DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Keine Solidarität in der Linken

Erstellt von IE am Sonntag 6. September 2015

Keine Solidarität in und außerhalb der Linken

File:Betriebsrätekonferenz der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag in Köln (8670918467).jpg

Die mangelnde Solidarität in der Partei DIE LINKE wird aus der Basis heraus immer öfter hart in der Öffentlichkeit kritisiert. So verbreitet sich schon der Eindruck das Mitglieder in ihren Verbänden gar kein Gehör mehr finden und mehr und mehr den Weg über das Internet suchen.

Ich habe das heutige Schreiben einmal als Anlass genommen einige Beschwerden aus den letzten Wochen zu einen Bericht zusammenzufassen.

So teilte mir einer unserer Leser folgendes mit:

am 10. Oktober 2015 findet in Berlin eine Demo gegen TTIP statt. Die Fahrt ab Bahnhof Frankfurt-Süd  kostet 50.- Euro, was ich mir aber als Hartz4-Empfänger nicht leisten kann. Dennoch halte ich das Thema für wichtig.

Die Linke ist ja angeblich auch gegen TTIP & CETA, hat aber diesbezüglich noch nichts unternommen & erreicht.  Das scheint aber den „linken“ MdEPs & MdBs auch ziemlich egal zu sein.  Eine Möglichkeit wäre m.E. jedeR diesbezügliche Parlamentarier der Linken mietet einen Bus (das wären immerhin über 60 mit ca. 40 Sitzplätzen) und bietet günstig Fahrten zur Demo an.

Das wäre für mich ein  Beispiel praktischer Solidarität. So würden auch schon 2.400 Demonstranten zusammen kommen. In Frankfurt wäre das z.B. MdB Wolfgang Gehrcke, der jetzt bereits seine vierte Legislaturperiode macht, in Offenbach/Main wäre das MdB Christine Buchholz und in Hanau MdB Sabine Leidig.

Die Fahrpreise könnten je nach Einkommen gestaffelt werden (z.B. Hartz4-Empfänger 20 Euro, Gewerkschaftssekretäre 80 Euro u.s.w.). Das könnten diese m.E. sogar von der Steuer absetzen. Tatsächlich laden sie aber nur ihnen genehme UnterstützerInnen zu Berlinfahrten im Bundestag auf Kosten der Steuerzahler ein.

Man sieht, mit der Solidarität der „Linken“ ist es nicht weit her.

Die Preise für Zugfahrten sind  >>>>> HIER <<<<< einzusehen

Ein weiteres, diesmal weibliches Mitglied teilte mir vor einigen Tagen mit, dass schon zum Landesparteitag der Linken 2011 in Gießen die Preise für den Verzehr so hoch geschraubt waren dass sie  für die einfache Besucherin zur einer enormen Belastung wurden. Damals wurde schon für eine Kaffeetasse Gulasch 5,50 Euro verlangt. „Gut, für Fahrkosten brauchte ich dort nicht aufkommen da sich eine Mitfahrgelegenheit  fand, anderseits wäre ich aber auch zu Hause geblieben“.

Nach dem sich ein Parteigenosse bei den Landesvorsitzenden Ulrich Wilken persönlich beschwerte, bekam dieser erwidert, dass dafür die Hallenmiete billiger sei. Des weiteren empfahl er sich doch Butterbrote schmieren zu sollen. „Die typische Antwort eines Zynikers welche ich mir in meiner Freizeit nicht unbedingt anhören musste und darum beschloss die Partei mit solch ungebildeten Leuten schnell wieder zu verlassen“.

Trotz mannigfaltiger Kritik wurde mir berichtet dass sich dieses gleiche Spielchen ein Jahr später innerhalb der gleichen Räumlichkeit wiederholt habe. Nur gut für mich, das ich rechtzeitig den Absprung gefunden habe. Den Sozialismus hatte ich bis dahin ein wenig anders gesehen. Gut das wir alle immer dazu lernen.

Nicht wenige Personen kannten sich ja schon von 2005 als MitgründerInnen der WASG. Darunter auch die heute, stellvertretende Bundesvorsitzende & Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag Janine Wißler. Trotz eines Einkommens von satten 10.000 Euro wurde sie gefürchtet, mehrfach bei einfachen H4-Empfängern um Zigaretten zu schnorren.

„Das kann man scheinbar mit ca. 10.000 Euro monatlich nicht mehr bezahlen! Geschweige denn, das ich jemals einen Dank dafür erhalten habe, sie als ehemalige Langzeitstudentin (> 20 Semester Dipl. Politologie) mit in den Landtag befördert habe“.

