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Linke Parteitage+Werbung

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 11. Juni 2013

junge Welt nun doch bei Linke-Parteitag

Ja, wenn das mal nicht eine Meldung ist, welche die Welt bewegt. Zwar in diesem Fall nur eine „Junge“ aber die Welt bleibt immerhin die Alte. Diese freut sich natürlich riesig jetzt doch einen Werbestand auf den Parteitag in Dresden positionieren zu können. Ist hier der drohende Konkurs eventuell gerade mal so abgewendet worden ? Ein danke an die Linke.

Darum auch hier dann die Nennung der Personen welche sich für diesen Werbestand einsetzten mit Namen in der Zeitung. Folgende Vorstandsmitglieder bekommen die Ehre: Ida Schillen, Ruth Firmenich, Ali Al Dailami, Wolfgang Zimmermann, Sabine Wils, Wolfgang Gehrcke, Judith Benda, Tobias Pflüger, Harald Schindel, Sabine Lösing, Stefanie Graf und Felix Pithan. Keine Überraschung darunter, alles die üblichen?

Als Argument wird dabei immer hervorgehoben das bei Parteitagen anderer Parteien auch WELT, Süddeutsche, Tagesspiegel, TAZ etc. mit einem Werbestand vertreten sind. Da uns hierüber keine Informationen vorliegen und wir davon nicht unsere Meinung abhängig machen, fragen wir doch einmal unsere Leser. Kann hier jemand verbindlich Auskunft geben?

Auch wenn dieses der Fall wäre, hielten wir es für falsch, da sich politischer Meinungsmacher nicht von der Presse abhängig machen sollten. Wird nicht gerade von den Linken immer der Lobbyismus in diesem Land so stark kritisiert? Ja gut wenn denn eine Partei die Meinung einer Zeitung vertreten möchte, der Spieß also umgedreht wird? Wie bei der Wirtschaft?

Übrigens: Für das Veto von runde 15.000 Junge Welt und vielleicht 25.000 Neues Deutschland Wähler den Rest vergraulen? Wieviel Prozent machen 40.000 Wähler aus? Aber wie gesagt uns stört es nicht. Wir würden keinen Parteitag mit Werbestände besuchen. Wir blieben zu Hause. Auf DL lehnen wir auch jegliche Werbung ab.

Natürlich gehen die Meinungen dazu Querbeet, aber die Befürworter sollten sich demnächst nicht beschweren wenn Politik immer mehr Kommerzialisiert wird. Vielleicht sehen wir bald auf Parteitagen die Waffenschmieden, Banken oder die zivilen Sicherheitsfirmen mit eigenen Werbeständen? In den Schulen ist die Bundeswehr doch schon regelmäßig auf die Suche nach Kanonenfutter.

Hier einige Meinungen:

Halina Wawzyniak der pv hat beschlossen. gut ist. dazu eine eigene erklärung zu machen (den begriff „große mehrheit“ dazu reklamieren), ist wohl das was einige unter „solidarischer und sachlicher“ debatte verstehen. jede/r wie er/sie will. ich glaube es sagt mehr über die aus, die eine solche erklärung abgeben meinen zu müssen als über andere. das eigentlich schlimme ist: es überrascht mich nicht mal mehr.

Halina Wawzyniak @sascha: das problem ist doch, dass es sich um einen „werbestand“ handelt. es tut mir leid, aber ich finde nicht, die linke sollte mit einer zeitung werben, die den mauerbau abfeiert. nur um einen „werbestand“ ging es. akkreditieren und berichten ebenso wie zeitung verteilen stand nie in frage. das du willst, dass die linke mit der jw werben soll, verwundert mich dann schon. aber das musst du mit dir selbst ausmachen.

Sascha Schlenzig Ich sehe das professionell, ich finde werbestände gut. Die jw tritt ja nicht im namen unserer partei auf, sondern im eigenen auftrag. Es gibt viele die jw lesen, auch in unserer partei. Sie bewusst auszugrenzen löst keine Probleme, sondern schafft neue. Ganz pragmatisch.

Raju Sharma Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn hat entschieden, die junge Welt nicht gegenüber anderen Zeitungen zu bevorzugen. Das war richtig und konsequent. Die Partei DIE LINKE hat nichts mit der jungen Welt zu tun. Dass es Mitglieder gibt, die die junge Welt lesen, ist unbestritten. Andere lesen die taz, die Süddeutsche, die Welt oder sogar den Spiegel. Keiner von denen hat einen Werbestand bei uns bekommen. Offenbar hatte jedoch die Mehrheit des Parteivorstands mehr Angst vor einer negativen Berichterstattung der jungen Welt als Kraft für eine konsequente Entscheidung. Ich finde das erbärmlich.

junge Welt nun doch bei Linke-Parteitag

 Ende Mai wurde der Redaktion dieser Zeitung im Namen des Bundesgeschäftsführers der Partei Die Linke, Matthias Höhn, mitgeteilt, daß jW »keine Genehmigung für einen eigenen Werbestand beim Bundesparteitag in Dresden erhält« (jW berichtete). Mit großer Mehrheit wurde nun am Wochenende ein Antrag im Linksparteivorstand zur »Zeitungspräsenz auf dem Bundesparteitag in Dresden« angenommen. Dazu erklärten Ida Schillen und Ruth Firmenich für das linke Netzwerk »Freiheit durch Sozialismus« am Sonntag:

Quelle: Junge Welt >>>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Author n.n.

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Ein Kommentar zu “Linke Parteitage+Werbung”

  1. AntiSpeichellecker sagt:

    Aufgrund der unsäglichen Beiträge zum Mauerbau hat jW auf dem Parteitag der Linken nichts zu suchen.
    Wer die ex-DDR auch heute noch derart undifferenziert lobt, hat offenbar gar nichts verstanden.
    DIE LINKE sollte sich dringend zur „DKP“ und „SED“ abgrenzen, einmal aus ganz klaren ideologischen Gründen, zum anderen aus wahltaktischen. Man kann dem politischen Gegner wahrlich kein billgeres Argument liefern als die nicht einmal kaschierte Nähe zur „SED/DKP“.

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