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Lafontaine der Wendehals

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 3. September 2012

Träume sin immer erlaubt

Ja – haben wir denn schon wieder Karneval oder laufen die Narren im Saarland das ganze Jahr über frei herum? Lange Zeit hat man nicht viel von Oskar Lafontaine gehört, nun aber meldet er sich mit einer Botschaft zurück.

Damit macht er sich jetzt auch noch lächerlich. Es ist schon traurig, mit ansehen zu müssen, wenn sich Menschen im reifen Alter so demütigen und selber zum Kaspar machen, so dass eine ansonsten ihm doch immer wohlmeinende Presse einmal mehr auf seinen Rücktritt unter Schröder hinweist. Die Blöße einer solchen Selbsterniedrigung geben sich Menschen hin, welche den richtigen Zeitpunkt des Abschied aus der Öffentlichkeit verpasst haben und nicht einsehen können, dass der Zug ohne sie abgefahren ist.

Einsam am kalten Bahnhof stehend und den roten Rücklichtern hinterher blickend. Dabei ist die Schlagzeile des Artikels in der SZ bereits als Ironie auf die Person Lafontaine zu verstehen – wird doch für jedem an Politik Interessierten sichtbar aufgezeigt, dass hier jemand krampfhaft versucht, mit dummen Gerede vielleicht doch noch ein Trittbrett zu erwischen. Berlin wird sich gegen den immerwährenden Willen des Saarländers entscheiden, die von dort vorgegebene Isolation gegen die politischen Mitbewerber aufzugeben.

Auch dem letzten Mitglied der Partei ist bewusst, dass die Wahl des Dietmar Bartsch zum Vorsitzenden der Partei mit allen Mitteln verhindert werden musste und auch wurde. Und zwar von Lafontaine, dem das Miteinander mit anderen Parteien absolut gegen den Strich ging. Das genau war der politische Gesinnungsunterschied zwischen Ost- und West-Partei.

„Politik sei kein Kindergarten“, lässt man ihn im Deutschlandfunk sagen, und er prangert damit seine eigene Haltung an, was in dem Artikel mit (…) mit drei Punkten in Klammern zum Ausdruck gebracht wird. Schlimm, wenn sich ein Clown von anderen Spaßmachern zum Narren seiner eigenen Aussagen machen lassen muss. „Ja, wärst du doch noch vor dem Beginn der zweiten oder dritten Kindheit ausgestiegen, wäre dir diese Blamage erspart geblieben.“

Illusorisch und spinnert ist es nun zu glauben, dass die SPD und die Grünen nur auf diesen Moment der Willigkeit von Links gewartet hätten. Hat nicht Lafontaine allzu viele Dreckkübel über die Parteien ausgegossen? Wir auf DL sind gewiss keine Sympathisanten von Schröder, Clement, Fischer oder den „verrückten“ Steinen, welche sich ähnlich Lafontaine einer Wetterfahne gleich in wechselnden Winden drehen. Sie werden sich allerdings allein aus wahltaktischen Gründen keine Bedingungen diktieren lassen. Das kann die Führung der LINKEN mit einen Teil ihrer meinungslosen Mitglieder machen, nicht aber mit selbstbewussten Bürgern, welche sich noch heute an das Erinnern was gestern geschah.

Warten wir einmal ab. Es wird spannend – der Prozess der linken Selbstzerfleischung hat schon vor einiger Zeit begonnen.

Lafontaine strebt Rot-Rot-Grün an

„Politik ist kein Kindergarten“, mahnte Lafontaine im Deutschlandfunk. „Wer ernsthafte Politik macht, kann sich eine solch alberne Haltung (…) nicht leisten“, sagte der 68-Jährige, der den SPD-Vorsitz und sein Finanzministeramt vor 13 Jahren im Streit mit dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder hinschmiss und der Partei den Rücken kehrte.

Hintergrund für die Avancen Lafontaines ist ein Strategiewechsel, den die neuen Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger eingeleitet haben. In der kommenden Woche soll er auf einer Klausurtagung des Parteivorstands festgeklopft werden. Die Linken-Spitze will auf eine rot-rot-grüne Koalition hinarbeiten – aber nur unter bestimmten Bedingungen. Und die sind so gewählt, dass eine Realisierung eines Linksbündnisses als kaum machbar erscheint: Mindesteinkommen von 1000 Euro, deftige Besteuerung von Reichtum, Verbot aller Waffenexporte und das Ende aller Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :   DL/ privat  – Scan eines Presse – Artikel

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23 Kommentare zu “Lafontaine der Wendehals”

  1. Advocatus Diaboli sagt:

    Willkommen im Lafontaine’schen Kasperle-Theater.

