichen Bereich von Saarbrücken um/an der Autobahn noch mehr absaufen zu lassen, siehe „Stadtmitte am Fluss „; wobei unter Einheimischen die Stadtautobahn sowieso als der größte Nebenfluss der Saar gilt, weil sie jedes Jahr vollkommen überflutet und gesperrt wird, der Verkehr wird dann hochgeleitet, am Landtag des Saarlandes vorbei, o.ä.; wenn die Schmelzfluten aus den französischen Vogesen samt abgerissener Bäume mit Naturgewalt in die Saar, nach Saarbrücken hineindrücken; und all dieses Sturmholz sich an den Brücken von Saarbrücken wie Monster-Biberburgen anballt.
    Und das soll dann „nur die Saarbrücker“ betreffen?
    Das ist genauso hirnrissig, wie zu erklären, die Millionen die die CDU in das „Gondwana“-Steinzeit-Saurier Projekt steckte, seien nur für die Eppelborner relevant, oder andere kleine Dörfer im Umfeld des Millionengrabes. Ebenso -die schon vergessenen (?!)CDU- Millionen für die Marienkapelle MARPINGEN /SAAR und derer Toiletten sowie die Wasseraufbereitung der vorherigen Fäkalwasser, ungeniessbar.
    Wer Volksentscheide verhindert,ist kein Demokrat.
    Dieser simple Lichtblick ist im Dunkel des Rolf Linsler und seiner Strippenzieher noch nicht angekommen, egal – immer brav machen,was Oskar befiehlt. Ohne jede eigene Meinung -ohne jeden Gegenkandidaten. Oskar sorgt dafür. Linsler forever, help us God.

    ,

  12. HaraldNiewtor sagt:

    Es gibt genug Mitglieder, die den Mann aus dem Amt wegen haben wollen. Aber das Wischi-Waschi-Geschwätz von Lafontaine auf dem LPT 2011 hat die Landesdelegierte scheinbar beeindruckt. Sie gaben dem alten Mann wiederum ihre Stimme. Unverständlich, aber Realität.
    Andererseits Linsler ist eine „Bereicherung“.

  13. ichbins sagt:

    Bereicherung an sich und für sich selber, ja.

  14. AntiSpeichellecker sagt:

    #13 Linsler hat nicht umsonst 2007 die SPD verlassen!!!

  15. Dschungelkönig sagt:

    #11
    Gewerkschaftsfunktionäre interessieren sich in erster Linie dafür, dass sich ihre Taschen füllen.
    Linsler bildet keine Ausnahme.

    Wem in Deutschland haben wir die Niedriglohntarifverträge zu verdanken?

  16. ichbins sagt:

    mich wundert wie bei der ReGierung, dass alle diese Kasperköppe und Gierlappen immer und immer wieder gewählt werden, obwohl sie beweisen dass sie nur Murks machen und keine Versprechen halten und nichts zu Gunsten der Wähler tun

  17. Pimpf sagt:

    Ohhh, dann sammeln wir Unterschriften und wählen den Linsler ab. Steht alles in der Satzung und im Parteiengesetz, wie es geht.
    Der Mann geht mir auch auf die Nerven.
    Bin aber der Meinung, wenn ich mit dem Unterschriftenzettel beim einzelnen Mitglied erscheine, dann – pure nackte Angst – Schweißausbruch und Antwort, neeee, kann ich nicht machen, da sieht man meine Unterschrift und ich bekomme ein Ausschlussverfahren. Also lassen wir es und meckern weiter :-).

  18. Gilbert Kallenborn sagt:

    Rolf Linlser hatte am 12.11.2011 keinen Gegenkandidaten oder / ..inn.
    Daß sogar Prof.Bierbaum nicht antrat, gleichwohl aber einen BSchK VZ-Beschluss(Vollzug) sowie 2 staatliche Gerichtsbeschlüsse zur Abstimmung (!) stellte, -eine Jura-Professur würde er so nicht erreichen, im Gegenteil durchs Staatsexamen rasseln – zeigt von totaler Absprache vor der Wahl. Wehe, es wagt einer Widerspruch zu Lafontaine, den ereilt das Schiksal eines D. Bartsch.
    Stillstand anstelle Fortschritt an der Saar. 1000 Mitglieder weg -unter Linsler, Buchführung Lutze und Döring. Linsler hat keinen eigenen Stil, kein Charisma, kein Profil -wer sich mit Gewerkschaften auskennt (ich bin in derIG Metall) der merkt rasch, ob jemand seine Reden selber schreibt oder immer nur dieselben abgeleierten Platten auflegt, bis sie einen Sprung bekommen. Junge werden absichtlich blockiert, Männer wie Frauen. Mit 68 sollte man Platz machen, nicht Posten krallen, aber „Wie der Herr, so sein Gescherr“ Linsler ist Lafontaine weniger als light.

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