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Kriegspielende Kinder

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 8. Juni 2011

Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr

Am 28.05. 2011 machten wir mit dem  Artikel „Bundeswehr Werbung“ auf die skandalöse Art und Weise der Werbung bei der Rekrutierung von Soldaten aufmerksam. In den letzten Tagen wurden wir auf den „Tag der offenen Tür“ in der Bad Reichenhaller Kaserne aufmerksam wo Kindern jeglicher Altersgruppen erlaubt wurde, mit echten Waffen zu spielen

In dem diesen Artikel angehangenen Video beugt sich ein circa neun Jahre alter Junge über das Maschinengewehr MG3. Sein Vater bückt sich und hilft ihm dabei den Munitionsgurt in die Waffe einzuführen.

Bevor ein Rekrut in der Grundausbildung eine solche Waffe – ohne Munition – in die Hand bekommt, muss er etliche Belehrungen und Unterrichtsstunden über sich ergehen lassen. Waffen dürften zudem grundsätzlich erst von 18-Jährigen in die Hand genommen werden. Großkaliber von 21-Jährigen. In Bad Reichenhall, spielten die Kinder damit.

Am 28. 05. 2011  machte auch das linke Bündnis „rabatz“ die Bilder von den Kindern, die mit Waffenattrappen auf das Miniatur-Dorf „Klein-Mitrovica“ schossen. Im Zweiten Weltkrieg waren Gebirgsjäger in der kosovarischen Stadt Mitrovica an einem Massaker beteiligt. Von 1999 an waren sie erneut als Teil der Friedenstruppen dort im Kosovo stationiert.

Wir bringen kein Verständnis für Eltern auf, welche mit ihren Kindern einen „Tag der offenen Tür“ bei der Bundeswehr besuchen. Das scheinen aber genau die Erzieher zu sein, welche ihre Kinder zu Weihnachten mit Kriegsspielzeug beglücken. In einer Zeit in der Ballerspiele auf dem Computer als Alibi für Amokläufe in Schulen herhalten müssen gibt es für solcherart staatlich organisierter Vorführungen der Gewalt Verherrlichung kein Verständnis. Die Vorkommnisse weisen aber darauf hin dass in diesem korrupten Staat letztendlich nichts unmöglich ist, solange es eine politische Clique für richtig hält. Die Verherrlichung von Kriegen wird uns bei Abstimmungen im Bundestag via Fernsehen vor Augen geführt.

Trotz aufwendiger Werbung gelingt es dem Kriegsminister nicht genügend Personal für das Töten von anderen Menschen in fremden Ländern zu finden. Sie sind überwiegend nicht bereit auch für ein scheinbar gutes Gehalt die  Rückreise in einer Holzkiste zu buchen während es sich die eigentlichen Brandstifter zu Hause gemütlich machen und weiterhin ihren Geschäften nachgehen. Da muss man dann versuchen Kinder als Kanonenfutter zu trainieren. Kann das vollständige Versagen einer staatlichen Institution noch klarer aufgezeigt werden? Wir fordern den Rücktritt der dafür politisch Verantwortlichen.

Nachtrag: Das ursprügliche Video wurde wohl ein Opfer des Kriegsministeriums und entfernt. Hier nun ein anderes, einige Szenen gleichen dem Ersten.

[youtube pYU0O0w2KU0&feature=related]

 

IE

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Grafikquelle  :   Kriegsspiel mit Holz- und Pappschwertern

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