  2. perzeus sagt:

    Anstatt Oskar massiv in die Beine zu kretschen wird hier nix getan und nur gemault so aendert sich nix
    nadda null komma nix

  3. Tomacina sagt:

    # 2
    solange in der Partei Egomanen das Sagen haben, wird sich nichts ändern.

  4. perzeus sagt:

    Das alte Griechenland hatte früher für das heute falsch gebrauchte Wort Volk die Bezeichnung Idios . Nun wisst ihr was wir Ihnen als Normalmenschen wert seid! Eine willfairige Masse die man durch Werbung,Massenmedien und allerei chemische Substanzen als auch optische Tricks und Populismus dorthin lenken kann wo man sie haben will.

    Der Idios hat dem Obertanen, der durch Berufung des Obersten in seinen Rang gehoben wird ,bedingungslos loyal zu sein.(zwecks Machterhalt um jeden Preis)
    Siehe die Satzung der Linken

    So wird dieses Spiel gespielt !!!!

  5. Hades sagt:

    Der Pate hat seine Macht in der Partei ausgebaut, und eine 3 Austrittswelle billigend in Kauf genommen. Oskar hat ein geschaetztes Privatvermögen von mehr als 30 Mio Euro!!!!

  6. Tomacina sagt:

    Lafontaine als Förderer Wagenknecht hat gewusst, warum er Sahra in der Parteispitze etabliert hat. Mit ihr und den Oskar-Hörigen im Bundesvorstand hat er Rückenwind für eine mögliche Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2013.

  7. Advocatus Diaboli sagt:

    Wie das Diskussionspapierchen aus dem Parteivorstand zeigt, sind Oskar und sein Püppchen out, weil sie keine Mehrheiten für ihren Politikstil haben.
    Wagenknecht hat schon das überzogene Selbstbewusstsein des Klein-Napoleon. Sie muss aufpassen, dass sie nicht so wie er am Ende in der Bedeutungslosigkeit ankommt. Im Osten haben beide so gut wie keine Freunde. Nach dem letzten Bundesparteitag dürften auch die letzten Oskar-Fans aus dem Osten kapiert haben, woran sie mit dem „Saar-Kasperle“ sind.

  8. Schweinchen Schlau sagt:

    Oskar ist immer noch in dem Glauben, er sei der Herrscher „Napoleon an der Saar“, aber seine Zeit ist schon lange abgelaufen und mit ihm die Versager der Linken im Saarland.
    DER BÜRGER HAT SCHON LANGE BEMERKT, DASS MIT DER LINKEN KEIN BLUMENTOPF ZU GEWINNEN IST!

  9. RosaLux sagt:

    an „Perzeus“: mach doch mal einen Deutschkurs!

  10. GillaSchillo sagt:

    Lafontaine führt sich seit Jahren auf wie ein Elefant im Porzellanladen.
    Die Scherben werden immer kleiner, so dass sich nichts mehr kitten lässt.

    Vor dem BPT im Juni hat O.L. sein wahres Gesicht gezeigt und den Reformkurs zu verhindern versucht.
    Jetzt nach dem der neue Parteivorstand den Reformkurs als schriftliches Papier vorlegt, versucht O.L. die Kehrtwende von seinen ursprünglichen Positionen.

    Für wie dumm glaubt O.L. die Mitglieder und die Wählerschaft eigentlich verkaufen zu können?

  11. Amelie sagt:

    Der beste Kommentar zu dieser Person:
    http://starke-meinungen.de/blog/2012/06/03/lafontaine-ein-scheinriese-in-notorischer-fahnenflucht/

  12. AntiSpeichellecker sagt:

    Kommentar hervorragend …

  13. Gilbert Kallenborn sagt:

    Zu 5,Hades : Das Lafontaine Millionär ist. Sozialismus schwätzt, aber top-Kapitalismus lebt, davon redeten schon seine Villen, Oberlimberg wie Silwingen. Und seine Paten-Methoden der linken Politmafia.
    Nicht dazu gerechnet – E I G E N T U M S W O H N U N G E N -aber dass es schon auf 30 Millionen anwuchs, überrascht sogar mich als Lokalen Beobachter mit besten Verbindungen zur Immobilienwelt.
    Au wei,wenn die Luxemburger Banken Daten -CDs hier ankommen. Alle, nicht nur die Spitze vom Eisberg.
    Aber da schreit ja grad eine FDP-Justizministerin Ceter und Mordio obwohl das Bundesverfassungsgericht den Datenkauf als rechtens erklärte -wie sonst soll man dieser Millionen Steuerhinterzieher habhaft werden? Mit Amnestien?
    Oder Bootsfahrt um die Saarschleife ???

