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RENTENANGST

Linke Saar Wendehälse

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 3. Mai 2013

Lafontaines Muster und sein grenzenloser Egoismus

Es muss doch ein sehr schönes Gefühl sein als SaarländerIn in solch einen schönen Ländchen zu leben. Wohl behütet und abgeschirmt von der großen, bösen Welt. So jedenfalls muss es Oskar Lafontaine, der Linken Lichtfigur mit seiner Partnerin empfinden. Bietet ihnen dieses Land doch scheinbar ungeahnte Möglichkeiten zum Rückzug und somit die nötige Zeit zur erbaulichen Besinnung.

Dabei, die Welt steht Kopf, zumindest die Deutsche, aber das kann ja laut Überzeugung der Regierung nur die unsere Welt sein. Egal, das ganze Land spricht nicht nur Deutsch, sondern schreibt und reibt sich, ganz ohne Verwunderung, die Augen ob dieser politischen, saarländischen „Wechselbälge“ aus der Linken. Auch nehmen viele erst heute mit Verwunderung wahr: Ist es nicht nur ein ganz winzig kleiner Schritt vom Linken zum Rechten Außenseiter hin?

War die ganze Wiedervereinigung vielleicht nur eine Fata Morgana, und spielte sich nur in unseren Köpfen ab? Wurde die Grenze nur verschoben und zog sich die DDR zurück? Ab in das kleine Saarland? Früher, vor der Fata Morgana jedenfalls, wurde uns ein kleiner Teil der DDR immer als das „Tal der Ahnungslosen“ gepriesen. Dort war es relativ schwierig festzustellen was denn bei den Anrainern so gespielt wurde.

Genau das gleiche Phänomen beobachten wir zur Zeit im Saarland. Die Presse beschäftigt sich mit „Gott und die Welt“, lässt aber die eigene Brut dabei außen vor. Ist es noch zu früh zum Sturm auf die Linke, Fleisch gewordene Bastion zu blasen? Jetzt reichte vielleicht noch ein flaues Lüftchen aus, den beizenden Gestank zu verwehen, denn wehe wenn, dieser erst zu Stein und dann zu einem Denkmal geformt wurde, ist ein Sturz mit weitaus größeren Anstrengungen verbunden.

Vielleicht, war diese Fata Morgana aber auch nur ein Horror Traum welcher noch nicht beendet ist? Wurde uns der Tod Erich Honeckers nur vorgegaukelt und dieser hat sich nun in einer seltsam anmutenden Verkleidung in das Saarland zurückgezogen um hier, in seiner alten Heimat innerhalb einer Partnerschaft mit Rosa Luxemburg, für sozialistischen Nachwuchs zu sorgen?  Zombies unter sich?

Anstatt vor der eigenen Haustür zu kehren setzt die Saarbrücker – Zeitung unser aller Angie mit Brigitte mittels einer Glosse auf ein Sofa. Wurde hier nicht zumindest eine Seelenverwandtschaft untergraben? Wobei, flüchtende Eltern haben es von Natur aus sehr schwer, im besonderen viele Jahre später wenn aus der kleinen A eine große M erwachsen ist. Und, Angie in Verbindung mit einer Seele, wobei sich diese als zumindest sprachlose Wesen, doch nur untereinander austauschen können? Verfügt denn das Frauenmagazin über eine solche; Seele ?

Quelle: Saarbrücker – Zeitung

Ganz im Gegensatz zum Saarland weht aus dem Osten nun eine kalter Wind herüber. Wobei, auf Honecker konnten sie noch relativ leicht verzichten, ließen ihn gerne auswandern. Sie zeigen sich aber keinesfalls nun auch noch bereit, die Partei von Diesem, im Nachhinein zerstören zu lassen. Sie haben aus der Erfahrung etwas gelernt. So meldet es zumindest die MZ.

Wo der saarländischen Basis ein Denkmal wichtiger erscheint, da die Dortigen einen Platz brauchen um ihre Blumen niederlegen zu können, herrscht in den Ostländern der berechtigte Wille vor, durch eine reale Politik die Gesellschaft zu einer Besseren zu verändern. Da reicht es vollkommen aus die SPD im Untergang beobachten zu können. Da muß dem damaligen Demonteur nicht erneut der Schraubenschlüssel in die Hand gedrückt werden. Ihnen hat der Ausverkauf ihrer Heimat gereicht und zu dem Interesse, sich nun erneut zum Spielball selbstsüchtiger Egomanen machen zu lassen sagen sie entschieden nein.

So lesen wir denn folgenden Kommentar:

Lafontaines Muster

Markus Decker findet es verantwortungslos, wie die einstige Linken-Ikone aus purem Ego heraus immer wieder querschießt.

