DEMOKRATISCH – LINKS

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Liebe Sahra Wagenknecht

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 15. Oktober 2018

Liebe Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht Parteitag der Linkspartei 2018. Leipzig.jpg

Von    (jpsb)

am Wochenende haben in Berlin Hunderttausende gegen den Rechtsruck und gegen die Entsolidarisierung unserer Gesellschaft demonstriert. Auch wenn einige Medien die wahre Bedeutung dieser seit Jahrzehnten eindrucksvollsten politischen Demonstration der gesellschaftlichen Linken gerne herunterspielen, so war dieser Tag doch ein Glanzstück für eine Republik, die vor einer historischen Bewährungsprobe steht. Eine Wohltat ist auch der Umstand, dass die gesellschaftliche Linke weit mehr ist als nur der kümmerliche Haufen von Parteisoldaten, die sich in einer Art ideologischer Hybris völlig zu Unrecht „Die Linke“ nennen.

Sie, Frau Wagenknecht, haben es vorgezogen mit Thesen, die nicht zufällig von Herrn Gauland abgefeiert werden, in bayrischen Bierzelten Stimmung (1) gegen eine offene multikulturelle Gesellschaft zu machen. Freilich diese wird so oder so kommen. Ganz gleich welcher Rechtspopulismus dagegen agitiert.

Aber nicht nur das. Sie haben auch noch den Versuch unternommen gegen die Unteilbar-Demonstration von Berlin zu demobilisieren. In der für Sie typischen Art, haben Sie stellvertretend für Ihre „Bewegung“ deklariert, dass diese Demonstration nicht zu unterstützen sei. Allein deshalb nicht, weil dort auch offene Grenzen, also das Recht auf freies Reisen für alle Menschen auf diesen Planeten, eingefordert werden.

Ihre Demobilisierung, sie hat niemanden interessiert. Und das zeigt, sie sind ein Talkshow- und Bücherlesungsereignis, aber keine, die die Massen politisch bewegt. Ohne die Partei Die Linke wären sie das was Frauke Petry heute für die AfD ist: Nichts. Im Internet können Sie eine Plattform aufbauen und sich mit denen umgeben, die Ihnen gerne huldigen wollen. Aber das Konstrukt ist genauso dürr, wie ihre Selbstdarstellung als Politikerin. Trauen Sie sich doch etwas zu. Rufen Sie zu einer zentralen Demonstration von „Aufstehen“ nach Berlin auf. Wie viele werden kommen? Ein paar tausend, ein paar hundert oder ein noch kläglicherer Haufen. Wie viele Rechte werden dabei sein? Wie viele noch oder bald nicht mehr Afd-Wähler werden dabei sein, die lieber Sie als das Original Gauland wählen wollen?

Quelle     :      Potemkin         >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben       —         Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei Sahra Wagenknecht. Leipziger Parteitag der Linkspartei 2018. 1. Tagung des 6. Parteitages der Partei DIE LINKE. Vom 8. bis 10. Juni 2018. Tagungsort: Leipziger Messe, Congress Center Leipzig.

7 Kommentare zu “Liebe Sahra Wagenknecht”

  1. Kesselflicker sagt:

    Harri Gruenberg
    Sehr dumm und parteizerstörerisch Deine Bemerkung. Und den Niema könnt ihr anpfeifen. Wir haben heute im PV beschlossen ruhe bis zur Hessenwahl zu bewahren. Wenn Niema sich nicht daran hält müssen wir wohl über Verantwortlichkeiten beim Wahlausgang in Hessen dis kutieren. Liebe Leute den Hessen zuliebe haltet die Schnauze

    … hat Harri das dem saarl. Traumpärchen auch gesagt?

  2. Limonde sagt:

    Sevim Dagdelen
    21 Std. ·
    Im aktuellen Deutschlandtrend liegt Angela Merkel nur noch knapp vor Sahra Wagenknecht!! Sahra genießt mit 40 Prozent mehr Rückhalt als alle anderen OppositionspolitikerInnen. Ich bin froh, dass wir eine so beliebte Spitzenpolitikerin haben und finde, da geht noch was!

    Bald geht nix mehr… Madame Hummerknecht gehört aus der Partei ausgeschlossen

  3. ein Linker sagt:

    # 2

    letzter Satz: Bald ……..
    Wie doof und blöd und vom Neid zerfressen muss man sein ?
    Sahra ist die Person aus der Politik in ganz Deutschland mit dem grössten Charisma !!
    Sagt eine seiöse Studie des wissenschaftlichen Rates in Berlin.

    Limonde ist ein Nick Fuzzi von der jungen Union !! merkt euch den Namen…….

  4. Waldschrat sagt:

    #3
    Mann oh Mann. Neiddebatte ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

  5. Berti Epple sagt:

    Ein Fan von Wagenknecht postete auf FB:

    BERLIN taz | Die kritischen Äußerungen Sahra Wagenknechts zur „Unteilbar“-Demonstration gegen Rassismus am Wochenende beschäftigten die Linksfraktion auch in dieser Woche. Das Thema wird höchstwahrscheinlich in der Fraktionssitzung am Dienstag aufgerufen. „Wir werden und wir müssen darüber reden“, sagt der Abgeordnete Niema Movassat der taz.