  14. Hades sagt:

    Liebe Gilla

    Oskar findet immer wieder ein paar neue arbeitslose Akademiker die für ihn für eine Anstellung ihm die Arbeit vom Hals schaffen . Das beste Beispiel war und ist Huonka , wenn da mal ein paar Abspringen das ist fuer Oskar wie wenn ein Floh vom dem Rücken eines großen grauen Elefanten springt! Er ist die ein Mann Partei selbst Gregor Gysi musste spüren , wie gut er die Fäden (siehe Riexinger ) ziehen kann . Der liebe Gregor mag wohl rethorisch etwas besser sein , doch zu sagen mit seinen Ostgenossen hat dieser nichts mehr ..

    Dem Gregor steht noch der Gang nach Canossa (bei Oskar) bevor wegen seinen Äusserungen am Bundesparteitag.

    Auch der große Konkurrent Bartsch hat bereits nach internen Informationen die Wahl 2013 schon verloren , dessen Lager ist nach meinen Informationen bereits infiltriert .

    Von einem fairen Umgang miteinander ist nur noch das Lippenbekenntnis übrig geblieben , das man sich zur Wahl 2013 zusammen präsentieren muss. Eine Spaltung in Wasg und die Linke.Ost wäre nach meiner Meinung für die Ostgenossen das Beste wenn sie je wieder eine eigenständige ohne Bevormundung von Olaf durchsetzen wollen.

  15. Gilbert Kallenborn sagt:

    Betreff: Oskar Lafontaine und der Kuhfladen
    Oskar wurde im Flugzeug neben ein kleines Mädchen gesetzt. Der SED-Linke Politiker wandte sich ihr zu und sagte: „Wollen wir uns ein wenig unterhalten? Ich habe gehört, dass Flüge schneller vorüber gehen, wenn man mit einem Mitpassagier redet.“
    Das kleine Mädchen, welches eben sein Buch geöffnet hatte, schloss es langsam und sagte zum SED-Linken Politiker: „Über was möchten Sie reden?“ „Oh, ich weiß nicht“, antwortete dieser. „Wie wär’s über Volkswirtschaft und Ökonomie?“
    „OK“, sagte sie, „dies wäre ein interessantes Thema! Aber erlauben Sie mir zuerst eine Frage: Ein Pferd, eine Kuh und ein Reh essen alle dasselbe Zeug: Gras. Aber das Reh scheidet kleine Kügelchen aus, die Kuh einen flachen Fladen und das Pferd produziert Klumpen getrockneten Grases. Warum, denken Sie, dass dies so ist?“ Oskar denkt darüber nach und sagt: „Nun, ich habe keine Idee.“ Darauf antwortet das kleine Mädchen: „Fühlen Sie sich wirklich kompetent genug, über Volkswirtschaft und Ökonomie zu reden, wenn Sie nicht einmal über Scheiße Bescheid wissen?
    p.s. das kleine Mädchen war NICHT Sarah W. Sonst wäre sie nie in die Villa mitgenommen worden..

  16. Gilbert Kallenborn sagt:

    Zu 14:
    Wieso soll Gregor Gysi „..mit seinen Ostgenossen“ nichts mehr zu sagen haben ? Das ist ja wohl Ball verkehrt und ich nehme an, Hades war NICHT perslönlich beim BPT Göttingen. Die Ostgenossen sind eben NICHT-wie im Westen-einem Mann untertan, eben nicht die 1.Mann Partei Lafontaine.
    Da wären, ausser Gysi – Dietmar Bartsch, Steffen Bockhahn, KLaus Lederer, Bodo Ramelow etc. während im Westen nach dem Diktator Oskar NICHTS mehr kommt.
    Göttingen war die letzte Show des Westens mit seinen gefälschten Karteileichen Mitgliederzahlen.
    Die nächste Wahl wird mit 2/3 Ost 1/ 3West erfolgen und die Wahlfälschungen haben ein Ende.
    Genauso die gefälschte Dominanz des Westens. Von wegen „nichts mehr zu sagen haben“
    Das Sagen kommt. Und der „Gang nach Canossa“ war die Bootsfahrt auf Kosten der Steuerzahler um die Saarlschleife. Hades ist auch schon infiltriert von falschen infos. Das kommt davon, wenn man persönlich nicht BPTs besucht, 2 Tag lang.
    Insofern: voller Widerspruch zur Rolle und Macht des Ostens, wie dargestellt von Hades. Rest: Zustimmung.

