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Linke-Saarbrücker Stadtrat

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 28. August 2019

erklärt Bündnis mit SPD und Grünen für beendet

SB-Rathaus.jpg

Werden jetzt die Lichter mit den Stiefeln ausgeworfen ?

Von Matthias Zimmermann

Wenige Stunden vorher hatte Mirco Bertucci, SPD-Fraktionsvorsitzender im Saarbrücker Stadtrat, den Wechsel via Pressemitteilung angekündigt: Seine bisherige Amtskollegin beim Koalitionspartner Linke, Claudia Kohde-Kilsch, wechselt zur SPD. Damit sind die Sozialdemokraten mit 18 Sitzen genau so stark im Rat der Landeshauptstadt vertreten wie die CDU.

Sommerfest der Linken 1.jpg

Von einem der Taschenspieler sind nur noch die Tricks übrig geblieben?

Doch die Freude darüber sollte nicht lange bei Bertucci währen. Denn schon kurze Zeit darauf gab Linken-Kreisvorsitzender Thomas Lutze das Aus des bisherigen Bündnisses aus SPD, Linke und Grünen an. Über den Internetdienst Facebook verbreitete er eine Pressemitteilung des Saarbrücker Kreisverbandes seiner Partei, worin die Linke der SPD die Schuld für den Bruch des Bündnisses gibt: „Nach zehn Jahren erfolgreicher Politik einer Koalition von SPD, Grünen und der Linken beendet die SPD ohne Not diese bewährte Zusammenarbeit“, wird darin Lutze zitiert. So habe die SPD die einstige Linke-Politikerin Kohde-Kilsch angeworben: „Wenn ein Koalitionspartner der Meinung ist, gewählte Politiker von Partnerparteien abwerben zu müssen, dann sind die Grundlagen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit nicht mehr gegeben.“

Quelle          Saarbrücker-Zeitung        >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen        :

Oben        —        Das Rathaus in Saarbrücken bei Nacht.

11 Kommentare zu “Linke-Saarbrücker Stadtrat”

  1. AntiSpeichellecker sagt:

    Wie sagte einst der Lafontaine Vertraute Heinz Bierbaum über Frau Kohde-Kilsch: „Aber sie muss noch viel lernen“

    Gelernt hat die einstige Ferrari-Fahrerin „das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel“ 😀

    Im Endeffekt hat sich für Kohde-Kilsch der Weg zu den Linken gelohnt.

    http://www.demokratisch-links.de/oskars-neue-favoritin

  2. Freischwimmer sagt:

    Schuldenfrei dank eines lukrativen Jobs (Pressesprecherin)

  3. Waldschrat sagt:

    Welch ein Glück, dass 2013 die Mitglieder an der Basis Lafontaine die Gefolgschaft verweigerten und Kohde-Kilsch als Spitzenkandidatin durchfallen ließen.
    Als die Partei daraufhin ihr einen Platz auf der Saarbrücker Wahlkreisliste für die Landtagswahl verweigerte, klagte sie öffentlich „man habe sie fallengelassen wie eine heiße Kartoffel“.
    Ihr Eintritt geschah offenbar nur, um an den Fleischtrog zu gelangen. Meine Meinung.

  4. Schichtwechsler sagt:

    Mit dem Traumjob hat Kohde-Kilsch die Privatinsolvenz gut stemmen können.

    Falls entfallen: 2012 ist Kohde-Kilsch Pressesprecherin in der Landtagsfraktion geworden, obwohl sie nicht Mitglied war.

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-05/claudia-kohde-kilsch

  5. Gerd Müller sagt:

    Die Blödzeitung berichtete über Kohde-Kilschs Wechsel zur SPD. Endlich wieder eine Schlagzeile.

  6. Opa Fielmann sagt:

    Wie kann man eine so flexible politische Ansicht haben. Plötzlich in eine andere Richtung zu tendieren. Schon ziemlich seltsam.

  7. Flo Ryan sagt:

    Früher auf dem Tennisplatz hatte Claudia Kohde-Kilsch keine Strahlkraft. Als Politikerin war es in geringem Maße ein wenig anders.
    Aufgefallen ist Kohde-Kilsch durch ihre Länge.

  8. linke Basis sagt:

    Schuld hat natürlich die Claudia, wer sonst ?

    Wann fragt mal jemand etwas substantielles zu der Begründung von der ausgetetenen selbst ?
    Gab/gibt es schlechte Umgangsformen, wurde gemoppt, was war mit ?
    Wieso hat Thomas jetzt die Wortführerschaft bei der Stadtratsfraktion ?

    Wo sind die Stellungnahmen von den übrigen Stadtratsmitgliedern selbst ?
    Alle 5 abgetaucht, warum ?

    Michael Bleines ? Jasmin Pies ? Patricia Schumann ? Willi Edelbluth ? Manfred Meinerzag ?

    Leiden die alle plötzlich unter dem Verlust der Muttersprache ?…. erbärmlich..,.,.,.,.

    8 Fragezeichen ! nur Mut, ihr seid doch sonst so für Transparenz ?

  9. Daddy Cool sagt:

    Liebe Leser*innen, lasst Euch von Kiechle nicht im Nasenring durch die Manege ziehen.
    Auf die Begründung von CKK ist niemand scharf.

  10. Jean-Claude sagt:

    Aha, DIE LINKE hat also die Koalition beendet. Lange nicht mehr so gelacht. Eine Koalition aufgekündigt, die ohnehin mit Ablauf der Legislaturperiode beendet war. Darauf muss erst mal einer kommen. Der zutreffende Kommentar von Martin Rolshausen in der SZ:

    Saarbrücker Zeitung vom 30.08.2019
    KOMMENTAR von Martin Rolshausen

    Linken-Chef mit Komiker-Talent

    Thomas Lutze hat diese Woche Talent als Komiker gezeigt. Der Linken-Kreisvorsitzende hat der SPD vorgeworfen, sie habe die rot-rot-grüne Koalition im Saarbrücker Stadtrat beendet. Die Linken-Spitzenkandidatin Claudia Kohde-Kilsch ist zur SPD übergelaufen und wurde dort mit offenen Armen empfangen. Ungeheuerlich, findet Lutze. Aber der Koalitionsvertrag endete bereits mit der Amtszeit des Stadtrats vor drei Monaten ganz automatisch. Theoretisch hat Rot-Rot-Grün im Rat zwar eine Mehrheit, aber weder Grüne noch SPD wollen mit den Linken verhandeln. Lutze beweist Humor. Er sagt: „Für den Fall aber, dass die SPD-Stadtratsfraktion ihre Entscheidung rückgängig machen sollte oder Frau Kohde-Kilsch ihr Mandat abgibt, sind wir selbstverständlich wieder gesprächsbereit.“

  11. Thomas Lutze sagt:

    Liebe/r „Linke Basis“, die Frage ob Koalition oder keine Koalition entscheidet in unserer Partei immer noch die Partei und nicht die Fraktion. Trotzdem war dieser Schritt abgesprochen.

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