 Man kennt das von kleineren Kindern. Wenn sie das Spiel nicht gewinnen können, dann schmeißen sie es gern über den Haufen. Ähnlich verhält es sich nun und nicht zum ersten Mal mit Oskar Lafontaine. Kurz nachdem sich der Vorstand seiner Partei auf ein Wahlprogramm verständigt hat, stellt er eine Kernaussage dieses Programms in Frage: Das Ja zum Euro.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia

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5 Kommentare zu “Linke Saar Wendehälse”

  1. Sachsenmurmel sagt:

    Nun höre mal einer den Oskar an. Was will er überhaupt? Die bundesdeutsche Gesamtübernahme, Merkelchen ablösen, eine neue DDR errichten, den Euro abschaffen…(was kommt danach?)- davon sagt er in seinen geschwollenen Reden nichts.
    Planlos seegelt er durch die Landen und wird wohl im Osten massiv gestoppt werden. Einen Vorbeter in Gesellschaftsfragen hatten bereits schon, mit dem gloreichen Namen „Ärisch“. Nun kommt ein „Oskar“.
    Neee, bitte nicht schon wieder. Die Namen spielen ja eigentlich keine Rolle sondern, dass, was sie uns Bürgern verkaufen wollen.
    Mal „ährlich“, ich gloob keenem mehr was und verarschen lassen wir uns schon gar nicht.
    Taten sollen sprechen. Bei „Ärisch“ sprachen die Taten und sein saarländischer Slang war überall im Lande zu hören. Nun soll ganz links noch einmal saarländisch geübt werden.(Hat mit dem Dialekt nichts zu tun) Gloobt mir, ich halte mir die Ohren zu, obwohl mein Sächsch ooch nicht besser ist.
    Aber politisch ticken wir etwas anders. Dies hat mit unserer Geschichte zu tun und wir haben null Bock auf eine Wiederholung in ähnlicher Form.

  2. Gilbert Kallenborn sagt:

    Lafontaine rechnet gar nicht mit bundesweiter Wirkung. Er erntet jetzt schon bundesweit mehr Kritik als Zustimmung und das im Verhältnis 90 % zu 10 %. Diese Angel,die er jetzt auslegt, dient dazu an Saar und nur hier allein, den Erdrutsch zu verhindern, wie in den großen Flächenländern mit 2,9 erbärmlichen Prozenten nichtmal in den Landtag zu kommen. Die Eurogegner sollen Linke Saar wählen, das ist die Botschaft. Zwar wird deswegen nicht der Euro abgeschafft, aber die Linke Saar kriegt so mit Hängen und Würgen 1 Person in den Bundestag. All die anderen platten Parolen die „Soziale Gerechtigkeit“ inmitten einem Sumpf von Wahlfälschungen, Mitgliederentrechtung und Kritikermobbing bis hin zu spurlosen Verschwinden von Parteigeldern ziehen nicht mehr, jetzt muss der Euro her. Es ist sonst nichts mehr da. Lafontaine geht stimmenfangmäßig auf dem Zahnfleisch, alle anderen Trümpfe sind weg, die Wähler zu anderen Parteien davongelaufen. Der Euro-Coup mag noch manch alte Oma hinter dem Ofen hervorlocken, zwischen Saarbrücken und Saarlouis-mehr nicht.

  3. Rosalie F. sagt:

    Die Rache des kleinen Oskar, der die Linke nun bestraft, dass sie ihn nicht als allein selig machenden Sonnenkönig auftreten läßt.
    Erst der Rachefedzug gegen die SPD nun gegen die Linke…
    Na dann tschüß.
    Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten! 😉

  4. Oliver Kleis sagt:

    „Geld (gemeint ist Papiergeld) ist eine konsensuelle Halluzination!“ Darf sich jeder mal Gedanken drüber machen. Was macht einen 20 Euro Schein 20 Euro wert? Der Aufdruck? Die Herstellungs- u. Verteilungskosten? Der Materialwert? Der Euro war von Anfang an, auch mit den damals angeblich so harten und unverrückbaren Grundsätzen – wie NO-BAIL-OUT, kein Land haftet für die Schulden der anderen, die EZB ist von politischer Weisung unabhängig etc. – eine Fehlkonstruktion. Warum gab es in D. keine Volksabstimmung? Warum haben ALLE Vwler von Rang und Namen gewarnt?

    Ich hätte nie gedacht, daß ich Oskar nochmal Recht geben würde – aber leider hat er es mal wieder. Schade, daß er sich in der Partei seine Glaubwürdigkeit längst verspielt hat…

  5. Ingo Engbert sagt:

    # 4

    Das ist ja alles richtig, auch ich war immer ein Gegner des Euro, da nur die internationale Wirtschaft davon profitiert, der einfache Mensch aber die Umstellung bezahlt hat.
    Aber für die Partei war die Reaktion von Oskar wohl mehr eine Frage des Stil. Seine Entscheidung gegen den Euro ist ja nicht über Nacht gereift. Dem ging ja eine Entwicklung voraus. Er hat mit dem Start der Debatte gewartet bis das Programm praktisch reif zur Entscheidung war. Es wäre doch sein Recht gewesen einen Änderungsantrag zu stellen, wie jedes andere Mitglied auch. Das macht ein Oskar aber nicht, sondern er nutze die Situation zur Selbstprofilierung und brüskierte damit den gesamten Vorstand.
    Es war die Aktion eines Egomanen. Er wartete genau den für ihn günstigsten Moment ab und ließ die Anderen im Regen stehen. Denen blieb doch keine andere Wahl als so zu reagieren wie sie es getan haben.
    Hätten sie anders reagiert wären sie die Deppen gewesen. Für einen sich selbst als Sozialisten bezeichnenden Typen, einfach unmöglich, charakterlos.

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