  17. Schichtwechsler sagt:

    Im Beschönigen von Mitgliederzahlen war Linsler und „sein Nilpferdchen“ einsame Spitze.

  18. Gilbert Kallenborn sagt:

    zu 17:
    „Beschönigen“ ist hier der falsche Ausdruck. Zudem wurde ein Einbruch deswegen gemeldet, 2009, Daten weg, oh Schreck! Beschönigt werden die Wahlplakate der Linken Saar (die Grünen haben da auch Top-Hits gelandet) mit 10 Jahre alten Lafontaine-Fotos (bei den Grünen wars Hubert Ulrich )wo der aussiseht, wie gerade frisch vom Facelift-Chirurgen gestrafft, Prozedur digital, das ist: beschönigt. Seine Echtfalten und das zunehmende Grau im Gesicht -nicht der Haare -sieht man
    dennoch aus der Nähe gut, auch die ständige Anwesenheit vom Bierglas. Früher trank er Wasser beim Wählereinlullen.
    Aus Mitgliederzahlen erwächst Macht, Geldfluss aus Berlin, Mandate, wer diese Zahlen gezielt ändert der begeht BETRUG, auch an der Bundespartei, das ist gezielter Betrug und kein harmloses Beschönigen. Es hat ein paar Jahre gedauert -aber es wurde jetzt als Fakt festgestellt.
    Als nächstes werden die 4 Landesschatzmeister Linke Saar, in 4 Jahren, mit den gefälschten Finanzdaten überführt.
    Die ex-Landesschatzmeisterin der PDS Saar. Ewa Tröger, hat bereits schlagartig und begründungslos nach Amt seit 2005 -sodann linke Finanrevision seit 2007 bis 2012 -die Landesfinanzrevision Die Linke Saar verlassen.
    Am LPT 12.11.2011 las sie noch öffentlich die Betrugs-Daten vor, öffentlich, als Genossen diese schrifltich haben wollten, wurden die Herrausgabe verweigert, von Tröger und ebenso Sigurd Gilcher, Landesgeschäftsführer.
    Und die LSK Saar unter Julia Maus und Altstalinist Fieg deckten alles fein ab. Die Gelder der PDS Saar wurden unterschlagen.

  19. amore mio sagt:

    Welche Position genau hat Ewa Tröger wann verlassen?

  20. Sandmännchen sagt:

    Im Kreisverband Saarpfalz soll es z.B. bei Kreismitgliederversammlungen, wenn Neuwahlen anstehen, die Kreisvorsitzende mit zwei Mitgliederlisten „arbeitet“. Ein Schelm wer da Böses denkt.
    Die Kreisvorsitzende bringt in dieses Spielchen ihre ganze Erfahrung ein, welche sie bei den Grünen mit ihrem Mann gemeinsam gemacht hat.
    im Huni 2010 hat der damalige Kreisschatzmeister die Mitgliederzahlen nennen wollen.Die Kreisvorsitzende Spaniol hat ihm das Wort abgeschnitten und der Versammlungsleiter Prof. Dr. Bierbaum sah tatenlos zu und wischte Anträge betreffend Finanzen vom Tisch.
    All‘ das und vieles mehr ist Berlin bekannt. Offensichtlich wollte man der Realität nicht ins Auge sehen. Vermutlich ließ man sich im Hinterzimmer von dem stellv. Bundesvorsitzenden Bierbaum Märchen auftischen.
    Die Märchenstunden sind hoffentlich bald vorbei.

  21. Pälzer sagt:

    Das große Basis-Verblödungs-u.Schmierentheater hat sich für Spaniol schon bei den Grünen rentiert.

  22. WilmaFeuerstein sagt:

    #18
    Landesgeschäftsführer Gilcher gehört zur OSKAR/Groeber-Clique!
    Er ist sehr geübt…(Sohnemann= Jurist)

  23. AlternativerLinker sagt:

    #18 (Gilbert Kallenborn)
    Wenn es ums Vertuschen von Missständen geht, leiden viele Mitglieder von Schiedskommissionen unter Narkolepsie, hauptsächlich die Vorsitzenden. Dieses Phänomen ist allgegenwärtig bei Streitsachen gegen Parteispitzen.

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