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RENTENANGST

Leyen I – #5

Erstellt von Gast-Autor am Mittwoch 17. November 2010

vormals HARTZ IV

Datei:SoVD Sozialverband Deutschland, Info-Stand So geht sozial, Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Hartz IV, beim bundesweiten Aktionstag Umfairteilen, hier in Hannover.jpg

KURZMELDUNG

Die Rente mit 67 ist verabschiedet. Dazu die Mehrfach-Millionärin:

„Die Menschen müssten öfter zum Arzt gehen, um ihre Arbeitskraft bis 67 vorzuhalten und sollten sich Arbeit aussuchen, die nicht so schwer ist.“

Die Statistik löst jedoch auch kritische Resonanz aus. Lutz Bellmann vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IBA) warnte gegenüber tagesschau.de vor falscher Euphorie. Hinter dem hohen Anstieg bei älteren Arbeitnehmern stecke auch eine steigende Zahl von Frührentnern, die einem Minijob nachgingen.

Und genau das ist der Punkt: Viele Arbeitnehmer sind mit 60 in die Rente gegangen, weil sie auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen mehr hatten. Dabei nahmen sie den Abschlag auf die Rente von nahezu 20 % billigend in Kauf.

Zu der törichten Arroganz der Arbeitsminister-Millionärin fällt einem wahrlich nichts mehr ein! Der Kompromissvorschlag des DGB erfuhr bei von der Leyen erwartungsgemäss eine klare Absage. Dazu kann man nur anmerken, dass wieder einmal der DGB hinterherlief „wie die alte Fasnet“. Man könnte fast annehmen, dass der DGB diesen Kompromiss in der Gewissheit hat verlauten lassen, dass er abblitzt.

Die eigentlich (spiess)-bürgerliche RP hat dazu einen Bericht veröffentlicht, der die Sachlage einigermassen objektiv wiedergibt

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Grafikquelle :Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Urheber Bernd Schwabe in Hannover/ Eigenes Werk

2 Kommentare zu “Leyen I – #5”

  1. Carlsson vom Dach sagt:

    Die Position der Grünen ist identisch mit der der CDU: „Wir Grüne halten die Rente mit 67 für die richtige Perspektive,“ so der rentenpolitische Sprecher Strengmann-Kuhn. Sein zentrales Argument: „Wenn die Menschen länger arbeiten, sind die Beiträge niedriger.“

    Und die SPD will nicht weniger bretto, oder nutto? Stellt sich dem Gewerkschaftsansinnen entgegen.

    Was wählt man nun? Teufel oder Beelzebub?

  2. UP. sagt:

    Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Schützenhilfe von der Grünen Renate Künast bekommen. Die schrittweise Erhöhung der Regelaltersgrenze sei erforderlich.

    „Wir dürfen heute nicht auf Kosten der Generation von morgen leben.“ Die Chancen Älterer auf einen Arbeitsplatz müssten allerdings deutlich verbessert werden. „Wir brauchen mehr Weiterbildung und Qualifizierung, flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine bessere Gesundheitsvorsorge.“
    Sonst werde die Rente mit 67 eine „Rentenkürzung durch die Hintertür.

    Die Fähigkeit zur analytischen Betrachtungsweisen ist nicht eine Frage der Intelligenz. Oder hinter falschen Betrachtungsweisen steckt etwas anderes, z.B. eine politische Absicht oder fundamentale Aussage; denn die Rente mit 67 ist nicht anderes als eine Rentenkürzung der heute 64-jährigen.

    Meiner Meinung nach ein weiterer Schritt der Grünen Richtung Neoliberalismus. Und – so leid es mir tut – das Mitwirken in Gorleben ist reiner populistischer Stimmenfang. Seitdem die Grünen einen Schlips tragen und nicht mehr stricken, ist alles anders geworden. Wir erinnern uns: Begonnen hat das mit „Leyen I“ / früher: „HARTZ IV“

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