    Unter dem Tagesordnungspunkt „Aktuelles“ werden die Abgeordneten unter anderem auch über die Bayern-Wahl reden, bei der die Linke mit 3,2 Prozent den Einzug in den Landtag klar verpasst hat. Movassat sieht einen Zusammenhang zwischen dem mauen Abschneiden am Sonntag und der Distanzierung Wagenknechts von „Unteilbar“ am Sonnabend. „Im Vorfeld der Bayern-Wahl war das sicherlich nicht hilfreich“, meint Movassat.
    Wagenknecht hatte vergangene Woche Dienstag auf einer von der Fraktion bezahlten Podiumsdiskussion gesagt, sie halte es zwar für richtig, wenn viele Menschen gegen Rechts auf die Straße gingen. Sie sehe aber in der Tendenz, dass die Position „Offene Grenzen für alle“ als die bestimmende dargestellte werde. Die von ihr gegründete Sammlungsbewegung „Aufstehen“ werde sich formal nicht beteiligen.
    Die Linksfraktion, die Wagenknecht gemeinsam mit Dietmar Bartsch führt, war allerdings auf der Demo nicht nur vertreten, sondern hatte sogar einen Beschluss gefasst, die Demonstration offiziell zu unterstützen. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Stefan Liebich, warf Wagenknecht im Interview mit der taz deshalb vor, eine Grenze überschritten zu haben.
    „Regulierung von Migration unerlässlich“
    Sahra Wagenknecht hat ihre Kritik am Unteilbar-Aufruf indessen per Facebook und in einem Brief an ihre Fraktion verteidigt. Am Freitag vergangener Woche verschickte sie eine Mail an alle FraktionskollegInnen und ging mit den Kritikern ins Gericht. Unter dem Betreff „Aktuelle Äußerungen von Fraktionsmitgliedern“ schreibt Wagenknecht: „bevor sich weitere Mitglieder der Fraktion motiviert sehen, sich an der […] von verschiedenen Parteifreunden dankbar aufgegriffenen Kampagne gegen mich zu beteiligen, möchte ich Euch das, was ich zur ‚unteilbar‘-Demonstration gesagt habe, gern einmal im Wortlaut zur Verfügung stellen.“
    Wagenknecht verweist im Folgenden darauf, dass sie als Vertreterin von „Aufstehen“ und nicht als Fraktionsvorsitzende befragt worden sei und präzisiert ihre Kritik am Aufruf des Bündnisses, die sie auch auf Facebook stellte. Es gebe auch viele Menschen, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wehren wollten, und zugleich eine Regulierung der Migration für unerlässlich hielten.
    „Dass das keine ‚Absage‘ an die Demo oder eine ‚Grenzüberschreitung‘ ist, sollten auch weniger Wohlmeinende begreifen“, schreibt sie in der Mail. Das zielt unter anderem auf die Kritik Liebichs, der sich auf Anfrage der taz jedoch nicht mehr äußern wollte.
    Druck auf Wagenknecht wächst
    Klare Worte kommen hingegen selbst von Wagenknecht äußerst wohl gesinnten Fraktionskollegen. Der rheinland-pfälzische Abgeordnete Alexander Ulrich, der Wagenknecht im Frühjahr noch gegen das „Mobbing“ der Fraktion in Schutz genommen hatte, schreibt laut Tagesspiegel-Redakteur Matthias Meisner per Facebook: „Sahra Wagenknecht sollte einfach mal die Klappe halten“.
    Ulrich schreibt in seinem Facebook-Kommentar: „Kann man nicht einfach sagen, dass die Fraktion dazu aufgerufen hat und auch viele von Aufstehen hin gehen werden. Ist es so schwer, einmal das Verbindende zu suchen?“ Wem wolle „Aufstehen“ eigentlich Druck machen, wenn man sich heute mit hunderten Organisationen inhaltlich anlege, fragt Ulrich. Er warte ab, ob Wagenknecht sich entschuldige.
    Dazu hätte sie am Dienstag Gelegenheit. Der Druck aus der Fraktion auf Wagenknecht wächst. Gleichwohl wird die Linke so kurz vor der Hessen-Wahl keinen Eklat und schon gar keinen Bruch mit Wagenkecht riskieren. Die Partei steht in Umfragen stabil bei 8 Prozent und hat gute Aussichten, erneut in den Landtag einzuziehen.

  6. links herum sagt:

    # 5

    Sarah sagte dazu in ihrem Newsletter :

    „Selbstverständlich begrüße ich es, wenn Menschen für Solidarität und gegen Rassismus auf die Straße gehen. Gegen ein gesellschaftliches Klima des Hasses braucht es klare Zeichen. Am Samstag werden sich sicherlich auch Unterstützerinnen und Unterstützer von Aufstehen an der Demo in Berlin beteiligen. Der Unteilbar-Aufruf hat aber das Problem, dass weder die Verantwortlichen für Fluchtursachen noch für den massiven Sozialabbau der letzten Jahre benannt werden. Damit fehlt dem Protest aber die wichtige Adressierung der politischen Verantwortung für die gravierenden Missstände. Es gibt auch viele Menschen, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wehren wollen, und zugleich eine Regulierung der Migration für unerlässlich halten. In einer sachbezogenen und demokratischen Auseinandersetzung muss auch dieser Standpunkt respektiert werden. „

  7. Eric Schneider sagt:

    In einer demokratischen Auseinandersetzung ist es hirnrissig, Ex-AfDler den „Hof zu machen“. Das geschieht derzeit im Saarland. Initiiert von Olafs „Kettenhund“.

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