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Krasser Zynismus

Erstellt von Gast-Autor am Freitag 18. November 2011

ist F.D.P. – Bahrs „Pflegereform“

Einen Rekord hat sich Ex-Banker Daniel Bahr verdient: Nie zuvor dürfte ein amtierender Minister ein Jahr für irgendwas, wofür er zuständig ist, ausgerufen haben, um es dann ohne die kleinste, wenigstens symbolische Maßnahme verstreichen zu lassen, nämlich ein „Jahr der Pflege“ . Sicher: die Nöte der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Pflege-Beschäftigten schreien seit vielen Jahren immer lauter zum Himmel. Doch Bahrs jetzt angekündigtes Handeln könnte schlimmer sein als Nichtstun. Von Daniel Kreutz.

Dies zumindest ist dem – ansonsten völlig vagen – Koalitionsbeschluss zum Pflegereförmchen zu entnehmen, der in der Hauptsache einen „Pflege-Riester“ ankündigt. Neben die Pflegeversicherung soll eine freiwillige kapitalgedeckte private Zusatzversicherung treten, die „für Geringverdiener“ staatlich gefördert wird. Erneut will die Politik der Versicherungswirtschaft ein neues Geschäftsfeld erschließen und subventionieren, indem sie den Leuten mit Steuermilliarden die Prämien aus den Taschen lockt. Kein Cent davon kommt bei denen an, die schon pflegebedürftig sind oder es womöglich bald werden. Denn die können keinen Kapitalstock mehr „ansparen“. Erneut will man die Arbeitgeber vor Beitragserhöhungen schützen, indem künftige Kostensteigerungen einseitig bei den Versicherten ohne und mit Zusatzversicherung (und beim Sozialamt) abgeladen werden.

So etwas mit FDP-General Lindner „Pflege-Bahr“ zu nennen, ist nicht mehr als eine zynische Urheberrechtsverletzung. Denn nach dem Vorbild mancher „Doktor_innen“ überträgt Bahr nur SPD-Riesters Blaupause mit Copy & Paste auf die Pflege.

Quelle  :>>>>>  weiterlesen bei den NACHDENKSEITEN

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Grafikquelle   :   Wahlkampfkundgebung Mai 2012 in der Wolkenburg (Köln)

 

  • CC-BY-SA 4.0
  • File:FDP-Wahlkampfkundgebung in der Wolkenburg Köln-2128.jpg

 

Ein Kommentar zu “Krasser Zynismus”

  1. Eulen nach Athen sagt:

    …dazu noch etwas gefunden:

    Bleibt die Pflegereform auf der Strecke?
    Euro-Rettung und Einigkeit in der Bundesregierung verhindern rasche Verbesserungen in der Pflege.

    Das ist ja klar: Andere Ereignisse, die wichtiger scheinen, verhindern das Handeln. Es geht unter. Wie das Land bei der Oderflut, die Schröder half. Da könnte man den Glauben verlieren, wenn der liebe Gott den Beelzebuben und – mädchen (mit Hosenanzügen) zur Seite steht.

    zum Weiterlesen den Link klicken:
    http://vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de26406

    Die „Spezialisten“ vom Bund der Pflegevesicherten sagen dazu nicht viel oder haben die nix zu sagen?

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