Das waren einmal nur fünf verschiedene Stimmen welchen ich hier das Wort geben wollte. Heute morgen schon, hatte ich einmal mehr die Ideenlosigkeit angeschrieben welche in dieser Partei auch mit einer Chaos- Haltung verglichen werden kann, angeschrieben. Die BürgerInnen müssen die Arbeit für das bezahlte Gerümpel der Mandatsträger übernehmen. wobei sich jeder mehr und mehr an die Ränder der Gesellschaft drängt um ja nicht positiv auf sich Aufmerksam zu machen, da frau/man sich gegenseitig schon nicht nehr in die „Fresse“ sehen kann, wie es Pofalla schon einmal vornehm äußerte ?

Das gewisse Gespür für Situationen in der Gesellschaft war nie nie vorhanden. Ist auch im Keller- oder Bunkerleben nicht hineingebracht worden.  Ausgestattet mit euren Möglichkeiten hätte ich am Münchener Bahnhof eine Riesen Sause veranstaltet. Mit Life Band und allem drumherum und so wäre die Partei ohne weitere Kosten auf jeder Fernsehstation in Europa über die Bildschirme geflimmert. Als äüßert positive Werbung. Aber keine Sorge, das kann man nicht lernen – so etwas hat Einer oder Einer kann es nicht. Ihr könnt es nicht, dass ist jetzt sicher.

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4 Kommentare zu “Keine Solidarität in der Linken”

  1. [bremer] sagt:

    Ich vermute, das Problem ist, das „Linke“ (Partei Die Linke) mit Solidarität meinen, andere helfen ihnen und nicht sie helfen auch anderen; und mit „Demokratie“ meinen, sie dürfen mitbestimmen und nicht auch andere dürfen mitbestimmen.
    Denn teilen & solidarisch sein, sollen immer nur die Anderen.

  2. Opa Fielmann sagt:

    #1
    Stimme Dir zu.

  3. Ritschie Towar sagt:

    Das ist leider nicht neu für mich und viele andere Leute.

    Solidarität wird groß geschrieben, weil es ein Hauptwort
    ist. Solidarität ist, gemessen zum Zeitpunkt 1, die gemein-
    same Arbeit, die gemeinsame Anstrengung, die darauf gerich-
    tet ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Diese Reibung er-
    zeugt Hitze, die den ganzen Parteikörper heizt. Messen wir die
    Solidarität nochmal zum Zeitpunkt 2, erhalten wir verstören-
    de Werte: die Spitze ist sehr kühl, während die Basis noch
    nachglüht. Die Spitze fühlt sich von der ausstrahlenden Wär-
    me belästigt. Schließlich muß sie sich nun anderen Dingen zu-
    wenden und überhaupt.. jetzt kommen diese Proleten und wollen
    was?? Jetzt, nach der Wahl?? Die spinnen wohl.. die kennen wir
    erst wieder, wenn’s nötig ist.

    Die augenblickliche Entwicklng der DIE LINKE zeigt aber, daß
    es ein Problem der Vergangenheit ist. Durch die immer weiter
    werdende Entfernung der Postensitzer zu denen, um die es in
    einer linken Partei gehen sollte, eine immer deutlichere Zu-
    wendung an das Bürgertum, das sich gegen eine zu aufdringliche
    Nähe zu wehren weiß, durch das genau bemessene Vorhalten von
    Sektflöten, ist die Anomalie der Solidarität bald kein Problem
    mehr: das, was ich Bürgertum nenne, kennt ‚Solidarität‘ nur als
    Schlagwort. Und sind Worte in dieser Richtung gefallen, verlangt
    die Tradition sofort eine heimliche Kehrwende und Zerstörung
    der getroffenen Aussagen.

    Somit ist Solidarität Vergangenheit in der DIE LINKE und wir
    können befreit aufatmen, weil wir die Wahlsonntage frei haben.

    Im vollen Ernst: es ist Leuten mit wenig Geld nicht möglich
    in der Partei wirklich mitzuarbeiten oder eigene Vorstellungen
    zu verwirklichen. Es würde auch nur die stören, die den Begriff
    ‚links‘ vereinnahmt haben und wahrscheinlich sogar glauben, sie
    seien es tatsächlich.

  4. Freischwimmer sagt:

    DieLinke braucht -wie die übrigen Parteien- nur willige Wasserträger. Wer glaubt, in der Linke eigene Vorstellungen einbringen zu können, sollte ganz schnell seinen Hut nehmen. In einem Kaninchenzuchtverein wird Engagement geschätzt.

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